Fahrradreifen Auswuchten: Anleitung und Kosten

Früher oder später tritt es auf: Ein Seitenschlag in der Felge. Aber wie bekommst Du Dein Laufrad wieder in die Spur? Hier erfährst Du, wie es geht.

Die "Acht" in der Felge lokalisieren

Wer kennt sie nicht? Wenn der Schlag nicht zu extrem ist, bekommst Du ihn meistens wieder herauszentriert. Beim Zentrieren veränderst Du die Spannung der Speichen. Durch diese Speichenspannung wird die Felge gleichzeitig von beiden Seiten nach außen und Richtung Nabe gezogen, wodurch das Laufrad eine enorme Steifigkeit erlangt. Im Idealfall ziehen alle Speichen gleichmäßig, dann läuft die Felge gerade.

Um das Laufrad zu zentrieren, musst Du natürlich zuerst einmal wissen, wo an der Felge der Seitenschlag sitzt und zu welcher Seite er ausschlägt. Dazu hängst Du Dein Laufrad in den Zentrierständer. Stelle die Schenkel der sogenannten Justierzange so nahe an die Felgenflanke, dass sich das Laufrad gerade noch frei drehen kann. Der Abstand zwischen der Justierzange und der Flanke sollte also möglichst klein sein. Wenn Du nun das Laufrad im Zentrierständer drehst und währenddessen die Justierzange noch näher an die Felge heranfahren lässt, wirst Du sehen, wie die Felge seitlich taumelt. Die Felgenflanke wird bald die Justierzange touchieren, aber nur an einem Teil der Felge. Dies macht sich durch ein kurzes, schabendes Geräusch bemerkbar. Genau dort sitzt Dein Seitenschlag!

Schau Dir genau an, wo der Schlag beginnt und wo er wieder aufhört. Mit zwei Aufkleber-Schnipseln kannst Du Anfang und Ende des Schlags markieren.

Kein Zentrierständer zur Hand?

Wenn Du keinen Zentrierständer zu Hause hast, kannst Du Dir aber auch mit einem kleinen Trick behelfen. Lass das betroffene Laufrad im Bike und spanne einfach einen Kabelbinder in Höhe der Felgenflanke um Deine Gabel oder Sitzstrebe, je nachdem ob Du das Vorder- oder Hinterrad zentrieren willst. Schneide ihn soweit ab, dass er so gerade kurz vor der Felgenflanke steht. Du kommst mit dieser Methode nicht auf die Präzision eines Zentrierständers - für den Notfall reicht es aber so. Wenn Du öfters ran musst, ist solch ein Ständer aber ganz klar zu empfehlen. Für eine grobe Zentrierung reicht sogar ein Kabelbinder. Dennoch empfehlen wir einen ordentlichen Zentrierständer.

Vorsicht bei Messerspeichen

Wenn Du Messerspeichen (also abgeflachte Speichen) hast, musst Du sie mit einem Speichenhalter festhalten. Sonst kann es sein, dass sie sich verdrehen. Das hat zwei Folgen: Die Speiche hat dann kaum noch Steifigkeit in die Belastungsrichtung und kann schnell brechen. Außerdem "schneidet" die auf Aerodynamik optimierte Speiche nun nicht mehr durch die Luft, sondern wirkt wie ein Segel. Der Vorteil der Messerspeiche ist damit dahin und kehrt sich gar zum Nachteil um.

Platziere den Speichenhalter beim Anziehen der Speichen so nah wie möglich am Speichennippel, um so wenig Torsion (Verdrehung) wie möglich zu erreichen. Wichtig: Messerspeichen immer vor Verdrehung schützen.

Zentrieren Schritt für Schritt

Schau, dass Du einen passenden Nippelspanner (auch: Speichenschlüssel) zur Hand hast, der exakt auf die Breite des Nippels passt. Hier gibt es kleine Unterschiede. Am Besten nimmst Du Dir einen Messschieber zur Hand und misst die Nippel aus. Viele Nippelspanner haben mehrere Größen integriert, damit Du immer den passenden Spanner hast.

Nun geht´s los. Drehe das Laufrad im Zentrierständer oder am Bike an. Schau genau hin, ob die Felge nach links oder rechts auslenkt. Zieht sie nach rechts, müssen die Speichen gespannt werden, die vom Felgenring aus zur Gegenseite hin zeigen, also zum linken Nabenflansch (Nicht-Antriebsseite). Zieht sie nach links, müssen die Speichen gespannt werden, die vom Felgenring aus zur Gegenseite hin zeigen, also zum rechten Nabenflansch (Antriebsseite). Die Speichenspannung wird in Schritten von einer viertel Umdrehung des Speichennippels erhöht. Achtung: Dafür muss der Speichenschlüssel, wie abgebildet, von oben betrachtet gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden.

