Fahrradhelm Sicherheit nach einem Sturz

Die Helmpflicht für Radfahrerinnen und Radfahrer wird immer wieder diskutiert. Unfälle mit Pedelecs gehen häufiger tödlich aus als solche mit Fahrrädern ohne Motor, wofür auch das Alter der Verunglückten ein Grund ist - bei älteren Menschen ist zudem die Wahrscheinlichkeit höher, sich bei einem Sturz schwer oder tödlich zu verletzen.

Laut Angaben des Statistischen Bundesamts kamen im Jahr 2024 insgesamt 441 Radfahrende im Straßenverkehr ums Leben. Weitere rund 14.000 Radfahrende wurden schwer verletzt. Der Radverkehr folgt leider nicht dem allgemein positiven Trend der Unfallstatistik.

Verletzte oder getötete Pedelec-Fahrende waren im Durchschnitt 53 Jahre alt, die auf einem nicht motorisierten Fahrrad 42. Welchen Anteil Kopfverletzungen an diesen Zahlen haben, ist nicht bekannt, weil die amtliche Statistik bei einem Fahrradunfall nicht unterscheidet, welche Körperregion betroffen ist.

Wer trägt einen Helm?

Die Helmtragequote lag 2022 bei 40,3 Prozent. Dabei war sie bei Pedelecfahrern mit 60,1 Prozent deutlich höher als bei konventionellen Radfahrerinnen und -fahrern (34 Prozent). Am höchsten - 81,3 Prozent - war sie 2022 bei den Jüngsten, nämlich bei Kindern von sechs bis zehn Jahren.

Mit 31,2 Prozent liegt die Gruppe der 17- bis 21-Jährigen in der Statistik ganz hinten. Bei einem Unfall trägt er oder sie ohne Schutzhelm daher kein Mitverschulden an einer Kopfverletzung.

Anders sieht es bei sportlich Ambitionierten aus, bei denen es um Schnelligkeit geht und ein höheres Gefährdungspotenzial besteht. Konkret gilt das für Fahrerinnen und Fahrer von Rennrädern auf der Straße und von Mountainbikes im Gelände. Bei der Ausübung ihres Sports in der Freizeit und im Rahmen von Wettkämpfen wird dringend geraten, einen Helm zu tragen. Andernfalls kann die Betroffenen bei einem Unfall eine Mitschuld treffen, was mit Kürzungen der Schadensersatzansprüche durch die Versicherung verbunden wäre.

Keine gesetzliche Helmpflicht besteht auch für Pedelecs bis 25 km/h. Schnelle Pedelecs bis 45 km/h gelten als Kraftfahrzeuge und dürfen nur mit einem geeigneten Helm gefahren werden. Auch für E-Bikes, die ohne Tretunterstützung diese Geschwindigkeiten erreichen können, gilt eine gesetzliche Helmpflicht.

Vorschriften und Erfahrungen im Ausland

Nur in einer Handvoll Staaten weltweit existiert eine Helmpflicht für Radfahrende jeden Alters, die auch kontrolliert wird. In Spanien besteht sie außerhalb geschlossener Ortschaften für alle. In weiteren Ländern, darunter Österreich, Tschechien, Kroatien und Schweden, müssen Kinder und Jugendliche grundsätzlich einen Fahrradhelm tragen. Dabei variiert die Altersgrenze von Land zu Land.

Pionier war Australien, in dessen Bundesstaaten und Territorien die Verpflichtung zum Tragen eines Helms zwischen 1990 und 1992 eingeführt wurde. Danach ging nach einer Studie im International Journal of Epidemiology von 2019 die Zahl tödlicher Unfälle von Radfahrern deutlich zurück.

Die Gegner der Helmpflicht argumentieren, dass diese das Radfahren so unattraktiv mache, dass weniger Menschen mit dem Fahrrad unterwegs seien und deshalb auch weniger tödlich verunglücken.

Wie ein Fahrradhelm schützt

Bei einem Verkehrsunfall erleiden viele Radfahrende schwere Kopf- und Hirnverletzungen. Ein Helm lässt diese deutlich weniger schwer ausfallen: Ohne Helm trifft die Aufprallkraft konzentriert auf eine kleine Fläche und kommt dadurch mit großem Druck zur Wirkung. Mit Helm aber verteilt sich die Kraft auf eine viel größere Fläche, im Optimalfall auf die gesamte Helmauflagefläche.

