Die Sicherheit von Kindern beim Radfahren ist von höchster Bedeutung. Um Eltern bei der Wahl des besten Fahrradhelms zu unterstützen, haben wir aktuelle Prüfberichte und Bewertungen renommierter Verbraucherorganisationen zu Kinderfahrradhelmen zusammengetragen. Kinderfahrradhelme schützen Kinderköpfe bei Stürzen. Kinderfahrradhelme sorgen dafür, dass es bei Stürzen nur bei ein paar Blessuren bleibt.
Ein Kinder-Fahrradhelm Test zeigt, welche Helme optimalen Schutz und Komfort bieten. Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, haben wir die Testberichte führender Verbrauchermagazine analysiert und zudem verschiedene Fahrradhelme für Kinder verglichen. Unser Kinder-Fahrradhelm Vergleich beruht auf umfassenden Produktdaten und Bewertungen, die öffentlich zugänglich sind. Bitte beachten Sie, dass wir keine praktischen Tests durchgeführt haben.
Warum ein Kinderfahrradhelm wichtig ist
Fahrradhelme schützen Kinderköpfe bei Stürzen. Die passieren häufig, wenn das Fahrradfahren gerade erlernt wird, deswegen sollten Sie hier nicht sparen. Keinen Helm zu tragen ist aus unserer Sicht auch keine Alternative. Auch wenn in Deutschland derzeit keine Helmpflicht herrscht, gewährt ein Fahrradhelm wichtigen Schutz im Straßenverkehr auf dem Rad. Deshalb sollten Sie Ihr Kind von klein auf an das Tragen eines Helms gewöhnen.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Um Ihrem Kind beim Fahrradfahren den optimalen Schutz und Komfort zu bieten, sollten Sie einen zu diesem Zweck bestimmten Kinderfahrradhelm kaufen. Andere Sporthelme wie etwa Skihelme oder Reithelme sind für andere Zwecke bestimmt. Wir raten davon ab, sie zum Fahrradfahren zu verwenden. Bei Fahrradhelmen gibt es keine großen Unterschiede in der Funktionsweise. Alle sind dafür gemacht, einen Aufprall abzufedern und den Kopf zu schützen.
Auf die folgenden Punkte sollten Sie beim Kauf eines Kinderfahrradhelms achten:
- Größe und Verstellbarkeit: Die Größe des Helmes ist eines der wichtigsten Kriterien beim Kauf. Sie ist entscheidend für Sicherheit und Tragekomfort. Stellen Sie sicher, dass der Helm Ihrem Kind gut passt. Dafür sollten Sie vorher den Kopfumfang ausmessen. Wenn Sie den Helm in einem Laden kaufen, sollte er vor dem Kauf unbedingt anprobiert werden. Bei Onlinekäufen können Sie ihn zu Hause anprobieren und gegebenenfalls zurückschicken. Bedenken Sie außerdem, dass der Kopf Ihres Kindes noch wächst. Ein verstellbarer Helm kann also länger verwendet werden.
- Design: Auch wenn ein Helm hauptsächlich schützen soll, spielt das Design eine wichtigere Rolle, als man denkt. Wenn dem Kind der Helm nicht gefällt, wird es ihn auch ungern oder seltener tragen. Beziehen Sie Ihr Kind deshalb in den Auswahlprozess mit ein. Die meisten Helme gibt es in mehreren Farben und Designs. Falls die Auswahl sehr groß ist, können Sie eine Vorauswahl treffen und Ihr Kind dann wählen lassen.
- Gewicht: Wenn das Kind den Helm über längere Zeit tragen soll und damit lange Strecken zurücklegt, sollte der Helm nicht zu viel wiegen. Schon deshalb empfehlen sich Mikroschalenhelme. Ein leicht ertragbares Gewicht sind etwa bis zu 300 Gramm.
- Belüftung mit Insektenschutz: Der Helm sollte auf jeden Fall über ein gute Belüftungssystem verfügen, um unangenehmes Schwitzen zu vermeiden. Außerdem brauchen die Lüftungsschlitze einen Insektenschutz in Form eines feinmaschigen Netzes, damit beim Fahren keine kleinen Tierchen unter den Helm gelangen.
- Zustand: Kaufen Sie nur Helme im Neuzustand. Gebrauchte Helme können auch unsichtbar im Inneren beschädigt sein und nicht mehr genug schützen. Deshalb sollten Sie auch nach einem Unfall den Helm Ihres Kindes auf jeden Fall austauschen, auch wenn keine Schäden sichtbar sind.
