Es sind Bilder, die ein Werbefilm für das unbeschwerte urbane Mobilsein nicht schöner inszenieren könnte: blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, frühlingshafte 17 Grad - und eine Schar von Radfahrern, die vom Radweg an der Isar Richtung Münchener Innenstadt abbiegt. Jeder einzelne mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht. Viele auf einem schlicht wie stylischen Urbanbike unterwegs. Mehr braucht es an solchen Apriltagen in der Großstadt nicht.
Doch der nächste Montagmorgen kommt bestimmt - und der Weg zur Arbeit sowie Stadtalltag wird dem Lieblingsgefährt eine Vielzahl an Fähigkeiten, praktischer Handhabung und Wetterbeständigkeit abverlangen.
Vielfalt der E-Bike-Typen
Die Vielfalt auf dem E-Bike-Markt ist riesig. Fast jeder Fahrradtyp - vom klassischen Tiefeinsteiger bis hin zum Lastenrad - wird mittlerweile auch mit Elektromotor angeboten.
Die maßgeblichen Kategorien sind:- Trekking-E-Bike: Die beliebtesten Modelle für erholsame Fahrrad-Touren in der Natur. Hier kommt es auf Komfort und Reichweite an, sowie den Transport von Ausrüstung auf dem Gepäckträger.
- E-Mountainbike: Für sportliche Fahrten auf Feldwegen und Waldpfaden vorgesehen, robust und gut gefedert. Der Motor muss starke Steigungen bewältigen, die Reichweite ist eher Nebensache.
- City-E-Bike: Für die Stadt gedacht, wo es keine großen Hindernisse zu bewältigen gilt und eine große Reichweite nicht im Fokus steht. Hauptaspekt ist der Komfort und das Zubehör, das Sie in der Stadt benötigen, beispielsweise einen Gepäckträger.
- SUV/Allroad-E-Bike: Vereinen die Vorzüge aller Typen: die Federung und Sportlichkeit der E-MTBs, die Ausdauer der Trekking-Bikes und den Komfort der City-Bikes.
- Crossover-E-Bike: Eine Mischung aus Trekking- und Mountainbike, tendieren jedoch meist mehr in Richtung E-MTB und haben daher keine straßenverkehrstaugliche Ausstattung.
- E-Lastenrad: Ermöglichen den Transport von Lasten mit einem besonders kräftigen Motor und großem Akku.
- E-Klapprad: Kompakte Falt- oder Klappräder, die besonders leicht sind und sich gut verstauen lassen.
- E-Rennrad/Sport-E-Bike: Unterstützen beim Anlauf und sind leicht, wobei der Komfort zweitrangig ist.
- S-Pedelec bis 45 km/h: Hier schaltet der Motor erst bei Geschwindigkeit 45 km/h ab, benötigt einen Führerschein der Klasse AM und einen Helm.
Komponenten und Technik
Wie breitbandig Pendelalternativen mittlerweile ausfallen, demonstriert Vello mit seinem Lastenrad Sub Titan aus entsprechendem Rahmenmaterial und sehr kraftvollem Bosch Cargo Line-Aggregat, das mit beachtlichem knapp 27-kg-Gewicht zeigt, wie leichtfüßig und stilvoll täglicher Lasten- oder Kindertransport durch die Stadt sein kann.
Werden die Strecken überwiegend in der Ebene zurückgelegt, kann die Entfaltung der Gangschaltung geringer ausfallen. Bulls und Winora verbauen die Nexus 8 bzw. 5 Nabenschaltung von Shimano mit ordentlichen Übersetzungsbereichen von 263 bzw. 307 Prozent. Etwas darüber (bis 380 Prozent) liegt die stufenlos und ebenfalls per Drehgriff schaltende Enviolo (Stevens). Die mit 554 Prozent am breitesten übersetzende und per Knopfdruck über Funk die Gänge wechselnde Nabenschaltung sitzt mit der 3×3 Nine in Vellos Sub Titan.
Die drei Kettenschaltungen mit naturgemäß größerer Entfaltung für anspruchsvollere Anstiege und sportivere Tempofahrten finden sich am Crivit (Shimano Tourney), Momentum (Shimano Deore) und Ampler (Microshift) wieder.
Das Gros der Testräder kommt statt Kette mit einem Riemenantrieb daher. Gekapselte Nabenschaltungen haben hier außerdem auch den Vorteil, stets frei von Schmutz und Nässe zu bleiben.