Sehr anschaulich wird dies beim sogenannten Melonentest: Wenn die Frucht ungeschützt aus 1,50 Metern fällt, zerbricht sie. In einen - ausgemusterten - Fahrradhelm gelegt, richtig befestigt und aus der gleichen Höhe fallen gelassen, bleibt sie unbeschädigt.

Die Verkehrsministerien Baden-Württembergs und Thüringens ließen von der HFC-Human-Factors-Consult GmbH zwischen 2014 und 2017 Fragestellungen rund um Fahrradhelm und Fahrradhelmpflicht untersuchen. Nach dieser Studie war bei einem Viertel aller Fahrradunfälle der Kopf betroffen, und Helme konnten 20 Prozent der leichten und 80 Prozent der schweren Kopfverletzungen verhindern.

Die Dekra Fahrzeugtechnik testete und bewertete 2020 das Nutzenpotenzial von Fahrradhelmen in realen Unfallszenarien. Als Fazit der zahlreichen Crashversuche stellte sie fest, dass richtig getragene Fahrradhelme das Risiko schwerer Kopfverletzungen bei einem Unfall - sowohl mit einem Unfallgegner als auch bei einem Sturz ohne Fremdbeteiligung - deutlich reduzieren. Die ADAC Unfallforschung belegt, dass ein Helm beim Sturz effektiv vor vielen Kopfverletzungen schützen kann. Empfehlenswerte Produkte sind im ADAC Test von Fahrradhelmen für Erwachsene und für Kinder zu finden. Eines der Resultate: Sogar ein schlechter Helm kann im Ernstfall Leben retten, wenn er richtig getragen wird.

Tipps zum Helmkauf und zum Tragen

Die wichtigste Empfehlung ist, auch für jede noch so kurze Strecke auf dem Rad einen Helm zu tragen. Vor dem Kauf sollte man ihn unbedingt anprobieren. Dass der Helm den geltenden Anforderungen genügt, zeigt das CE-Kennzeichen als Mindestanforderung.

Der Helm sollte mit einer LED-Beleuchtung und reflektierenden Elementen an der gesamten Helmschale sowie im Kinnriemen ausgestattet sein. Noch besser wird die Sichtbarkeit mit einem hellen Design in auffälligen Farben.

Vor dem Aufsetzen ist darauf zu achten, dass die Riemen nicht verdreht sind. Beim aufgesetzten Helm sollen sie vor und hinter dem Ohr vorbeilaufen. Das Kinnriemenschloss darf bei straff gespanntem Riemen nicht direkt auf dem Unterkieferknochen aufliegen, sondern unter dem Kinn.

Der Helm soll mittig auf dem Kopf sitzen und die Hälfte der Stirn bedecken. Bei geschlossenem Kinnriemen darf er sich nicht verschieben lassen. Der TÜV empfiehlt ebenso wie der ADAC, einen Helm nach fünf Jahren auszumustern.

Nach einem Sturz ist der Helm zu entsorgen und zu ersetzen.

So kann Radfahren sicherer werden

Die Infrastruktur für den Radverkehr in Deutschland ist nicht immer optimal. Um die Verkehrssicherheit für Radfahrer zu erhöhen, müssen die Kommunen, Landkreise und Bundesländer für sichere Radverkehrsanlagen sorgen. Dazu gehört - auch wegen der starken Zunahme von Pedelecs - die Realisierung durchgängiger Radverkehrsnetze mit ausreichend breiten Radwegen und sicheren Führungen über Knotenpunkte und Einmündungen. Auch Radschnellwege und Fahrradstraßen sind hilfreiche Maßnahmen.

Wichtig ist mehr Aufklärungsarbeit, damit alle Verkehrsteilnehmenden, also Auto- und Radfahrende, Fußgänger und Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel, mehr Verständnis füreinander entwickeln. Gefordert sind mehr gegenseitige Rücksichtnahme und die Einhaltung der Verkehrsregeln.

Der Standpunkt des ADAC

Rad- und Autofahrer können vieles tun, Unfälle zu vermeiden, doch ein Risiko bleibt. Unter diesen Rahmenbedingungen bieten Helme den Radfahrenden den bestmöglichen Schutz.

Vor allem aus versicherungstechnischen Gründen wird die Einführung einer Helmpflicht aber als nicht zielführend angesehen.

Fahrradhelm runtergefallen: Wann Sie Ihren Fahrradhelm austauschen sollten?

