Fahrradhelm Winter Ohren Test: Der POC Calyx und Alternativen

Biken, Skifahren, Klettern - diese Disziplinen stellen ganz unterschiedliche Anforderungen an einen Helm. Während beim Bergsteigen der Schutz vor Steinschlag im Vordergrund steht, ist beim Biken der Aufprallschutz beim Sturz auf harten Grund essenziell. Entsprechend werden Helme für jede Disziplin separat entwickelt. Und sie müssen auch unterschiedliche Prüfnormen bestehen.

Und genau hier kommt der Calyx vom schwedischen Hersteller POC ins Spiel. Er wurde so konstruiert, dass er die Prüfverfahren für alle drei Helmarten besteht: Fahrrad, Ski und Klettern bzw. Bergsteigen. Vielseitige Bergsportler finden hier also einen idealen Allrounder.

Der POC Calyx im Detail

Der Calyx ist ein Winterhelm, der mit optionalen Ohrpolstern auch Minusgraden standhält. Ganz ohne Helmmütze oder Stirnband. Biker profitieren im Winter von der Isolation des Calyx. Denn klassische Bike-Helme sind auf optimale Belüftung für schweißtreibende Anstiege in der Hitze optimiert.

Die Fakten zum Winterhelm POC Calyx:

  • Helm zum Fahrradfahren, Skifahren und Bergsteigen (dreifach zertifiziert: EN 1078 und CPSC 1203, EN 12492, ASTM F2040-18)
  • MIPS Rotationsaufprallschutz
  • Recco-Reflektor integriert (Ortung durch den Rettungsdienst möglich)
  • Optional wärmende Ohrpolster montierbar (im Lieferumfang!)
  • Lüftung dreistufig einstellbar
  • Einklappbares Verstellsystem für kompaktes Staumaß
  • Vier Farben
  • Gewicht: 540 / 600 Gramm (mit/ohne Ohrpolster, gemessen im BIKE Labor, Größe M-L)
  • Drei Größen: XS/S, M/L, L/XXL
  • Preis: 250 Euro
  • Leichtere Carbon-Version erhältlich, -100 Gramm lt. Hersteller, 400 Euro
  • Nackenwärmer im Lieferumfang

Die Ohrenpolster können auf beiden Seiten unkompliziert angeklippt werden.

Was unterscheidet den Winterhelm POC Calyx von einem klassischen Fahrradhelm?

Dass der POC Calyx kein klassischer Fahrradhelm ist, wird sofort klar, wenn man ihn in die Hand nimmt. Deutlich weniger Belüftungsöffnungen und ein etwas höheres Gewicht. Als Ganzjahreslösung eignet sich dieser Helm für Fahrradfahrer nicht. Denn bei hohen Temperaturen wird es mit der robusten Schale ziemlich sicher zu heiß. Wirklich lohnend wird der Einsatz des Calyx auf dem Bike erst ab Temperaturen knapp über null Grad, denn hier hält er Kopf und Ohren zuverlässig warm.

Auch beim winterlichen Pendeln mit dem E-Bike kann er seine Stärken voll ausspielen. Praktisch: Den zusätzlichen Schritt einer Helmmütze oder eines Stirnbandes kann man sich mit diesem Winterhelm sparen. Auf klassischen Bike-Touren, bei denen es in steilen Anstiegen hitzig zur Sache geht, dürfte es den meisten Bikern aber schnell zu warm werden, wenn das Thermometer über den Gefrierpunkt steigt. Die abnehmbaren Ohren bieten aber eine gute Anpassungsmöglichkeit auf unterschiedliche Einsatzbereiche und Temperaturen.

Die Belüftung kann in drei Stufen angepasst werden. In Summe ist der Calyx aber deutlich mehr auf Wärmewirkung ausgelegt, als ein klassischer Bike-Helm.

