Im Winter und Herbst beeinträchtigen Dämmerung, Nebel oder Regen die Sicht für Rad- oder E-Bike-Fahrer erheblich. Reflektoren an der Kleidung und am Rad sowie grelle Farben tragen gut dazu bei, aber auch die richtigen Fahrradlichter ist wichtig. Wie gut Anstecklichter von Prophete, Büchel, Cosmic Sports, Sigma und Busch + Müller im Vergleichstest abgeschnitten haben, verrät der Artikel.
Mit Fahrradlampen E-Bikes und Fahrräder StVZO-konform ausstatten
Wer kein vorinstalliertes Licht an seinem Fahrrad oder E-Bike hat, ist verpflichtet, eins nachzurüsten, wenn er oder sie am Straßenverkehr teilnehmen möchte. Die Lichter brauchen nicht permanent mitgeführt werden, sie müssen aber einsatzbereit sein, wenn die Lichtverhältnisse dies erforderlich machen. Wer nachts ohne erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von bis zu 35 Euro rechnen.
Die Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (StVZO) besagt, dass jedes Rad mit einem weißen Vorder- und einem roten Rücklicht sowie passiver Beleuchtung ausgestattet sein muss. Ebenso ist vorgeschrieben, dass die Beleuchtungsstärke des Frontscheinwerfers mindestens zehn Lux im Abstand von zehn Metern beträgt. Zudem darf der Frontscheinwerfer mit Fernlichtfunktion ausgestattet sein, das Rücklicht darf eine Bremslichtfunktion haben.
Passive Beleuchtung
Zur passiven Beleuchtung zählen unter anderem Speichenreflektoren oder -sticks sowie Reflexstreifen am Reifen oder Felge. Außerdem sind ein weißer Reflektor vorne, ein roter Z-Rückstrahler hinten sowie gelbe Reflektoren an den Pedalen vorgeschrieben.
Fahrradlicht ist aber nicht gleich Fahrradlicht. Beim Kauf einer Fahrradlampe sollte man unbedingt darauf achten, dass das Licht mit einer K-Nummer versehen ist. Diese kennzeichnet die offizielle Zulassung des Kraftfahrt-Bundesamts. Hinter dem Buchstaben K folgt eine Welle samt Nummer.
Die richtige Montage der Fahrradlichter
Die Frontleuchte darf bei korrekter Einstellung den Gegenverkehr nicht zu stark blenden und muss ein gleichmäßiges Lichtfeld aufweisen. Der Nahbereich vor dem E-Bike sollte dabei gut ausgeleuchtet werden. Bei der Montage kann der Fahrradfahrer wie folgt vorgehen: Er markiert einen Punkt in zehn Meter Entfernung auf dem Boden. Auf diesen Punkt soll die hellste Stelle des Lichtkegels treffen - dann ist das Licht gut eingestellt.
Das Rücklicht muss mindestens 25 Zentimeter über dem Boden angebracht sein. Moderne Fahrradlichter, wie das LS 760 I-Go Vision von Trelock bieten dank eines integrierten Sensors Hilfe bei der Montage. Denn hier zeigen Balken an, ob das Licht zu hoch, zu tief oder richtig sitzt. Dem Fahrradfahrer stehen fünf Lichtstufen zur Verfügung, dabei bekommt er minutengenau die Akku-Restdauer angezeigt. In der höchsten Stufe mit einer Lichtstärke von 100 Lux kann eine Sichtweite von bis zu 120 Metern erreicht werden. Trelock bietet das Licht für 144,95 Euro an. Passend dazu gibt es das Rücklicht LS 740 für 29,99 Euro, welches mit einer Bremslichtfunktion ausgestattet ist. Dies ist gerade im Stadtverkehr hilfreich, damit Autofahrer die Geschwindigkeit von Radfahrern besser einschätzen können.
