Fahrradreifen haben kein leichtes Leben: Steine, Dornen und Glasscherben trachten täglich nach ihrer Luft. Die schwarzen Rundlinge müssen also viel leisten, wodurch das Lastenheft dementsprechend lang ausfällt. Schotter sowie Flur- oder Waldwegen gute Leistung bringen.
Damit ein Reifen bestmöglich mit allen Ansprüchen und Bedingungen zurecht kommt, ist immer ein Kompromiss nötig. Um Ihnen daher den bestmöglichen Überblick zu verschaffen, haben wir einen Praxis- und Prüfstandtest durchgeführt. Dabei erfolgt der Praxistest auf zahlreichen Testfahrten im Alltag, beim Pendeln und Wochenendtouren.
Testumfeld und Kandidaten
In diesem Test finden Sie ausgesprochene Allroundreifen, die am City-, Trekking-, Fitnessrad, Randonneur und Gravelbike eine mehr oder weniger gute Figur machen. Vertreten sind herkömmliche Trekking-, aber auch Gravelreifen. Daher ist es auch interessant, wie die Reifen untereinander, aber eben auch im direkten Vergleich mit dem jeweils anderen Genre abschneiden! Bei den Marken finden sich Modelle von Continental und Schwalbe, die im deutschsprachigen Markt den Ton angeben.
Reifenwechsel und Zubehör
Oft sind Tuningteile teuer, sparen nur wenige Gramm, besitzen ein Gewichtslimit oder eine verringerte Lebensdauer. Beim Tausch der Reifen sollten auch gleich die Schläuche mitgewechselt werden, denn sie unterliegen ebenfalls einem Verschleiß. Wer dann etwa auf leichte Modelle setzt, spart teils ordentlich Gewicht und senkt leicht den Rollwiderstand bei einem nur geringen Preisaufschlag. Zudem sollte man einen Blick auf die verschiedenen Materialien Butyl, Latex und TPU werfen.
Weiterhin spielt auch das Felgenband eine wichtige Rolle, denn es verdeckt die Speichennippel-Löcher und dichtet somit die Felge ab. Wichtig ist dabei die ideale Breite, die grob „Felgenmaulweite plus 3 bis 5 Millimeter“ betragen sollte. Geklebte Versionen verrutschen zudem nicht.
Tubeless-Systeme
Im City- und Trekkingbereich findet man das Tubeless-System noch immer sehr selten. Dabei wird ein Reifen mit einem speziellen Aufbau bei Reifenwulst und Karkasse ohne Schlauch, aber mit Dichtmilch montiert. Letztere generiert keinen Rollwiderstand, verteilt sich im Reifeninneren und kann bei einem Defekt wie einem Durchstich oder einem kleinen Schnitt die Schadensstelle aktiv reparieren. Allerdings muss die Dichtmilch alle 4 bis 6 Monate nachgefüllt werden. Der Aufwand dafür ist überschaubar und entgegen der verbreiteten Meinung kein Hexenwerk.
Im Test sind nur die Gravelreifen für Tubeless freigegeben, können aber bei Bedarf jederzeit auch mit Schlauch gefahren werden.
Luftdruck und Pannenschutz
In der Praxis stammen die häufigsten Pannen nicht von Kanten, Steinen oder Dornen, sondern sind auf einen zu niedrigen Luftdruck zurückzuführen. Dadurch walken Schlauch und Reifen viel stärker, was sie über Gebühr verschleißt und rissig werden lässt. Kippt der Reifen in der Kurve etwa über die Felge, kann die Kontrolle über das Vorderrad schlagartig verloren gehen, was zu gefährlichen Fahrsituationen führen kann. Daher sollte der Luftdruck regelmäßig überprüft werden, im besten Fall alle zwei Wochen. Mit einer soliden Standpumpe geht das zuhause schnell und einfach.
Da die Hersteller beim Luftdruck eher auf Nummer sicher gehen, empfehlen wir, sich eher am Minimalwert zu orientieren. Wer schwerer ist oder viel Gepäck mitschleppt, sollte den Druck aber noch leicht erhöhen.
