Fahrradhelm Verschluss Reparaturanleitung

Auch wenn es sich um keinen Garantiefall handelt, kann der Helm oft repariert werden. Bitte sprich dich dazu mit deinem*deiner Händler*in ab. Sollte sich dein Helm noch innerhalb der Garantie befinden, also vor weniger als 2 Jahren gekauft sein, und eine Rechnung vorliegen, dann hast du Anspruch auf den Austausch des Größendrehrades. Wir bitten dich, vorab bei einem nahe gelegenen woom Händler anzufragen, ob sie noch ein passendes Ersatzteil zur Verfügung haben. Hier findest du woom-Händler*innen in deiner Nähe.

Wie heißt dieser Verschluss am Fahrradhelm?

Laut online gefundener Bedienungsanleitung für Alpina Helme heißt das Teil Gurtbandverteiler, anderswo wurde aus auch als Y-Clip bezeichnet. Leider habe ich keine direkte Quelle gefunden, wo man das Teil kaufen kann, aber irgendwo in einem Forum hatte jemand geschrieben, das er das Teil auf Anfrage beim Alpina- Service erhalten hat.

Reparaturanleitung für Boa-Verschlüsse an Fahrradschuhen

Das Boa-Verschlusssystem kommt inzwischen bei einer Vielzahl von Bikeschuhen zum Einsatz und erleichtert uns den Alltag ungemein. Da hier jedoch ein bisschen mehr Technik als in einem traditionellen Schnürsystem untergebracht ist, haben sich sicher schon viele die Frage gestellt, was zu tun ist, wenn der Draht reißt oder das Arretiersystem kaputt geht. Zum Glück muss man seine Bike-Schuhe mit defekten Boa Rädchen nicht gleich aussortieren, denn das Unternehmen aus den Rocky Mountains bietet Ersatz - und zwar kostenlos, lebenslang. Einfach auf der Webseite Kontakt mit dem Hersteller aufnehmen, Foto vom Defekt hochladen und ein paar Tage später flattert Post in Form eines Warranty-Kits ins Haus. Falls eine Reparatur zuhause nicht möglich ist, kann der Kundenservice laut Aussage des Herstellers jedes Boa-System ersetzen - egal wie alt es ist.

Foto: Stefan Frey
Bei Fahrradschuhen kommen das einfachere L6 und das hochwertigere Li2 System zum Einsatz. Im Fahrrad-Bereich kommen unterschiedliche Verschlusssysteme zum Einsatz. Deshalb ist es wichtig, das passende Ersatz-Kit für seinen Schuh zu erhalten. In meinem Fall handelt es sich um einen L6-Verschluss, der eine Anpassung nur in eine Richtung zulässt. Die hochwertigeren Li2-Verschlüsse beispielsweise lassen sich in beide Richtungen feinjustieren.

Foto: Stefan Frey
Boa schickt im Set beide Verschlüsse, neue Senkel und ein kleines Werkzeug. Man braucht lediglich eine kleine Zange zum Kürzen der Seile. Im Set befinden sich neben den beiden Boa-Rädchen für linke und rechte Seite zwei neue Senkel und ein kleiner Metall-Hebel, mit dem sich der defekte Verschluss entfernen lässt und der als Schablone zum Ablängen der Senkel dient. Das Set ist z. B. hier erhältlich.

Die Reparatur Schritt für Schritt

Die Reparatur selbst ist wirklich einfach und nahezu ohne zusätzliches Werkzeug möglich. Man benötigt lediglich eine Zange, um die Senkel auf die passende Länge zu kürzen.

Vorsicht bei der Reparatur: Die Boa-Rädchen haben eine definierte Drehrichtung. Daher muss man sich für das richtige Ersatzteil entscheiden. Rot ist bei den L6-Teilen für die rechte Seite, lila für die linke Seite. Die Li2 Drehrädchen sind auf der Rückseite schwarz und grau.

Foto: Stefan Frey
Beim Austausch muss man auf die korrekte Seite achten. Die Farbe sagt welches Rädchen wohin gehört.

  1. Defektes Rädchen entfernen

    Sofern das Drehrädchen noch in der Aufnahme sitzt, muss es im ersten Schritt entfernt werden. Dafür öffnet man den Verschluss, indem man das Rädchen nach oben zieht. Dann kann man den kleinen Metallhebel zwischen Bajonett und Rädchen einführen und den Verschluss aus der Verankerung lösen.