Ziehe alle Speichen der entsprechenden Seite an, die sich auf dem Kreisbogen befinden. Gehe dabei kleinschrittig vor, am Besten in viertel Umdrehungen. Kontrolliere den Schlag direkt nach dem ersten Durchgang. Er wird nun dezenter als zuvor ausfallen, sowohl in der Auslenkung als auch in der Länge des Kreisbogens. Taste dich nun weiter vor, bis der Schlag gänzlich oder fast ganz verschwunden ist. Wenn Du dich dem Optimalzustand annäherst, in dem die Felge schnurgerade ist, musst Du beim Anziehen noch kleinschrittiger werden.

Lässt sich eine Speiche nur extrem schwer drehen, da sie schon stark gespannt ist, müssen zuerst die benachbarten Speichen der Gegenseite links und rechts davon etwas gelöst werden (Nippelspanner im Uhrzeigersinn drehen). Beim Anziehen einer Speiche hörst Du hier und da sicher mal ein Knarren oder Knarzen. Das ist nicht schlimm und kommt durch die Reibung zwischen Nippelkopf und Felgenbett unter Druck.

Als Faustregel für eine vernünftig Zentrierung gilt: Ein Laufrad für Felgenbremsen sollte nahezu perfekt gerade sein, da sich beim Bremsen sonst ein störendes Pulsieren bemerkbar machen kann. Ein Scheibenbrems-Laufrad ist da unkritischer: Da ist 1mm Seitenschlag gar nicht schlimm und kann ohne weiteres toleriert werden, solange die Speichenspannung stimmt.

Bitte bei der ersten Fahrt nach dem Zentrieren nicht erschrecken: Die Speichen haben nun mehr Spannung als vorher und können sich daher noch an den Speichenkreuzungen „setzen“. Dies macht sich durch ein deutlich hörbares Knarzen bemerkbar. Dieser Effekt ist ganz normal, sollte aber schon nach kurzer Fahrt aufhören.

Was kostet das Laufrad zentrieren im Fahrradladen?

Dein Fahrrad Achter ist noch nicht weg, dann bringe es in die Werkstatt. Der Monteur verlangt zwischen 15 bis 20 Euro je nach Region und Schwierigkeit. Bringe nur die Felge ohne Reifen zur Werkstatt, sonst berechnen sie dir noch den Ausbau extra. Die professionelle Reparatur ist sinnvoll bei hochwertigen Laufrädern. Ansonsten überlege dir eher ein neues Laufrad zu kaufen.

Platter Reifen? So wechselst du den Fahrradschlauch

Sehr ärgerlich, aber auch leicht selbst zu reparieren. Was es beim Wechseln eines defekten Fahrradschlauchs zu beachten gibt, wie es funktioniert und was wichtig ist.

Reifen platt - erst die Ursache klären

Bevor im Frühling die erste Radtour startet, sollte das Fahrrad erst fit gemacht und in jedem Fall die Reifen, Bremsen, Schaltung und Kette überprüft werden. Ist ein Fahrradreifen nach der Winterpause platt und lässt sich auch nicht mehr aufpumpen, muss die Ursache gefunden werden. Dazu spannt man das Bike am besten in einen Fahrrad-Montageständer ein und prüft den Reifenmantel - zur Not kann man das Rad zum Prüfen auch mal umgedreht auf Lenker und Sattel stellen. Sind hier schon Beschädigungen zu erkennen, muss auch der Mantel ersetzt werden. Der Schlauch darunter ist dann in jedem Fall zu tauschen.

Hat das Fahrrad keine Schnellspannachsen, benötigen Sie auch Werkzeug zur Demontage der Räder. Oft sind hierfür nur ein bis zwei Inbusschlüssel oder Maulschlüssel notwendig. Bei sehr alten Fahrrädern muss manchmal die Bremse mit Werkzeug gelöst werden.

