Fahrradhelm Formen und Arten: Sicherheit und Schutz für jeden Radfahrer

Einen Fahrradhelm zu tragen ist in Deutschland gesetzlich nicht vorgeschrieben. Anstelle eines Gesetzes gibt es die „Allgemeine Empfehlung“, im Straßenverkehr einen Helm zu tragen. Bei einem Sturz kann dieser seinen Nutzer allerdings vor schwerwiegenden bis hin zu tödlichen Folgen bewahren. Doch worauf sollte ich beim Kauf achten? Was macht einen guten und vor allem einen sicheren Fahrradhelm aus? Wo liegt der Unterschied zwischen den einzelnen Systemen?

Grundsätzlich unterscheidet man drei verschiedene Arten: Softshell-, Hardshell- und Microshell-Helme. Was genau hinter diesen drei Begriffen steckt, erklären wir Dir im Folgenden. Im Diamantrad-Blog informieren wir Dich umfassend rund um das Thema Fahrradhelm. Damit bist Du stets sicher auf dem Fahrrad unterwegs.

Welche Fahrradhelm-Arten gibt es?

Softshell-Helme

Softshell-Helme bestehen lediglich aus einer Schale aus Hartschaumstoff. Deshalb sind sie auch besonders leicht und oftmals recht preisgünstig. Da diese Weichschalen-Helme nicht besonders viel Aufprall abfedern können, raten Experten mittlerweile von diesem Helmtyp ab.

Hardshell-Helme

Bei den Hardshell-Helmen besteht der Überzug aus hartem Kunststoff, was sie etwas robuster als die Weichschalen-Variante sein lässt. Dadurch sind sie aber auch deutlich schwerer und werden hauptsächlich im Downhill-Bereich verwendet.

Microshell-Helme

Die am weitesten verbreitete Helmart sind die Microshell-Helme. Der harte Schaumstoffkern ist zusätzlich von Kunststoff überzogen. Durch die glatte Oberfläche kann der Helm den Aufschlag auf den Untergrund noch besser abfedern. Die Löcher im Helm dienen als Luftzufuhr und sollen so das Schwitzen des Fahrers vermindern. Das Eigengewicht des Microshell-Helms ist geringer als das des Hartschalenhelms, aber höher als das des Weichschalen-Helms.

Der passende Helm für jede Fahrraddisziplin: Welcher Fahrradhelm passt zu mir?

Egal ob Mountainbiking, Rennradfahren, Triathlon oder mit dem Rad zur Arbeit: Für jede Fahrraddisziplin gibt es den passenden Helm. Fahrradhelme sind ein integraler Bestandteil deiner Sicherheitsausrüstung. Da du deinen Helm idealerweise auf jeder deiner Ausfahrten tragen wirst, solltest du sicherstellen, dass du einen komfortablen Helm wählst, der all deine gewünschten Merkmale aufweist.

Freizeit und Tour

Die Fahrradhelme für eine Radtour am Wochenende oder die Wege des täglichen Lebens verfügen über eine deutlich einfachere Ausstattung als Sporthelme. Dies liegt daran, dass die erreichte Geschwindigkeit mit City-Bikes & Co. überschaubar bleibt, die Aerodynamik keine Rolle spielt und die Durchlüftung weniger wichtig ist. Dafür haben Modelle, die für die Freizeitnutzung vorgesehen sind, oft eingebaute Leuchten, was für zusätzliche Sicherheit im Straßenverkehr sorgt.

E-Bike

Aufgrund der hohen Geschwindigkeit sollten sich gerade Nutzer eines E-Bikes schützen. Je nach Einsatzgebiet variieren hier die Formen. Beispielsweise gibt es spezielle Modelle für die Nutzung eines E-Mountainbikes. Spezielle E-Bike Helme weisen jedoch eine um 10 Prozent größere Schutzfläche an Hinterkopf und Schläfe auf. Sie sorgen dadurch für eine erhöhte Dämpfung bei einem Aufprall auf. Ein größeres Sichtfeld zählt häufig ebenso zu den charakteristischen Eigenschaften dieser Helme. In Deutschland ist es ausreichend einen normalen Fahrradhelm für E-Bikes bis zu einer Geschwindigkeit von 25 Kilometer pro Stunde zu tragen.

