Fahrradreifen mit CO2 füllen: Vor- und Nachteile

Die Frage, ob man Tubeless-Reifen oder Reifen mit Schlauch fahren sollte, ist eine Frage des Geschmacks und der Anforderungen. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Fahrradreifen mit einem Fahrradschlauch sind der Klassiker - und bei Montage und Wartung sehr einfach in der Handhabung: Der Reifen wird einseitig von der Felge gehoben, dann kommt der Schlauch rein.

Die Reifenflanke wird wieder ins Felgenbett gedrückt, dann nur noch Schlauch aufpumpen - fertig. Der Nachteil vom Aufbau des Laufrads mit Schlauch: Die Pannenanfälligkeit, insbesondere im Wald, wenn Dornen und grobe Steine dem Reifen ständig zusetzen.

Tubeless-Systeme: Vorteile und Nachteile

Mit Tubeless-Reifen kannst Du einen geringeren Reifendruck fahren, da ein leichter Durchschlag auf die Felge meist ohne Folgen bleibt. Ein Schlauch geht dabei oft kaputt (der sogenannte Snakebite). Kleine Durchstiche werden von dem Dichtmittel sofort abgedichtet, während ein Schlauch dabei ebenfalls aufgibt. Weniger Druck bringt mehr Grip und Traktion durch die vergrößerte Auflagefläche und die Fähigkeit des Reifens, sich besser an Unebenheiten anzupassen, dazu mehr Komfort durch die zusätzliche Federwirkung des Reifens.

Ein weiterer willkommener Effekt ist der Gewichtsvorteil der geringeren rotierenden Masse: Ein Tubeless-Laufrad wiegt etwas weniger als ein Rad mit herkömmlichem Schlauch. Der Gewichtsunterschied beträgt beim Mountainbike gut 100g pro Laufrad, beim Gravelbike ca. 80g und beim Rennrad ca. 50g (immer verglichen mit den Einsatzzweck entsprechenden Butylschläuchen). Unsere Empfehlung: Probiere kurzerhand beides einmal aus, Dann findest Du das für Dich passende System schnell heraus.

Die Voraussetzung für den Tubeless-Aufbau ist eine Tubeless-fähige Felge und ein entsprechend kompatibler Reifen. Dies erkennst Du an den herstellerüblichen Bezeichnungen wie zum Beispiel Tubeless Ready, Tubeless Easy oder ähnlich, zum Beispiel bei: Schwalbe, DT Swiss oder Maxxis.

Umrüstung auf Tubeless: Was wird benötigt?

Dichtmittel, Klebe-Felgenband, Ventile und Reifenheber: Das wäre außer der Pumpe schon alles, was Du benötigst. Wenn nicht, musst Du ein spezielles Felgenband zum Abdichten aufkleben, da das Dichtmittel und die Luft sonst durch die Speichenlöcher austritt und das System keine Luft halten könnte. Die meisten der Tubeless-Felgenbänder sind wie klassisches Klebeband aufgerollt.

Bevor Du das Felgenband einklebst, muss das Felgenbett fettfrei und sauber sein. Wir verwenden dafür Bremsenreiniger und wischen das Laufrad mit einem fusselfreien Tuch sauber. Wichtig: Schau, dass das Band während des Beklebens immer gut auf Spannung ist. Es wird gedehnt und dabei aufgeklebt. Dadurch zieht es sich um die Felge herum zusammen und wird so noch zuverlässiger und dauerhaft kleben.

Tubeless-Ventile: Die Details

Spezielle Tubeless-Ventile dichten das Ventilloch ab. Charakteristisch daran ist der Gummikegel am Ende. Dieser quetscht sich in das Ventilloch und dichtet es ab, sobald Du das Ventil von der anderen Seite mit der Überwurfmutter (Rändelmutter) sicherst.

Wichtig: Drücke das Ventil mit dem Daumen von innen kräftig in das Ventilloch, anstatt es allein mit der Rändelschraube anzuziehen. Es setzt sich dadurch zuverlässiger in das Ventilloch. Sitzt das Tubeless-Ventil in der Felge, kann der Reifen wieder montiert werden.