POC Calyx: Verarbeitung und Details

Der Preis des Calyx ist mit 250 Euro für die Standardversion happig. Das kennen wir von den Schweden. Erfreulicherweise schlägt sich das beim Calyx, wie auch bei anderen POC-Helmen, in einer besonders ansprechenden Verarbeitungsqualität nieder. Der Helm ist ein echter Kopfschmeichler, die Kanten und Übergänge sind extrem sauber gestaltet. Der Calyx könnte glatt als Designobjekt durchgehen und würde sich auch als Deko-Stück im Wohnzimmerregal gut machen.

Zwar haben wir den Calyx noch nicht im Dauereinsatz ausprobiert - doch von anderen POC-Helmen kennen wir eine besonders gute Haltbarkeit. Sowohl funktional, als auch optisch bleiben die Helme der Schweden nach unserer Erfahrung lange schick und top in Schuss. Nach dem ersten Eindruck, scheint der Calyx hier keine Ausnahme zu machen.

Lieferumfang: Helm, optionale Ohrpolster, wattierter Nackenwärmer/Loop-Schal und Helm-Sack für Transport und Aufbewahrung.

Die Anpassung an den Kopfumfang erfolgt klassisch über eine Ratschensystem.

Das Verstellsystem kann komplett im Helm versenkt werden, das spart Platz beim Transport im oder am Rucksack.

Die Passform des POC Calyx fällt kleiner aus

Eines vorweg: Ein Helm muss gut sitzen, sonst kann er nicht richtig schützen und nervt obendrein auf Tour. Anprobieren ist daher Pflicht. Wir haben den Calyx in Größe M/L (55 - 58 cm) geordert. Eine Größe, die beim POC Helm Kortal Race ideal auf den Kopf unserer Tester mit gemessenem Umfang von 58 cm passt. Der Calyx fällt gefühlt jedoch ein ganzes Stück kleiner aus. Hier würden wir zur größeren Größe greifen. Das Tragegefühl an sich ist gelungen, über das klassische Ratschensystem lässt sich der Helm geschmeidig an die Kopfgröße anpassen. Die Verarbeitung ist top und die weichen Materialien bieten einen hohen Tragekomfort. Das gilt auch für die angenehmen Ohrpolster.

Das Gurtdreieck lässt sich nicht verstellen. Für unsere Tester, die mit anderen POC-Hemen in Größe M/L gut klarkommen, war der Calyx in identischer Größe grenzwertig klein. Unbedingt anprobieren!

Mit MIPS und Recco hat der Calyx zwei zusätzliche Sicherheitsfeatures an Bord. Das Rotationssystem MIPS soll bei einem Sturz das Gehirn schonen. Dass das tatsächlich funktioniert, konnten wir auf unserem hauseigenen Helmprüfstand zweifelsfrei beweisen. Der Recco-Reflektor setzt an einer anderen Stelle an. Er hat seinen Hauptnutzen bei der Ortung im Falle einer Lawinenverschüttung.

Alternativen zum Winterhelm: Unterziehmützen und mehr

Wenngleich das Tragen eines Fahrradhelms hierzulande keine Pflicht ist und man keinerlei Bußgelder befürchten muss, wenn dieser fehlt, so trägt er doch erheblich zur eigenen Sicherheit bei. Gerade im Winter kann ein Helm allerdings stören, wenn die Entscheidung zwischen wärmender Mütze und der Sicherheit gefällt werden muss. Dank zahlreicher Lösungen an Mützen, Stirnbändern oder Sturmhauben braucht dein Kopf auch im Winter nicht frieren. Bei der Wahl der Mütze sollte stets der feste Sitz des Helms an erster Stelle stehen.

