Fahrradhülle für 2 Fahrräder: Test und Vergleich

Als Besitzer eines Fahrrads kennen Sie das Problem: Nach der Fahrt möchten Sie Ihr Rad abstellen, doch nachdem Sie es mit dem Fahrradschloss angeschlossen haben, bleibt es im Grunde ungeschützt am Laternenpfahl oder Fahrradständer stehen. Auch wenn Sie Ihr Fahrrad in einem Hinterhof abstellen und mit einem hochpreisigen Schloss gegen Diebstahl sichern, lauert immer noch die Gefahr von oben - durch das Wetter. Möchten Sie Ihr Rad nun in Sicherheit wiegen, dann empfehlen wir Ihnen unseren Fahrradschutzhüllen-Vergleich, in dem wir für Sie die besten Fahrradschutzhüllen verglichen haben. Zudem erhalten Sie von uns eine Kaufberatung mit wichtigen Hinweisen wie weiteren Verwendungsmöglichkeiten dieser Schutzhüllenart und den erhältlichen Maßen.

Fahrradschutzhüllen bzw. Bike Cover stellen einen Staub- sowie Witterungsschutz für Fahrräder sowie weitere zweirädrige Fahrzeuge dar. Sie eignen sich insbesondere für Personen, die mangels Unterstellmöglichkeit im Keller, der Garage oder der eigenen Wohnung ihr Fahrrad vor Regen, Hagel oder etwa Schnee (sowie je nach Abstellort auch neugierigen Blicken) schützen wollen. Die auch als Fahrradabdeckung, Fahrradgarage, Fahrradschutzhaube oder Fahrradplane bezeichnete Schutzhülle bietet somit einen zusätzlichen Schutz vor Rost. Dieser befällt besonders bei älteren und mit schlechterem Rostschutz versehenen Drahteseln nicht nur den Rahmen, sondern auch die Schaltungskomponenten, die Felgen oder die Schalt- bzw. Bremszüge.

1. Der Schutzengel fürs Fahrrad

Egal ob Auto, Fahrrad, Motorrad oder Moped - eine Schutzhülle dient nicht nur dem Staub- , sondern auch dem Regenschutz. Doch neben Fahrrädern eignet sie sich je nach Typ auch für Motorräder, Scooter oder E-Bikes, wobei in den beiden letztgenannten Fällen besonders der Aspekt des Schutzes vor Wassereintritt und damit einer Beschädigung elektrischer Komponenten im Vordergrund steht. Eine weitere Kategorie von Geräten, zu deren Schutz Fahrradabdeckungen verwendet werden können, stellen überdies Gartengeräte wie der Grill oder die Campingausrüstung dar.

Wie bewahrt man Fahrradschutzhüllen auf? Nasse oder feuchte Abdeckungen sollten, bevor sie in den Beutel kommen, nach der Verwendung allerdings getrocknet werden, damit sich kein Schimmel bilden kann.

2. Was gilt es beim Kauf einer Fahrradschutzhülle zu beachten?

2.1. Produkteigenschaften

Bevor Sie eine Fahrradschutzhülle kaufen, sollten Sie zunächst sicher gehen, dass diese vor allem reißfest und wasserabweisend ist, damit sie ihren eigentlichen Zweck erfüllen kann. Zudem bieten die meisten Abdeckungen fürs Fahrrad auch einen UV-Schutz: Bei stärkerer Sonneneinstrahlung nehmen so weder Lack noch Sattel Schaden. Zur Farbgebung bleibt dabei festzuhalten, dass diese sich meist über verschiedene Schwarz-, Grau- und Silbertöne erstreckt. Diese Hüllen sind einerseits unauffällig und pflegeleicht, andererseits hat besonders Schwarz interessante thermische Eigenschaften: Schwarz schluckt die Wärme der Sonnenstrahlen, was auch als Absorption bezeichnet.