Dichtmittel einfüllen: Zwei Methoden

Vor diesem Arbeitsschritt musst Du Dir jedoch überlegen, wie Du das Dichtmittel in den Reifen einfüllen möchtest: über das Ventil oder über die Reifenflanke. Je nach Variante gehst Du beim Aufziehen der Reifen unterschiedlich vor. Wenn Du die Dichtmilch über das Ventil einfüllst, musst Du vorher beide Reifenflanken auf die Felge aufziehen.

Bitte achte darauf, dass Du beim Aufziehen die Reifenwulst immer mittig ins Felgenbett drückst. Das erleichtert das Aufziehen, da der Durchmesser der Felge dort am kleinsten ist. Jetzt benötigt der Reifen schnell viel Luft, damit er satt ins Felgenhorn springt.

Wenn Du die Dichtmilch über das Ventil einfüllst, musst Du vorher beide Reifenflanken auf die Felge aufziehen. Wenn Du die Dichtmilch über das Ventil einfüllst, musst Du vorher beide Reifenflanken auf die Felge aufziehen.

Tipp: Drehe die offene Stelle an der Reifenflanke nach dem Befüllen ganz nach oben, damit die Öffnung weit weg vom Dichtmittel ist, das ja durch die Schwerkraft unten verbleibt. So vermeidest Du beim Aufziehen der restlichen Reifenflanke ein Auslaufen. Anschließend solltest Du das Laufrad drehen, schütteln und auf den Boden titschen lassen, damit das Dichtmittel in alle Ecken gelangt und idealerweise direkt Fahren gehen.

Wichtiger Hinweis: Da das Dichtmittel mit der Zeit immer zähflüssiger wird und schlussendlich verklumpt, sollte es in regelmäßigen Abständen geprüft und je nach Zustand nachgefüllt werden. Nach unserer Erfahrung solltest Du es mindestens 2x im Jahr erneuern. Das ausgetrocknete, verklumpte Dichtmittel kann vorher mit einem Lappen oder Schwamm ausgewischt werden.

Hier nochmal das Für und Wider:

  • Tubeless Vorteile:
    • Erhöhte Pannensicherheit, vor allem bei Durchlägen und kleinen Durchstichen wie z.B. von Dornen
    • Weniger Luftdruck bringt mehr Grip, Traktion und Komfort (vor allem beim Mountainbike)
    • Weniger Gewicht an der rotierenden Masse
  • Tubeless Nachteile:
    • Mehr Aufwand bei der Installation
    • Dichtmittel muss 2x jährlich getauscht werden
  • Schlauch Vorteile:
    • Einfachere und schnellere Installation
    • Keine Gefahr der "Schweinerei" mit Dichtmittel bei der Installation
  • Schlauch Nachteile:
    • Anfälliger für Pannen bei Durchstichen und Durchschlägen auf die Felge
    • Tendenziell etwas mehr Luftdruck nötig, dadurch leicht reduzierter Grip und Komfort
    • Mehr Gewicht an der rotierenden Masse

CO2-Inflator: Eine Alternative zur Pumpe?

CO2 Pumpen sind klein, handlich, leicht und somit ein gute Alternative zu der guten alten Fahrradpumpe. Kommt es zu einem Luftverlust, kann man mithilfe einer CO2 Kartusche und dem Inflator schnell wieder Luft auf dem Reifen bringen und die Tour fortsetzten. Aber diese Art der Luftbefüllung hat auch Nachteile.

Der aus Aluminium gefertigte CO2 Inflator ist eine Alternative zur herkömmlichen Luftpumpe. Seine Vorteile liegen klar auf der Hand. Er ist klein, leicht und spart Dir das mühsame Aufpumpen, wenn Du unterwegs mal einen Platten hast. Er kann helfen, einen Tubeless Reifen wieder in die Faltz springen zu lassen, wenn er mal raus war.

Leider ist da auch ein Nachteil. Du benötigst eine CO2 Kartusche, um den Reifen mit Luft zu füllen. Die sind auf Tour meist nur begrenzt verfügbar. Du musst Dir also vor dem Einsatz dieses kleinen CO2 Boosters sicher sein, dass Dein Reifen nun wieder dicht ist.