So hat IMTEST die Fahrradlichter getestet
IMTEST hat fünf Fahrradlichter als Set von Sigma, Busch + Müller, Büchel, Cosmic Sports und Prophete zwischen 46 Euro und 127 Euro getestet. Dabei wurde unter anderem die Lichtstärke im hellsten Punkt in zwei Meter Entfernung gemessen und verglichen. Zudem hat IMTEST getestet, ob die Lichter jeweils drei Stürze aus 1,20 Meter Höhe ohne Schaden überstehen und wie einfach das Anbringen und die Handhabung sind.
Testergebnisse im Überblick
Hier eine Zusammenfassung der Testergebnisse der einzelnen Fahrradlichter:
- Testsieger: Sigma Aura 100 / Blaze Link
- Kosten: knapp über 100 Euro
- Akkulaufzeit Frontlicht: knapp fünf Stunden (höchste Stufe)
- Ausstattung / Funktion: gut 1,7
- Licht / Beleuchtung: gut 2,1
- Fertigung & Montage: gut 2,4
- Service & Umwelt: gut 2,2
- PRO: Rücklicht mit Bremslicht, Automatikmodus für Helligkeit
- KONTRA: Bedienung anfangs kompliziert
- Imtest Ergebnis: gut 2,2
- 2. Platz und Preis-Leistungssieger: Prophete 100 Lux Beleuchtungsset
- Kosten: 45,99 Euro
- Ausstattung / Funktion: gut 1,7
- Licht / Beleuchtung: befriedigend 2,8
- Fertigung & Montage: gut 1,9
- Service & Umwelt: gut 2,3
- PRO: Werkzeuglose Befestigung mit Schraube, horizontal verstellbar
- KONTRA: Laut Hersteller nur gegen Spritzwasser geschützt
- Imtest Ergebnis: gut 2,3
- 3. Platz: Büchel Vail 100
- Kosten: 84,95 Euro
- Akkulaufzeit Rücklicht: über 14 Stunden
- Ausstattung / Funktion: gut 1,7
- Licht / Beleuchtung: gut 2,3
- Fertigung & Montage: befriedigend 2,9
- Service & Umwelt: gut 2,5
- PRO: Strahlkraft und Bremslichtfunktion des Rücklichts
- KONTRA: Laut Hersteller nur gegen Spritzwasser geschützt
- Imtest Ergebnis: gut 2,4
- 4. Platz: Busch + Müller Ixon Rock / Ixxi
- Kosten: knapp 127 Euro
- Akkulaufzeit Frontlicht: 2:20 Stunden (hellster Stufe)
- Akkulaufzeit Rücklicht: knapp 24 Stunden
- Ausstattung / Funktion: sehr gut 1,0
- Licht / Beleuchtung: befriedigend 2,6
- Fertigung & Montage: gut 2,5
- Service & Umwelt: gut 2,4
- PRO: Frontlicht als Powerbank nutzbar
- KONTRA: Teuerstes und schwerstes Set
- Imtest Ergebnis: gut 2,4
- 5. Platz: Knog Plug
- Kosten: 54,99 Euro
- Ausstattung / Funktion: mangelhaft 5,0
- Licht / Beleuchtung: ausreichend 4,4
- Fertigung & Montage: befriedigend 3,0
- Service & Umwelt: gut 2,2
- PRO: Klein und kompakt, zweigünstigstes Set
- KONTRA: Geringster Lux-Wert, komplizierte Montage
- Imtest Ergebnis: ausreichend 3,9
Weitere Fahrradlichter im Überblick
Während IMTEST fünf aktuelle Sets getestet hat, gibt es auf dem Markt noch weitaus mehr Angebote in unterschiedlichen Preisklassen, darunter sowohl Einzelprodukte als auch Front- und Rücklicht im Set.
- Prophete LED USB-Akku-Scheinwerfer: Das Frontlicht hat eine maximale Lichtstärke von 30 Lux, der Fahrradfahrer kann zwischen zwei Stufen wählen. Die Schnellspannerbefestigung ist für Lenkerdurchmesser von 22 bis 32 Milliemtern geeignet und werkzeugfrei montierbar. Laut Prophete hält der Akku bis zu 6,5 Stunden. Der Preis liegt bei 25,99 Euro.