- Prüfsiegel: Fahrradhelme müssen ganz bestimmten Sicherheitsstandard entsprechen, um verkehrstauglich zu sein. Dafür brauchen Sie eine Überprüfung vom TÜV, sowie ein CE und GS (Geprüfte Sicherheit) Prüfzeichen. Außerdem sollte ein Hinweis auf die EU-Norm EN 1078 (Fahrradhelme) bzw. EN 1080 (Stoßschutzhelme für Kleinkinder) vorhanden sein.
Helmtypen
Es gibt allerdings auch noch verschiedene Konstruktionsarten der Helmschale:
- Softshell-Helme: Weichschalenhelme bestehen lediglich aus einer Schicht aus Hartschaumstoff. Das macht sie besonders leicht. Diese Helme sind auch meistens günstiger als andere. Trotzdem raten wir vom Kauf eines Softshell-Helms ab, da einfach nicht genügend Schutz gewährleistet werden kann. Solche Helme gibt es auch nur noch selten zu kaufen.
- Hardshell-Helme: Bei dieser Helm-Art hat die Schaumstoffschicht noch einen Überzug aus hartem Kunststoff. Das macht sie robuster, aber auch schwerer als Weichschalenhelme. Solche Helme werden hauptsächlich für Erwachsene im Downhill-Bereich verwendet.
- Mikroschalen-Helme: Die am meisten verwendete Helm-Variante sind Mikroschalen-Helme. Auch hier ist der Schaumstoffkern mit einer Kunststoffschicht überzogen. Diese ist aber weniger hart als bei Hardshell-Helmen. Mikroschalenhelme schützen deutlich besser als Softshell-Helme und wiegen nicht so viel wie Hartschalenhelme. Am besten ist es, wenn die beiden Schichten mittels In-Mold-Verfahren miteinander verschweißt sind.
Die richtige Passform finden
Dass der Helm richtig sitzt und bei einem Unfall nicht herunterfällt, ist das A und O der Sicherheitsvorkehrungen für Ihre Kinder beim Radfahren. Wir erklären, wie Sie die richtige Größe finden und den Helm perfekt anpassen.
- Größe bestimmen: Zunächst sollten Sie einen Helm in der passenden Größe kaufen. Dabei sind Bezeichnungen wie XS, S oder M nicht immer einheitlich. Achten Sie deshalb auf den angegebenen Umfang in Zentimetern. Um den Kopfumfang Ihres Kindes zu ermitteln, können Sie ein Maßband verwenden. Setzen sie dieses an der Stirn etwa 1 Zentimeter über den Augenbrauen an und messen Sie den Umfang über den Hinterkopf. Eine reine Bestimmung nach Alter sollten Sie nicht vornehmen, da der Kopfumfang variiert. Jungen haben meist größere Köpfe als Mädchen.
- Feineinstellung des Kopfbandes: Bei den meisten Helmen befindet sich hinten ein Rädchen, um die Größe genauer einzustellen. Setzen Sie Ihrem Kind den Helm auf und drehen Sie an dem Rad, bis der Helm fest sitzt. Drehen Sie aber nicht zu stark, sonst wird das Tragen des Helms schnell unangenehm. Um zu überprüfen, ob der Helm richtig sitzt, lassen Sie das Kind den Kopf in alle Richtungen schütteln. Er sollte sich nicht bewegen.
- Einstellung des Kinnriemens: Der Haltegurt sorgt dafür, dass der Helm an Ort und Stelle hält. Dabei sollte er nicht zu fest und nicht zu locker sitzen. Der Riemen sollte unter dem Kiefer gegen den Hals entlanglaufen, nicht auf dem Kiefer auflegen. Verstellen können Sie ihn am Verschlusssystem.
Für eine ungefähre Orientierung können Sie trotzdem folgende Angaben verwenden:
- 0-3 Jahre: 44 bis 52 Zentimeter
- 2-7 Jahre: 46 bis 57 Zentimeter
- 5-12 Jahre: 52 bis 60 Zentimeter
- 12 Jahre oder älter: 52 bis 65 Zentimeter
Pflege und Wartung
Reinigen Sie den Helm regelmäßig, um eventuelle Beschädigungen besser zu erkennen. Für die Schale können Sie einfach ein in warmes Wasser getränktes Tuch verwenden. Außerdem sollten auch die Polster regelmäßig gewaschen werden. Dafür ist gut, wenn sie herausnehmbar sind. Entfernen Sie tote Insekten nach einer Fahrt aus den Netzen der Belüftungsschlitze. Wenn der Helm sauber ist, sollten Sie ihn auf beschädigte Stellen oder Risse untersuchen. Falls Sie dabei etwas finden, muss der Helm ausgetauscht werden.
