Die Wahl des richtigen Fahrradreifens ist entscheidend für Fahrspaß, Komfort und Sicherheit. Insbesondere für schwere Fahrer oder solche, die viel Last transportieren, spielen Pannensicherheit, Rollwiderstand und Gewicht eine wichtige Rolle.
Pannensicherheit bei Alltagsreifen
Die meisten Pannen ereilen den Großteil aller Alltagsfahrer wohl durch einen zu niedrigen Luftdruck, da die meisten mit viel zu geringem Druck unterwegs sind, den Luftdruck viel zu selten prüfen und anpassen. Alle drei Wochen den Luftdruck checken und anpassen. Die grobe Empfehlung lautet: knapp ein bar unter dem Maximaldruck. Schwere Personen oder solche, die viel Last mit dem Rad transportieren können, gerne ein halbes bar mehr aufschlagen. Wer den Luftdruck zudem schnell und einfach checken will, nutzt die Tankstelle.
Wussten Sie, dass die meisten Platten nicht durch Scherben, Nägel oder Steine, sondern auf einen zu geringen Luftdruck und damit auf die Nachlässigkeit des Radfahrers zurückgehen und somit hätten oft verhindert werden können? Dadurch steigt der Rollwiderstand, die Lauffläche und Karkasse werden über Gebühr beansprucht und verschleißen schneller. Auch die Plattengefahr durch Durchschläge steigt deutlich an. Dabei wäre alles so einfach.
Rollwiderstand und Gewicht
Weil im Alltag durch viele Stopps, etwa an Ampeln, die Fahrdynamik und hier vor allem die Beschleunigung spürbar ist, spielt das Gewicht mit Blick auf die rotierende Masse im Laufrad eine Rolle.
Der Rollwiderstand ist der entscheidende Faktor eines Alltagsreifens, denn er muss immer und jederzeit, bergauf, bergab und in der Ebene überwunden werden. Absolute Spitzenreiter sind Specialized und Schwalbe.
Getestete Reifenmodelle im Überblick
Um Ihnen die Wahl zu erleichtern, haben wir verschiedene Alltagsreifen getestet und bewertet:
- Michelin Protek Cross: Mit knapp 19 Euro ist der Michelin mit Abstand der günstigste Reifen im Test. Gefallen finden wir am geringen Gewicht und dem spürbar leichten Lauf. Solange man auf guten Straßen unterwegs ist, ist alles ok.
- Kenda Khan K-Shield+: Die dicke Spezialschicht beim Pannenschutz macht den Kenda extrem sicher, aber auch schwer. Da er beim Rollwiderstand besser abschneidet als Panaracer, verdient er sich im Alltag den Sicherheitstipp.
- Maxxis Overdrive Excel: Der eher günstige Overdrive bietet sehr geringes Gewicht und einen tollen Rollwiderstand. Im Alltag kommt man damit gut voran. Dagegen steht der eher dürftige Pannenschutz. Für den Alltag dürfte dieser gerne höher ausfallen.
- Panaracer Tour Guard Plus: Die ToughLock Pannenschutzeinlage bietet das maximale Maß an Pannensicherheit. Dies geht allerdings zu Lasten des Rollwiderstands und Gewichts. Im Alltag sind daher Beschleunigung und Leichtlauf nur mäßig.
- Hartje Platinum Protection: Der Hartje Reifen ist von Optik, Gewicht und Werten wie der CST aufgebaut. Im Gesamten ist er nirgends spitze, leistet sich aber auch keine Schwäche.
- Schwalbe Marathon GT Tour: Der Marathon GT Tour bietet dank DualGuard beim Pannenschutz Werte im guten Mittelfeld. Da das Gewicht in Ordnung geht und der Rollwiderstand überraschenderweise sehr gering ausfällt, ist er der beste Allroundreifen im Test.
- CST Platinum Protector: Mit dem Platinum bietet CST einen guten Allrounder, der durch die Kombination von Gummi- und Gewebeeinlage beim Pannenschutz im guten Mittelfeld liegt.
- Vredestein Perfect Tour: Mit dem Perfect Tour bietet Vredestein einen recht schnellen Trekkingreifen für eher gute Straßenverhältnisse. Der Grund: Beim Pannenschutz bleibt viel Luft nach oben. Vor allem der geringe Durchstichschutz hat uns überrascht.
- Continental Contact Plus: Der Contact Plus bietet viele Größen und Breiten. Im Test zählt er zu den schwersten, sein Safety Plus Braker bietet dafür aber einen sehr guten Pannenschutz.