- Decathlon RL 500 USB Wiederaufladbares Fahrradlicht-Set: Das Frontlicht von Prophete kostet 25,99 Euro. Das Rücklicht soll eine 180 Grad-Sichtbarkeit bieten. Das Set kostet 29,99 Euro. Laut Decathlon hat das Frontlicht eine Leuchtdauer von vier Stunden, das Rücklicht von sechs Stunden.
- Brixxi: Bremst der Radfahrer, soll das Licht um ein vielfaches heller leuchten als normal, macht er eine Vollbremsung, fängt es an zu pulsieren. Brixxi kostet 44,90 Euro.
- Rücklicht Brixxi: hat eine Notbremslichtfunktion. Macht der Radfahrer eine Vollbremsung, fängt das Licht an zu pulsieren.
- Busch + Müller IQ-XM Speed: Im Abblendbetrieb liegt die Lichtstärke bei 120 Lux, im Fernlichtmodus soll sie zusätzliche 170 Lux bieten. Der Akku wird extern per Klettband am Fahrradrahmen befestigt und liefert angegebene 4.600 Milliamperestunden. Der Preis: 299,90 Euro. Der Akku des Fronlichts IQ-XM Speed hat einen separaten Akkupack, der am Rahmen befestigt wird.
Unterschied bei der StVZO-Zulassung
Einfach die Lampe an den E-Bike-Lenker zu schrauben, reicht nicht aus. Um sich nachts mit dem E-MTB regelkonform im Straßenverkehr zu bewegen, gibt es ein paar Dinge mehr zu beachten. Zuerst muss die genutzte Lampe der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) entsprechen. Sie braucht also das deutsche Prüfzeichen - die K-Nummer.
Eine Helmlampe ist keine zugelassene (E-)Bike-Beleuchtung. Wer ohne oder mit einer nicht zugelassenen Lampe unterwegs ist, muss bei einer Kontrolle bis zu 35 Euro blechen. Noch schlimmer ist aber, dass man bei einem Unfall zumindest eine Teilschuld trägt.
Laut StVZO muss das Vorderlicht so angebracht sein, dass es entgegenkommende Verkehrsteilnehmer nicht blendet. Seit 2017 sind auch Lampen mit Fernlichtfunktion erlaubt - unter einer Bedingung: Das An- und Abschalten des Fernlichts erfolgt bei Gegenverkehr entweder automatisch oder lässt sich über einen Schalter am Lenker kontrollieren.
Die verkehrssichere Beleuchtung ist erst dann komplett, wenn auch ein Rücklicht am Bike brennt. Beide Leuchtvorrichtungen dürfen nicht blinken und müssen zwischen einer Höhe von 40 und 120 Zentimetern über dem Boden angebracht sein. Seitliche Reflektoren sind weiterhin Pflicht.
E-Bike Scheinwerfer mit Fernlicht im Test
Die Busch & Müller bildet im Abblend-Modus einen langen, breiten Lichtkegel mit Spot-Beleuchtung in der Ferne. Hier hat die Lampe die stärkste Strahlkraft. Die Meter vor dem Vorderrad und links und rechts des Weges bekommen nur gedimmt Licht ab. Mit dem Zuschalten des Fernlichts blickt der Fahrer deutlich weiter in die Ferne. Die seitliche Ausleuchtung leidet darunter. Enge Kurven leuchtet die IQ-XM zuverlässig aus - wenn auch nicht mit überragender Helligkeit. Gemessen am Preis ist die Verarbeitung eher bescheiden.