Die Bauweise von Fahrradhelmen ist zunächst darauf ausgelegt, den Kopf zu kühlen und Stauhitze durch die Luftschlitze abzuleiten. Das führt im Winter zu einem unerwünschten Effekt, schließlich fängt der Kopf beim kalten Fahrtwind dann erst recht an, schnell auszukühlen. Für das Radfahren gibt es im Handel spezielle Unterziehmützen, die atmungsaktiv sind, gleichzeitig aber vor Wind und Kälte schützen. Daneben gibt es sogenannte Hot Ears, die sich einfach am Helmgurt befestigen lassen und die Ohren warm halten, ohne dass du eine komplette Mütze unter dem Helm benötigst. Eine Alternative sind auch Stirnbänder oder besonders dünne Mützen.

Manche Hersteller für Fahrradhelme bieten ein gesondertes Winter Kit an. Die Firma Abus ist hier ein gutes beispiel. Der Vorteil: Die Mützen sind speziell auf die Formen der Helme angepasst. Sie bestehen aus einem komfortablen Flies und sind mit Ohrenschützern ausgestattet- Stoßnähte sorgen für einen angenehmen Tragekomfort. Wichtig: Das Winter Kit wird meist gegen ein vorhandenes Polster im Helm getauscht. Das ist auch bei Kindern der Fall und erleuchtert damit das Aufsetzen. So brauchen Mütze und Helm nicht getrennt voneinander aufgesetzt werden. Eine Thermo-Sturmbaube schützt gleichzeitig auch das Gesicht. Selbiges gilt für einen Schlauchschal, den du dir bis über die Nase ziehen kannst. Auch Fahrradhelme mit Visier verhindern, dass dir der kalte Fahrtwind in die Augen zieht und die Sicht einschränkt. Bewährt haben sich hier z. B. die Helme von Uvex, Abus oder Casco.

Gerade Kinder frieren im Winter schnell. Auch hier kannst du eine Mütze nutzen, um Kopf und Ohren beim Radfahren zu schützen. Besonders praktisch sind dabei Fahrradhelme, deren Weite sich verstellen lässt, damit der Helm auch über der Mütze noch sicher und fest sitzt. Das sportliche, bisweilen langweilige Design von Fahrradhelmen hält so manch modisch bewusste RadfahrerInnen davon ab, einen Helm zu tragen. Hier bieten Fahrradhelm-Mützen eine tolle Alternative. Der eigentliche Helm versteckt sich unter einer stylischen Mütze. Gerade für den Winter bieten sich dabei schicke Wollmützen an, die gleichzeitig wärmen. In puncto Sicherheit stehen die Mützen den klassischen Helmen in nichts nach. Optisch erkennt man sie jedoch nicht als Helm.

Nein - zumindest dann nicht, wenn du einen Fahrradhelm nutzt, der sich in der Größe verstellen lässt. Der feste Sitz ist ohnehin entscheidend für die Sicherheit, damit dir der Helm bei einem Aufprall nicht vom Kopf rutscht. Liegt dein Kopfumfang zwischen zwei Größen, wähle den etwas größeren Helm. Dann passt auch die Mütze noch locker darunter. Es reicht natürlich nicht aus, wenn der Kopf schön warm ist, der Rest des Körpers aber nicht gegen die Kälte geschützt ist. Gerade Menschen, die häufiger längere Strecken zurücklegen, tun gut daran, in eine geeignete Fahrradbekleidung zu investieren.

Tests zu Fahrradhelmen gibt es z. B. Nicht nur der Helm ist wichtig. Wer im Winter Rad fahren will, braucht eine Mütze. Handelsübliche Mützen aus Wolle sind aber meist zu dick: Der Helm passt nicht mehr oder man gerät durch die eng angedrückte Mütze leicht ins Schwitzen. Sogenannte Unterhelmmützen sind aus einem dünnen Material, sie passen unter den Helm, schützen vor Wind und führen im Idealfall auch Schweiß ab.

Bei uns im Test sind zwei Grunddesigns vertreten: Die sogenannte Beanie, deren Design an eine Badekappe erinnert, und Modelle mit einem Schirmchen wie eine Baseball-Kappe. Beide Schnitte lassen sich jedoch zumindest bei den Wintermodellen über die Ohren ziehen und schützen auch im Nacken vor Kälte.

