Shimano Kassette 10 Fach 12-27 Test: Ein umfassender Überblick

Die Shimano Kassette 10 Fach 12-27 ist eine beliebte Wahl für Rennräder und Trekkingräder. Sie bietet eine gute Balance zwischen enger Abstufung für hohe Geschwindigkeiten und ausreichend Bandbreite für Anstiege.

Technische Details und Kompatibilität

Die 10-fach Kassetten passen auf 8/9-fach Freiläufe. Dazu ist allerdings noch ein Distanzring notwendig, damit die Kassette stramm sitzt. Dieser Distanzring wird üblicherweise mit der 10-fach Kassette mitgeliefert. Mavic-(Rennrad)laufräder brauchen oft noch einen eigenen Distanzring.

Es ist wichtig zu beachten, dass bei Verwendung einer 10-fach Kassette auf einer 8/9-fach Nabe die Schalthebel kompatibel sein müssen. Andernfalls muss man "umklemmen". Die Kette für 10-fach ist etwas schmaler als für 9-fach.

Freilaufkörper und Naben

Traditionelle Hinterradnaben wurden mit einem genormten Gewinde für aufschraubbare Ritzelpakete mit Freilauf - sogenannte „Schraubkränze“ - ausgestattet. Im Laufe der letzten Jahre haben Shimano-Kassettennaben die traditionellen Schraubkranznaben grösstenteils abgelöst. Aufgrund der Anordnung der Lager in einer Shimano-Kassettennabe, wird die Achse näher an den Enden gestützt, wodurch verbogene Achsen ein sehr seltenes Problem bei diesen Naben darstellen. Der Freilaufkörper integriert den Ratschenmechanismus in den Nabenkörper. Die Ritzel werden üblicherweise in einem kompletten Satz, der „Kassette“ verkauft.

Es gibt verschiedene Breiten von Freilaufkörpern:

  • Ganz schmale Breite (7fach): ca. 32mm - Hier passen nur 7fach Kassetten.
  • Normale Breite (8-10fach und 11fach MTB): ca. einen aktuellen 8/9/10fach HG Freilauf gesteckt werden und 10fach Kassetten erfordern auf diesem Freilauf einen 1mm Spacer (nicht bei MTB Kassetten).
  • Schmale Breite (10fach only): ca. Im Falle von 10fach only Freiläufen lassen sich nur 10fach Kassetten ohne den 1mm Spacer verwenden. Wurde nur bei sehr wenigen Laufrädern verwendet z.B. Dura Ace.
  • Super Breit (11fach Rennrad): ca. 36.75mm - Hier wurde der 8/9/10fach Freilauf um ca. 1.8mm verlängert damit 11fach möglich ist.

Montage und Anpassung

Moderne Hyperglide-artige Kassetten verwenden einen Verschlussring mit Gewinde, um die Ritzel auf dem Freilaufkörper zu fixieren. Es gibt ein spezielles Werkzeug mit Rippen, die in die entsprechenden Aussparungen des Verschlussrings greifen - sogenannte „Abzieher“. Der Verschlussring hat ein normales Rechtsgewinde und wird im Uhrzeigersinn festgedreht. Wenn der Ring gelöst werden soll, muss er gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden.

Um die Hyperglide-Funktionalität zu bieten, müssen die Ritzel zueinander gleich ausgerichtet werden. Hyperglide-Kassetten werden üblicherweise als Einheit verkauft und mit einem Buchstaben gekennzeichnet, der diese spezielle Zusammenstellung identifiziert. Es sind dutzende Kombinationen erhältlich.

Anpassung der Kassette

Es ist nicht schwer, Shimano-Kassetten anzupassen. Wenn man ein nicht freigegebenes Ritzel als Austausch verwendet, Uniglide oder Hyperglide, wird es immer noch funktionieren, aber Schaltvorgänge von/zu diesem Ritzel sind möglicherweise nicht so weich wie dies bei Hyperglide normalerweise ist.

Bei Shimano-Kassetten, die keine „Spider“ verwenden, werden die meisten der Ritzel mit drei dünnen Schrauben zusammengehalten, oder in manchen Fällen mit 3 langen Nieten. Diese Schrauben/Niete sind nicht notwendig. Ihre Funktion ist Komfort, da sie es ermöglichen, die Kassette etwas leichter zu montieren.

Leistung und Übersetzung

Kassetten werden mit verschiedenen Übersetzungsbereichen angeboten, und solche, deren Gänge sehr dicht beieinander liegen und keine wirklich grossen Ritzel enthalten, werden üblicherweise als „Rennrad-Kassetten“ vermarktet.

Die Bandbreite der Kassette hat einen wesentlichen Einfluss auf die nutzbare Übersetzung. In der Regel wird das kleinste und das größte Ritzel angegeben, bei einer 10-42-Kassette hat also das kleinste Ritzel 10 Zähne und das größte 42 Zähne. Die Bandbreite erhält man, indem man die Zähne des größten Ritzels durch die Zähne des kleinsten teilt.

Die Über- bzw. Untersetzung berechnet man, indem man die Zähne des Kettenblatts durch die Zähne des Ritzels teilt.

Abstufung und Schaltverhalten

Je höher die Geschwindigkeit, desto stärker wirkt sich der Gangsprung aus. Einersprünge zwischen den Ritzeln sind am besten. Zwischen 20 und 30 Km/h reichen Zweiersprünge. Wenn die Geschwindigkeit niedrig und die Tretfrequenz ebenso ist, kann man hier auf eine feinere Stufung verzichten.

Laut Shimano sollen Ritzel nicht gemischt werden. Im Normalfall sollte dies aber höchstens beim schalten mehrerer Gänge gleichzeitig, spürbar sein. Und wenn, dann nur in dem Maße, daß es trotzdem noch sauber schaltet.

Problemlösungen

Ein weiteres Problem von solch großen Ritzeln ist, wenn das Ritzel eiert dann ist dies viel stärker als bei einem kleineren Ritzel. Wenn man eine Kassette zu lange mit einer gelängten Kette fährt kommt es schnell dazu, dass die Zähne unbrauchbar werden. Man erkennt es natürlich auch recht schnell bei einer Probefahrt mit höherer Last, wenn die Kette einfach durchrutscht.

Bei Alu Freilauf sollte man darauf acht geben, dass das Ritzel an der Aufnahme nicht zu schmal ist.

Zusätzliche Informationen

Es gibt auch einige ältere Laufradsätze wie z.B. passieren kann. Demzufolge scheint die 11fach Kassette etwas näher in Richtung Speichen zu rücken.

Tabellarische Übersicht

Hier ist eine tabellarische Übersicht über die verschiedenen Freilaufkörperbreiten:

Freilaufkörperbreite Kompatible Kassetten
Ganz schmal (7fach) Nur 7fach
Normal (8-10fach und 11fach MTB) 8/9/10fach und 11fach MTB
Schmal (10fach only) Nur 10fach
Super Breit (11fach Rennrad) 11fach Rennrad

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