- Busch & Müller IQ-XM
- Preis: 199 Euro
- Fernlicht: Lumen gemessen: 770
- Abblendlicht: Lumen gemessen: 308
Die dicke Lezyne wirkt am E-MTB-Lenker wie die Lichtleiste auf dem Dach eines Rallye-Trucks. Sie leuchtet hell und weit. Fern- und Abblendlicht unterscheiden sich in ihrer Leuchtkraft kaum. Die Lichtbilder beider Helligkeitsstufen bestehen aus zwei Feldern, die ein klarer Dunkelstreifen trennt. Der schmale Lichtkegel bündelt fast die gesamte Lichtleistung auf einen schmalen, sehr hellen Streifen. Die Breiten abseits des Streifen saufen ab. Hier wird die Kurvenfahrt wortwörtlich zum Blindflug. Ansonsten überzeugt die solide Verarbeitung.
- Lezyne ebike power hb STVZO
- Preis: 150 Euro
- Fernlicht: Lumen gemessen: 691
- Abblendlicht: Lumen gemessen: 336
Mit 275 Lumen Vorsprung überstrahlt die Lupine SL X im Abblend-Modus den Großteil des Testfelds um Längen. Nur die Supernova kann hier mithalten. Ausgezeichnete Reichweite, gleichmäßige Lichtverteilung, gute Ausleuchtung auch in den Randbereichen direkt vor dem Vorderrad. Wer das Maximum herauskitzeln will, schaltet das Fernlicht zu. So leuchtet die Lupine noch besser in die Ferne, der Öffnungswinkel nach oben fällt aber nur mittelmäßig aus. Enge Kurven hingegen erstrahlen in beiden Beleuchtungsstufen in hellem Glanz. Zusätzlich gibt es ein Tagfahrlicht.
- Lupine SL X
- Preis: 400 Euro
- Fernlicht: Lumen gemessen: 1230
- Abblendlicht: Lumen gemessen: 691
In Sachen Fernlicht macht dem Supernova-Scheinwerfer M99 Mini Pro so schnell keiner was vor. Der Öffnungswinkel fällt nach oben fast doppelt so hoch aus wie bei den Mitstreitern - trotz eintauchender Federgabel hat man alles im Blick. Die Leuchtbilder von Abblendlicht und Fernlicht sind sehr ähnlich. Beide verfügen über ein sehr helles, homogenes Zentrum. Bei der Leuchtkraft unterscheiden sich die Modi aber deutlich. Die Randbereiche sind angenehm hell. Bei der Ausleuchtung in Kurven liegen die Freiburger mit Lupine auf einem Niveau. Sehr angenehmes Abblendlicht.
- Supernova M99 Mini Pro
- Preis: 260 Euro
- Fernlicht: Lumen gemessen: 1244
- Abblendlicht: Lumen gemessen: 416
E-Bike Scheinwerfer ohne Fernlicht im Test
Die kompakte und leichte Cube geht im direkten Leuchtvergleich mit der teureren Konkurrenz mit Fernlicht naturgemäß etwas unter. Sie liefert das schwächste Abblendlicht im Test. Für den Gebrauch im Straßenverkehr reicht sie jedoch allemal. Hohe Geschwindigkeiten sind bei der mäßigen Ausleuchtung aber nicht drin. Die Lichtverteilung konzentriert sich sehr auf das Zentrum. Am Rand des Lichtkegels fällt die Helligkeit abrupt ab. Bereiche abseits des Weges bekommen nur spärlich Licht ab, was die rasante Kurvenfahrt beeinträchtigt.
- Cube Pro-E 110
- Preis: 99 Euro
- Abblendlicht: Lumen gemessen: 270
Als zweite Lampe ohne Fernlicht im Testfeld liefert sich die Litemove ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Cube. Auch wenn sie sich optisch kaum unterscheiden, nach mehrfachen Praxistests haben sich die Laborwerte bestätigt: Schaut man genau hin, ist die Litemove minimal heller. Dabei wirkt sich die höhere Lumen-Zahl besonders im vorderen Teil des Lichtkegels aus. Hier produziert der Mini-Strahler ein sehr helles Licht, das in die Weite konstant dunkler wird. Bei der Ausleuchtung sind die beiden Kontrahenten gleichauf.