Verschiedene Modelle von Unterhelmmützen im Vergleich

Im Folgenden werden einige Modelle von Unterhelmmützen verglichen, um die Unterschiede in Material, Passform und Funktionalität aufzuzeigen:

  • Endura Pro SL Winter Cap: Eine Mütze im Baseballkappen-Design mit kleinem Schirm und Verlängerungen für die Ohren und den Nacken. Das Material ist außen wasserabweisend und innen angeraut. Sie wärmt gut und hält Wind und Regen ab.
  • Vaude Bike Windproof Cape III: Eine Unterhelmmütze in Beanie-Form aus wind- und wasserabweisendem Polyestergarn. Der Bereich um die Ohren und im Nacken besteht aus einem weicheren Stoff. Sie wärmt und schützt vor Wind, ist aber an den Ohren nicht ganz so warm wie andere Modelle.
  • POC Thermal Cap: Folgt dem Baseball-Cap-Design mit Abdeckungen für die Ohren und den Nacken. Sie ist sehr gut verarbeitet und sitzt perfekt. Die Mütze ist wasser- und windabweisend, jedoch spürt man bei kaltem Wind an den Ohren etwas Zugluft.
  • Gore Windstopper Beanie: Besteht aus dem von Gore entwickelten Windstopper-Material, das gleichzeitig atmungsaktiv und winddicht sein soll. Über den Ohren haben die beiden Stofflagen versetzte Schlitze für Brillenbügel. Die Mütze wärmt sehr gut und schützt auch vor kaltem Wind.
  • GripGrab Winter Cycling Cap: Besteht aus zwei Materialien: Der Kappenteil ist aus glattem und winddichtem Polyester, der untere Teil über Ohren und Nacken aus Fleece. Sie wärmt gut und ist auch bei Fahrtwind ausreichend warm.
  • POC Avip Road Beanie: Besteht aus einem dünnen Stretch-Material, das innen angeraut ist. Der sehr dünne Stoff sitzt sehr gut unter jedem Helm und stört überhaupt nicht. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt wird es nach einiger Zeit kühl am Kopf.

Fahrradhelm-Tests: Sicherheit und Komfort im Fokus

In einem umfangreichen Test wurden 10 verschiedene Fahrradhelme unter die Lupe genommen. Der Fokus lag nicht nur auf den technischen Daten, sondern auch auf entscheidenden Eigenschaften wie dem Sitz des Helmes, der Einfachheit des Anziehens, der Handhabung, dem Sichtfeld und der Belüftung. Darüber hinaus kamen die Helme im Alltag zum Einsatz, wobei die Handhabung und der Tragekomfort besonders im Mittelpunkt standen. Mehrere Helme konnten durch gute bis sehr gute Eigenschaften überzeugen und sich in den Tests bewähren. Der i-vo cc MIPS von uvex hinterließ jedoch den besten Eindruck. Besonders positiv fiel der ausgezeichnete Schutz des Testsiegers auf. Auch der Alpina Haga LED und der LIVALL Evo21 erzielten sehr gute Testergebnisse und belegten den zweiten und dritten Platz. Der Alpina-Helm überzeugte vor allem durch seine Belüftungsmöglichkeiten, während der LIVALL durch smarte Funktionen bestach. Bemerkenswert ist, dass keiner der insgesamt 10 getesteten Fahrradhelme komplett durchfiel.