- Specialized Sawtooth: Ein Reifen der Extreme. Teuer, extrem leicht und schnell. Der Pannenschutz leidet, weil er für Schlauchlosbetrieb ausgelegt ist. Mit Dichtmilch ein Reifen der Superlative. Mit Schlauch eher nicht zu empfehlen.
Prüfstandtest: So wurde getestet
Damit alle Werte bei Rollwiderstand, Durchschlag- und Durchstichtest sowie der Montagefreundlichkeit absolut vergleichbar sind, haben wir alle Werte im Labor überprüft. Der Durchstichschutz wird mit einem 1,5 mm Runddorn sowie einer 5 mm breiten Klinge durchgeführt. Die Montageeigenschaften aller Reifen werden auf verschiedenen Felgen überprüft. Auf einer Guillotine wird beständig die Fallhöhe eines 17 Kilogramm schweren Fallbeils gesteigert bis der Reifen platt ist.
Auf dem Prüfstand bieten Kenda und Panaracer absolut überzeugende Bestwerte, knapp gefolgt von Conti. Den Bestwert setzt Panaracer recht deutlich vor Conti, Kenda und CST. Schlusslichter werden Michelin und Specialized.
Die Schutzschicht
Diese kann bis zu fünf Millimeter dick ausfallen und muss vom Schädling erst durchdrungen oder durchschnitten werden, bevor dieser dann meist auf die nächste Schutzlage trifft. Die Gummieinlage ist meist sehr effektiv, drückt aber aufs Gewicht und verschlechtert meist den Rollwiderstand. Diese Schutzlage ist im Gegensatz zum Gummipuffer extrem leicht, durch den hohen Materialpreis und die aufwendige Verarbeitung aber recht teuer.
Allroundeigenschaften
Unterm Strich schaffen es am Ende aber nur Continental, CST, Hartje (bei CST gefertigt) sowie Schwalbe, wirklich breitbandig aufgestellte Reifen herzustellen. Mit guten Allroundeigenschaften überzeugen Conti und CST, heimsen damit eine Empfehlung ein.
Rennradreifen: Mehr als nur schmal
Von 19 auf 30: Diese Zahlen stehen, als Symbole, für die enorme Entwicklung im Bereich der Rennrad-Reifen. Vor wenigen Jahrzehnten waren die Top-Radprofis noch auf 19 Millimeter schmalen, auf die Felgen geklebten „Schlauchreifen“ unterwegs. Pannenschutz, Komfort, Rollwiderstand, Grip - auf viele Faktoren kommt es an. 25 Millimeter breite Rennradreifen weisen nur je rund 6,5 Quadratzentimetern Kontaktfläche zum Asphalt auf - und sind doch wesentlich für die Fahrqualität verantwortlich.
Breitere Reifen: Vorteile
Ein breiterer Reifen hat bei gleichem Luftdruck in der Regel einen geringeren Rollwiderstand als ein schmaler. Die Bodenkontaktfläche ist dabei in der Länge und in der Breite ausgeglichener. Bei schmaleren Pneus ist sie deutlich länger als breit. Daher entsteht bei einem breiteren Reifen weniger Walkarbeit - was den Widerstand verringern kann. Auch verringert sich die Kontaktfläche bei einer seitlichen Neigung weniger stark - dies bringt mehr Grip in Kurven. Ein weiterer Vorteil: Ist der Luftdruck geringer, dann rollt der Reifen leichter über Gegenstände hinweg, die eine potenzielle Pannen-Gefahr darstellen.
Tubeless vs. Clincher
Der klassische Clincher-Reifen mit einem Schlauch ist für viele Radsportler weiterhin die einfachste und alltagstauglichste Lösung. Zwei Beispiele: Schwalbe bietet mit dem Modell Aerothan einen Schlauch, der deutlich weniger als 50 Gramm wiegt und einen besseren Pannenschutz als ein Butyl-Modell bietet.
Tubeless-Systeme, bei denen der „Mantel“ ohne Schlauch - dafür mit einer abdichtenden und Pannen sofort und selbst schließenden Sealant-Milch - auf der Felge montiert wird, haben sich im Mountainbike- und Gravel-Bereich bereits weitgehend durchgesetzt. Die Gefahr von Durchschlägen auf die Felge, bei denen der Schlauch durch einen „Snakebite“ beschädigt wird, entfällt. Die in vielen Fällen sehr geringen Rollwiderstands-Werte bei den Tubeless-Reifen sind in diesem Test auffällig. Auch der Praxis-Eindruck war meist überzeugend. Die Erfahrung mit mehreren hundert Reifen und Felgen in den vergangenen Jahren zeigt: Das Tubeless-System macht auch für den Einsatz am Rennrad große Fortschritte.