- Litemove SE-150
- Preis: 110 Euro
- Abblendlicht: Lumen gemessen: 388
E-Bike Beleuchtung - Lexikon
- Lumen: Der Lichtstrom in Lumen gibt die gesamte Strahlungsleistung einer Lichtquelle pro Zeiteinheit an. Eine Aussage über die Lichtverteilung fehlt jedoch. In Sachen Bike-Beleuchtung heißt das: Eine unangenehme Spot-Beleuchtung mit dunklen Randbereichen kann sich auch hinter einer hohen Lumenzahl verstecken.
- Lux: In Lux wird die Beleuchtungsstärke auf einem bestimmten Punkt einer Fläche angegeben. Ein Laserpointer liefert beispielsweise enorme Lux-Werte, ist aber als Bike-Beleuchtung unbrauchbar. Um die genaue Lichtverteilung der Lampen zu ermitteln, haben wir Lux-Werte von der Mitte bis zum Rand des Leuchtkegels gemessen.
- IP- und IK-Schutzklasse: Am E-MTB sind Lampen oft Nässe, Staub und Stößen ausgesetzt. Die IP68 beispielsweise gibt an, dass die Lampe gegen Staub und Wasser (dauerhaftes Abtauchen) geschützt ist. Je niedriger die erste Zahl, desto geringer ist der Staubschutz. Je niedriger die zweite Ziffer, desto geringer ist der Schutz gegen Wasser. Die IK-Norm gibt Aufschluss über die Stoßfestigkeit einer Lampe (max. IK10).
- K-Nummer: Wenn eine Lampe der StVZO entspricht, hat sie das deutsche Prüfzeichen mit einer Wellenlinie und dem Großbuchstaben K sowie einer Nummer (K-…) am Gehäuse.
Einschätzung Trelock Lighthammer LS 930-HB
Eine Umrüstung auf den Trelock Lighthammer LS 930-HB sorgt für ein ganz anderes Fahrgefühl bei Dunkelheit als mit der Standardbeleuchtung. In der Stadt dürfte das weniger auffallen, aber in dunklen Gegenden ist der Unterschied so eklatant wie zwischen Standlicht und Abblendlicht beim Auto. Für die hellere Jahreszeit oder in der Stadt fehlt ein gemäßigter Sparmodus.
- Pro: Tolles Licht, Zusätzliches Fernlicht, Prima Verarbeitung, Halterung im Lieferumfang
- Kontra: Keine Dimmfunktion oder Tagfahrlicht
Fahrradbeleuchtung im Check: Was zeichnet die Testsieger aus?
Die Besten erzeugen im Nah- wie Fernbereich ein gleichmäßiges Lichtbild. Gleichzeitig kommt es auf eine gute seitliche Ausleuchtung an.
Gute Noten werden in allen Preislagen vergeben. Die Regel „je teuer umso besser“ hat in der Kategorie der Fahrradlichter nur bedingt Bestand. Und ob dynamo- oder batteriebetrieben, beide trumpfen mit hohen Helligkeitswerten. Vorgeschrieben ist der Dynamo im Straßenverkehr heute übrigens nicht mehr.
Unter den Batterie-/Akku-Frontlichtern bringen es Testsieger schon mal auf eine Betriebsdauer um die 35 Stunden im Nonstop-Modus. Einen hohen Bestenlisten-Rang erzielen aber nur Exemplare, die auch Strecken fernab der beleuchteten Straßen kräftig ausleuchten können. Eine hohe Lichtstärke allein - diese wird in der Regel in Lux angegeben - reicht aber nicht aus, um es aufs Treppchen zu schaffen. Auch das Lichtbild entscheidet über das finale Urteil: Zum einen kommt es auf eine möglichst breite, zum anderen auf eine gleichmäßige Ausleuchtung sowohl im Nah- als auch Fernbereich an.
