Ein guter Helm, egal ob Mountainbike Helm oder Rennradhelm, ist ein wichtiger Sicherheitsaspekt beim Radfahren. Wie jedes andere Ausrüstungsteil (Fahrrad Protektoren, Fahrradhandschuhe) weisen sie mit der Zeit einen Verschleiß auf.
Die Bedeutung des Helmaustauschs nach einem Sturz
Es ist wichtig, einen Fahrradhelm sofort auszutauschen, wenn er in einen Unfall verwickelt war. Für die Sicherheit ist dies von enormer Bedeutung, selbst wenn der Schaden nicht gravierend erscheint. Fahrradhelme sollen Ihren Kopf im Falle eines Sturzes schützen.
Die entscheidende Tatsache ist: Sobald ein Helm einen signifikanten Aufprall erlebt hat, kann er seine schützende Funktion nicht mehr vollständig erfüllen. Das ist auch dann der Fall, wenn keine sichtbaren Schäden wie Risse oder Dellen zu erkennen sind. Die unsichtbaren Mikroschäden in der Schutzstruktur können im Fall eines weiteren Sturzes dazu führen, dass der Helm Ihren Kopf nicht mehr ausreichend schützt.
Wenn der Helm sichtbare Schäden aufweist, muss er ersetzt werden. Man sollte sich stets vor Augen führen, dass ein Fahrradhelm nur dann effektiv ist, wenn er in gutem Zustand ist. Wenn der Schaum im Inneren des Helms komprimiert wurde, bietet der Helm im Falle eines weiteren Sturzes nicht mehr denselben Schutz. Das Ersetzen eines Fahrradhelms nach einem Unfall ist uneingeschränkt zu empfehlen.
Bei der Frage, ob Sie Ihren Fahrradhelm austauschen sollten, gibt es eine klare Antwort der Experten: Ja, nach jedem signifikanten Sturz oder Aufprall sollten Sie Ihren Helm ersetzen - auch wenn er äußerlich unbeschädigt erscheint.
Wann genau sollte man den Fahrradhelm austauschen?
Es gibt mehrere Szenarien, in denen Sie Ihren Fahrradhelm unbedingt ersetzen sollten:
- Nach jedem Sturz, bei dem der Helm Kontakt mit dem Boden oder einem anderen harten Gegenstand hatte.
- Wenn der Helm deutliche Schäden wie Risse, Dellen oder eine beschädigte Außenschale aufweist.
- Wenn die Befestigungssysteme des Helms nicht mehr einwandfrei funktionieren.
- Wenn der Helm älter als 3-5 Jahre ist (je nach Herstellerempfehlung).
- Wenn der Helm intensiver Sonneneinstrahlung oder extremen Temperaturen ausgesetzt war, die das Material beeinträchtigen können.
Bedenken Sie immer: Der Helm hat nur eine Aufgabe - Ihren Kopf bei einem Unfall zu schützen. Diese Aufgabe kann er nur einmal optimal erfüllen. Im Zweifelsfall ist es besser, auf Nummer sicher zu gehen und einen neuen Helm zu verwenden.
Die Nutzungsdauer von Fahrradhelmen
Experten empfehlen, den Helm nach Beginn der Nutzungsdauer alle 3 bis 5 Jahre auszutauschen. Dies liegt daran, dass die Helmschale durch verschiedene Faktoren, insbesondere durch UV-Strahlung, beschädigt werden kann. UV-Strahlung führt dazu, dass das Material des Helms mit der Zeit spröde wird und an Schutzwirkung verliert. Fahrradhelme sind nicht für die Ewigkeit ausgelegt und schützen Radfahrer auch nicht mehr ausreichend, wenn erste Abnutzungserscheinungen sichtbar werden.
Die Faustregel, den Fahrradhelm alle 3-5 Jahre auszutauschen, sollte nur als Richtwert angesehen werden. Es gibt keine feste Regel, wann Sie Ihren Fahrradhelm nach einem Sturz wechseln sollten oder nicht. Es gilt jedoch ein paar Aspekte zu beachten.