Es ist ein schöner Sommertag, Sie genießen Ihre Radtour und plötzlich passiert es: Ein unachtsamer Moment, ein Stein auf dem Weg oder eine rutschige Stelle führt zu einem Sturz. Sie stehen wieder auf, klopfen den Staub ab und stellen erleichtert fest, dass Ihr Fahrradhelm seinen Job gemacht hat. Aber was nun? Ist Ihr Helm nach einem Sturz noch sicher? Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Ihren Fahrradhelm auszutauschen? Diese Frage stellen sich viele Radfahrer, und wir haben die Antworten für Sie.

Viele Radfahrer wissen nicht, dass ein Fahrradhelm ein Einweg-Schutzprodukt ist. Ein moderner Fahrradhelm besteht aus einer harten Außenschale und einem stoßabsorbierenden Innenmaterial. Bei einem Aufprall verformt sich dieses Material, um die Energie des Aufpralls zu absorbieren und Ihren Kopf zu schützen.

Die entscheidende Tatsache ist: Sobald ein Helm einen signifikanten Aufprall erlebt hat, kann er seine schützende Funktion nicht mehr vollständig erfüllen. Das ist auch dann der Fall, wenn keine sichtbaren Schäden wie Risse oder Dellen zu erkennen sind. Die unsichtbaren Mikroschäden in der Schutzstruktur können im Fall eines weiteren Sturzes dazu führen, dass der Helm Ihren Kopf nicht mehr ausreichend schützt.

Bei der Frage, ob Sie Ihren Fahrradhelm austauschen sollten, gibt es eine klare Antwort der Experten: Ja, nach jedem signifikanten Sturz oder Aufprall sollten Sie Ihren Helm ersetzen - auch wenn er äußerlich unbeschädigt erscheint.

Wann genau sollten Sie Ihren Fahrradhelm austauschen?

  • Nach jedem Sturz, bei dem der Helm Kontakt mit dem Boden oder einem anderen harten Gegenstand hatte;
  • Wenn der Helm deutliche Schäden wie Risse, Dellen oder eine beschädigte Außenschale aufweist;
  • Wenn die Befestigungssysteme des Helms nicht mehr einwandfrei funktionieren;
  • Wenn der Helm älter als 3-5 Jahre ist (je nach Herstellerempfehlung);
  • Wenn der Helm intensiver Sonneneinstrahlung oder extremen Temperaturen ausgesetzt war, die das Material beeinträchtigen können.

Bedenken Sie immer: Der Helm hat nur eine Aufgabe - Ihren Kopf bei einem Unfall zu schützen. Diese Aufgabe kann er nur einmal optimal erfüllen. Im Zweifelsfall ist es besser, auf Nummer sicher zu gehen und einen neuen Helm zu verwenden.

Können Sie erkennen, ob Ihr Fahrradhelm nach einem Sturz beschädigt ist?

Die Tücke bei Fahrradhelmen ist, dass die wichtigsten Schäden oft unsichtbar sind. Während Sie offensichtliche Risse oder Brüche in der Außenschale leicht erkennen können, sind die Mikroschäden im stoßabsorbierenden Material im Inneren des Helms von außen nicht zu sehen.

Sie können jedoch auf folgende Anzeichen achten, die darauf hindeuten, dass Ihr Helm beschädigt ist:

  • Sichtbare Risse oder Abplatzungen an der Außenschale;
  • Verformungen oder Dellen in der Helmstruktur;
  • Ungewöhnliche Geräusche beim Klopfen auf den Helm (ein dumpfes statt eines hellen Klangs);
  • Beschädigte Riemen oder Verschlüsse;
  • Verfärbungen oder brüchige Stellen im Material.

Aber vergessen Sie nicht: Die gefährlichsten Schäden können Sie oft nicht sehen. Daher gilt: Im Zweifelsfall immer den Helm austauschen!

Was passiert, wenn Sie weiterhin einen beschädigten Fahrradhelm verwenden?

Die Konsequenzen, wenn Sie nach einem Sturz weiterhin denselben Helm verwenden, können gravierend sein. Ein beschädigter Helm kann im Fall eines weiteren Unfalls bis zu 40% weniger Schutz bieten. Das bedeutet, dass die Kraft eines Aufpralls deutlich stärker auf Ihren Kopf übertragen wird.

Stellen Sie sich vor: Sie haben beim ersten Sturz Glück gehabt, aber beim zweiten Mal mit demselben Helm könnte die Geschichte anders ausgehen. Kopfverletzungen gehören zu den gefährlichsten Verletzungen beim Radfahren und können lebenslange Folgen haben.

Ist es das wirklich wert, am falschen Ende zu sparen? Ein neuer Qualitätshelm kostet vielleicht zwischen 50 und 150 Euro - ein kleiner Preis im Vergleich zu den möglichen Folgen einer Kopfverletzung.