Weiße Gegenstände hingegen reflektieren das Licht. Dies wiederum erklärt, warum im Innenraum dunkelfarbiger Autos im Sommer höhere Temperaturen nachgewiesen werden können als in weiß- oder silberfarbenen Fahrzeugen. Bei der Wahl einer Schutzhülle fürs Fahrrad kann dies ebenfalls eine Rolle spielen, da sich je nach Anteil dunkler Farben bei der Abdeckung an heißen Tagen sowohl die Lenkergriffe als auch der Sattel unterschiedlich schnell aufheizen und bei Hautkontakt für schmerzvolle Erfahrungen sorgen können. Inwieweit dies bei Ihrem Fahrrad zutrifft, können Sie auch in einem persönlichen Fahrradschutzhüllen-Test herausfinden.

2.2. Abmessungen und Verwendungsmöglichkeiten

Ohne Fahrradhülle drohen Ihrem Fahrrad Rost und Lackschäden. Wie unser Fahrradschutzhüllen-Vergleich gezeigt hat, bieten die meisten Fahrradabdeckungen Schutz für mindestens ein Fahrrad, wobei es auch Ausführungen gibt, die beispielsweise zwei Fahrräder beherbergen können. Bei einer durchschnittlichen Länge von 180 cm bis mehr als 240 cm können einige Fahrradplanen dieser Herausforderung jedoch nicht gewachsen sein. Bei der Planenhöhe variieren die Angaben zwischen ca. 70 cm und mehr als 110 cm. Bei Ausführungen unter einem Meter ist so z. B. ein 28-Zoll Fahrrad unter Umständen nicht komplett bedeckt und der untere Felgenabschnitt bleibt sichtbar.

Welche Mindestmaße die Schutzhülle für den jeweiligen Einsatzzweck haben sollte, erfahren Sie in unserer Übersicht:

Schutzhülleneignung Benötigte Abmessungen (L x B x H)
ein 28-Zoll Fahrrad min. 180 cm x 60 cm x 90 cm
zwei 28-Zoll Fahrräder min. 210 cm x 70 cm x 120 cm
ein Elektrofahrrad min. 230 cm x 60 cm x 90 cm

Tipp: Je nach Art und Eignung der Fahrradgarage können Sie auch als Motorrad- oder E-Bikebesitzer von der Hülle profitieren. Achten Sie dabei immer auf die Maße der Schutzabdeckung, damit diese auch genügend Platz für ein Motorrad bietet.

Darüber hinaus bieten einige Schutzhüllenmodelle einen Transportschutz fürs Fahrrad. Das bedeutet, dass das Fahrrad abgedeckt etwa auf einer Anhängerkupplung transportiert werden kann, welche wiederum auf dem Heckträger des Pkw oder Wohnmobils zu befestigen ist. Der Transportschutz verhindert nun, dass die Abdeckung während der Fahrt weggeweht werden kann.

2.3. Material- und Verschlussoptionen

Damit Ihr Fahrrad auch bei Wind und Regen wasserdicht bleibt, werden Fahrradschutzhüllen oftmals mittels Gürtelschnallen mit Klick-System befestigt. Fahrradschutzhüllen sind grundsätzlich aus Kunststoff gefertigt - neben Polyester und PVC kann dabei auch Nylon zum Einsatz kommen. Polyester und PVC sind besonders in puncto Stabilität und Reißfestigkeit zu empfehlen. Nylon mag zwar auch gute Schutzeigenschaften zu bieten haben, weist Wasser allerdings schlechter als die anderen Kunststoffverbindungen ab.

Das Gewicht von Polyester- und Nylonabdeckungen liegt in einem Rahmen von ca. 300 g bis mehr als 600 g, wohingegen PVC-Abdeckungen auch schon mal zwei Kilogramm wiegen können. Wollen Sie sich nun für eine Verschlussart entscheiden, so liegt die Wahl zwischen einem Klettverschluss und einem Klicksystem mit Gürtelschnalle/n. Erstere kommt bei Fahrradplanen allerdings seltener zum Einsatz: Klettverschlüsse öffnen sich bei höheren Windgeschwindigeiten gern mal. Die Klick-Technik hingegen hält auch stärkeren Sturmböen stand.