Die besten Rückleuchten erzielen einen Ausdauer-Spitzenwert von 60 Stunden. Kleine Sets für den Helm halten sogar bis zu 100 Stunden durch. Hier ist in erster Linie ein hoher Ausleuchtungswinkel gefragt, um auch die seitliche Sichtbarkeit sicherzustellen. Bei der Ixxi von Busch & Müller beläuft sich dieser Winkel auf großzügige 320 Grad.
Doch auch für die besten Fahrradlichter gibt es von den Testern schon mal einen Rüffel, etwa für eine schlecht erkennbare Akku-Anzeige. Strenger wird der Ton, wenn der Wasserschutz fehlt. Ein gutes Beleuchtungsset sollte mindestens Schutz vor Spritzwasser mitbringen. Günstigere sparen hier. Testsieger überzeugen aber auch in der Handhabungsdisziplin auf ganzer Linie und sind im Praxistest schnell am Rad montiert. Pluspunkte gibt es, wenn sich die Halterung ohne Werkzeug anbringen lässt.
Keine Frage, Batterie- bzw. Akku-Sets sind flexibler als Dynamoleuchten und bei Sporträdern sowieso erste Wahl. Trotz stromsparender LEDs geht eine hohe Leuchtkraft aber oft mit einer schwachen Ausdauer einher. Vor allem die Stiftung Warentest wertet in diesem Prüfpunkt rege ab. Und umgekehrt: Hohe Laufzeiten bringen nichts, wenn die Lichtstärke zu gering ist. Unser Tipp: Laufzeiten sind im Stadtverkehr zweitrangig; lieber auf eine hohe Leuchtkraft achten. Für besonders empfehlenswert halten wir Modelle, die eine batterieschonende Eco-Stufe vorsehen.
Die wichtigsten Schutzklassen
| 1. Ziffer | Schutz gegen Fremdkörper | 2. Ziffer | Schutz gegen Wasser |
|---|---|---|---|
BikeX Testsieger 2024
- Knog Blinder StVZO 120
- Trelock LS 480 Lighthammer USB
- Osram LEDsBike Race 80 Set
BikeX Testsieger 2022
- Acid Pro 80
- Knog Plug
BikeX Testsieger 2021
- Sigma Aura 80
- VDO Eco Light M60
Die Ergebnisse BikeX Fahrradlicht-Test 2024
- Acid/Cube Pro 100 LED Front Light
- Axa Down 100
- Busch+Müller Ixon Rock
- Cateye Gvolt 70.1
- Giant Recon HL 80 Lux
- Knog Blinder StVZO 120
- Lezyne Macro StVZO 500+
- Lezyne Macro StVZO 600+
- NG Sports Fahrradlampe Lavandee 50
- Osram LEDsBike Race 80 Set
- Sigma Aura 80 USB
- Trelock LS 480 Lighthammer USB
Aus dem Alltag: Neue Frontleuchten von LightSkin, BBB und Giant
- LightSkin Naca Road
- BBB Strike Duo 1200
- Giant Recon HL 80 Lux
Die Ergebnisse BikeX Fahrradlicht-Test 2022
- Acid Pro 80
- Axa Greenline 50 Front
- Busch&Müller Ixon Fyre
- Cateye GVolt 50
- Knog Plug
- Sigma Aura 100
- Trelock LS 600 I-Go Vector
Drei empfehlenswerte StVZO-konforme Rückleuchten
- Cateye X2G Kinetic
- Lezyne Strip Drive StVZO
- Busch&Müller Ixon Core
Testkamera Setup
- Kamera: Canon EOS 1D X Mark II
- Blende: F/10
- Belichtung: 2,5 sec.
- ISO: 2000
- Brennweite: 24 mm
Licht fürs E-Bike - die richtige Lampe für Dein E-(Mountain)Bike
Wenn Du Dein E-MTB mit Licht ausstatten oder Dein vorhandenes E-Bike aufrüsten möchtest, haben wir nicht nur die richtigen Lampen für Dich im Angebot, sondern auch gute Nachrichten: Seit 2017 schreibt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) nämlich nicht mehr ausschließlich einen Dynamo als Stromquelle für Fahrräder vor. So darf auch das E-Bike seinen Akku als Energiequelle für die Beleuchtung nutzen. Natürlich darfst Du Deinen Stromer auch mit Akku-Beleuchtung zum Anstecken benutzen.
