Fahrradhelm Mütze Herren Test Vergleich

Zweiradfahrer und besonders Fahrradfahrer sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Immer mehr Radfahrer entscheiden sich dafür, einen Helm zu tragen.

Warum eine spezielle Fahrradmütze?

Grundsätzlich ist eine Mütze, die speziell für Fahrradfahrer ausgerichtet ist, teurer als eine ganz normale, dicke Wollmütze für die kalte Jahreszeit. Eine Frage, die Sie sich also womöglich stellen, ist: Warum dann nicht einfach eine gewöhnliche Wintermütze unter den Helm ziehen? Die Antwort ist einfach: Weil diese die Sicherheit enorm beeinträchtigt.

Wie der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club, auch kurz ADFC, immer wieder warnt, steigt dadurch die Gefahr enorm, dass Ihr Helm verrutscht. Das kann ganz schwerwiegende Folgen haben, vor allem bei einem Sturz. Denn Fahrradhelme sind grundsätzlich so konzipiert, dass sie Ihren Kopf bestmöglich schützen, wenn dieser fest auf Ihrem Kopf sitzt.

Thront er dagegen nur locker auf dem Haupt, rutscht er oft schnell in de Nacken. Sich eine Fahrradmütze zuzulegen, macht also Sinn. Denn die Spezialisten bestechen nicht nur als optimaler Kälteschutz bei eisigen Temperaturen. Sie funktionieren auch als Windstopper, halten also den meist viel unangenehmeren Fahrtwind gut von Ihrem Gesicht und Ihren Ohren fern.

Verschiedene Ausführungen und Materialien

Viele Radfahrer, und besonders die Radfahrerinnen, haben allerdings etwas gegen das „langweilige“ Design so mancher Helme. Ein Schutzhelm ist eben ein Helm, und nicht immer standen bei seiner Herstellung die Kleidsamkeit und ein schickes Outfit im Vordergrund.

Den Fahrradhelm mit Mütze gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Da kann über den Helm die winterliche Wollmütze gepackt sein oder auch eine modische sportliche Mütze. Dass sich unter den tollen Sportmützen Helme verbergen merkt allerdings nur jemand, der dagegen klopft oder die Trägerin, beziehungsweise der Träger selbst.

Was die Sicherheit anbelangt stehen diese durch modische Mützen kaschierten Fahrradhelme in nichts hinter dem üblichen „nackten“ Fahrradhelm zurück. Die Helme unter der Verkleidung sind nach den gleichen hohen Sicherheitsstandards hergestellt wie alle anderen Helme. Mit diesen Fahrradhelmen sind Radfahrer also auch im tollen Outfit unterwegs.

Gerade im Winter haben viele der Helme den Nachteil, dass sie nicht vor dem kalten Fahrwind schützen. Dann gibt es die praktischen und schicken Fahrradhelmmützen für darunter. Die Helmmützen zum Unterziehen sind so gearbeitet, dass über ihnen der Helm fest und sicher sitzt und nicht verrutschen kann. Teilweise sind sie für kalte Tage mit Ohrenschützern ausgerüstet.

Materialien und Design im Wandel

Die Modewelt spielt in Deutschland ja häufiger verrückt. Mal ist das eine voll im Trend und ein Jahr später auf einmal das komplette Gegenteil. Davon völlig unbeeindruckt zeigt sich in den letzten Jahren die Fahrradmütze. Unberührt von jeglichem Modetrend produzierten die Hersteller meist schlichte und praktikable Kopfwärmer. Dabei ist das natürlich nur unsere persönliche Meinung, denn Geschmäcker sind bekanntermaßen verschieden.

Natürlich gibt es hier auch Ausnahmen von der Regel: Aber im Endeffekt leuchtet die Schlichtheit der Mützen auch ein. Denn unter dem Fahrradhelm sieht man das Design ja sowieso nicht. Was das Material der Fahrradmützen angeht, verhielt es sich jahrelang wie beim Design. Kaum Veränderungen. Über Jahre hinweg wurden die Ohrwärmer aus Polyester gefertigt, oft noch vermischt mit einem kleinen Anteil an Elastan.