Montage und Pannenschutzsysteme
Beim Montageverhalten montieren wir alle Reifen auf verschiedene Laufräder und achten im Detail auf den Kraftaufwand, die Notwendigkeit eines Reifenhebers und wie schnell sich die Reifen richtig im Felgenbett setzen. Das Handling der meist starren Trekkingmodelle ist hingegen umständlicher und benötigt oft die Hilfe von Reifenhebern. Nach der Montage vermessen wir die Reifen und vergleichen die Werte mit der Herstellerangabe. Dabei fällt auf, dass die meisten Reifen nur wenig abweichen.
Beim Pannenschutz setzen die Hersteller auf zwei verschiedene Systeme: Hochdichte, engmaschige Gewebe sind besonders leicht und flexibel, sind aber teuer und schützen nicht so effizient vor Durchschlägen. Sie werden meist bei Gravelreifen und eher teuren Trekkingreifen eingesetzt. Dicke Gummieinlagen unter der Lauffläche agieren als Abstandhalter, erhöhen aber das Gewicht und teils den Rollwiderstand recht deutlich.
Pannenschutztests im Detail
Beim Schutz gegen Durchstiche werden drei Tests durchgeführt. Dabei wird im ersten Test die Sicherheit gegen Dornen, Nägel oder Draht überprüft und ein spitz zulaufender Metalldorn durch die Lauffläche gedrückt. Hier überzeugen vor allem Condura, CST, Michelin und die beiden Schwalbe Marathons.
Beim zweiten Test simuliert ein flacher Prüfdorn die Abwehr gegenüber scharfkantigen Glasscherben oder Steinen. Michelin CityStreet, Scalato Mondano und vor allem Schwalbe Marathon E-Plus sowie G-One setzen sich teils deutlich ab.
Der dritte Test überprüft die Widerstandsfähigkeit der Flanken, um gegen Kanten, große Steine oder Äste am Boden gewappnet zu sein. Maxxis, Michelin City Street und Schwalbes Marathon E-Plus sowie G-One bieten hier sehr hohen Schutz.
Beim Durchschlag, auch Snake Bite genannt, simuliert eine stumpfe Guillotine Kanten, wie sie in der Praxis durch Bordsteine, Gullydeckel oder Wurzeln vorkommen. Dann fällt ein 14 Kilogramm schweres Gewicht in stetig ansteigender Höhe auf das Reifen-Laufradsystem, bis dem Reifen die Luft ausgeht. Die Bestwerte setzen Maxxis, Michelin und Schwalbe Marathon E-Plus.
Ergebnisse der Pannenschutztests
Am Ende kristallisieren sich in Summe aller Pannenschutztests folgende Champions heraus: Bei den Trekkingreifen bestechen Michelins CityStreet und vor allem Schwalbes Marathon E-Plus. Bei den Gravelreifen überzeugen vor allem Teravail und Schwalbe.
Praxistest und Fahreigenschaften
Am Ende zeigt die echten Fahrqualitäten nur der Praxistest. Dazu wurden die Testmodelle auf Fahreindruck, Laufgeräusche, Komfort, Dämpfungsverhalten und Traktion überprüft. Für die Fahrdynamik besonders wichtig ist ein geringes Gewicht. Schließlich muss der Reifen nach jedem Ampelstopp oder einer Kurve wieder in Fahrt gebracht werden. Durch die Bank fallen die Gewichte bei den Gravelreifen deutlich geringer aus. Rene Herse, Schwalbe G-One, Specialized und vor allem Bontrager tun sich hier besonders hervor, was in der Praxis auch deutlich spürbar ist. Bei den Trekkingreifen können Condura, Cult, Michelin CityStreet und Schwalbes Green Marathon einen Vorteil einfahren.