Wie wählen Sie den richtigen Ersatzhelm?

Wenn Sie nach einem Sturz einen neuen Fahrradhelm kaufen, nutzen Sie die Gelegenheit, einen Helm zu wählen, der optimal zu Ihren Bedürfnissen passt. Achten Sie auf folgende Aspekte:

  • Passform: Der Helm sollte perfekt auf Ihrem Kopf sitzen, ohne zu drücken oder zu wackeln;
  • Belüftung: Besonders beim sportlichen Fahren sorgen gute Belüftungsöffnungen für angenehmen Komfort;
  • Gewicht: Ein leichter Helm bedeutet mehr Komfort bei langen Fahrten;
  • Sicherheitsstandards: Achten Sie auf entsprechende Zertifizierungen;
  • Spezialfunktionen: Je nach Einsatzbereich gibt es Helme mit integrierten Visieren, Beleuchtung oder speziellen Technologien für mehr Sicherheit.

Passform und Prüfsiegel sind wichtige Kaufkriterien

Ein Fahrradhelm schützt nur dann zuverlässig, wenn er richtig sitzt. Wichtig ist daher die passende Größe. Dafür wird der Kopfumfang mit einem Maßband über Stirn und Hinterkopf gemessen, etwa einen Zentimeter über den Ohren. Anhand von Größentabellen lässt sich anschließend die richtige Helmgröße ermitteln: S (52-56cm), M (56-58cm) oder L (58-62cm). Zudem sorgen individuell einstellbare Drehrädchen und weiche Polster für einen optimalen Sitz. Nach der Anpassung muss der Helm waagerecht auf dem Kopf sitzen. „Die seitlichen Riemen sollten ein Dreieck unter dem Ohr bilden und der Kinnriemen eng anliegen, aber nicht einschneiden“, sagt Zaneta. Wer auch bei Kälte unterwegs ist, sollte den Helm mit einer dünnen Mütze anprobieren, um die Passform unter Realbedingungen zu testen.

Ein entscheidender Nachweis für einen verlässlichen Helm sind neben der verpflichtenden CE-Kennzeichnung vor allem das GS-Zeichen sowie das TÜV-Prüfzeichen, die erweiterte Sturztests abdecken. Dabei wird die Qualität des Fahrradhelms unter anderem durch variierende Aufprallwinkel und Langzeitbelastungen bei Hitze und Feuchtigkeit getestet. Innovative Schutzmechanismen - wie das Multi-Directional Impact Protection System - sorgen bei modernen Helmen außerdem dafür, dass Rotationskräfte auf das Gehirn bei schrägen Aufprallen reduziert werden.

Damit es dazu erst gar nicht kommt, ist beim Helmkauf auch die Sichtbarkeit im Straßenverkehr nicht zu vernachlässigen. „Viele Helme verfügen über reflektierende Streifen, einige sogar über eingebaute Rücklichter“, sagt Zaneta. „Solche Features erhöhen die Sichtbarkeit, ersetzen allerdings nicht die vorgeschriebene Fahrradbeleuchtung.“

Nutzung entscheidet über Helmart

Fahrradhelme unterscheiden sich nicht nur in der Passform, sondern auch in ihrer Bauweise und ihrem Einsatzzweck. Besonders verbreitet ist dabei die In-Mold-Technologie, bei der Außenschale und Innenschicht fest miteinander verbunden sind. „Das macht die Helme leicht und dennoch stabil”, sagt Zaneta. „Ein Helm, der leicht und bequem ist, wird häufiger getragen - und nur ein getragener Helm kann im Ernstfall schützen.“ Für den Stadtverkehr oder entspannte Touren bieten sich City- und Trekkinghelme an. Diese Modelle sind meist schlicht gestaltet und bereits ab 40 Euro zu haben. Wer abseits befestigter Wege unterwegs ist, greift besser zu einem Mountainbike-Helm - mit tieferer Nackenpartie, integriertem Visier und starker Belüftung. Sie starten bei etwa 60 Euro. Bei besonders hohen Belastungen - etwa im BMX-Bereich - kommen robuste Hartschalenhelme zum Einsatz. Rennradhelme wiederum setzen auf maximale Leichtigkeit sowie Aerodynamik und liegen preislich zwischen 70 und 250 Euro. Das Beste aus beiden Welten kombinieren Hybrid-Helme mit hoher Stabilität und gleichzeitig geringem Gewicht. Für Heranwachsende sind Kinderhelme ab 20 Euro mit zusätzlichen Einstellmöglichkeiten für den Kopfumfang die richtige Wahl.