Wichtig: Bei einer längeren Radtour sollten Sie immer das entsprechende Werkzeug für das Wechseln eines Fahrradschlauchs mitnehmen, falls Sie unterwegs einen Platten haben. Wer seinen platten Reifen zu Hause wechseln kann, erleichtert sich die Arbeit mit einem Montageständer enorm. Hilfreich für unterwegs kann zudem ein Pannenset inklusive Multitools, Reifenflickzeug, Reifendichtmittel und Luftpumpe sein.

Platter Reifen vorne oder hinten?

Der Ausbau des Vorderrads gestaltet sich relativ einfach: Hier sind nur die beiden Schrauben des Vorderbaus zu lösen. Achtung: Bei Rädern mit Felgenbremse muss diese zuvor ausgehängt werden, damit sich das Laufrad aus dem Rahmen beziehungsweise der Gabel entnehmen lässt.

Der Ausbau des Hinterrads ist komplexer, da der Antrieb die Demontage erschwert. Für Nabenschaltungen gilt: vor dem Ausbau erst den Schaltzug lösen - er wird entlastet und ausgehängt. Bei Fahrrädern mit Kettenschaltung sollte man zuvor vorne wie hinten auf das kleinste Ritzel schalten: Damit wird die Spannung aus dem System genommen, und die Kette lässt sich besser von dem Kettenblatt lösen. Das Rad nun aus dem Rahmen heben und die Kette seitlich nach außen vom Ritzel nehmen.

Schlauchwechsel: Schritt-für-Schritt

  1. Die Luft über das Ventil vollständig ablassen. Hierfür das Ventil aufschrauben (gilt für Dunlop und französisches Ventil) beziehungsweise bei Autoventilen mit einem spitzen Gegenstand den Stift reindrücken.
  2. Den Reifen von beiden Seiten Richtung Felgenmitte drücken, dadurch erhält er mehr Spielraum.
  3. Den Reifen vorsichtig mit den Reifenhebern über die Felge hebeln. Den einen Reifenheber durch Verschieben entlang der Felge zum vollständigen Abziehen des Reifens verwenden. Vorsicht: keine scharfkantigen oder eckigen Werkzeuge wie Schraubendreher verwenden!
  4. Der Reifen kann durchaus mit einer Seite in der Felge verbleiben. Am Ventil zunächst die Sicherungsmutter abschrauben. Danach in den Reifen hineingreifen und das Ventil aus dem Felgenloch ziehen. Anschließend den kompletten Schlauch herausnehmen.
  5. Die Reifeninnenfläche und die Felge sollten vor dem Schlauchwechsel untersucht und abgetastet werden. Beim Reifen sollten innen keine Risse oder Fremdkörper spürbar sein und die Felge keine scharfkantigen Stellen oder Verformungen aufweisen.
  6. Vor dem Einlegen des Ersatzschlauchs diesen leicht anpumpen. Dabei nur so viel Luft einfüllen, dass der Schlauch eine runde Form bildet. Dadurch lässt er sich leichter einlegen, und die Gefahr einer Quetschung durch den Reifen wird verringert.
  7. Den Reifen nun zunächst einseitig auf die Felge aufziehen und dabei den Reifenheber zur Hilfe nehmen. Dazu den Reifen auf einer Seite in die Felge einfädeln und anschließend am Felgenumfang entlang in die Felge einfädeln.
  8. Den leicht aufgepumpten Schlauch mit dem Ventil in das Felgenloch stecken. Anschließend wird der Schlauch zwischen Mantel und Felge eingelegt. Vorsicht: Hierbei sollen keine Falten und Quetschungen auftreten!
  9. Den Reifen ohne Reifenheber in die Felge drücken, den Reifenwulst jeweils zur Felgenmitte schieben. Mit etwas Kraft und der Zuhilfenahme der Reifenheber lässt sich der Reifen nun aufziehen. Vorsicht: Sofern der Reifenheber zur Hilfe genommen wird, darf der Schlauch beim Hebeln nicht eingeklemmt werden.
  10. Im letzten Schritt wird der Reifen aufgepumpt, das Laufrad zurück in das Fahrrad gesetzt, die Radnabenverschraubung festgezogen und die Bremsanlage bei Felgenbremsen eingehängt.

Ersatzschlauch: Welche Größe?

Auf der Seitenflanke des Reifens sind die Größen aufgedruckt. Der Ersatzschlauch sollte dem Reifendurchmesser und der Reifenbreite entsprechen. Wichtig ist, einen Ersatzschlauch mit dem passenden Ventil auszusuchen. Andernfalls kann es passieren, dass das neue Ventil im Ersatzschlauch nicht durch die Felgenbohrung passt. Es gibt drei unterschiedliche Ventilarten: Sclaverandventil (auch französisches Ventil genannt), Autoventil und Dunlop-Ventil.