Die Wahl des verbauten Motorentyps hängt natürlich maßgeblich mit der gewählten Schaltungsvariante zusammen beziehungsweise umgekehrt. In unserem Pendler-Testfeld dominiert der Heckmotor (sieben) gegenüber dem Mittelmotor (vier) recht klar.
Grundsätzlich gilt bei der Entscheidungsfindung: Direkt in der Hinterradnabe sitzende Aggregate bringen ihre Kraft effizienter und direkter auf die Straße, da diese eben nicht mittels Kette oder Riemen erst auf das Hinterrad übertragen werden muss.
Während Coboc und Ampler im Test auf eigene Entwicklungen setzen, ist der schwäbische Antriebshersteller Mahle mit seinem X20 (Urwahn) sowie X30 (Desiknio) gleich doppelt vertreten. Je einmal verbaut sind Aggregate von Mivice (Tenways), Ananda (Crivit) und Bafang (als Sync Drive Move im Momentum). Alle eint, dass sie mit vergleichsweise geringen Akku-Kapazitäten von 236 bis 360 Wattstunden ordentlich Strecke von über 50 km machen können. Ausnahme Tenways: beim Niederländer fährt eine satte Stromreserve von 475 Wh mit, was ein Wiederaufladen erst nach etwa 70 km erfordert.
Alle vier im Test vertretenen Mittelmotoren stammen von Marktführer Bosch. In den Bikes von Bulls, Stevens und Winora werkelt mit dem Performance Line SX der Leichtmotor der Schwaben, der sich je aus einer 400-Wh-Batterie speist. Alle drei Testräder sind so konzipiert, dass tägliche Pendelfahrten problemlos auch um ausgedehnte Feierabendrunden ergänzt werden können.
Anders als bei E-Bikes für Wochenendtouren und mehr wird bei Pendlerbikes der Fahrkomfort etwas überschaubarer in den Fokus genommen und die Schwerpunkte beispielsweise auf geringeres Gewicht gelegt.
Nachvollziehbar und logisch, sind die Strecken in der Regel deutlich kürzer und die gewünschten Fahreigenschaften in urbaner Enge von einem hohen Maß an Agilität und direkter Kraftübertragung geprägt.
Auf Carbon als gewichtsreduzierteren und noch steiferen Gabel-Werkstoff setzen Coboc und Urwahn.
Einfach gehaltene Federgabeln finden sich an den beiden günstigsten Testbikes von Crivit (1199 Euro) und Tenways (1899 Euro) wieder. Apropos Winora: Mit einer absenkbaren sowie gefederten Sattelstütze finden wir hier ein absolutes Komfort-Testunikum vor - was zwar als sehr praktisches, aber keinesfalls zu erwartendes Pendlerbike-Bauteil zu betrachten ist.
Weiter nehmen wir im Testverlauf positiv zur Kenntnis, dass reduzierter Fahrkomfort über großzügige und demnach angemessene Reifenbreiten von 47 (Ampler) bis gar 62 mm (Winora) kompensiert wird. Urbanbiketypisch schmaler geht es bei Urwahn (42 mm) zu.
Beim Stichwort Komfort fällt unser Augenmerk auch auf die Lenkerausstattung. Genauer: die Wahl der Griffe, wo sich sicher in der Hand liegende sowie stoßabsorbierende Flossengriffe als sehr willkommene Wahl, auch an Pendlerbikes, erweisen. Mit wenigen Ausnahmen erfüllen die Hersteller hier unsere Anforderungen.
Die meisten Radunfälle geschehen, wenig überraschend, in den Innenstädten, wo das Verkehrstreiben am dichtesten und folglich unübersichtlichsten ist. Daher müssen Pendlerbikes in puncto Sicherheitsvorkehrung am bestmöglichsten ausgestattet sein - allem optisch vielleicht hier und da stilvoller erscheinendem Purismus zum Trotz. Unsere elf Testräder weisen hier keine eklatanten Schwächen auf.
Als durchaus bemerkenswert ist hier die für einen Tiefeinsteigerrahmen hohe Steifigkeit des Desiknio zu nennen. Aber auch der zweite Test-Tiefeinsteiger (Tenways) erfüllt diesbezüglich unsere Sicherheitsansprüche.
Ausgestattet mit einer sich aus dem Strom des E-Bike-Akkus speisenden Lichtanlage sind, mit Ausnahme des Momentum, alle Testräder. Coboc und Urwahn warten hier beispielsweise mit schicken Rücklicht-Integrationen in die Sattelstütze auf. Ein hohes Sicherheitsplus liefert die Supernova-Lichtanlage am Vello, die mit einer Bremslichtfunktion den rückwärtigen Verkehr vorwarnt.