Während das Gewicht eher nur beim Beschleunigen wichtig ist, spielt der Rollwiderstand immer eine große Rolle. Beim Abrollen des Reifens entsteht nämlich zwischen den verschiedenen Reifenkomponenten sowie zwischen Reifen und Schlauch ein Walkeffekt, der Energie vernichtet. Ein geringer Rollwiderstand sorgt also für ein zügiges Vorankommen und eine gute Agilität, der Fahrer spart zudem Energie. So rollen die Gravelbikes den Trekkingreifen durch die Bank davon, wobei Schwalbes G-One und Specialized besonders effizient arbeiten. Bei den Trekkingreifen überraschen indessen Continental und Schwalbe, wobei vor allem Schwalbes Green Marathon sogar mit den guten Gravelreifen mithält!
Fahrkomfort und Traktion
Beim Fahrkomfort arbeiten zwei Punkte Hand in Hand: Der Komfort selbst wird durch eine geschmeidige Reifenkonstruktion erzielt. Hier spielen die Gravelreifen in Summe ihre Stärke aus, wobei uns die Modelle von Rene Herse, Schwalbe und Specialized besonders gut gefallen haben.
Bei der Traktion ist ein Ergebnis nicht zwingend nur am Profil auszumachen, denn sie ergibt sich aus der Griffigkeit der Gummimischung, dem Profil und der Geschmeidigkeit der Karkasse. Unsere Bewertung schließt für jeden Reifen den vom Hersteller vorgegebenen Einsatzbereich mit ein.
Herausforderungen bei der Reifenentwicklung
Einen guten Allrounder zu entwickeln, ist für viele Hersteller eine große Herausforderung. Das zeigt unser Test auf dem Prüfstand und in der Praxis. Gerade die Punkte Gewicht und Leichtlauf stehen bei vielen im direkten Konflikt mit der Pannensicherheit.
Empfehlungen
Bei den Gravelreifen haben wir am Ende drei Favoriten: Wer einen maximal traktionsstarken Reifen mit tollem Komfort sucht, aber bei der Pannensicherheit Einbußen in Kauf nimmt, greift zum Rene Herse. Im Trekkingsegment bieten Continental und Schwalbes Green Marathon eine durch die Bank solide Leistung ohne echte Schwäche, heimsen dadurch eine Empfehlung ein.
Nützliches Zubehör für Fahrradreifen
In der Regel bekommen Reifen - sind sie erstmal montiert - nur noch wenig Aufmerksamkeit. Hier eine Liste mit nützlichem Zubehör:
- Felgenband: Hochwertige Felgenbänder reduzieren schon ab Werk das Pannenrisiko.
- Flickzeug: Für Butylschläuche hat sich Flickzeug von TipTop stehts bewährt.
- Lochschnüffler: Haucht der Reifen die Luft nur langsam aus, ist das Loch teils schwer zu finden.
- Luftdruckprüfer: Beste Performance gibt’s nur mit dem richtigen Luftdruck.
- Montagefluid: Wenn störrisch aufzuziehende Reifen nicht in ihre Endposition springen wollen, hilft Schwalbe EasyFit.
- Reifenheber: Intelligente Reifenheber wie der Maxalami NoodLever können mehr: Er hebelt nicht nur, sondern hat auch eine clevere De- und Montagefunktion.
- Schlauch: Ist der Schaden an Tubelessreifen oder Schlauch zu groß, hilft oft nur ein Ersatzschlauch. Butylschläuche gibt es auch in leicht, etwa von Continental.
- Silicon-Politur: Gepflegte Reifenflanken sehen besser aus und lassen Dreck nur schwer anhaften. Nur auf der Lauffläche hat das Mittel nichts zu suchen!
- Standpumpe für die Werkstatt: Die große Standpumpe ist ideal für Werkstatt, Garage und Auto und macht das Aufpumpen zum Kinderspiel. Dank großer Manometer lässt sich auch der Luftdruck perfekt ablesen.
- Talkum-Puder: Wer mit Schlauch fährt, sollte die Reifen-Innenwand wie auch den Schlauch mit Talkum benetzen. Dadurch agieren beide geschmeidiger und können nicht aneinander verkleben.
- Tubeless-Dichtmilch: Sie steht bei Tubeless-Systemen für den bekannten Selbstheilungseffekt während der Fahrt. Zuständig dafür sind kleine Dichtpartikel, die die Schadstelle von innen verstopfen und damit reparieren.