Sicherer Schutz braucht Kontrolle und Pflege

Der passende Fahrradhelm schützt allerdings nur dann zuverlässig, wenn er regelmäßig kontrolliert und gepflegt wird. Vor jeder Fahrt empfiehlt sich deshalb ein kurzer Check: Sitzt der Helm fest? Gibt es sichtbare Risse? „Nach einem Sturz muss der Helm grundsätzlich ersetzt werden“, sagt Zaneta. „Denn selbst, wenn keine äußeren Schäden sichtbar sind, kann die innere Struktur des Materials beeinträchtigt sein.“ Aber auch ohne Unfall gilt: Nach spätestens fünf Jahren - je nach Hersteller auch früher - sollte ein Helm ausgetauscht werden. Anzeichen dafür sind ein ausgeleiertes Innenfutter, brüchige Riemen oder eine spröde Schale. Um das Material zu schonen, sollten Fahrradhelme deshalb bei der Lagerung keiner intensiven UV-Strahlung ausgesetzt werden.

Wichtige Informationen zur Helmpflege

Im Alltag sind Helme oft einer rauen Behandlung ausgesetzt und vielen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Dies kann manchmal dazu führen, dass das Material beschädigt wird und schneller verschleißt als gewöhnlich. Grundsätzlich gilt: Fahrrad-, Reit- und Skihelme müssen nach einem Unfall ausgetauscht werden! Dies gilt auch, wenn keine offensichtlichen Schäden am Helm vorhanden sind. Helme, die älter als acht Jahre und maximal 5 Jahre in Gebrauch sind, müssen ebenfalls ausgetauscht werden, unabhängig davon, wie oft oder wie intensiv der Helm verwendet wurde (siehe Benutzerinformation Punkt 5 "sichere Verwendung")

Was die meisten Leute nicht wissen: Selbst der beste Helm und seine Komponenten können schneller als normal verschleißen. Der korrekte Umgang mit dem Helm und die regelmäßige Pflege sind entscheidend. Unsere Tipps und Tricks zur Helmpflege finden Sie hier.

Kann das Kinnband des Helms reißen?

Unter bestimmten Bedingungen können Kinnbänder reißen. Mögliche Ursachen für vorzeitigen Materialverschleiß sind unsachgemäße Reinigung mit lösungsmittelhaltigen Mitteln und übermäßige UV-Exposition, insbesondere in Kombination mit Kosmetika, beispielsweise Sonnencremes.

Was tun, wenn das Kinnband reißt?

Verwenden Sie Ihren Helm unter keinen Umständen, wenn das Kinnband reißt. Und bitte versuchen Sie nicht, das Kinnband selbst zu reparieren. Wenden Sie sich stattdessen direkt an uns! Wir helfen Ihnen gerne weiter und ersetzen Ihren uvex-Helm kostenlos durch ein gleichwertiges Produkt, sofern der Helm nicht älter als fünf Jahre ist.

Produktionsdatum

Das Produktionsdatum, das mit einem Fabriksymbol angegeben ist, finden Sie auf einem Etikett im Inneren jedes Helms. Hier finden Sie auch den Produktnamen, den Helmtyp, die Größe und das Gewicht.

Ein Sturz mit dem Fahrrad kann den Helm auch unsichtbar beschädigen und damit seine Schutzwirkung deutlich verringern. Ein Fahrradhelm kann bei einem Unfall Leben retten - aber was passiert danach? Viele Helme sehen nach einem Sturz noch intakt aus.

Deshalb raten Verkehrssicherheitsorganisationen und Hersteller: Nach einem Sturz sollte der Helm immer ersetzt werden, auch wenn keine äußeren Beschädigungen erkennbar sind.

Manche Hersteller bieten nach einem Unfall einen sogenannten Crash-Replacement-Service an: Dabei kann der beschädigte Helm vergünstigt oder sogar kostenlos ersetzt werden. Falls aber doch ein ganz neuer Helm hermuss, steht man als Verbraucher vor einer riesigen Auswahl. Eine erste Orientierung bietet der große CHIP-Vergleich von 59 Modellen. Dort finden Sie Testsieger, Preistipps und mehr.

Aspekt Empfehlung
Austausch nach Sturz Ja, immer ersetzen, auch bei unsichtbaren Schäden
Regelmäßiger Austausch Spätestens alle 5 Jahre
Passform Muss perfekt sitzen, nicht drücken oder wackeln
Prüfzeichen CE, GS, TÜV
Pflege Vor UV-Strahlung schützen, regelmäßig kontrollieren

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