Je geringer der Luftdruck, desto größer sind die Tubeless-Vorteile. Auch das spricht für den vermehrten Einsatz von 28 Millimeter breiten Reifen. Der Komfortgewinn und damit die Möglichkeit der bestmöglichen Ausdauer-Performance ist hoch. Die Abstriche hinsichtlich des Rollwiderstandes sind nach aktuellen Erkenntnissen gering.
Top-Modelle im Vergleich
Ein Fazit des Tests: Es gibt auch unter den Top-Allroundern für unterschiedliche Fahrertypen und deren Ansprüche unterschiedlich gut geeignete Reifenmodelle. Dennoch ragen einige Modelle heraus.
- Continental Grand Prix 5000: Der Grand Prix 5000 von Continental überzeugt unter den Clincher-Modellen besonders - sowohl durch seine Laborwerte beim Rollwiderstand und beim Pannenschutz als auch durch die Praxiseindrücke zum Grip und zum Abrollverhalten. Dieses Allround-Top-Niveau erreicht ansonsten nur der Pro One von Schwalbe.
- Goodyear Eagle F1: Ein besonders gutes Preis-Leistungsverhältnis, und sehr viel Grip, bietet etwa der sehr gut abschneidende Goodyear Eagle F1.
- Schwalbe Pro One TLE: Im Tubeless-Sektor ragt ein Modell heraus: Der in der Praxis sehr geschmeidig rollende Pro One TLE von Schwalbe ist der Beste in den Kategorien Gewicht und Rollwiderstand - und auch beim Pannenschutz vorne dabei.
Einflussfaktoren auf den Rollwiderstand
Der Rollwiderstand ist ein zentraler Faktor, der die Effizienz des Reifens beschreibt. Er definiert den Energieverlust, der entsteht, wenn sich der Reifen unter Belastung verformt. Einflussfaktoren auf den Rollwiderstand sind etwa die Reifenbreite, der Luftdruck, die Gummimischung und das Profil beziehungsweise dessen Tiefe. Breitere Reifen reduzieren den Rollwiderstand auf glatten Oberflächen.
Pannenschutz bei Rennradreifen
Moderne Rennradreifen bieten hierfür spezielle Schutzschichten aus Materialien wie Kevlar, Vectran, PU, Aramid et cetera. In mehrere Tests schnitt der Continental Gatorskin als einer der besten Reifen im Bereich Pannensicherheit ab. Auch der Schwalbe Durano Plus überzeugt durch seine doppelte Gummischicht, die das Risiko von Durchstichen minimiert. Auch der Continental GP 5000, der Michelin Power All Season oder der Pirelli Cinturato Road TLR überzeugte hinsichtlich ihrer Pannenschutzeigenschaften.
Gewicht vs. Schutz
Höherer Pannenschutz bedeutet oft ein höheres Gewicht. Dies zeigt sich etwa am Beispiel des Schwalbe One 365.
Reifendruck
Im Durchschnitt erhöht ein Reifendruck von 1 bar über dem empfohlenen Druck den Rollwiderstand um 0,5 bis 1 Watt.
Tubeless vs. Drahtreifen: Eine Zusammenfassung
In Labortests zeigte sich, dass Tubeless-Systeme auf glatten Oberflächen tendenziell niedrigere Rollwiderstände bieten. Dies wird durch den direkten Kontakt des Reifens mit der Felge und den geringeren Innendruckverlust erreicht. Studien des Bicycle Rolling Resistance Lab ergaben, dass Tubeless-Reifen im Durchschnitt um 1 bis 2 Watt weniger Rollwiderstand aufweisen als vergleichbare Drahtreifen mit Schläuchen.
Mountainbike-Reifen: Grip und Pannensicherheit im Gelände
Die Wahl des richtigen Mountainbike-Reifens entscheidet über Fahrspaß oder Frust auf dem Trail. Die Reifen sollten je nach Einsatzbereich einen guten Rollwiderstand oder maximalen Grip liefern, pannensicher oder sehr leicht sein.
Aufbau eines MTB-Reifens
Betrachtet man grob den Aufbau eines MTB-Reifens, besteht dieser aus einer Lauffläche mit Profil, den Seitenwänden der sogenannten Karkasse, also dem Gerüst des Mantels, und dem Wulst, der den Mantel in der Felge hält.