E-Bike Tests und Auszeichnungen
Das Atlas Vario wurde im ElektroRad E-Bike Test 2022 mit der Bestnote „Sehr gut“ und "Empfehlung" ausgezeichnet. QWIC hat einen weiteren internationalen Designpreis gewonnen, dieses Mal wurde das Atlas mit dem German Design Award 2022 ausgezeichnet. Im Deutschen E-Bike Test 2021 von ElektroRad wurde das Atlas zum Kauftipp 2021 gekürt.
Das QWIC Atlas wurde von ElektroBike mit der hervorragenden Bewertung 'Sehr gut' versehen. Besonders die Motorstärke, die Reichweite, die Fahrsicherheit und die Agilität des Atlas wurden sehr geschätzt.
Elf solcher Trekking-Räder mit integrierten Akkus hat die Stiftung Warentest im E-Bike-Test 2024 geprüft. Die Räder kosten zwischen 1 100 und 4 500 Euro. Gute kosten ab rund 3 200 Euro. Die Stiftung Warentest hat 2024 elf Trekking-E-Bikes getestet, darunter Modelle von Cube, Kalkhoff und KTM.
Testkriterien und Prüfverfahren
Im Prüflabor testeten wir etwa, ob die E-Bikes alle Sicherheitsanforderungen einhalten und wie gut Akku, Motor und Display spritzwassergeschützt sind. Tipp: Sparen Sie nicht an einem sicheren Fahrradschloss!
Im Prüflabor messen wir die Bremskraft der E-Bikes - die Modelle mit Scheibenbremsen meistern die Prüfung ohne Probleme. Wir prüften, ob die Bremsen in Anlehnung an Din EN 15194:2018-11 ein Gesamtgewicht von 150 Kilogramm schnell genug abbremsen.
Mit Akkus und Ladegeräten führten wir in Anlehnung an die Din EN 60335-1:2020 sowie 62133-2:2017 etwa Glühdraht- und Kurzschluss- sowie Strahlwasserprüfungen in Anlehnung an die Din EN 60529:2014 Schutzart IPX5 durch.
Im Prüfpunkt weitere Sicherheitsaspekte bewerteten wir etwa, ob die Pedal-Bodenfreiheit groß genug und die CE-Erklärung korrekt ist.
Kaufberatung
Was sie eint, ist, neben einer alltagstauglichen Vollausstattung oder deren Anbau-Option (Momentum), dass sie allesamt das Zeug haben, öffentliche Verkehrsmittel und vor allem das Auto auf dem Weg zur Arbeit durch die Stadt zu ersetzen.
Für Ihre Kaufentscheidung legen wir Ihnen ans Herz, die bevorstehenden Fahrstrecken und deren Beschaffenheiten und Distanzen sehr genau vorab zu kennen. Aus unseren elf Testberichten lesen Sie jedenfalls präzise heraus, für welchen Einsatzzweck sich die Räder optimal eignen - und für welchen nicht.
Frank Aeschbacher, CCO von m-way, gibt praktische Tipps für den Kauf eines E-Bikes.
Die Läden sind voll mit unterschiedlichsten E-Bike-Modellen - da fällt die Auswahl nicht immer leicht.
E-Bikes sind nicht unbedingt ein Schnäppchen - gute Beratung und hervorragender Service sollten daher im Preis inbegriffen sein.
Der Jahrgang 2025 bringt einige technische Neuerungen zur Serienreife. Ganz oben auf der Innovationsliste: die Automatik-Schaltung.
Viele Fahrradbauer nehmen vermehrt den Budget- und mittelpreisigen Sektor in den Fokus. Die größte Zahl an Testrädern sind und bleiben allerdings die Mittelklasseräder im Preissegment zwischen 3000 und 5000 Euro.
Mit dem neuen Testschema hält auch eine neue Unterkategorie Einzug in den GERT: Trekking-Light. Denn diese Klasse war vor wenigen Jahren eine Nische, wird inzwischen aber immer wichtiger.
Und doch bleibt das klassische Trekkingrad mit großem Akku, kraftvollem Motor und vielseitiger Alltagsausstattung das beliebteste Pedelec in Deutschland.
Weiterhin ihren Platz hat zudem natürlich die Klasse der Trekkingräder, die von allem ein bisschen mehr bieten wollen - der Einfachheit halber nennen wir sie SUV.
Mit den Testrädern in fünf Unterkategorien folgen die Stadträder. Diese Klasse ist noch einmal deutlich vielseitiger als die Trekking-Kategorie.