Wie benutzt man das Teil? Die CO2 Kartusche wird einfach in den Inflator geschraubt, bis es nicht mehr geht. Handfest ist hier aber das Zauberwort. Dann musst Du die Schutzhülle über die Kartusche ziehen.

Das ist wirklich wichtig, denn die CO2 Kartusche gefriert, sobald Du den Hahn umlegst. Verbrennungen an der blanken Haut können dann ein Thema sein. Jetzt schraubt man den Inflator auf das geöffnete Ventil. Presta & Schrada sind dabei kein Problem.

Vorteil ist hier auch, dass die Spitze des Inflators drehbar ist. Man kann ihn also bequem montieren und bricht sich dabei keinen ab. Ist die Verschraubung fix, öffnet man den Hahn. Erst auf 45°, 90° und letztendlich auf 180°. Wenn man einen Tubeless Reifen retten will, gibt man vielleicht auch schon etwas eher die 180°. Ist die Kartusche leer, schließt man den Hahn wieder und demontiert den Inflator.

Das Befüllen per Inflator soll aber immer nur als Pannenhilfe verstanden werden. Es ist immer notwendig, nach Rückkehr den Reifendruck erneut zu prüfen. Bei dem DHR würde ich noch eine zweite Kartusche verwenden wollen, dann wäre wieder alles perfekt. Die Riddler konnte ich fast 2x befüllen, denn ich fahre nicht mehr als 2,5 Bar.

Wichtiger Hinweis, der Sleeve, welcher Deine Finger vor Gefrierbrand schützen soll, passt nur auf die 16g Kartuschen.

Vor- und Nachteile von CO2-Inflator

  • Vorteile:
    • Wenig Aufwand
    • Klein
    • Schnelles und zuverlässiges Aufpumpen von Fahrradreifen
    • Kleines, leichtes Design. Findet überall Platz.
    • Sichere Verbindung zwischen Kartusche und Inflator
    • Gefertigt aus CNC gefrästem Aluminium
    • Optimale Dosierung dank Kontrollhebel
    • Doppelventil für Pesta & Schrader-Ventile
    • Kompatibel mit 12g, 16g, 20g & 25g Kartuschen.
  • Nachteile:
    • Unterwegs nur ein Schuss (Anzahl der Kartuschen)
    • Nachhaltigkeit?

Als kompletter Ersatz für eine Pumpe? Nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Aber für die Satteltasche und den Notfall. Ja, an den Gedanken kann ich mich gewöhnen. Ein Punkt, warum es nur eine Notfalllösung ist, das Gas verflüchtigt sich relativ schnell wieder. Der Reifen verliert also nach und nach wieder an Druck.

Tubeless-Montage: Schritt für Schritt

Noch nie was von Tubeless gehört? Es gibt wohl kein günstigeres, einfacheres und effektiveres Upgrade für euer Bike als ein Tubeless-Setup. Viele bevorzugen Schläuche oft nur aus dem einen Grund, weil sie sich bei der Montage eines Tubeless-Reifens unsicher sind. Wir zeigen euch, wie einfach es sein kann und versprechen euch eine saubere Installation.

Bevor ihr startet, müsst ihr sicherstellen, dass ihr die richtigen Parts zur Verfügung habt. Ihr braucht Tubeless-ready Felgen und Reifen (schaut euch dazu unseren Gruppentest zu den besten Tubeless-Reifen an), Dichtmilch und ein Paar Tubeless-Ventile. Wenn eure Felgen kein Felgenband haben, müsst ihr vorher ein spezielles Tubeless-Felgenband einkleben, das eure Felgen abdichtet.

Ihr könnt Isopropanol oder Bremsenreiniger zum Säubern verwenden. Die Breite des Felgenbands hängt von der Breite des Felgenbetts ab. Am besten beginnt ihr 5 cm links vom Ventilloch und klebt das Felgenband ca. 12 cm Stück für Stück in das Felgenbett.