Fahrradschlauch flicken oder wechseln?

Natürlich kann man den Fahrradschlauch auch flicken, anstatt ihn gleich zu wechseln. Das geht fast immer und ist recht schnell umgesetzt, wenn man die undichte Stelle erst mal gefunden hat. Neuerdings gibt es auch selbstklebende Flicken, mit denen die Reparatur ganz ohne Kleber funktioniert. Wenn der Fahrradschlauch aber schon alt und porös ist, sollte man ihn lieber gleich wechseln.

Pannenschutz für Fahrradreifen

Alternativ gibt es auch sogenannte unplattbare Reifen oder Pannenschutzreifen für gängige Reifentypen bei Trekking- und Cityrädern. Sie sind sehr viel robuster und können Schäden am Reifen wie zum Beispiel kleinere Stichverletzungen abfangen.

Bei Stichverletzungen in der Lauffläche ist ihr Schutz allerdings begrenzt: Bei längeren Fremdkörpern, Seitenflankenverletzungen und einem platten Reifen aufgrund von Durchschlägen bei zu geringem Reifendruck (sogenannte Snakebites) können sie Fahrradpannen nicht vermeiden. Zudem sind sie fast doppelt so teuer wie klassische Fahrradreifen und schwerer. Auch der Rollwiderstand beim Fahren ist oft etwas erhöht.

Anleitung: Laufrad zentrieren ohne Zentrierständer

  1. Welches Werkzeug benötigst du zum Fahrrad zentrieren?
    • Nippel- Speichenspanner oder Speichenschlüssel
    • Praktisch für unterwegs: Multi-Werkzeug mit Nippelspanner
    • Optional: Zentrierständer, Messgerät für Speichenspannung
  2. Seitenschlag entfernen:
    • Stelle dein Fahrrad auf den Kopf und hänge die Bremse aus.
    • Drehe das Rad langsam und schaue, an welcher Stelle es ausschlägt. Markiere den Bereich.
    • Faustregel bei seitlichen Felgenschlag: Schlägt die Felge nach rechts, ziehe die linken Speichen fest oder löse leicht die rechten Speichen. Umgedreht ziehst du die rechten Speichen fest, wenn das Rad nach links ausschlägt.
    • Drehe den Speichenspanner zum Festziehen gegen den Uhrzeigersinn und im Uhrzeigersinn löst du sie.
    • Achte darauf, dass der Speichenschlüssel genau passt, ansonsten drehst du den Nippel rund.
    • Hinweis: Bei Messerspeichen achte darauf, dass die flache Seite der Speichen in Fahrtrichtung steht.
  3. Höhenschlag deiner Felge reparieren:
    • Ziehe den Reifen ab und suche den Bereich, wo das Rad eiert und markiere ihn.
    • Faustregel bei Höhenschlag: Geht die Felge nach außen spanne dort die Speichen. Reicht das nicht, ziehe die andere Seite auch nach. Bewegt das Rad sich nach innen lockere die Speichen.
  4. Überprüfen:
    • Schau, ob die Felge noch rund läuft und nicht wieder zur Seite ausschlägt.
    • Danach kontrolliere die Spannung aller Speichen. Drücke mit der Hand immer zwei zusammen.
  5. Als Letztes drücke dein Laufrad ab:
    • Lege die Felge auf den Boden und drücke mit beiden Händen drauf. Wiederhohle das 2 bis 3 Mal für beide Seiten.
    • Prüfe nochmals die Felge.

Reifenmontage mit Montageflüssigkeit

Wenn Sie beim Fahrradfahren ein "Eiern" eines der Reifen feststellen, muss dies nicht zwingend an einer "Acht" in der Felge liegen, sondern oft ist der Reifen bzw. Mantel an sich schuld. Das "Eiern" rührt durch eine Unwucht des Reifens her, weil der Fahrradreifen nicht optimal auf der Felge sitzt. Um das lästige "Eiern" zu beheben, sollten Sie zur Reifenmontage eine sogenannte Reifenmontagepaste oder Montage-Flüssigkeit bzw. Montagefluid benutzen. Damit schmieren Sie die Reifenwulst ein und montieren dann den Fahrradreifen. Beim Aufpumpen wird er selbständig seine richtige Position auf der Felge finden.