Die Klasse City-Standard (als vergleichbare Gruppe zu Trekking-Standard, früher schlicht Stadträder genannt), sind klassische „Brot-und-Butter-Räder“, im positivsten Sinne.
Urbanbikes sind oft etwas leichter und wendiger als die Standard-Modelle. Kompakträder punkten vor allem durch ihr unnachahmliches Handling, sind aber auch extrem vielseitig. Unsere Falträder im Test sind extrem unterschiedlich. Fatbikes sind ebenso dabei wie wahre Pendler-Wunderräder.
E-Bike-Trends 2025
- Leichtere Systeme: Der Trend geht klar zu Light-E-Bikes mit kleinerem Akku und Motor - weniger Gewicht, mehr Natürlichkeit beim Fahren.
- Smartere Technik: E-Bikes werden vernetzter - mit GPS-Tracking, Over-the-Air-Updates, Apps und Diebstahlschutzfunktionen.
- Neue Motoren: Bosch & Co. bringen kompaktere, leisere und gleichzeitig leistungsfähigere Antriebe auf den Markt.
- Mehr Integration: Kabel verschwinden, Displays werden unsichtbarer - das Design wird cleaner, Technik tritt in den Hintergrund.
- Vielfalt für alle: Vom Citybike bis zum High-End-Gravel-E-Racer - fast jede Fahrradkategorie ist elektrifiziert, inklusive speziell abgestimmter Geometrien für Frauen, Senioren oder sportliche Fahrer.
Preisspanne
Bei einer Kaufpreisspanne von 1199 bis 8698 Euro bildet unser Testfeld ein sehr breites Spektrum an E-Bikes für tägliche Pendelfahrten durch die Stadt ab.
Die Preise für E-Bikes liegen immer noch auf einem hohen Niveau. Die Nachfrage ist groß und Lieferengpässe sorgen für eine weitere Verknappung des Angebots. Pedelecs für unter 1.000 Euro gibt es von Zeit zu Zeit als Aktionsangebote in Discounter-Märkten. Hier müssen Sie aber mit einem schwächeren Motor, einem kleineren Akku und anderen Einschränkungen rechnen. Unter den hochwertigen Marken-Modellen ist das Angebot unter 2.000 Euro nicht sehr groß. Für ein gutes E-Bike mit Qualitäts-Motor und hoher Haltbarkeit müssen Sie in der Regel mindestens 3.000 Euro ausgeben. Nach oben hin ist die Preisspanne offen, viele Top-Empfehlungen liegen zwischen 4.000 und 5.000 Euro.
Dies variiert jedoch je nach E-Bike-Typ. E-Mountainbikes sind in der Regel deutlich teurer als City-Bikes, während Trekking-Modelle preislich dazwischen liegen.
Tabelle: Auswahl von E-Bike Modellen und Eigenschaften
| Modell | Typ | Motor | Akku | Schaltung | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|
| Vello Sub Titan | Lastenrad | Bosch Cargo Line | - | 3x3 Nine Nabenschaltung | Kraftvoller Motor, stilvolles Design |
| Bulls | City | Bosch Performance Line SX | 400 Wh | Shimano Nexus 8 | Leichtmotor |
| Winora | City | Bosch Performance Line SX | 400 Wh | Shimano Nexus 5 | Leichtmotor, gefederte Sattelstütze |
| Stevens | Trekking | Bosch Performance Line SX | 400 Wh | Enviolo | Leichtmotor |
| Crivit | Trekking | Ananda | - | Shimano Tourney | Günstig |
| Momentum | City | Bafang (Sync Drive Move) | - | Shimano Deore | - |
| Ampler | City | Eigene Entwicklung | - | Microshift | - |
| Urwahn | Urban | Mahle X20 | - | - | Carbon Gabel |
| Desiknio | Urban | Mahle X30 | - | - | Tiefeinsteiger |
| Tenways | City | Mivice | 475 Wh | - | Hohe Stromreserve |
Verwandte Beiträge:
- Der Bike Profi Kassel: Ihr Top-Fahrradgeschäft für beste Bikes & Zubehör!
- Bikers Base Hannover: Dein BMX- und Fahrradparadies für Abenteuer & Style!
- Vorsicht bei Bökes Bikes Fahrradladen: Echte Erfahrungen & Warnungen vor Fake-Shops!
- Brünn Motorrad Rennstrecke: Ultimative Infos & Insider-Tipps für Motorsportfans!
- Roller Dreirad Kombination Test – Die Top Modelle im Vergleich für grenzenlosen Fahrspaß!
Kommentar schreiben