Die Top-Fahrradhelme im Test

Hier eine Übersicht der Testsieger und ihrer besonderen Eigenschaften:

  • uvex i-vo cc MIPS: Testsieger mit herausragender Gesamtperformance und bestmöglicher Sicherheit. Ausgezeichnete Handhabung und umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten.
  • ALPINA HAGA LED: Vielseitigkeit, ansprechendes Design und optimale Anpassung dank Run-System Ergo Flex. Ausgezeichnete Belüftung durch das Airflow-Venting-System.
  • LIVALL Evo21: Smartfunktionen, die den Nutzerkomfort erheblich steigern. Verbindung zur App funktionierte reibungslos, und die Beleuchtungsmodi sowie die integrierten Blinker hielten während der Testfahrten, was sie versprachen.
  • uvex urban planet LED: City-Helm aus nachhaltigen, biobasierten Materialien. Robuster Aufbau und Stabilität.

Vergleichstabelle der getesteten Fahrradhelme

Helm Bewertung Besondere Eigenschaften
uvex i-vo cc MIPS Sehr gut (1,2) Höhenverstellbares MIPS-Kopfband, einfache Handhabung, ausgezeichnete Belüftung
ALPINA HAGA LED Sehr gut (1,3) Höhenverstellbares Kopfband, leichtgängiges Drehrad, sehr gute Belüftung, LED-Beleuchtung
LIVALL Evo21 Gut (1,5) Smarte Funktionen, App-Anbindung, integrierte Blinker
uvex urban planet LED Empfehlenswert Nachhaltige Herstellung, robuster Aufbau, LED-Beleuchtung

Worauf man beim Kauf eines Fahrradhelms achten sollte

Die Kosten für einen Fahrradhelm können sehr stark variieren. Was am Ende zählt, ist die Sicherheit und diese bieten mitunter auch kostengünstigere Helme ab 25 Euro. Jedoch können günstige Modelle Mängel in der Verarbeitung aufweisen, welche die Lebensdauer oder den Tragekomfort beeinträchtigen.

Fester, korrekter Sitz: Ein Helm sollte fest sitzen, ohne zu drücken. Als Faustregel gilt: Beim Vor- und Zurückbewegen des Helmes, sollte die Stirn ein wenig Falten schlagen. So wissen Sie, dass der Helm fest genug sitzt. Zudem sollte der Helm so platziert sein, dass er die Schläfen, die Stirn und den Hinterkopf bedeckt. Idealerweise endet er ein bis zwei Zentimeter über den Augenbrauen und den Ohren.

Kinnriemen: Achten Sie darauf, dass sich der Helm nicht nach hinten abstreifen lässt, wenn der Kinnriemen geschlossen ist.

Passform: An fast jedem Helm befindet sich ein Drehrädchen, mit dem sich die Passform an die Kopfgröße anpassen lässt - allerdings nur in einem begrenzten Rahmen. In unserem Test zeigte sich: Helme, die in mehreren Größen angeboten werden, bieten oft die bessere Passform. Messen Sie daher den Kopfumfang oberhalb der Ohren mit einem Maßband, um das passende Modell zu finden.

Altersgruppe: Helme und ihre Größen lassen sich in vier Altersgruppen unterteilen. Kleinkinder bis zu drei Jahren haben in der Regel einen Kopfumfang von 44 bis 53 Zentimetern. Zwei- bis Siebenjährige messen um den Kopf für gewöhnlich 46 bis 57 Zentimetern und Fünf- bis Zwölfjährige 52 bis 60 Zentimeter. Radlern über 12 passen meistens Helme von 52 bis 65 Zentimetern. Diese Werte geben lediglich eine grobe Orientierung.

Kletteinsatz: Dank der Kletteinsätze kann der Helm noch präziser an die individuelle Kopfform und -größe angepasst werden. Dies erhöht nicht nur den Tragekomfort, sondern sorgt auch für einen sicheren und stabilen Sitz, sodass der Helm selbst bei längeren Fahrten oder plötzlichen Bewegungen nicht verrutscht.