Die Kunststoffe im Helm enthalten Weichmacher. Diese verflüchtigen sich im Laufe der Zeit und bei einem Sturz kann der Helm dann schneller brechen. Alle Materialien, die am Helm verarbeitet sind, altern durch Sauerstoff, Ozon, UV-Strahlung und manchmal knallen sie auch mal runter auf den Boden. Dazu kommt die Einwirkung von Sonnenschutzmitteln, Schweiß, Regenwasser, auf die Gurtteile. Klingt vernünftig, die Dinger alle 3 - 5 Jahre zu erneuern.
Die Nutzungsdauer ist sehr stark von der Intensität der Nutzung abhängig. Wichtig ist das man seinen Helm selbst regelmäßig überprüft. Sollten Veränderungen auftreten wie Verfärbungen, Versprödungen oder gelöste Klebeverbindungen ist der Helm zu tauschen. Da die Entwicklung nicht stehen bleibt macht es natürlich auch Sinn ab und an einen aktuellen Helm zu beschaffen. So ist man auf dem neusten Stand der Sicherheit.
Ein Helm, der fünf Jahre oder älter ist, bietet im Falle eines Unfalls möglicherweise keinen ausreichenden Schutz. Ein neuer Helm ist ein kleiner Preis für die eigene Sicherheit.
Wie man Beschädigungen am Fahrradhelm erkennt
Die Tücke bei Fahrradhelmen ist, dass die wichtigsten Schäden oft unsichtbar sind. Während Sie offensichtliche Risse oder Brüche in der Außenschale leicht erkennen können, sind die Mikroschäden im stoßabsorbierenden Material im Inneren des Helms von außen nicht zu sehen.
Sie können jedoch auf folgende Anzeichen achten, die darauf hindeuten, dass Ihr Helm beschädigt ist:
- Sichtbare Risse oder Abplatzungen an der Außenschale
- Verformungen oder Dellen in der Helmstruktur
- Ungewöhnliche Geräusche beim Klopfen auf den Helm (ein dumpfes statt eines hellen Klangs)
- Beschädigte Riemen oder Verschlüsse
- Verfärbungen oder brüchige Stellen im Material
Aber vergessen Sie nicht: Die gefährlichsten Schäden können Sie oft nicht sehen. Daher gilt: Im Zweifelsfall immer den Helm austauschen!
Konsequenzen der Verwendung eines beschädigten Helms
Die Konsequenzen, wenn Sie nach einem Sturz weiterhin denselben Helm verwenden, können gravierend sein. Ein beschädigter Helm kann im Fall eines weiteren Unfalls bis zu 40% weniger Schutz bieten. Das bedeutet, dass die Kraft eines Aufpralls deutlich stärker auf Ihren Kopf übertragen wird.
Tipps zur Auswahl des richtigen Ersatzhelms
Wenn Sie nach einem Sturz einen neuen Fahrradhelm kaufen, nutzen Sie die Gelegenheit, einen Helm zu wählen, der optimal zu Ihren Bedürfnissen passt. Achten Sie auf folgende Aspekte:
- Passform: Der Helm sollte perfekt auf Ihrem Kopf sitzen, ohne zu drücken oder zu wackeln.
- Belüftung: Besonders beim sportlichen Fahren sorgen gute Belüftungsöffnungen für angenehmen Komfort.
- Gewicht: Ein leichter Helm bedeutet mehr Komfort bei langen Fahrten.
- Sicherheitsstandards: Achten Sie auf entsprechende Zertifizierungen.
- Spezialfunktionen: Je nach Einsatzbereich gibt es Helme mit integrierten Visieren, Beleuchtung oder speziellen Technologien für mehr Sicherheit.
Zusätzliche Tipps zur Helmpflege und -lagerung
- Lagern Sie Ihren Helm stets an einem kühlen, trockenen Ort.
- Lassen Sie Ihren Helm an heißen Tagen niemals im Auto.
- Stellen Sie sicher, dass Sie Ihren Helm regelmäßig waschen. Dies gilt insbesondere, wenn Sie in den Wintermonaten fahren.
Fahrradhelm-Arten: Für jeden Einsatzzweck den passenden Helm
Bist du ein Vielfahrer, der in der Freizeit überwiegend mit einem Rennrad oder Mountainbike unterwegs ist, sollte dein Fahrradhelm zum Gelände passen. So bieten Rennradhelme beispielsweise eine andere Dynamik und Belüftung als Fahrradhelme für den Mountainbiker. Auch Kinderhelme unterscheiden sich in der Form - nicht nur der grellen Farbe - von Helmen für Jugendliche und Erwachsene.