3. Welche Fahrradschutzhüllen-Hersteller gibt es?

Eine günstige Fahrradschutzhülle kann mitunter auch effektiv vor witterungsbedingten Niederschlägen schützen. Zwar liegt von der Stiftung Warentest noch kein Fahrradschutzhüllen-Test vor, allerdings werden Sie nicht umhinkommen, sich für eine Marke bzw. einen Hersteller zu entscheiden, wenn Sie Ihren persönlichen Fahrradschutzhüllen-Testsieger küren möchten. Neben renommierten Marken wie dem 1942 gegründeten schwedischen Hersteller Thule, der besonders für die Herstellung von Gepäckträgern sowie Dachboxen bekannt ist, empfehlen wir Ihnen aber auch weniger bekannte Marken, die ebenfalls qualitiativ hochwertige Produkte bieten.

Eine Fahrradabdeckung, auch Fahrradschutzhülle genannt, ist eine speziell angefertigte Hülle, die dazu dient, Ihr Fahrrad vor den Elementen zu schützen. Eine Fahrradabdeckung funktioniert durch das Bereitstellen einer Schutzschicht über Ihr Fahrrad. Sie wird in der Regel über das gesamte Fahrrad gestülpt und kann durch verschiedene Mechanismen, wie z.B. elastische Bänder, Schnallen oder Reißverschlüsse, befestigt werden, um einen sicheren Halt zu gewährleisten.

Eine Fahrradabdeckung bietet viele Vorteile. Sie schützt das Fahrrad vor Wettereinflüssen, verhindert Rost und Korrosion, bewahrt die Farbe und das Aussehen des Fahrrads und reduziert die Notwendigkeit der Reinigung. Darüber hinaus kann sie dazu beitragen, Diebstahl zu verhindern, da sie das Fahrrad weniger auffällig macht.

Es gibt verschiedene Arten von Fahrradabdeckungen, die auf verschiedene Bedürfnisse und Fahrradtypen zugeschnitten sind. Beim Kauf einer Fahrradabdeckung sollten Sie auf die Größe der Abdeckung achten, um sicherzustellen, dass sie zu Ihrem Fahrrad passt. Überprüfen Sie, ob die Abdeckung über ein sicheres Befestigungssystem verfügt und einfach zu bedienen ist.

Bekannte Hersteller:

  • Thule: Bekannt für die Herstellung von hochwertigem Fahrradzubehör, einschließlich langlebiger und widerstandsfähiger Fahrradabdeckungen.
  • Fiamma: Produziert eine Reihe von Fahrradabdeckungen, die für verschiedene Fahrradtypen und Wetterbedingungen geeignet sind.
  • Hindermann: Bietet eine Auswahl an Fahrradabdeckungen, die sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich geeignet sind.
  • Pro Bike Tool: Bekannt für die Herstellung von robusten Fahrradabdeckungen mit einzigartigen Eigenschaften wie einem Diebstahlschutz-Design.
  • Ohuhu: Ein umweltfreundlicher Hersteller, der nachhaltige Fahrradabdeckungen produziert.

Internet vs. Fachhandel: Obwohl Sie Fahrradabdeckungen im Fachhandel kaufen können, bietet das Internet eine breitere Auswahl an Marken und Modellen, oft zu günstigeren Preisen. Online-Shopping ermöglicht es Ihnen auch, Kundenbewertungen zu lesen und das beste Produkt für Ihre Bedürfnisse zu finden.

Die Verwendung einer Fahrradabdeckung kann die Lebensdauer Ihres Fahrrads verlängern und seine Leistung verbessern. Sie schützt Ihr Fahrrad vor Wettereinflüssen, reduziert die Notwendigkeit der Reinigung und kann dazu beitragen, Diebstahl zu verhindern.