Tubeless im Mountainbike-Bereich
Generell sind alle neueren Mountainbike-Felgen dafür ausgelegt, schlauchlos fahren zu können. Sind die Reifen aber erst mal montiert, bieten Tubeless-Reifen einige Vorteile, vor allem die erhöhte Pannensicherheit dank der Dichtmilch. Durch die teils großen Spalte zwischen Reifen und Felge entweicht die Luft beim Aufpumpen, mit einer normalen Handpumpe ist es dann mehr oder weniger unmöglich, die Reifen aufzupumpen. Unter anderem werden so eingefahrene Dornen zuverlässig abgedichtet, die sonst den Schlauch zerstechen würden. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass man mit Tubeless einen niedrigeren Reifendruck fahren kann.
Tubeless ist letztlich also für Biker interessant, die viel fahren, den Mehraufwand bei Montage und Wartung nicht scheuen und die Vorteile der gehobenen Pannensicherheit und Traktion nutzen möchten.
Empfehlenswerte Mountainbike-Reifen
- Schwalbe Hans Dampf: Der Schwalbe Hans Dampf überzeugt mit starkem Grip und überraschend gutem Rollverhalten. Ideal für All-Mountain- und Enduro-Fans.
- Continental Kryptotal: Der Continental Kryptotal ist in einer speziellen Vorderrad- und Hinterrad-Version erhältlich und bietet einen sehr guten Grip bei gleichzeitig guten Rolleigenschaften.
- Maxxis Aggressor: Der Maxxis Aggressor ist ein vielseitiger Mountainbike-Reifen mit Charakter, der gute Rolleigenschaften und guten Grip auf nahezu jedem Untergrund bietet.
Pannensichere Fahrradreifen: Ein Überblick
Wenn Fahrradreifen als unplattbar bezeichnet werden, haben sie einen sogenannten Pannenschutz. Die speziellen Fahrradreifen sind unplattbar, da sie einen ausgeprägten Pannenschutz aufweisen. Der Hersteller Schwalbe verwendet eine 3 mm dicke Schicht namens „GreenGuard“, bestehend aus recycelten Materialien. Continental nennt seinen „Gummibreaker“ ein „extra PunctureBelt“, welches den Reifen sowohl unterhalb des Profils als auch an den Seitenwänden verstärkt.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten:
- Test und Vergleich: Wer sich für Fahrradreifen entscheiden möchte, die unplattbar sind, sollte im Vorfeld Test und Vergleich zu Rate ziehen.
- Test-Kriterien: Auch bei einem Fahrradreifen unplattbar Test und Vergleich sollte jedoch auf verschiedene Punkte geachtet werden. Fahrradreifen unplattbar haben in der Regel einen geringeren Abrieb als andere Reifen-Arten. Zudem sollten sie natürlich tatsächlich den Kontakt zu und das Eindringen von Fremdkörper überstehen können.
- Reifenbreite: Die Reifenbreite in Millimetern ist ebenfalls ein Faktor, der in Test und Vergleich erwähnt werden sollte. Wiederum ist es nicht die beste Wahl, einen besonders breiten oder besonders schmalen Reifen zu wählen.
- Lieferumfang: Um einen Vergleich der Preise durchführen zu können, sollte in Test und Vergleich angegeben werden, wie viele Reifen im Lieferumfang enthalten sind.
- Eignung: Der Einsatzzweck beziehungsweise die Eignung der Fahrradreifen unplattbar sollte klar aus Test und Vergleich hervorgehen.
- Pannenschutz: Art und Dicke des Pannenschutzes sollten bei den Fahrradreifen unplattbar in jedem Fall in Vergleich und Test erwähnt werden.
- Grip: Die Sicherheit beim Fahren hängt entscheidend davon ab, welchen Grip die Fahrradreifen unplattbar aufweisen.
- Lebensdauer: Die Lebensdauer des Reifens ist abhängig von dem Material.
Alternativen zu unplattbaren Reifen
Eine weitere Möglichkeit, ist die Nutzung eines „Zaubermittels“ wie PRO-F-I Reifen-Impfung. Auf Fahrradmessen werden luftgefüllte Fahrradreifen mit langen Nägeln durchstochen und dann in Wasser getaucht - nach ein paar wenigen Bläschen geschieht: nichts. Der Reifen wird nicht platt. Verantwortlich ist eine Dichtemulsion, die ins Ventil gefüllt wird.
Schwalbe Karkassen im Detail
Bei Schwalbe erfolgt die Benennung der Karkassen relativ gut nachvollziehbar. Hier wird mehr oder weniger der Einsatzzweck hinter die Bezeichnung „Super” gehängt. Die fünf Karkassen Super Race, Super Ground, Super Trail, Super Gravity und Super Downhill bieten ein großes Spektrum von leichten, schnell rollenden Karkassen bis hin zu robusten, mehrlagigen Konstruktionen für härteste Einsätze.