Anschließend sauber abschneiden und das Ende festdrücken. Wenn ihr das Ventilloch gefunden habt, stecht ein Loch durch das vorher eingelegte Felgenband. Mit einem spitzen Gegenstand wie einer Nadel bekommt ihr ein sauberes, rundes Loch hin. Mit einem Messer könnte es passieren, dass das Felgenband unnötig großflächig durch einen Schnitt beschädigt wird.

Nun steckt ihr das Ventil vorsichtig von innen heraus durch das Loch und achtet darauf, dass die Basis des Ventils fest am Felgenbett aufliegt. Danach setzt ihr die Mutter auf und zieht sie handfest an. Bevor der Reifen montiert wird, solltet ihr auf die Laufrichtung achten.

Pro Tipp: Das Reifenlogo muss natürlich zum Ventil ausgerichtet sein. Danach fangt gegenüberliegend zum Ventil mit der zweiten Reifenseite an. Wenn ihr die Felge absetzt, habt ihr beide Hände frei und könnt die Reifenwulst mit Kraft in die Felge drücken.

Der einfachste und sauberste Weg, die Tubeless-Dichtmilch in den Reifen zu bekommen, führt direkt durch das Ventil. Ihr müsst einfach den Ventilkern herausschrauben und mit der Injektionsflasche oder einer Spritze die Tubeless-Dichtmilch durch das Ventil drücken. Den Ventilkern danach einfach wieder einsetzen.

Es zahlt sich nicht aus, weniger Dichtmilch zu verwenden, um Gewicht zu sparen. Die Dichtheit des Systems kann dann nicht gewährleistet werden und bei einer Panne kann die Milch nicht richtig abdichten. Einige Reifen-Felgen-Kombinationen lassen sich leicht mit einer normalen Standpumpe aufpumpen.

Pumpt den Reifen OHNE Ventilkern auf: Das erhöht den Luftstrom und hat schon Wunder gewirkt. Ihr müsst den Ventilkern sofort nach dem Abziehen der Pumpe wieder einsetzten, damit nicht zu viel Luft verloren geht. Wenn euer Reifen hartnäckig ist, könnt ihr den Ventileinsatz entfernen, um den Luftstrom zu erhöhen.

Wenn der Reifen nicht richtig an die Felge springt, kann Seifenwasser oder Schwalbe Easy-Fit helfen. Wenn eure normale Pumpe es nicht wirklich bringt, kann ein spezieller Tubeless-Inflator oder ein Kompressor helfen, die Reifen in die richtige Position zu bringen.

Dieser Temperaturabfall aktiviert einige Dichtmittel, wodurch sich große Latexkugeln im Inneren des Reifens bilden. Die meisten Tubeless-Dichtmittel basieren auf Natur- oder synthetischem Latex, der abbaubar ist. Allerdings fügt jede Marke ihrer Dichtmilch unterschiedliche Additive und Partikel hinzu, um die Performance zu verbessern.

Weitere Aspekte von Tubeless

Tubeless Easy-Reifen sind keine luftdichten Tubeless-Reifen. Es wird eine spezielle Pannenschutzflüssigkeit benötigt, um die notwendige Dichtigkeit herzustellen. Echte Tubeless-Reifen, wie sie früher üblich waren, kamen theoretisch ohne die Flüssigkeit aus. Dafür waren sie viel schwerer und in der Praxis wurden sie trotzdem meistens mit Dichtmilch gefahren.

Doc Blue bleibt ca. 2000 km oder 2-7 Monate als vorbeugender Pannenschutz im Reifen aktiv. Der Zeitraum variiert stark in Abhängigkeit von der Temperatur. DOC BLUE wurde erfolgreich gemäß der OECD-Norm 301B auf biologische Abbaubarkeit getestet.

Durch den Gleitfilm rutscht die Reifenwülste viel leichter in die vorgesehene Position. Wenn der Reifen zu locker sitzt, hilft oft eine zusätzliche Lage Felgenband.

Tubeless-Montage: Mögliche Probleme

Es kann natürlich auch Undichtigkeiten im Bereich des Ventils oder der Felge geben. Um diese festzustellen ist es nötig, das Laufrad komplett unter Wasser zu halten oder mit Montagefluid zu bestreichen.