Um die Langlebigkeit Ihrer Fahrradabdeckung zu gewährleisten, sollten Sie sie regelmäßig reinigen, vorzugsweise mit warmem Wasser und einer milden Seife. Vermeiden Sie aggressive Reinigungsmittel, die das Material beschädigen könnten. Lassen Sie die Abdeckung nach der Reinigung vollständig trocknen, bevor Sie sie wieder auf das Fahrrad legen.

Stellen Sie sicher, dass Ihr Fahrrad sauber und trocken ist, bevor Sie die Abdeckung auflegen. Die Abdeckung sollte das Fahrrad vollständig bedecken und sicher befestigt werden, um zu verhindern, dass sie bei starkem Wind wegweht.

Das hängt vom Material der Abdeckung ab. Einige Abdeckungen sind maschinenwaschbar, während andere nur per Hand gewaschen werden dürfen.

Das hängt von der Nutzung ab. Wenn Sie keine Fahrradabdeckung verwenden können oder wollen, gibt es einige Alternativen. Dazu gehören die Aufbewahrung Ihres Fahrrads in einem Schuppen oder einer Garage, die Verwendung eines Fahrradzelts oder einer Fahrradgarage oder einfach das Unterstellen Ihres Fahrrads unter einem Überdach.

Fahrradschutzhüllen im Test

Fahrradschutzhüllen sind nicht nur in Herbst und Winter ein wichtiges Hilfsmittel, um die teuren Fahrräder und E-Bikes zu schützen. promobil hat neun Modelle im Test.

Schutzhüllen für Fahrräder sind vor allem sinnvoll für alle, die ihre Räder oder E-Bikes am Heck des Wohnmobils, Wohnwagens oder Campingbusses transportieren.

Manchmal muss man erst Lehrgeld bezahlen, bevor man ein Problem als solches wahrnimmt - und in diesem Falle erkennt, wozu es Fahrradschutzhüllen gibt. So geschehen bei einer Wohnmobiltour im Winter und ihren Folgen. Mit zwei E-Bikes am Heck ging es knapp 2.000 Kilometer kreuz und quer durch Deutschland. Die Fahrräder wurden ungeschützt auf dem Heckträger transportiert.

Wozu braucht man Fahrradschutzhüllen?

Salzfilme und Rost entstehen, wenn im Winter keine Schutzhülle genutzt wird. Nach der Rückkehr herrschten einige Zeit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. So blieben die Fahrräder erst einmal ungenutzt - und ungeputzt - in der Garage, damit sie wenigstens etwas wärmer stehen und abtrocknen können. Das Resultat ist auf dem Bild oben gut zu sehen. Neben einem weiß auskristallisierten Salzfilm auf den schwarzen Lackteilen waren viele Stellen zudem von Rost befallen.

Also muss eine Schutzhülle her - aber welche nehmen? Bei der Auswahl gilt es, grundsätzlich zwischen zwei Hüllenarten zu unterscheiden: Modellen, die für die gängigen Heckträger geeignet sind, und solchen, die für die immer beliebteren Anhängerkupplungsträger passen. Notwendig ist die Unterscheidung wegen der Art der Fahrradbefestigung.

Kupplungsträger

  1. Hindermann Universal Zwoo
    • Testergebnis: 32 von 40 Punkten
    • Testurteil: Guter Feuchtigkeitsschutz. Mit Warntafeltasche, aber ohne Aufbewahrungstasche und Spanngurte. Expander müssen selbst eingezogen werden. Reflexionsstreifen. Montage am Pkw nicht gestattet.
    • Preis: 81,00/62,99 Euro
  2. Fritz Berger Fahrradschutzhülle Deichsel 300D - promobil Kauftipp
    • Testergebnis: 28 von 40 Punkten
    • Testurteil: Bleibt im Wassersäulentest etwas hinter den Herstellerangaben zurück, hat aber trotzdem einen guten Feuchtigkeitsschutz. Zusätzlich mit zentralem Spanngurt mit Klickverschluss. Überschüssiges Raffband muss sicher verstaut werden.
    • Preis: 19,99 Euro
  3. Fiamma Bike Cover Caravan
    • Testergebnis: 18 von 40 Punkten
    • Testurteil: Hülle hat im neuwertigen Zustand beim Drucktest einer Wassersäule von 3.000 mm standgehalten - sehr gut. Überschüssiges Raffband muss sicher verstaut werden.
    • Preis: 52,70/47,20 Euro
  4. Obelink XL-Fahrradschutzhülle Heck
    • Testergebnis: 15 von 40 Punkten
    • Testurteil: Sehr weite Hülle passt auch für Mountainbikes, erfordert aber separate Spanngurte. Nur wasserabweisend, kein guter Feuchtigkeitsschutz. Überschüssiges Raffband muss sicher verstaut werden.
    • Preis: 22,95 Euro