- Tubeless-Werkzeug: Für Tubeless-Systeme benötigt man spezielles Reparaturwerkzeug. Dazu zählt eine kleine Gabel und sogenannte Dichtwürste.
Testmethoden und Einflussfaktoren
Wir haben alle Werte zur Pannensicherheit wie Durchstich-, Durchschlagsfestigkeit, Rollwiderstand sowie der Montagefreundlichkeit im Labor überprüft. Daher sind alle Werte direkt miteinander vergleichbar und unterliegen keiner Schwankung durch verschiedene Fahrer, Strecken, Temperaturen oder ähnlichem!
Großer Dank geht an dieser Stelle an die Ralf Bohle GmbH aus Reichshof, die uns für den Test das Prüflabor samt mehrerer Angestellter zur Verfügung gestellt hat.
Aufbau eines Fahrradreifens
Der Reifen besteht aus der Karkasse, einem nylonverstärkten Gewebe, das seine Grundstruktur bildet. Darüber haben moderne Reifen einen Pannenschutzstreifen aus Kevlar und darauf dann das Profil aus Gummi.
Reifenbreite und Luftdruck
Bei breiteren Reifen sinkt das Pannenrisiko. Aber: so unplattbar, wie manche Werbung verspricht, sind auch diese Reifen nicht. Gegen Stiche oder Risse von der Seite und Verschleißerscheinungen sind auch „unplattbare“ Reifen nicht geschützt.
Wichtig ist der richtige Luftdruck. Er ist vom Reifentyp und -durchmesser abhängig. Zwanzig Millimeter schmale Rennreifen brauchen 8 bar und mehr, bei fünf Zentimeter breiten und dickeren Mountainbike-Reifen fürs Gelände können schon weniger als 2 Bar reichen.
Bei zu geringem Luftdruck steigt nicht nur der Rollwiderstand, sondern auch das Pannenrisiko. Bordsteinkanten oder größere Steine können bis auf die Felge durchschlagen. Der Schlauch bekommt dann dort zwei kleine Löcher, wo das Hindernis auf die Felge gestoßen ist.
War man früher der Meinung, dass schmale Reifen den geringsten Rollwiderstand bieten, so haben jüngste Tests ergeben, dass etwas breitere Reifen (bis 28 Millimeter) sogar weniger Rollwiderstand haben. Der Rollwiderstand resultiert aus der Materialverformung des Reifens während der Bewegung.
Spezielle Reifentypen
Auch fürs Fahrrad gibt es spezielle Sommerreifen (mit wenig Profil) und spezielle Winterreifen. Spikesreifen sind eine gute Wahl auf Eis und festem Schnee. Bei schwierigen Witterungsbedingungen helfen Spikereifen, die in Deutschland für Radfahrer erlaubt sind. Sie müssen allerdings zuvor eingefahren werden, und die kleinen Stahlpins nutzen sich auf Asphalt schnell ab.
Schlauchmaterialien
Latex ist elastischer als Butyl und Polyurethan und wird gern an Rennradreifen verwendet. Latex-Schläuche rollen leichter und bieten weniger Widerstand als Butyl-Schläuche. Aber sie halten die Luft weniger gut und sind nicht so pannensicher wie Butyl-Schläuche. Butyl ist etwas schwerer, hält dafür aber die Luft besser.
Unabhängig vom Material ist es normal, dass Fahrradreifen Luft verlieren. Am Alltagsrad sollte man etwa einmal im Monat nach dem richtigen Reifendruck schauen.
Pannenschutz bei unplattbaren Reifen
Wenn Fahrradreifen als unplattbar bezeichnet werden, haben sie einen sogenannten Pannenschutz. Die speziellen Fahrradreifen sind unplattbar, da sie einen ausgeprägten Pannenschutz aufweisen. Der Hersteller Schwalbe verwendet eine 3 mm dicke Schicht namens „GreenGuard“, bestehend aus recycelten Materialien. Continental nennt seinen „Gummibreaker“ ein „extra PunctureBelt“, welches den Reifen sowohl unterhalb des Profils als auch an den Seitenwänden verstärkt.