Super Race
Der Fokus bei der Super Race-Karkasse liegt auf niedrigem Rollwiderstand und geringem Gewicht. Daher befindet sich nur eine schmale Schutzeinlage im Bereich der Lauffläche.
Super Ground
Die Super Ground-Karkasse möchte Pannenschutz und ein gutes Rollverhalten vereinbaren. Sie erhöht vor allem den Schnittschutz an den Seitenwänden und sorgt obendrein dafür, dass die Super Ground-Reifen auch ohne Dichtmilch gut die Luft im Reifen halten.
Super Trail
Die Super Trail bzw. bei Radialreifen als Trail Pro bezeichnete Karkasse ist analog zur Super Ground-Karkasse als einlagige Konstruktion mit 67-TPI-Karkassenmaterial aufgebaut. Sie setzt aber zusätzlich noch auf eine Gummieinlage an der Seitenwand, die als Durchschlagschutz dient und dem Reifen insgesamt mehr Stabilität verleiht.
Super Gravity
Wer auf Nummer sicher gehen will, kann mit der Super Gravity- bzw. Gravity Pro-Karkasse am Enduro-Bike gar nicht falsch liegen. Denn in Sachen Pannenschutz spielt sie ganz vorne mit. Im Gegensatz zur Super Trail-Karkasse kommt sie mit vier statt drei Lagen Karkassenmaterial mit 67 TPI daher, welche mit der Schutzeinlage von Wulst zu Wulst sowie der Gummieinlage an der Seitenwand kombiniert sind.
Super Downhill
Viel hilft viel: Die Super Downhill-Karkasse von Schwalbe ist eine klassische zweilagige Karkassenkonstruktion, bei der sechs Lagen mit 68-TPI-Karkassenmaterial auf der Lauffläche und vier Lagen an der Seitenwand auch bei niedrigen Luftdrücken noch ausreichend Schutz bieten sollten. Doch nicht nur die Karkassenlagen sind doppelt ausgeführt, auch die schon in den Super Trail- und Super Gravity-Karkassen eingesetzte Gummieinlage am Reifenwulst ist bei der Super Downhill-Karkasse gleich zwei Mal vorhanden. Das soll die Seitenwände noch weiter stabilisieren und den Durchschlagschutz maximieren.
Schwalbe Radialreifen
Neu bei Schwalbe sind seit August 2024 die sogenannten Radialreifen, bei denen die Karkassenfäden in einem wesentlich stumpferen Winkel nahe 90° verlaufen statt der normalerweise üblichen 45° von Diagonalreifen. Zum Zeitpunkt des Tests gibt es vier Modelle, die den neuen Karkassenaufbau nutzen: Albert, Shredda Front und Shredda Rear sowie den Klassiker Magic Mary.
Schwalbe verspricht gravierende Vorteile: Durch die punktuelle Verformbarkeit sollen die Pneus mehr Grip, mehr Dämpfung, mehr Sicherheit und satte 30 % mehr Auflagefläche bei gleichem Druck liefern. Es gibt jedoch auch einen Nachteil, den Schwalbe sogar selbst eingesteht: Reifen mit Radialkarkasse weisen - bedingt durch ihre Verformungsfreudigkeit - einen höheren Rollwiderstand auf.
Schwalbe Gummimischungen
Schwalbe hat für das Mountainbike-Segment vier unterschiedliche Gummimischungen entwickelt. Aus welcher dieser Mischungen ein Reifen aufgebaut ist, erkennt man bei Schwalbe nicht nur am Schriftzug an der Reifenflanke, sondern darüber hinaus auch auf der Lauffläche durch einen farbigen Streifen.
- ADDIX Speed: ADDIX Speed ist Schwalbes schnelle XC-Race-Mischung, deren Hauptaugenmerk auf der Verringerung des Rollwiderstands liegt.
- ADDIX Speedgrip: ADDIX Speedgrip ist Schwalbes Universal-Compound, der die umfangreichste Einsatzbandbreite der Schwalbe-Gummimischungen bedient.
- ADDIX Soft: Die aggressivsten Reifenmodelle für den Enduro- und Gravity-Einsatz bauen bei Schwalbe mindestens auf die ADDIX Soft-Gummimischung.
- ADDIX Ultra Soft: Während die ADDIX Soft-Mischung noch einen vielseitigen Kompromiss darstellen soll, ist ADDIX Ultra Soft ganz klar als kompromisslose Gummimischung für maximale Kontrolle bergab konzipiert.
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