Fahrradschutzhüllen für Heckträger

  1. Hindermann Concept Zwoo - promobil Testsieger
    • Testergebnis: 34 von 40 Punkten
    • Testurteil: Guter Feuchtigkeitsschutz. Mit Warntafeltasche, aber ohne Aufbewahrungstasche und Spanngurte. Expander müssen selbst eingezogen werden. Reflexionsstreifen. Montage am Pkw nicht gestattet.
    • Preis: 102,00/84,99 Euro
  2. Thule Bike Cover Black
    • Testergebnis: 28 von 40 Punkten
    • Testurteil: Bleibt im Wassersäulentest etwas hinter den Herstellerangaben zurück, hat aber trotzdem einen guten Feuchtigkeitsschutz. Besondere Textur des Stoffes. Warntafeltasche mit Entlüftung gegen Beschlagen.
    • Preis: 105,00/94,50 Euro
  3. Fritz Berger Fahrradschutzhülle Heck 300D - promobil Kauftipp
    • Testergebnis: 23 von 40 Punkten
    • Testurteil: Bleibt im Wassersäulentest etwas hinter den Herstellerangaben zurück, hat aber trotzdem einen guten Feuchtigkeitsschutz. Für fünf Euro mehr auch mit Warntafeltasche erhältlich.
    • Preis: 24,99 Euro
  4. Fiamma Bike Cover S
    • Testergebnis: 21 von 40 Punkten
    • Testurteil: Guter Feuchtigkeitsschutz. Tasche für Warntafel. Fiamma empfiehlt die Verwendung ausdrücklich nur an Heckträgern, bei denen die Fahrräder seitlich nicht über den Aufbau hinausragen.
    • Preis: 57,10 Euro
  5. Obelink Luxus-Fahrradschutzhülle Heck
    • Testergebnis: 19 von 40 Punkten
    • Testurteil: Bietet kaum Schutz vor Feuchtigkeit, bereits bei einer Wassersäule von 500 mm wird die Hülle undicht. Warntafeltasche integriert. Für drei Euro weniger auch ohne Klarsichttasche erhältlich.
    • Preis: 22,95 Euro

Unterschiedliche Trägertypen brauchen spezielle Planen

Beim Heckträger sind die Trägerholme und Greifarme seitlich vom Fahrrad platziert, deshalb muss die Öffnung der Hülle auch zur Heckwand hin zeigen. Beim Kupplungsträger befindet sich die Hüllenöffnung unten. Rundum geschlossene Hüllen für den Heckträger sind deshalb auch eher die Ausnahme. Anders bei Kupplungsträgern, bei denen das Hauptrohr, an dem die Fahrradgreifarme befestigt sind, komplett mit unter der Plane verschwindet.

Bei der Montage auf einem Kupplungsträger ist es wichtig, dass die Rückleuchten und das Zusatz-Kennzeichen nicht verdeckt werden.