- Helme für den Stadtverkehr und Touren: Die Trekking- & Cityhelme, gerne auch Urban-Helme genannt, bieten Schutz bei einem schlichten und schicken Design. Sie zeichnen sich durch gute Einstellmöglichkeiten und cleveren Features wie Reflektoren oder Lichter aus.
- Helme für Mountainbiker: Für Trail und Allmountain-Touren haben sich Halbschalenhelme bewährt, die für einen guten Kompromiss zwischen hohem Schutz und guter Belüftung sorgen. Diese sind gerade am Hinterkopf meist tiefer geschnitten um auch diesen zu schützen.
- Helme für Downhiller: Für den Einsatz auf Downhill-Strecken oder im Bikepark ist ein vollumschließender Fullface-Helm gedacht. Sie bieten den meisten Schutz und durch den Kinnbügel ist zudem auch dein Gesicht und Kiefer geschützt.
- Helme für Rennradler: So sind Rennrad-Helme besonders leicht und haben eine aerodynamische Form um besonders windschnittig zu sein. Dabei sind sie mit einer optimalen Belüftung versehen, was dir hilft immer einen kühlen Kopf zu bewahren.
- Helme für Kinder: Kinder haben einen kleineren Kopf und benötigen dementsprechend einen Kinderhelm, der genau auf ihren Kopfumfang passt. Während das Design bei Kindern oft verspielt und farbenfroh ist, kommen Helme für die Großen eher in schlichten Farben daher.
Prüfsiegel & DIN Norm für höchste Sicherheitsstandards
Ob Discounter-Helm oder High-End-Produkt - alle Fahrradhelme, die in der EU und in der Schweiz verkauft werden, müssen sich einem Testverfahren inklusive Crashtest unterziehen. Wird dieser makellos bestanden, erhält der Fahrradhelm die Norm DIN EN1080 (CE). Zusätzlich sind viele Modelle mit dem Zeichen für "geprüfte" Sicherheit (GS) versehen.
Testergebnisse und Empfehlungen
Die Stiftung Warentest und der ADAC haben im März 2024 gemeinsam einige Fahrradhelme getestet. Der Uvex Urban Planet LED schneidet unter den neu getesteten Helmen mit der Gesamtnote 2,0 (gut) am besten ab. In den Bereichen »Unfallschutz« und »Handhabung und Komfort« vergeben Stiftung Warentest und ADAC jeweils ein »gut« (2,3 bzw. 1,8).
ADAC Urteile im Überblick:
| Hersteller/Modell | Mittlerer Preis in Euro | ADAC Urteil | Handhabung & Komfort | Unfallschutz | Schadstoffe |
|---|---|---|---|---|---|
| Uvex Urban Planet LED | 130 | 2,0 | 1,8 | 2,3 | 1,0 |
| Alpina Gent MIPS | 130 | 2,2 | 1,9 | 2,5 | 1,0 |
| Limar Torino | 90 | 2,2 | 1,9 | 2,5 | 1,0 |
| Lazer Codax KinetiCore | 165 | 2,6 | 2,6 | 2,7 | 1,0 |
| Lidl Crivit - Fahrradhelm mit Rücklicht | 31 | 2,6 | 1,9 | 2,9 | 1,9 |
| Giro Fixture Mips II | 110 | 2,8 | 2,5 | 2,9 | 1,0 |
| Abus HUD-Y | 120 | 3,0 | 2,8 | 3,0 | 1,0 |
| Decathlon / B´Twin City 540 Bowl | 15 | 3,1 | 2,9 | 3,1 | 1,0 |
| Prophete ECO Urban | 15 | 3,1 | 2,4 | 3,2 | 1,9 |
| Cube Fleet | 55 | 3,2 | 2,6 | 3,2 | 2,0 |
| Casco E.Motion 2 | 120 | 5,5 | 1,9 | 5,5 | 1,6 |
Das Modell Urban Planet LED erhielt im Vergleich Bestnoten beim Unfallschutz und in der Handhabung. Da der Helm zudem keine Schadstoffe aufwies, kam er mit der Gesamtnote 2,0 auf Platz eins.
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