Anwendungsbereiche und Unterschiede
Werden Fahrradreifen gewählt, die unplattbar sind, liegen die Anwendungsbereiche natürlich im Fahrradfahren. Das kann natürlich in der Natur der Fall sein, wenn mit dem Mountainbike über Stock und Stein gefahren wird.
Die Fahrradreifen unplattbar unterscheiden sich hauptsächlich dadurch, wie dick der Pannenschutz ist und für welche Fahrrad-Art sie ausgelegt sind. In der Regel hat der Pannenschutz eine Dicke von drei bis fünf Millimetern. Weitere Unterschiede finden sich in der Beschaffenheit der Reifen. Wer sich für Fahrradreifen entscheiden möchte, die unplattbar sind, sollte im Vorfeld Test und Vergleich zu Rate ziehen. Durch die Ergebnisse daraus kann die richtige Kaufentscheidung getroffen werden.
Testkriterien und Vergleich
Auch bei einem Fahrradreifen unplattbar Test und Vergleich sollte jedoch auf verschiedene Punkte geachtet werden. Fahrradreifen unplattbar haben in der Regel einen geringeren Abrieb als andere Reifen-Arten. Zudem sollten sie natürlich tatsächlich den Kontakt zu und das Eindringen von Fremdkörper überstehen können.
- Von wem und wie wurden Test und Vergleich durchgeführt?
- Wie fließen die einzelnen Test-Punkte in die Gesamtbewertung ein?
Bei einem Test sollten die Fahrradreifen unplattbar tatsächlich auch in der Praxis getestet werden, um die Angaben des Herstellers zu überprüfen. Von wem und wie der Test oder Vergleich durchgeführt wurde, sollte klar erkennbar sein.
Auch die Hersteller oder Händler der Fahrradreifen unplattbar können einen Vergleich durchführen. Das kann unter anderem dann hilfreich sein, wenn verschiedene Modelle oder Serien angeboten werden und die beste Ausführung für den eigenen Bedarf gefunden werden soll.
Reifengröße und -breite
Die Abkürzung ETRTO steht für The European Tyre and Rim Organisation. Dabei gibt die erste Zahl die Reifenbreite an, während die zweite Zahl für den Innendurchmesser steht.
Die Reifenbreite in Millimetern ist ebenfalls ein Faktor, der in Test und Vergleich erwähnt werden sollte. Wiederum ist es nicht die beste Wahl, einen besonders breiten oder besonders schmalen Reifen zu wählen.
Breitere Fahrradreifen bieten einen besseren Halt, erlauben jedoch kaum hohe Geschwindigkeiten. Schmalere Reifen haben eine kleinere Kontaktfläche zum Boden, dadurch fahren sie sich leichter und können mit weniger Aufwand höhere Geschwindigkeiten erreichen. Allerdings bieten sie auch weniger Stabilität.
Lieferumfang und Einsatzzweck
Um einen Vergleich der Preise durchführen zu können, sollte in Test und Vergleich angegeben werden, wie viele Reifen im Lieferumfang enthalten sind. Ob der Fahrradreifen unplattbar sofort aufgezogen werden kann oder zusätzlich ein Schlauch benötigt wird, sollte ebenfalls aus Test und Vergleich hervorgehen.
Der Einsatzzweck beziehungsweise die Eignung der Fahrradreifen unplattbar sollte klar aus Test und Vergleich hervorgehen. Einige Reifen eignen sich aufgrund ihrer Beschaffenheit und ihres Profils vor allem oder auch ausschließlich für Asphalt und lediglich leichtes Gelände. Manche Modelle können sich das ganze Jahr über bewähren, andere sollten hingegen nur im Sommer gefahren werden.
Pannenschutz und Grip
Art und Dicke des Pannenschutzes sollten bei den Fahrradreifen unplattbar in jedem Fall in Vergleich und Test erwähnt werden. Ein drei Millimeter starker Pannenschutz hält naturgemäß weniger aus, als ein Reifen mit einem fünf Millimeter dicken Pannenschutz. Häufig bestehen diese aus einem Materialgemisch, beispielsweise Kautschuk und recyceltem Kunststoff.