Für die Hüllenauswahl kann es außerdem eine Rolle spielen, ob der Heckträger für die Rückwand eines aufgebauten Reisemobils oder die Hecktüren eines Kastenwagens ausgelegt ist. Hecktürträger sind meist asymmetrisch gebaut, weil sie sich vor allem an den Scharnieren einer Türseite abstützen. Deshalb ist das Überstülpen einer Hülle hier schwieriger. Anders gesagt: Alles, was am Kastenwagen passt, wird auch am aufgebauten Wohnmobil keine Probleme bereiten. Deshalb wurde der Praxistest auch an einem Kastenwagenträger durchgeführt.

Unterschiedliche Planen für die unterschiedlichen Fahrradtypen

Ein E-Mountainbike und ein Gravelbike sollten als Testräder dienen. Bei Ersterem funktionierte das Überstülpen der Plane allerdings nur teilweise, brachte dabei aber eine wichtige Erkenntnis: Besitzer von E-Mountainbikes sollten beim Hüllenkauf genauestens auf die Maße ihres Fahrrads und der Plane achten, sonst kann es zu folgenden Komplikationen kommen:

Erstens passt der breite Lenker häufig nur gedreht unter die Plane, zweitens ist sie oft auch nicht groß genug für den langen Radstand des Bikes. Probleme kann zudem ein anderer Punkt bereiten: Normale Trägerschienen sind nicht selten zu schmal für die breite Offroadbereifung. Vor diesem Hintergrund ist es sehr ärgerlich, dass nicht alle Hersteller Größenangaben zu ihren Schutzhüllen machen.

Das Überziehen der ausladenden Schutzhüllen gelingt am besten zu zweit, denn diese bleiben sehr leicht an Lenkerenden, Pedalen oder anderen vorstehenden Fahrradteilen hängen und können eventuell auch Schaden nehmen. Wegen der geringeren Anbauhöhe gelingt das Anbringen der Hülle bei Kupplungsträgern natürlich sehr viel einfacher als bei höher hängenden Heckträgern. Bleibt die Hülle bei Letzterem irgendwo hängen, kommt man oft nur mit Besenstiel oder Fußbank weiter.

Bei den Abmessungen der Hüllen verfolgen die Hersteller unterschiedliche Philosophien. Während die Kupplungsträger hüllen von Fiamma und Fritz Berger relativ straff sitzen, sind die Planen von Hindermann und Obelink sehr großzügig geschnitten. Das erleichtert zwar das Überziehen auch über längere Bikes, verlangt aber im Nachgang nach zusätzlicher Sicherung mit Spanngurten, damit lose Planenteile nicht zu sehr im Wind flattern.

Wegen der Windlast gibt Fiamma auch vor, dass die Fahrräder nicht über das Heck hinausragen dürfen. Hindermann empfiehlt generell ein Maximaltempo von 90 km/h. Etwas knausrig erscheint in diesem Zusammenhang allerdings, dass für die ansonsten überzeugenden Hindermann-Hüllen, die ohnehin in der gehobenen Preiskategorie liegen, die notwendigen Spannriemen separat gekauft werden müssen. Gleiches gilt für die Aufbewahrungstaschen, die alle anderen Hersteller mit beilegen.

Spannen und Raffen

Grundsätzlich lassen sich alle vier Kupplungsträgerhüllen an der offenen Seite zusammenraffen. Drei von vier nutzen dafür einen Kordel- oder Raffzug in einem Hohlsaum am Rand der Schutzhülle. Fritz Berger ergänzt diesen zusätzlich um ein Spannband, das unter den Fahrrädern hindurch verschlossen wird und so als zusätzlicher Schutz vor dem Wegfliegen der Hülle dient.

Die Ausnahme bei den Kupplungsträgerhüllen ist die Universal Zwoo von Hindermann, die einen Expander im Saum vorsieht. Dieser muss allerdings vor der ersten Nutzung mühsam selbst in den Hohlsaum gepfriemelt werden.

Material der Schutzplanen

Punkten kann die Universal Zwoo dagegen mit einer exzellenten Materialqualität, zwei reflektierenden Nähten und einer soliden Warntafeltasche, die sie als einzige Kupplungsträgerhülle mitbringt. Hintergrund: In Italien und Spanien sind jeweils rot-weiß-gestreifte Warntafeln an überstehender Ladung Pflicht.