Testergebnisse und Empfehlungen
Um den besten und sichersten Kinderfahrradhelm zu ermitteln, hat IMTEST bereits im Jahre 2022 Fahrradhelme für Kinder im Test untersucht. Darunter Kinderhelme von Abus, Alpina, Giro, Specialized und Uvex, die sowohl in der Praxis als auch im Prüflabor des TÜV Süd getestet wurden und noch immer verkauft werden. Dabei konnte vor allem der Specialized Shuffle Child LED als Test- und Preisleistungssieger überzeugen.
IMTEST-Favoriten
- Specialized Shuffle Child LED: Helm in sportlichem Design, mit Mips-Technologie und entnehmbarem Licht an der Rückseite. Bestes Testergebnis und dazu noch mit dem besten Preis. Mit 325 Gramm Gewicht ist der Specialized Shuffle Child LED der schwerste Helm von allen. Imtest Ergebnis: gut 2,1
Weitere empfehlenswerte Fahrradhelme für Kinder
Auch die Fahrradhelme für Kinder, die auf den Plätzen zwei bis fünf liegen, sind allesamt „gut“ und somit empfehlenswert.
- Abus Youn_I 2.0: Das große und hoch angebrachte LED-Licht sorgt für 180-Grad-Sichtbarkeit, wenn es dunkel und nebelig ist. Möglichkeit, den Helm vertikal auf die Kopfgröße einzustellen. Nach zwei simulierten Unfällen sind die Reserven aufgebraucht. Imtest Ergebnis: gut 2,2
- Alpina Pico Flash: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. In drei knalligen Farben verfügbar, allein deswegen ein echter Hingucker. Mit 233 Gramm der leichteste Helm unter den Testkandidaten. Bei der Verpackung sind Plastik und Pappkarton etwas zu viel des Guten. Imtest Ergebnis: gut 2,2
- Uvex Hlmt 4: Ein cooler Helm, der nicht nur nach Fahrradfahren aussieht. Passt auch perfekt zu kleinen Skateboardern oder Inlineskatern. Durch die runde Form liegt der Kopf gut und sicher im Helm. Beim Abstreiftest zeigt der Uvex Hlmt 4 eine hohe Verschiebung am Gurtverteiler. Imtest Ergebnis: gut 2,5
- Giro Tremor Child Mips: Ob Sonne, Wolken oder Regen - bei Bedarf liefert der abnehmbare Helmschirm Schutz bei jedem Wetter. Die tiefe und breite Rückseite schützt den Hinterkopf sehr gut. Verstellschienen im Giro Tremor Child Mips wirken sehr locker. Imtest Ergebnis: gut 2,5
Oft sind es nur Nuancen, die hier den Unterschied machen, wie etwa ein vorhandenes Licht oder die Art der Verarbeitung. Allerdings lässt sich sagen, dass kein Kinderfahrradhelm beim Öffnen und Schließen überzeugt, denn bei keinem Modell ist dies einhändig möglich. Kinder müssen gerade anfangs etwas herumprobieren, um die Enden richtig ineinander zu stecken.
Testergebnisse im Detail
Die Darstellung der detaillierten Testergebnisse ist aufgrund von Aktualisierungen oder technischer Anpassungen momentan nicht oder nur eingeschränkt möglich. Aktualisieren Sie bitte diese Seite regelmäßig, um die neueste Darstellung anzuzeigen.
So testet IMTEST Fahrradhelme für Kinder
Neben der Passform hat IMTEST den TÜV Süd beauftragt, verschiedene Prüfungen durchzuführen. Dabei ging es unter anderem um einen Abstreiftest und eine Stoßprüfung.