Die Sicherheit beim Fahren hängt entscheidend davon ab, welchen Grip die Fahrradreifen unplattbar aufweisen. Ein guter Halt auf der Strecke ist nicht möglich, wenn der Grip fehlt.
Lebensdauer und Kundenrezensionen
Die Lebensdauer des Reifens ist abhängig von dem Material. Minderwertige Materialien werden schnell porös und haben einen hohen Abrieb. Das heißt, dass das Profil schnell reduziert wird.
Fahrradreifen unplattbar oder pannensichere Reifen von führenden Marken und Herstellern haben verschiedene Vorteile. Dadurch lassen sich sehr einfach umfassende Informationen sammeln und viele Ergebnisse zu Rate ziehen. Neben Test und Vergleich finden sich zu den Fahrradreifen unplattbar führender Hersteller auch zahlreiche Kundenrezensionen. Der Vorteil hieran ist, dass beispielsweise auch typische Schwachstellen aufgeführt werden. In einigen Fällen selbst dann noch, wenn die Reifen bereits längere Zeit im Einsatz sind und mehrere Touren gefahren sind.
Alternativen zu unplattbaren Reifen
Eine Alternative zu den Fahrradreifen unplattbar stellen unter anderem Drahtreifen dar. Hier sorgt eine Drahtgestell für zusätzliche Stabilität.
Eine weitere Alternative sind Vollgummireifen. Diese sind nicht luftgefüllt, sondern bestehen - wie der Name bereits verrät - vollständig aus Gummi.
Eine weitere Alternative ist das Einbringen von einem Pannenschutz. Hierbei handelt es sich um eine Art Folie, die zwischen Mantel und Schlauch eingebracht wird. Der Vorteil hierbei ist, dass weder Reifen noch Schlauch gewechselt werden müssen.
Was bedeuten die Zahlen auf dem Fahrradmantel?
Um einen Fahrradmantel nachzukaufen, muss die Größenangabe beachtet werden. In Europa werden drei verschiedenen Bezeichnungssysteme verwendet, so dass genau geschaut werden muss, nach welchem System der Reifen bezeichnet wird.
Größenangabe ETRTO
Die DIN-Norm ETRTO Reifenbezeichnung bezieht sich auf Reifenbreite sowie Reifeninnendurchmesser (Felgennenndurchmesser) und kann z.B. wie folgt aussehen: 37 - 622. Das Nennmaß bezieht sich mit dem ersten Wert auf die Mantelbreite in aufgepumptem Zustand. Das zweite Nennmaß beziffert den inneren Fahrradreifendurchmesser. Beide Werte werden in der Maßeinheit Millimeter (mm) angegeben. Wer bereits mal einen Fahrradcomputer konfiguriert hat, kennt vielleicht die Durchmesser-Tabelle einiger Hersteller.
Größenangabe Zoll (Variante 1 und Variante 2)
Bei der Mantelgröße angegeben in Zoll bezieht sich die erste Ziffer auf dem Fahrradmantel auf den Durchmesser des Fahrradreifens. Der zweite Wert beziffert die Fahrradreifenbreite. Dabei wird zwischen zwei Varianten unterschieden: Hier ein Beispiel: Zoll Variante 1: 28 x 1,40 - Außendurchmesser ca. 28 Zoll, Breite ca. 1,4 Zoll Bei der 2. Zoll-Variante kommt neben Außendurchmesser des Reifens und der Breite des Mantels noch eine dritte Messgröße hinzu, nämlich die Höhe des Reifens. Die Reifenhöhe wird mit dem zweiten Maß bezeichnet. Außerdem werden die Zahlen teilweise als Bruch deklariert. Hier ein Beispiel: Zoll Variante 2: 28 x 28 × 15/8 × 13/8 - Außendurchmesser 28 Zoll, 15/8 Zoll Reifenhöhe, 13/8 Reifenbreite.