Farbe: Sichtbarkeit im Straßenverkehr kann Radfahrern das Leben retten. Deshalb ist es ratsam, zusätzliche Reflektoren zu kaufen oder beim Helmkauf auf eine gut sichtbare Farbe zu achten. Zwar ist die Farbe Geschmackssache, doch dunkle Farben erwärmen sich bei Sonnenschein schneller als helle. Wer mit dem Fahrrad oft und lang bei strahlendem Sonnenschein unterwegs ist, greift deshalb lieber zu einer hellen Farbe.

Probe­tragen: Ob ein Helm gut sitzt, hängt stark von der individuellen Kopfform ab: Was bei einer Person perfekt passt, kann bei einer anderen drücken. Deshalb gilt: Unbedingt vor dem Kauf anprobieren - jeder Kopf ist anders geformt.

MIPS-Technik: Das sogenannte „Multi-Directional Impact Protection System“, abgekürzt MIPS, ist eine spezielle Konstruktion bei Fahrradhelmen. Bei einem Aufprall soll eine reibungsarme und bewegliche Schicht im Inneren des Helms die schädlichen Rotationsbewegungen reduzieren und so den Kopf des Trägers besser schützen. Fahrradhelme mit MIPS bieten also zusätzliche Sicherheit, sind aber in der Regel teurer.

Die verschiedenen Arten von Fahrradhelmen

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Arten von Fahrradhelmen: Softshell-, Hardshell- und Microshell-Helme. Was genau hinter diesen drei Begriffen steckt, erklären wir im Folgenden.

  • Softshell-Helme: Softshell-Helme sind besonders leicht, da sie lediglich aus einer Schale aus Hartschaumstoff bestehen. Sie sind eine sehr preisgünstige Variante. Allerdings können diese Helme nur bedingt den Aufprall abfedern. Experten raten oft von Softshell-Helmen ab.
  • Hardshell-Helme: Robuster als die Weichschalen-Variante aber auch deutlich schwerer. Hardshell-Helme kommen meist im Downhill-Bereich zum Einsatz. Sie bestehen aus hartem Kunststoff.
  • Microshell-Helme: Ein harter Schaumstoffkern überzogen mit Kunststoff macht den Helm effektiv, da Stöße gut abgefedert werden. Deshalb erfreuten sich Microshell-Helme besonderer Beliebtheit und sind weit verbreitet. Sie sind meistens leichter als Hardshell-Helme.

Im Ernstfall kann ein Fahrradhelm Leben retten und schwere Kopfverletzungen verhindern. Das erreicht er dadurch, dass er wie ein Stoßdämpfer wirkt. Die Kombination von Außenschale und Innenpolster absorbiert im Idealfall bis zu zwei Drittel der Energie, die bei einem Sturz auf den Kopf wirkt. Ein weiterer entscheidender Sicherheitsfaktor ist die Sichtbarkeit im Straßenverkehr: Viele Fahrradhelme sind mit kleinen Lichtern, leuchtenden Farben und reflektierenden Elementen ausgestattet, die dazu beitragen, dass Fahrradfahrer von anderen Verkehrsteilnehmern besser wahrgenommen werden.

Diese Merkmale erhöhen die Sicherheit, besonders bei schlechten Lichtverhältnissen oder in der Dämmerung. Auffällige Farben wie Neonorange oder -gelb verstärken diesen Effekt zusätzlich und sorgen dafür, dass der Fahrer aus größerer Entfernung sichtbar wird. So kann das Risiko von Unfällen deutlich reduziert werden. Zwar weniger entscheidend für die Sicherheit, aber dennoch wichtig für den praktischen Gebrauch, sind Extras wie ein integrierter Sonnen- oder Insektenschutz. Vorsicht ist bei Lösungsmitteln geboten. Sie sollten nicht mit dem Helm in Berührung kommen. Ist die Komfortpolsterung herausnehmbar, kann sie häufig mit Feinwaschmittel bis 30 Grad gewaschen werden. Detaillierte Informationen finden Sie in der Regel auf der Verpackung oder in der Bedienungsanleitung des Helms.

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