Mountainbike-Helm

Während Fahrradfahrer, die auf der Straße unterwegs sind, statistisch gesehen meistens nach vorne fallen, kann ein Mountainbiker in jede beliebige Richtung stürzen. Aus diesem Grund bedeckt ein Mountainbike-Helm mehr Zonen am Kopf als es bei anderen Helmen der Fall ist. Oftmals verfügen diese Helme über einen besonderen Kinnschutz. Darüber hinaus bevorzugen die meisten Mountainbiker Helme mit einem Visier oder Schild, damit das Gesicht vor der Sonne und vor Zweigen geschützt ist. Viele Modelle sind außerdem mit Halterungen für Lampen oder einer Helmkamera versehen.

Rennradhelm

Bei Helmen für Rennradfahrer wird auf die Aerodynamik großen Wert gelegt. Aus diesem Grund sind sie meist möglichst glatt und schnörkellos und verfügen über weniger Lüftungslöcher. Auch ein geringes Eigengewicht ist bei einem Rennradhelm von großer Bedeutung. Ein weiteres Merkmal ist das Fehlen eines Schildes. Dies hat den Grund, dass dieses bei der geduckten Körperhaltung auf dem Rennrad das Gesichtsfeld gefährlich einschränken würde.

Triathlon

Beim Teil des Triathlons, der auf dem Fahrrad stattfindet, bleibt die Geschwindigkeit konstant. Für eine optimale Aerodynamik haben Triathlonhelme daher eine Heckspitze, die den Fahrtwind nach hinten ableitet. Optisch ähneln sie Rennradhelmen. Meist ist die Heckspitze allerdings kürzer und sie sind auch weniger gut belüftet.

BMX

Fahrer, die mit dem BMX-Rad an Rennen teilnehmen, sollten darauf achten, dass der Helm Gesicht, Kinn und Mund schützt. Alternativ gibt es auch BMX-Helme, die Skaterhelmen ähneln. Diese Modelle bedecken nur einen kleinen Teil des Gesichtsbereiches, schützen aber den Schläfenbereich sowie den Hinter- und Vorderkopf. Allerdings ist die Belüftung dieser Radhelme nur gering. Das Design ist meist eher einfach gehalten, was sie langlebig und kostengünstig macht. Für eine Anpassung an Deinen Kopf gibt es oft Schaumstoffpolster in verschiedenen Stärken.

Achte auf eine richtige Passform Deines Fahrradhelms

Ein Fahrradhelm soll für mehr Sicherheit beim Radfahren in der Stadt und generell bei allen Fahrten sorgen. Voraussetzung dafür ist der optimale Sitz.

Ist ein Fahrradhelm zu groß, besteht die Gefahr, dass er verrutscht und damit einhergehend Deine Sicht einschränkt. Weiterhin mindert das Zurechtrücken des Helms die Konzentration auf den Verkehr. Ganz zu schweigen davon, dass ein zu großer Helm bei einem Sturz nicht fest am Kopf sitzt und so wichtige Stellen des Schädels nicht mehr ideal geschützt werden. Mögliche Folgen: Schwerwiegende oder sogar tödliche Kopfverletzungen. Ist ein Fahrradhelm hingegen zu klein, kann dies zu Kopfschmerzen führen, was ebenfalls die Konzentration auf den Straßenverkehr reduziert.

Du fragst Dich nun, wie Du die richtige Fahrradhelm-Größe herausfindest? Hierfür benötigst Du ein Maßband. Alternativ kannst Du auch eine Schnur in Kombination mit einem Zollstock oder Lineal nutzen, um Deine Kopfumfang zu ermitteln. Die richtige Methode besteht darin, dass Maßband bzw. die Schnur einen halben bis einen Zentimeter über den Augenbrauen anzusetzen und möglichst in einer geraden Linie um den Kopf herumzuführen. Dein auf diese Weise ermittelte Kopfumfang ist Deine persönliche Fahrradhelmgröße.

Natürlich gibt es nicht für jeden Kopfumfang genau die richtige, maßgeschneiderte Helmgröße - weshalb eine Helmgröße oft in größeren Zentimetereinheiten angegeben wird. Steht man mit seinem Kopfumfang genau zwischen zwei Größen, sollte immer die größere gewählt werden. Eine wesentliche Rolle für den perfekten Sitz spielt nämlich auch die Einstellung des Helmes.