Die sichersten Fahrradhelme für Kinder: Auf die Passform kommt es an
Trotz der optischen Komponente ist das Wichtigste, dass der Fahrradhelm dem Kind richtig passt. Er darf weder schief sitzen, noch wackeln oder zu tief in den Nacken ragen. Er sollte zudem die Stirn, die Schläfen und den gesamten Hinterkopf gut bedecken. Alle Kinderfahrradhelme im Test haben eine weiche, auswechselbare Polsterung, damit nichts drückt. Mit einem kleinen Rad an der Rückseite können alle Kinderfahrradhelme für Kinder individuell an den Kopf angepasst werden. Die Modelle von Abus und Alpina haben darüber hinaus eine zusätzliche vertikale Größenverstellung im Inneren. Der Kinnverschluss sollte so eingestellt sein, dass gerade noch ein Finger zwischen Verschluss und Kinn passt. Da letztendlich jeder Kinderkopf individuell ist, empfiehlt es sich, das Kind beim Kauf mitzunehmen und den gewünschten Fahrradhelm direkt anzuprobieren.
Für Kinder ist vorallem auch die Farbe des Helms entscheidend. Diese besagt, dass Fahrradhelme für Kinder und Erwachsene eine Auftreffgeschwindigkeit von 19,5 Stundenkilometer überstehen müssen. Gemessen wird das bei einem Sturz mit 250-facher Erdbeschleunigung.
Die sichersten Fahrradhelme für Kinder im Test besitzen Mips
Mips bedeutet Multi Directional Impact Protection System. Damit ist eine zusätzliche Sicherheitstechnologie gemeint, die einige Fahrradhelme für Kinder im Testfeld bieten. Dazu gehören zum Beispiel die Modelle von Specialized und Giro. Dabei befindet sich eine zweite bewegliche Schale unter der Außenschale, die direkt auf dem Kopf aufliegt. Kommt es zu einem schrägen Aufprall, wird die aufkommende Rotationskraft durch diese bewegliche Schale umgeleitet. Das soll dem Kopf zusätzlichen Schutz geben.
So verhielten sich die Gurtbänder der Kinderfahrradhelme im Unfall-Test
In einer letzten Prüfung testete der TÜV Süd, wie sich der Kinnriemen der Kinderfahrradhelme nach einer ruckartigen Belastung verhält. Dabei sollte festgestellt werden, ob er reißt, sich dehnt und, ob das Kinn-Schloss sich auch unter Belastung öffnen lässt. In der Praxis bedeutet das: So eng wie möglich, so bequem wie nötig. Aber auch hier glänzten alle Kinderhelme im Test mit guten Werten und blieben deutlich unter der Normanforderung.
FAQ: Wichtige Informationen rund um Fahrradhelme für Kinder
Was Eltern beim Kauf beachten sollten und wie man die richtige Größe für sein Kind findet, hat IMTEST hier zusammengetragen.
- Warum ist die richtige Passform bei Fahrradhelmen für Kinder so wichtig? Die richtige Passform des Kinderfahrradhelmes ist entscheidend für die Sicherheit des Kindes. Ein Fahrradhelm, der nicht richtig sitzt, kann bei einem Sturz verrutschen oder abfallen und bietet somit keinen ausreichenden Schutz. Der Kinderhelm sollte weder schief sitzen noch wackeln und muss die Stirn, die Schläfen und den Hinterkopf gut bedecken.
- Wie finde ich die passende Größe für den Fahrradhelm meines Kindes? Die passende Größe lässt sich am besten ermitteln, indem man verschiedene Fahrradhelmgrößen anprobiert. Der Kinderhelm sollte mit einem kleinen Rad an der Rückseite individuell an den Kopf angepasst werden können. Fahrradhelme wie die von Abus und Alpina bieten zudem eine vertikale Größenverstellung im Inneren. Der Kinnverschluss sollte so eingestellt sein, dass gerade noch ein Finger zwischen Verschluss und Kinn passt.
- Welche Fahrradhelmgröße eignet sich je nach Alter des Kindes? Die Größe des Kinderfahrradhelms wird durch den Kopfumfang bestimmt, nicht durch das Alter.
Hier sind jedoch allgemeine Richtlinien:
| Altersklasse | Kopfumfang (in cm) |
|---|---|
| Babys (unter 1 Jahr) | 42-46 cm |
| Kleinkinder (1-3 Jahre) | 44-49 cm |
| Vorschulkinder (3-5 Jahre) | 46-51 cm |
| Schulkinder (5-10 Jahre) | 48-55 cm |
| Kinder ab 10 Jahren | 52-58 cm |
Es ist wichtig, den Kopfumfang Ihres Kindes mit einem Maßband zu messen, um die genaue Größe zu ermitteln.
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