    Foto: Stefan Frey
    Mit dem kleinen Tool wird das Rädchen aus dem Bajonett gehebelt

  2. Seilzug erneuern

    Als nächstes kann man den alten Seilzug entfernen und den neuen Senkel von unten locker in den Schuh einfädeln. Zuvor sollte man sich den Verlauf der Senkel gut einprägen, manche Hersteller verwenden eine spezielle Logik beim Einfädeln, die unbedingt eingehalten werden sollte.

    Foto: Stefan Frey
    Den alten Senkel kappt man am besten mit einer kleinen Zange.

    Foto: Stefan Frey
    Anschließend kann der neue Zug eingefädelt werden. Hoffentlich habt ihr euch die richtige Zugführung gemerkt!

    Häufig laufen die Senkel der Boa-Verschlüsse durch kleine Kunststoffhülsen. Das erleichtert das Einfädeln der neuen Seile ungemein. In meinem Fall hat sich Suplest für Stofflaschen entschieden. Beim Einfädeln verheddert sich der Senkel leider immer wieder im Material. Daher habe ich zu einem kleinen Trick gegriffen. Eine stabile Nadel mit ausreichend großem Öhr hilft beim Verlegen der Senkel - das klappt prima.

    Foto: Stefan Frey
    Eine Nadel hilft dabei, den Senkel durch die Stofflaschen zu fädeln.

  3. Senkel kürzen

    Mit einer Kneifzange lässt sich nun den neuen Senkel auf die passende Länge kürzen. Dafür greif man beide Enden mit Daumen und Zeigefinger und führt das Senkel am Bajonett am Schuh vorbei. Etwa 10 bis 12 Zentimeter hinter dem Bajonett schneidet man die neuen Senkel ab. Alternativ: Natürlich kann man auch den alten Seilzug als Maß nehmen, dann stimmt die Länge auf jeden Fall.

    Foto: Stefan Frey
    10 bis 12 Zentimeter sollte der Senkel am Bajonett überstehen.

    Foto: Stefan Frey
    Beide Enden werden mit der Zange auf die gleiche Länge gekürzt.

    Bevor nun der Senkel ins neue Rädchen eingesetzt wird, versichert euch, dass es geschlossen, also nach unten gedrückt ist. Der kleine Pfeil auf der Rückseite muss sich auf einer Linie mit der Markierung am äußeren Ring befinden, damit sich der Senkel einführen lässt.

    Foto: Stefan Frey
    Erst wenn die beiden Markierungen aufeinander liegen, lassen sich die Seilenden einführen.

  4. Seilzug ins Rädchen einführen

    Das obere Ende des Senkels wird nun in die obere Öffnung des Rädchen eingeführt, das untere Ende kommt in die untere Öffnung. Beide Enden sollten an der Hinterseite des Rädchen wieder austreten. Das Seil sollte sich auf keinen Fall vor dem Rädchen kreuzen!

    Foto: Stefan Frey
    Das ober Ende kommt - ganz logisch - in die obere Öffnung am Rädchen.

    Foto: Stefan Frey
    Anschließend fädeln man das untere Ende durch die untere Öffnung.

  5. Die Enden der Senkel verknoten

    Im nächsten Schritt macht man einen einfachen Knoten - auch Brezelknoten genannt - in den oberen Senkel. Der Knoten wird mit der Öse im Tool festgezogen. Mit dem unteren Ende des Senkels werden die letzten Schritte wiederholt.

    Foto: Stefan Frey
    Beide Enden werden mit einem einfachen Knoten versehen.

    Foto: Stefan Frey
    Mit der Öse am Tool zieht man dann die Knoten straff.

    Mit Hilfe der kleinen Skala auf dem Tool lassen sich die Enden hinter den Knoten auf 4 bis 7 Millimeter kürzen. Jetzt kann man die Senkel zurück ins Gehäuse ziehen.

  6. Rädchen im Bajonett einsetzen

    Die Senkel sollten nun vollständig im Gehäuse verschwunden sein. Ist das der Fall, schiebt man die Rückseite des Rädchens in die hintere Lasche am Bajonett und drückt das Rädchen vorne in den Verschluss. Dabei sollte es mit einem Klicken einrasten.

    Foto: Stefan Frey
    Das neue Drehrädchen wird von oben ins Bajonett eingesetzt. Einmal kräftig drücken und es rastet sicher ein.

    Foto: Stefan Frey
    Fertig ist die Laube und der Schuh wieder fast wie neu.

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