Hast Du einen Helm in Deiner passenden Größe spielt außerdem die korrekte Einstellung eine große Rolle. Ein Fahrradhelm verfügt über zwei verschiedene Systeme, die sicherstellen, dass er Dir nicht vom Kopf fliegt.

Zum einen ist da der Kinnriemen, der so eingestellt werden muss, dass zwischen Kinn und Riemen noch ein Finger Platz hat und der vordere und hintere Riemen unter den Ohren V-förmig zusammentreffen. An der Rückseite des Helms kannst Du die Feinjustierung der Weite vornehmen. Entweder funktioniert das über einen verstellbarer Ring, der den ganzen Kopf umschließt oder einen Helmverschluss, der nur im Nacken sitzt. So wird der Fahrradhelm sicher und bequem auf dem Kopf gehalten.

Tipp: Falls Du beim Fahrradfahren eine Brille oder Sonnenbrille tragen willst, solltest Du diese zum Helmkauf mitnehmen. Auf diese Weise kannst Du testen, ob die Brille unter dem Helm unangenehm drückt.

Wenn Du einen Fahrradhelm anprobierst, solltest Du ihn einige Minuten auf dem Kopf lassen um eventuelle Druckstellen zu spüren. Wenn er unangenehm drückt, ist er nicht für dich geeignet oder er ist beschädigt. Außerdem solltest Du auf ein möglichst geringes Eigengewicht des Helms achten. Ist er zu schwer, belastet das unnötig die Wirbelsäule sowie die Nackenmuskulatur, was zu Verletzungen führen kann.

Ein Fahrradhelm sollte parallel zum Boden und mittig auf dem Kopf sitzen. Achte darauf, dass er das Blickfeld nicht verkleinert oder zu tief im Nacken sitzt: Zwischen Augenbrauen und Helm sollten ungefähr zwei Fingerbreiten liegen. Die Riemen des Helms müssen auf dem Kinn liegen, ohne zu fest zu sitzen (ein Finger sollte dazwischen passen). Idealerweise liegt der Verschluss leicht seitlich vom Kinn. Die Riemen des Fahrradhelms sollten außerdem um das Ohr ein Dreieck bilden.

Die Auswahl des Designs

Auch wenn die Auswahl des Helm-Designs keinen entscheidenden Einfluss auf den Sicherheitsfaktor ausübt, haben helle Farben ganz klar den Vorteil, dass dies Deine Sichtbarkeit in der Dunkelheit erhöht. Noch besser sind in dieser Hinsicht natürlich Modelle, die ein extra Licht besitzen oder besonders reflektieren.

Ansonsten sollte der Helm, vorausgesetzt dieser erfüllt die Ansprüche an Funktion und Sicherheit, den persönlichen Vorlieben hinsichtlich des Designs und der Ästhetik zusagen. Denn so macht es gleich viel mehr Spaß den Helm zu tragen. Und was nützt der beste Helm, wenn er lediglich auf der Ablage im Flur vor sich hin staubt?

Welcher Fahrradhelm für Kinder?

Die meisten Kinder sind alles andere als begeistert davon, wenn es darum geht, einen Fahrradhelm zu tragen. Doch auch wenn die Kleinen sich meist vehement dagegen sträuben, solltest Du in dieser Angelegenheit stets unnachgiebig sein. Daher ist es ganz besonders wichtig, dass das Fahrradfahren schon von Beginn an unweigerlich mit dem Tragen eines Helms in Verbindung gebracht wird. Lass Dein Kind beim Kauf mitentscheiden, welcher Helm es schließlich werden soll. Denn erfüllt dieser die notwendigen Sicherheitsvoraussetzungen, spielt es schließlich keine Rolle, ob er rot, grün, gepunktet oder gestreift ist - oder ob der Held der Lieblingszeichentrickserie die Oberfläche des Helms ziert. Doch es kann ausschlaggebend dafür sein, ob der Nachwuchs den Helm ohne Wenn und Aber trägt. Und ganz wichtig: Kinder neigen dazu, unbewusst das zu kopieren, was ihnen vorgelebt wird. Also sei ein Vorbild.