Fest installierte Beleuchtung hat jedoch mehrere Vorteile: Du kannst erstens nie vergessen, sie mitzunehmen oder aufzuladen. Es ist zweitens meist ein deutlich helleres und trotzdem StVZO-konformes Frontlicht möglich, zum Teil auch mit Nightride-tauglichem Fernlicht, Tagfahrlicht und Tastschalter am Lenker. Den Akku für den Motor hast Du drittens ohnehin dabei - und das bisschen Strom, den das Licht braucht, liefert der E-Bike-Akku auch dann noch locker, wenn der Motor sich schon abschaltet.
Worauf Du bei der Montage von Licht am E-Bike achten musst
Zuallererst musst Du prüfen, ob Du an Deinem E-Bike* das Licht überhaupt tauschen / montieren darfst. Das handelsübliche E-Bike ist laut Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) dem Fahrrad zwar gänzlich gleichgestellt. Allerdings fällt es unter die sog. Maschinenrichtlinie. Du musst also beim Tausch von Einzelteilen wie Beleuchtungskomponenten bestimmte Vorgaben beachten.
Klar sein sollte Dir auch: Die Montage oder der Austausch von Beleuchtungselementen am E-Bike ist teils deutlich komplizierter als am Fahrrad ohne Motor. Fehler können hier schwerwiegendere Auswirkungen haben und die Garantie des Herstellers erlöschen lassen. Wir haben ein How To erstellt, das Dir einige grundsätzliche Tipps zum Vorgehen bei der Montage an unterschiedlichen Motoren (Shimano, Bosch, Brose)gibt. Wenn Du nicht selbst die entsprechende Erfahrung in Sachen Elektro- oder Fahrzeugtechnik mitbringst, raten wir Dir, den Job von einer Fachwerkstatt erledigen zu lassen.
Lux und Lumen: Was ist was?
Manche Hersteller nennen die Leistungsfähigkeit ihrer Lampen meist in Lumen (z. B. Lupine), andere in Lux (z. B. Busch + Müller), wieder andere nennen beide Werte (z. B. Supernova). Lumen ist die internationale Einheit (SI) für den Lichtstrom und gibt an, wie viel Licht eine Lampe pro Zeit abgibt. Lux ist die SI-Einheit für die Beleuchtungsstärke und gibt an, wie viel Licht auf einer Fläche auftrifft.
Beide Einheiten hängen zwar physikalisch eng zusammen (Lux ist definiert als die Beleuchtung, die ein Lichtstrom von einem Lumen erzeugt, wenn er sich gleichmäßig über eine Fläche von einem Quadratmeter verteilt: 1 lx = 1 lm/m2), direkt vergleichbar sind die Werte trotzdem nicht. Oder kürzer: 100 Lumen sind nicht besser als 50 Lux. Diese Zahlen sagen aber noch nichts darüber, wo wie viel Licht vor dem Rad auf den Boden trifft. Die Lichtbilder sind unterschiedlich - wie Du auch in unserem Vergleichstest oben auf dieser Seite sehen kannst.
Worauf Du bei der Auswahl des richtigen E-Bike-Scheinwerfers achten solltest
Zunächst muss die Leuchte den technischen Vorgaben des Antriebs entsprechen - die Spannung in Volt ist hier am wichtigsten. Achte also genau auf die Angaben zum Produkt und frage im Zweifel bei unserem Service nach. Einige Scheinwerfer sind für eine konkrete Spannung gebaut, einzelne Modelle von Supernova etwa für 12 V, Lupine-Scheinwerfer vertragen 6-12 V und passen so an die meisten Antriebe, andere decken alle Systeme ab, z. B. bei Busch + Müller mit 6-42 bzw. 60 V.
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