Tire Booster

Im wesentlichen handelt es sich um einen Druckbehälter, den Du mit der Standpumpe bis auf 11 bar aufpumpen kannst. Die gesammelte Luft beförderst Du dann mit einem einzigen „Schuss“ in den Reifen.

Hier findest Du eine Liste mit Rennrad-Laufrädern, die wir auf Sicherheit, Montagefreundlichkeit und Bepumpbarkeit getestet haben. Unmöglich ist eine Tubeless-Montage in der Regel bei sehr schmalen Felgen (13C), sehr günstigen Felgen oder bei Felgen mit Ösen im Tiefbett.

Pannensicherheit

Einstiche werden während der Fahrt automatisch von Doc Blue abgedichtet und repariert. Wichtig: Du musst weiterfahren oder die defekte Stelle auf den Boden drücken. Die Walkarbeit unterstützt die Funktion der Dichtmilch.

Nur bei sehr groben Verletzungen wie Schnitten oder Snake-Bites hilft die Dichtflüssigkeit nicht weiter. Hier ist ein Ersatzschlauch immer noch die beste Lösung. Dazu das Tubeless-Ventil entfernen und die Dichtflüssigkeit auswischen.

Was tun bei einer Reifenpanne am Rennrad?

Nicht auf dem platten Reifen weiterrollen, sonst beschädigt man Reifen und Schlauch und kann Letzteren möglicherweise nicht mehr flicken. Reifenposition merken oder markieren: Wichtig, um eingedrungene Fremdkörper zu finden.

Folgende Utensilien gehören für den Fall einer Rennrad-Reifenpanne bei jeder Tour in die Sattel- oder in die Trikottasche - nicht nur auf langen Reisen:

  • Schlauch: eher schmal, für geringes Packmaß und leichtere Montage. Auf die richtige Ventillänge achten oder Verlängerung einpacken!
  • Ventileinsatz und Werkzeug: falls Ventile verbiegen oder verkleben
  • zwei Reifenheber
  • Minitool, falls für den Laufradausbau nötig
  • Minipumpe
  • Für Reifen mit Schlauch selbstklebende Flicken oder Tip-Top-Set (Vulkanisierflüssigkeit regelmäßig checken, sie trocknet nach längerer Zeit ein)
  • Für Tubeless spezielle Tubeless-Flicken kleine Flasche Dichtmilch (30 ml reichen!)
  • eventuell CO2-Kartusche(n) samt Aufsatz

FATBike und CO2 Kartuschen

So presst eine 16 Gramm Kartusche nur etwa 0,2 bis 0,25 bar in einen Reifen der Kategorie SuperFAT, in unserem Fall den Bulldozer 4.7. Schmeißt man ein zweite 16 Gramm Kartusche direkt hinterher stehen jedoch schon mehr als brauchbare ca. Eine einzelne 25 Gramm Patrone bläst dagegen bereits beachtliche 0.65 bar in den Bulldozer.

So sehr wir uns auch geplagt haben, wir sind keinem Tubeless Reifen beigekommen. Selbst ohne Ventileinsatz ist der Schub aus dem Fläschchen, trotz gut 60 bar Druck, einfach nicht nachhaltig genug.

7 Fragen zu CO2-Kartuschen

CO₂-Kartuschen haben nicht nur eine kompakte Größe und sind leicht Mitzuführen, sie ermöglichen mithilfe eines entsprechenden Ventilkopfs ein schnelles Aufpumpen des Reifens in wenigen Sekunden. Der körperliche Aufwand von möglicherweise hunderten Pumpenhüben, entfällt komplett. Im Vergleich zu herkömmlichen Handpumpen ist dies besonders praktisch, wenn man schnell wieder auf die Straße möchte.