Im gleichen Zug, in dem Du Deinem Kind beibringst, beim Fahrradfahren einen Helm zu tragen, solltest Du ihm auch erklären, diesen anschließend wieder abzusetzen. Denn beim Klettern und Spielen ist die Gefahr, dass das Kind hängen bleibt oder sich stranguliert viel zu groß. Wir empfehlen Dir, beim Kauf darauf zu achten, dass der Kinderhelm eine Sollbruchstelle hat. Wenn dieser die Norm EN 1080 („Stoßschutzhelme für Kleinkinder“) erfüllt, reißen die Riemen bei zu großer Belastung und können so fatale Folgen verhindern.

Wie lagere ich meinen Fahrradhelm richtig?

Um den Helm möglichst lange in einem guten Zustand zu erhalten, solltest Du einige Pflegetipps und Lagerungshinweise beachten.

Der beste Platz für die Lagerung eines Fahrradhelms ist möglichst weit entfernt von etwaigen Wärmequellen. Der Grund: Durch Hitze egal ob von der Sonne oder einer Heizung kann sich die Kunststoffbeschichtung lösen und das Produkt unbrauchbar werden. Bewahre Deinen Helm also stets an einem möglichst kühlen, trockenen und dunklen Ort auf.

Achtung: Verändere nichts an der Helmschale. Eine Personalisierung durch Bekleben oder Bemalen kann aufgrund der enthaltenen Bestandteile in den Farben oder Klebern die Stabilität des Helms negativ beeinflussen.

Wie reinige ich meinen Fahrradhelm richtig?

Mit der regelmäßigen Nutzung eines Helms gehen natürlich auch Verschmutzungen einher. Gerade an heißen Tagen bildet sich unter dem Fahrradhelm schnell Schweiß. Zusätzlich lagern sich Haare und Hautpartikel an den Polstern im Inneren des Fahrradhelms fest. Diese Kombination sorgt für einen unangenehmen Geruch und deutlich sichtbare Verschmutzungen. Und nach ausgiebigen Touren querfeldein ist grober Dreck auf der Oberfläche der Helmschale keine Seltenheit.

Grundsätzlich solltest Du Deinen Helm zweimal im Jahr einer umfassenden Reinigung unterziehen. Dies verhindert, dass sich keine Bakterien und Keime breitmachen können. Doch wie sollte man einen Fahrradhelm am besten reinigen?

Eins vorweg: Ein Fahrradhelm gehört auf keinen Falls in die Waschmaschine. Durch die Rotationen während des Waschgangs sind Schäden am Helm nahezu vorprogrammiert. Ausgenommen von dieser Regelung sind die Elemente im Helm, die sich abnehmen lassen. Idealiter verwendest Du zu diesem Zweck ein Wäschenetz. Wir empfehlen Dir diese nicht jedoch nicht heißer als bei 30 °zu waschen. Alternativ kannst Du die Polsterung hervorragend im Waschbecken reinigen:

  • Diese im Laugenwasser einweichen.
  • Mit klarem Wasser ausspülen.
  • Polster danach auf herkömmliche Weise auf einem Wäscheständer oder einer anderen Ablage trocknen (nicht im Trockner!).

Die Außenseite des Helms kannst Du mit einem Tuch, warmem Wasser und haushaltsüblichem Spülmittel abwaschen. Auf aggressive Reiniger solltest Du verzichten, denn sie schaden den Materialien. Auch für die Gurte Deines Fahrradhelms reichen in der Regel Spülmittel und Wasser aus. Verwende ruhig ein wenig mehr Wasser, sodass sich eventuell eingelagerte Salze lösen.

Wie lange kann ich einen Fahrradhelm verwenden?

Wie die meisten anderen Produkte sind Fahrradhelme nicht für die Ewigkeit gedacht. Da auf Dauer Temperaturschwankungen und Umwelteinflüsse den Materialien schaden, solltest Du Deinen Helm nach rund fünf Jahren austauschen. Wird bei Kindern der Helm zu klein, ist ein Austausch natürlich vor Ablauf der fünf Jahre notwendig.

Nach einem Unfall solltest Du Deinen Fahrradhelm umgehend ausmustern und ein neues Modell anschaffen. Der Grund: Auch wenn Dein Helm noch einwandfrei aussieht, ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Styroporschale unter den Erschütterungen rissig geworden ist. Die Dämmwirkung ist somit nicht mehr garantiert. Deshalb solltest Du auch niemals einen gebrauchten Helm kaufen, dessen Historie Du nicht genau kennt. Selbst wenn ein Helm vom Tisch oder der Garderobe fällt und auf dem harten Fußboden aufprallt, können feine Haarrisse die Schutzwirkung massiv beeinträchtigen.

Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest Du Deinen Fahrradhelm mehrmals im Jahr einem gründlichen Check-Up unterziehen. Achte dabei besonders auf folgende Punkte:

  • Risse: Risse sind bei den meisten Fahrradhelmen gut zu erkennen. Bei einem Riss des Obermaterials ist ein Austausch notwendig. Unterscheide hier aber klar zwischen Rissen und Kratzer; zweitere schaden dem Helm einzig aus ästhetischer Hinsicht und mindern nicht die Sicherheit.
  • Löcher: Auch Löcher stellen ein Risiko dar. Sie nehmen die Stabilität aus dem gesamten Helm.
  • Dellen: Dellen können beim Fahrradhelm sowohl innen als auch außen auftreten. Innen entstehen sie häufig im Bereich der weichen Polsterung. Die Gefahr von Dellen besteht darin, dass sie die Polstere...

Prüfsiegel & DIN Norm für höchste Sicherheitsstandards

Ob Discounter-Helm oder High-End-Produkt - alle Fahrradhelme, die in der EU und in der Schweiz verkauft werden, müssen sich einem Testverfahren inklusive Crashtest unterziehen. Wird dieser makellos bestanden, erhält der Fahrradhelm die Norm DIN EN1080 (CE). Zusätzlich sind viele Modelle mit dem Zeichen für "geprüfte" Sicherheit (GS) versehen.

In EU-weiten Testverfahren nach der DIN EN 1078 (CE) muss der Helm einen Test bestehen, bei dem er unter anderem mit einem Prüfkopf einmal auf einen flachen und einen schrägen Sockel fällt, der eine Bordsteinkante imitiert. Dabei darf der Prüfkopf beim Aufprall nicht das 250-fache der Erdbeschleunigung überschreiten. Sehr gute Rad-Helme weisen eine so gute Dämpfung auf, dass sie auch bei einem Aufprall mit „nur“ rund 20km/h den Wert von 82G (82-fache Erdbeschleunigung) nicht überschreiten.

Neue Fahrradhelme mit MIPS

Ganz neu auf dem Markt sind Fahrradhelme mit MIPS (Multi-directional impact protection system). Diese verfügen über eine schwimmend verarbeitete Innenschale, die sich mit der Rotationsbewegung deines Kopfes bei einem schrägen Aufprall etwa 15 mm verschiebt und so einen Teil der Beschleunigungsenergie abbauen kann. Ob dieses System wirklich noch mehr Sicherheit bieten kann, wird derzeit in der Fachwelt noch diskutiert. Wichtiger ist es, sich an Testergebnissen und den eigenen Bedürfnissen an einen Helm zu orientieren.

Wie finde ich die richtige Helmgröße?

Damit der Helm seine Funktion erfüllen kann, sollte dieser so gut wie möglich an den Kopf angepasst sein. Mithilfe eines Maßbandes oder eines Fadens kann der Kopfumfang gemessen werden, um so die geeignete Helmgröße herauszufinden. Zunächst das Maßband etwa einen Zentimeter oberhalb der Augenbrauen anlegen. Im Anschluss das Band oder den Faden um den Kopf herumführen, sodass es knapp oberhalb der Ohren am Kopf anliegt. Wo sich das Maßband überlappt, liest man den schließlich ab.

Zur Angabe der Größe von Helmen wird oft das aus der Bekleidungsindustrie bekannte Größensystem von XS bis XL verwendet. Jede dieser Größen entspricht dabei einem bestimmten Zentimeter-Bereich für den Kopfumfang. Zu beachten ist, dass diese Größe von Hersteller zu Hersteller variieren kann, da es hierzu keine gesetzlichen Vorschriften zu beachten gibt. So kann vorkommen, dass man bei einer Marke zu einem Helm in Größe L greifen muss, während bei einer anderen Marke schon die Größe M ausreichend ist. Wir geben bei jedem unserer verkauften Helme eine Angabe in Zentimeter für den Kopfumfang an.

Größe Fahrradhelm Kopfumfang in cm
XS 46 bis 51
S 51 bis 55
M 55 bis 59
L 59 bis 63
XL 61 bis 65

Nachfolgend eine Tabelle mit ungefähren Richtwerten für Helmgrößen zur ersten Orientierung:

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