Fertig. Doch die letzten Jahre ist etwas „frischer Wind“ in die Landschaft der Fahrradmütze gekommen. Hersteller wie Giro mischen den üblichen Polyester-Anteil immer häufiger mit Merino-Wolle, welche modisch deutlich ansprechender ist, als die Polyester-Elastan-Mixturen. Oben erwähnte Bügelschlitze oder komplizierte abklappbare Ohrenschützer zeigen auch, dass sich in der Mützenlandschaft etwas verändert.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Vergessen Sie jedoch niemals, Ihren Helm über der Mütze zu tragen. Je nach Modell und Typ können Sie alle unserer Mützen gut versteckt unter dem Fahrradhelm tragen. Orientieren Sie sich bei der Passform an den gängigen Mützengrößen und testen Sie im Zweifelsfall immer die Mütze zuerst aus, bevor Sie sich zum Kauf entschließen.

Am besten nehmen Sie dazu auch Ihren Helm mit und probieren gleich mit aus, wie sich die jeweilige Mütze unter dem Helm anfühlt. Ein kleines Problem haben hier Brillenträger, die konsequent auf Kontaktlinsen verzichten. Gerade im Winter weiß man nicht so recht, wohin mit den Brillenbügeln: Unter die Mütze oder doch lieber darüber? Einige Modelle, vor allem von Gore, haben hier die Lösung gefunden.

Sie haben viele Mützen mit praktischen Bügelschlitzen versehen, in welche Sie Ihre Brillenbügel ganz einfach hinein schieben können. Zusätzlich werden die Innenseiten der Kopfwärmer oft mit Fleece versehen, was einerseits den Tragekomfort enorm erhöht und andererseits auch positiv dazu beiträgt, die Wärme in der Mütze zu behalten.

Fahrradhelm-Unterziehmützen im Vergleich

Diese Fahrradhelm-Mützen eignen sich auch ausgezeichnet für den Skihelm oder den Motorradhelm. Es gibt sie für Damen und Herren ebenso wie für Kinder. Die Fahrradmütze erfreut sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit. Längst gelten die Kopfwärmer nicht mehr als reines Helmaccessoires für den Winter. Auch im Sommer tragen immer mehr Deutsche Fahrradmützen.

Somit hat die Fahrradmütze verschiedene Funktionen, die über den Kälteschutz hinaus gehen. Dennoch kommt der Nutzen der Fahrradmütze natürlich hauptsächlich im Winter zum Tragen. Denn hartgesottene Biker radeln auch bei Frost und Eiseskälte zur Arbeit. Hier kann der schützende Helm oft zur Last werden, denn meist haben die Kopfschützer Löcher an der Seite oder oben, die den lästigen Fahrtwind durch lassen.

Empfohlene Modelle im Überblick

Hier ist eine Übersicht einiger empfohlener Fahrradhelm-Unterziehmützen:

Modell Material Besondere Eigenschaften
Vaude Bike Cap 94% Polyamid, 6% Elasthan Wind- und wasserdicht, atmungsaktiv, schnelltrocknend
Gripgrab Leichte Sommer Cycling Cap 100% Polyester UV- und Schweißschutz, waschmaschinengeeignet
Hikenture Helm-Unterziehmütze 90% Polyester, 10% Elasthan Winddicht, schnell trocknend, wasserabweisend, mit Ohrenschutz
Gripgrab Fahrradhelm-Unterziehmütze 65% Polyamid, 25% Polyester, 10% Elasthan Kühlfunktion, UV-Schutz, dünnes Material, atmungsaktiv
Vaude Bike Windproof Cap III 100% Polyester Innenseite weiches Fleece, winddichte und atmungsaktive Materialzonen

Zusätzliche Aspekte

Zugegeben, optisch sind Helmmützen mit ihrer Badekappenoptik zwar kein modisches Highlight, dafür aber praktisch und sinnvoll: Die dünnen Stoffhauben halten den kälteempfindlichen Kopf kuschelwarm, wenn kalte Luft durch die Belüftungsschlitze des Helms pfeift. Das Zeug zur Lieblingsmütze haben jedoch lediglich solche Modelle, die gut schützen und unterm Helm nicht stören.