Französische Angabe für Fahrradreifen
Die in Millimeter gehaltene Französische Angabe, kurz FRA, beziffert Außendurchmesser, Breite sowie Höhe des Reifens und sieht beispielsweise so aus: 700 x 35C. 700 entspricht dem Reifenaußendurchmesser; 35 ist die Reifenbreite. Die FRA sieht zudem 3 Buchstaben vor, die sich auf die Reifenhöhe beziehen: A=30 mm B=33 mm C=39 mm Achtung: Beim Kauf eines neuen Fahrradmantels wähle immer einen Mantel mit der Größenangabe, die du bereits auf deinem Fahrrad fährst. Die verschiedenen Maßsysteme sind nicht miteinander kompatibel. Wenn du z.B. einen Fahrradreifen mit einer Reifenbreite von 1,5 hast (nach Zoll Variante 1), kannst du keinen Reifen mit einer Breite von 11/2 nach Zoll Variante 2 verwenden.
Auf die Verarbeitung des Mantels kommt es an
Neben der Reifengröße unterscheiden sich Fahrradreifen auch bei Material, Qualität und Profil. Außerdem beeinflussen Reifenbreite sowie Profil oder gar Spikes deutlich das Fahrgefühl.
Verschiedene Fahrradreifen im Überblick
| Produkt | Preis | Anbieter |
|---|---|---|
| Continental Unisex-Adult | 14,99 € | Amazon |
| Schwalbe Marathon Plus Tour | 36,95 € | Amazon |
| Schwalbe Marathon Plus | 36,50 € | Amazon |
| KENDA KAHN Fahrradreifen-Set | N/A | Amazon |
Stand der Daten: 28. August 2025 19:26
Warum gibt es beim Fahrradreifen unterschiedliche Reifenprofile?
Abhängig davon, auf welchen Strecken du fährst und in welcher Geschwindigkeit du mit dem Fahrrad unterwegs bist, wirkt sich das Reifenprofil auf die Fahrperformance aus. Sehr schmale Reifenprofile bieten wenig Rollwiderstand und machen schnelles Fahren einfacher. Sehr feines Rennrad-Profil hat guten Grip, auch, wenn Sand auf der Straße liegt. Breite Straßenreifen mit ausgeprägtem Profil greifen besonders gut und Spikes am Reifen machen das Radfahren im Winter selbst bei Glätte sicher. Es sollte keine Überraschung sein, dass ein MTB mit dicken Reifen wesentlich besser durch das Gelände kommt, als ein Straßenreifen am Trekkingrad.
Tubeless Fahrradreifen
Im Sportbereich kommt es vor, dass Tubeless-Reifen gefahren werden. Hier fehlt der Schlauch und die Luft wird über das Ventil direkt in den Mantel gepumpt. Dies geht jedoch nur, wenn der Mantel und die Fahrradfelge luftdicht miteinander verbunden ist. Dazu nutzt man Dichtmilch, diese verschließt die kleine Löcher und Poren. Diese Art Fahrradreifen hat eine ruhigere Laufeigenschaft, ist bei einem Loch im Mantel jedoch nicht so einfach zu flicken.
Wann man einen neuen Fahrradreifen benötigt
Ist das Profil des Fahrradreifens abgefahren, muss dieser erneuert werden. Je nach Fahrleistung kann dies innerhalb eines Jahres aber auch erst nach 5 oder mehr Jahren der Fall sein. Wird der Reifen glatt und erfüllt dieser nicht mehr den eigentlichen Zweck, sollte er erneuert werden. Ebenfalls sollte der Fahrradreifen ausgetauscht werden, wenn der Mantel spröde ist. Wird der Reifen nicht korrekt aufgepumpt, können die Seiten, die Wände des Mantels brüchig werden. Dieser Effekt kann auch durch eine normale Materialermüdung auftreten. Der nächste Fall bei dem ein neuer Mantel her muss ist, wenn eine zu große Beschädigung im Mantel vorhanden ist. Fährt man über eine Glasscherbe und schneidet diese Teile des Mantels mit heraus, sollte auch hier der Mantel getauscht werden. Wenn man einfach mal einen anderen, neuen Fahrradmantel austesten möchte. Dies kommt im Freizeitsportbereich durchaus öfter mal vor.
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