Bei den Heckträgerhüllen verzichtet außer Fritz Berger kein Hersteller auf den durchsichtigen Warntafel-Einschub. Unterschiede gibt es dabei in Form von Belüftungsöffnungen gegen Beschlagen oder wasserdichten Verschlüssen. Die günstige Obelink-Variante hat keines von beiden. Dauerhaft volllaufen dürfte die Tasche dennoch nicht, da das Material lediglich wasserabweisende Eigenschaften aufweist; der Suter-Test bescheinigte der Tasche die niedrigste Wassersäule im gesamten Testfeld.

Damit wird die Tasche zwar bei Starkregen durchnässt, sollte dann aber auch wieder abtrocknen können. Apropos Suter-Test: Die Schutzhüllen von Fritz Berger und Thule ließen in unserem Testaufbau bereits vor den vom Hersteller angegebenen 3.000 Millimetern Wassersäule einige Tropfen durch. In der Praxis dürfte das allerdings keine große Rolle spielen, da sie mit 2.000-2.500 mm Wassersäule immer noch relativ hohe Dichtigkeit aufweisen.

In vier von fünf Heckträgerhüllen sorgen Expander im Hohlsaum am Planenrand für das Zusammenraffen. Ein kleiner Nachteil der ansonsten praktischen Lösung: Die Schutzkappen an den Hakenspitzen gehen meist schon nach wenigen Anwendungen verloren. Dann heißt es besonders aufpassen, um keine Kratzer an Fahrrad oder Träger oder gar Löcher in der Hülle zu verursachen.

Ganz ohne Expander oder Raffschnur kommt die Concept-Zwoo-Hülle von Hindermann aus. Sie ist zudem die einzige im Testfeld, die Fahrräder und Heckträger komplett umschließt und damit auch den besten Schutz bietet. Möglich wird das durch eine Klettleiste, die vor dem Beladen mit den Fahrrädern über die Trägerschienen geführt wird.

Anschließend lassen sich mit vier Reißverschlüssen an der Hüllenrückseite zwei Löcher öffnen, durch die die Fahrradgreifarme ins Innere der Schutzhülle geführt werden. Klingt kompliziert und ist es in Teilen auch - zumindest bis die notwendigen Handgriffe einmal sitzen.

Sobald die Hülle am Träger montiert ist, werden die Fahrräder durch die große Frontöffnung aufgeladen und die Vorderseite mittels Reißverschluss verschlossen. Unter den anderen vier Heckträgerschutzhüllen ähneln sich die Modelle von Fritz Berger, Fiamma und Obelink auffallend.

Bei genauerem Hinsehen hat die Fritz-Berger-Variante in diesem Trio aber die Nase vorn. Schiefe Nähte oder andere Schwachstellen sind hier kaum zu entdecken. Das Thule-Like-Cover spannt sich in unserem Test relativ straff um die Fahrräder, wie im Bild oben zu erkennen.

In solchen Fällen sind Schoner eine gute Ergänzung, die zwischen Hülle und Fahrrad platziert Reibungsschäden vermeiden. Überzeugt haben uns beim Thule-Cover das leichte, aber robuste Material sowie der hilfreiche Gummizug zwischen den Enden des Expander-Tunnelzugs vorn und hinten. Allerdings ist die Thule-Hülle auch das teuerste Produkt in diesem Test.

Wassersäulentest

Die Wasserdichtigkeit entscheidet wesentlich darüber, wie gut eine Hülle die Fahrräder schützt. promobil prüfte diese Eigenschaft mit dem Suter-Test, den wir dank der Unterstützung aus der Outdoor-Redaktion durchführen konnten. Für den Test wird die Plane in die Test-Apparatur eingespannt und auf definierter Fläche mit steigendem Wasserdruck belastet. 0,1 bar entsprechen dabei einer Wassersäule von 1000 mm. Der Druck wird alle zwei Minuten gesteigert.

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