Wichtiger Hinweis: In diversen Fahrrad-Foren kursieren Haushaltstipps, anstatt eines Montagefluids einfach billig herzustellende Seifenlauge (etwas Spülmittel und Wasser) auf die Reifenwulst zu schmieren. Davon raten wir allerdings ab, da die Seifenlauge einen rutschigen Schmierfilm am Pneu und auf der Felge ergibt. Außerdem lässt ein schmieriger Film aus Seifenlauge die Felgenbremsen schlecht bzw. gar nicht greifen. Genauso schlecht ist der Haushaltstipp mit Babypuder, da der Puder auf Dauer Reifen und Schlauch regelrecht zusammenkleben.

Zusätzliche Tipps zur Reifenmontage

  • Alle Speichenbohrungen müssen vollständig und sicher durch ein geeignetes Felgenband abgedeckt sein.
  • Pumpe den Schlauch leicht auf, bis er eine runde Form hat. Das Ventil durch die vorgesehene Bohrung der Felge stecken.
  • Schlauch in den Reifen einlegen.
  • Verwende zur Montage keine scharfen Montierhilfen.
  • Gegenüber dem Ventil beginnend montierst Du die andere Reifenseite auf die Felge. Der Schlauch darf nicht zwischen Reifen und Felge eingeklemmt sein.
  • Achte auf rechtwinklige Stellung des Ventils.
  • Zentriere den Reifen, bevor Du ihn bis zum gewünschten Druck aufpumpst.
  • Benutze ein Manometer um den Reifendruck einzustellen. Der zulässige Druckbereich ist auf der Reifenflanke angegeben.
  • Kontrolliere den Reifendruck mindestens einmal pro Monat mit einem Luftdruckprüfer.

Montageprobleme und Lösungen

  • Wenn die Durchmesser von Felge und Reifen nicht optimal aufeinander abgestimmt sind, treten häufig Montageprobleme auf.
  • Hilfreich ist es immer die Montage gegenüber dem Ventil zu beginnen und am Ventil zu beenden, da sich der zu montierende Reifenwulst auf möglichst langer Strecke im Felgentiefbett befinden sollte.
  • Sehr hilfreich sind natürlich Reifenheber. Achte dabei darauf, dass der Reifenwulst keinen Schaden nimmt. Immer nur ein kleines Stück hebeln und den Reifenheber lieber öfter ansetzen. Auf keinen Fall Reifenheber aus Metall verwenden.

Spezialfall Marathon Plus Reifen

Als besonders schwierig in der Montage erweist sich manchmal der Marathon Plus in den schmalen Versionen. Durch die Eigenspannung rutscht der Reifen immer wieder aus dem Tiefbett und dann ist es extrem schwer, das letzte Stück Reifen über das Felgenhorn zu ziehen. Sehr hilfreich ist hier eine dritte Hand, die den Reifen auf der gegenüberliegenden Seite im Tiefbett festhält. Auch ein Kabelbinder oder ein alter Pedalriemen können gute Dienste als "dritte Hand" leisten.

Tubeless-Felgenband

TIPP: Wenn sich Fahrradreifen schwer montieren bzw. demontieren lassen, hilft in den meisten Fällen die Verwendung eines Tubeless-Felgenbands anstatt der üblich verbauten Standardfelgenbänder. Tubeless-Felgenbänder sind wesentlich dünner als Standardfelgenbänder und verschaffen somit dem Reifenwulst im Felgenbett etwas mehr Platz.

Was tun, wenn der Reifen nicht richtig sitzt?

Wenn der Felgendurchmesser zu groß und/oder der Reifendurchmesser zu klein ist, gleitet der Reifenwulst nur schwer in die richtige Stellung auf der Felgenschulter. Abhilfe: Den Druck kurzfristig überhöhen und/oder den Reifenwulst mit Seifenlauge oder Montageflüssigkeit einreiben, um ihm das Gleiten zu erleichtern.

Westwood-Felgen

Eine "Hakenfelge" ist heutzutage der Normalfall - also eine Felge, bei der die Felgenhörner oben mit einem Haken nach innen abschließen. Es gibt aber auch noch viele, sogenannte "Westwood" Felgen im Markt. Diese klassischen Felgen haben keinen Haken, der den Reifen festhält und zentriert. Zudem bestehen Westwood-Felgen aus Stahl mit einer sehr glatten Oberfläche. Diese Felgen erfordern bei der Montage besondere Aufmerksamkeit.

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