  1. Warum wird die Kartusche bei Gebrauch so kalt? Das CO2 wird flüssig unter hohem Druck in die Kartusche gefüllt. Beim Entweichen aus der Kartusche wechselt das CO2 wieder seinen gasförmigen Zustand und dehnt sich aus. Dabei entsteht extreme Kälte. Zum Schutz vor der Kälte wird das Tragen von Handschuhen oder das Verwenden spezieller Halterungen für die Kartusche empfohlen.
  2. Verträgt sich Co2 mit Dichtmilch? Es kommt darauf an! Manche Anbieter von Dichtmilch raten davon ab, andere, wie etwa Milkit, geben es frei. Wichtig ist, dass die Milch nicht durch das kalt eintretende Gas schockgefroren wird. Das könnte die Schutzwirkung mindern. Deshalb das Ventil beim Befüllen mit CO2 nach oben auf 12 Uhr drehen.
  3. Wie viel Gramm C02 brauche ich für einen Rennradreifen? Mit einer gängigen 16-Gramm-Kartusche lässt sich ein Rennradreifen mit einem Druck von etwa 6-7 bar aufpumpen. Größere Patronen mit 24 Gramm CO2 eignen sich für höhere Drücke oder Reifen mit größerem Volumen, zum Beispiel für das Mountainbike.
  4. Was, wenn ich nicht die komplette Kartusche verbrauche? Bei hochwertigen Pumpköpfen mit guter Abdichtung kann die angestochene Kartusche problemlos wochenlang aufbewahrt, das restliche CO2 später genutzt werden. Bei schlechter Abdichtung entweicht das Gas mit der Zeit.
  5. Ersetzt die Co2-Kartusche meine Minipumpe komplett? Richtig eingesetzt, ist die CO2-Patrone eine schnelle und praktische Hilfe bei platten Reifen unterwegs. Besonders eignet sie sich damit etwa für den Renneinsatz, wenn es um jede Sekunde geht. Dumm nur, wenn man mehrere Defekte hat. Zudem landet die Einwegkartusche meist im Müll. Schon deshalb ist die Minipumpe die umweltfreundlichere Lösung. Und günstiger ist sie auch.
  6. Darf die Kartusche mit ins Flugzeug? „Das ist tatsächlich eine der meistgestellten Fragen, die wir so hören“, verrät Schwalbe-Mann Sebastian Breuer. Seine Antwort: „Das ist kein Problem. Zwei CO2-Kartuschen dürfen in den Radkoffer.“ Wer komplett auf Nummer sicher gehen will, fragt vor dem Flug direkt bei der Fluggesellschaft nach.
  7. Können preiswerte Sahne- kapseln verwendet werden? In der Regel funktioniert das nicht. Denn die auf den ersten Blick praktisch identischen CO2-Kartuschen für Sahnespender oder auch kleine Bierzapfanlagen unterscheiden sich in einem kleinen, aber wesentlichen Detail von solchen fürs Fahrrad: Ihnen fehlt das Gewinde, mit dem die Kartuschen in den Pumpenkopf geschraubt werden.

Tubeless: Die Technik für Performanceorientierte Radfahrer

Tubeless-Bereifung bietet eindeutige Vorteile bei Schnelligkeit, Komfort, Grip und Pannensicherheit. Unnötige Reibung zwischen Reifen und Schlauch wird vermieden. Dadurch ist der Rollwiderstand wesentlich geringer als bei Faltreifen oder Schlauchreifen.

Tubeless kann man ohne Leistungseinbußen mit einem geringeren Luftdruck fahren. Das bringt Vorteile im Komfort aber auch mehr Kontrolle in kritischen Situationen und auf schlechten Strecken. Gleichzeitig bieten Tubeless-Systeme hohe Pannensicherheit. Die Gefahr von Durchschlägen ist deutlich geringer.

Ein plötzlicher Luftverlust durch platzende Schläuche oder Ventilabrisse ist ausgeschlossen. Zudem funktionieren Tubeless-Systeme sehr gut im Zusammenspiel mit Pannenschutzflüssigkeiten. Die Vorteile sind vor allem für sportliche Fahrer interessant, denen es um maximale Performance geht.

Das System ist technisch anspruchsvoll und erfordert ein Tubeless kompatibles Laufrad. Wenn Du ein wartungsärmeres Set-Up suchst, dann ist das System mit Schlauch die richtige Wahl für dich.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0