Da zwischen Schädel und Schale kaum Raum bleibt, sollte die Helmmütze idealerweise dünn sein und nicht auftragen. Möglichst wenige und flache Nähte sind dafür von Vorteil; Nahtkreuzungen oder Verdickungen können auf Dauer ebenso unangenehm drücken wie umlaufende Nähte genau auf Höhe der Ohren. Ob man eine Mütze mit oder ohne Schirm bevorzugt, ist, wie so oft, eine Frage persönlicher Vorlieben.

So ein kleines Mützendach kann einerseits die Brille vor Regen und Dreck abschirmen, andererseits aber auch das Sichtfeld einengen. Grundsätzlich darf der Schirm nicht zu steif sein, sonst entsteht am Übergang zur Mütze eine Kante, die insbesondere unter engen Helmen schmerzhaft auf Stirn und auf Schläfen drücken und rote Striemen hinterlassen kann.

Windgeräusche und Komfort

Zum Tragekomfort gehört ebenfalls, ob eine Helmmütze mehr oder weniger Windgeräusche am Ohr verursacht. Beeinflusst wird das sowohl durch den Schnitt beziehungsweise den Sitz der Mütze über den Ohren als auch vom verwendeten Material. Unter leichtem, netzartigem Mesh ist es naturgemäß lauter als unter dickerem Stoff; liegt der Stoff ums Ohr herum eng an, wird es darunter in der Regel leiser sein, als wenn der Fahrtwind unter den Rand schlüpfen kann.

Witterung, die Belastungsintensität auf dem Rad und individuelles Kälteempfinden entscheiden darüber, welche Helmmütze die richtige ist. Die leichtesten Modelle wiegen etwa 20 Gramm, haben lediglich vorn im Stirnbereich eine winddichte Membran, während der Rest aus großporigem und dampfdurchlässigem Material besteht, das Ohren und Nacken knapp bedeckt.

Kappen dieser Machart sind beliebt bei Radlern, die weniger kälteempfindlich sind und auch während der kalten Jahreszeit gerne intensiv trainieren. Diese leichten Mützen schützen vor Zugluft, verhindern aber, dass man nach einiger Zeit einen durchgefeuchteten Lappen unterm Helm trägt, mit dem es erst recht kalt am Kopf wird.

Wer’s kuscheliger mag oder auch leichter friert, findet seine Lieblingsmütze wahrscheinlich bei den etwas dickeren und schwereren Modellen ab 30 Gramm. Bei diesen Kandidaten ist das winddichte Material teils in Stirnband-Form verarbeitet, sodass Schweiß nach oben abdampfen kann; angerautes Roubaixmaterial im Inneren dient dabei als dünne Isolationsschicht. In Summe bieten diese Mützen einen guten Kompromiss für ein breites Einsatzspektrum.

Bei den wärmsten und dichtesten Mützen sind Windschutz und Polster rundherum großflächig verarbeitet, sie halten mollig warm und Fahrtwind zuverlässig fern. Allerdings kann es darunter schon bei leichter Anstrengung fast zu warm werden.

Der beste Allrounder nach unseren Erfahrungen ist die Haube von Velocio, die sehr gut schützt, sehr bequem unter den Helm passt und die wenigsten Windgeräusche verursacht.

Testsieger

Den Testsieg holt sich die Isadore Winter Hat, dank des top Kälteschutz. Viele Reflektoren sorgen für Sicherheit auf der Straße.

Als Kauftipp gekrönt wird die Rose Unterhelmmütze Thermo. Sie eignet sich bestens für kühle Herbsttage, sitzt bequem und ist sauber verarbeitet.

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