Fahrradreparatur: Kosten und Anleitung zum Hinterradwechsel

Ein platter Reifen, ein knackendes Tretlager oder eine rasselnde Kette - Probleme am Fahrrad sind ärgerlich. Dieser Artikel gibt Ihnen Auskunft über die Kosten einer Fahrradreparatur, insbesondere beim Hinterradwechsel, und erklärt, worauf Sie achten müssen.

Wann sollte man den Fahrradreifen wechseln?

Anders als bei Autos ist ein abgefahrenes Reifenprofil bei Fahrrädern in der Regel kein Problem. Wird allerdings bereits die Pannenschutzeinlage auf der Lauffläche sichtbar, ist es definitiv Zeit, den Reifen an Ihrem Fahrrad zu wechseln. Gleiches gilt natürlich auch, wenn dieser deutliche Schäden aufweist oder die Luft entweicht.

Eine pauschale Aussage, wie oft Sie die Fahrradreifen wechseln sollten bzw. ab welchem Alter, lässt sich nicht treffen, da deren Lebensdauer von vielen verschiedenen Faktoren abhängt. Egal ob Sie täglich zur Arbeit radeln oder nur gelegentlich am Wochenende mit dem Mountainbike durch den Wald fahren: Ihre Fahrradreifen sind einem stetigen Verschleiß ausgesetzt und gehen früher oder später kaputt. Dann wird es Zeit für einen Austausch.

Benötigtes Werkzeug für den Reifenwechsel

In der Regel benötigen Sie Werkzeug, um einen Fahrradreifen zu wechseln. Ist das betreffende Laufrad mit einer Schraubenachse fixiert, benötigen Sie einen geeigneten Schraubenschlüssel, um diese zu lösen. Außerdem empfiehlt sich die Anschaffung eines Reifenhebers, wenn Sie Ihren Fahrradreifen wechseln möchten. Ohne Reifenheber geht es zwar theoretisch auch, aber es gestaltet sich oft deutlich schwieriger.

Kosten für den Fahrradreifenwechsel in der Werkstatt

Möchten Sie sich nicht selbst die Mühe machen, können Sie Ihren Drahtesel dafür in eine beliebige Fahrradwerkstatt bringen und den Fahrradreifen dort wechseln lassen. Dies dauert nicht lange und oft können Sie Ihr Fahrrad noch am gleichen Tag wieder abholen.

Wollen Sie in einer Fachwerkstatt den Fahrradreifen wechseln lassen, können die Kosten je nach Anbieter stark variieren. Für die reine Montage müssen Sie pro Rad mit 8 bis 20 Euro rechnen. Hinzukommen die Kosten für den neuen Reifen, welche einer noch größeren Preisspanne unterliegen: Es gibt günstige Reifen ab 10 Euro oder hochwertige Produkte, für die Sie 60 Euro oder mehr bezahlen.

Die Kosten für den Reifenwechsel fallen in der Regel nicht sehr hoch aus: Pro Rad müssen Sie hier mit 8 bis 20 Euro für die Montage rechnen. Dazu kommen dann noch die Anschaffungskosten für den neuen Reifen, welche stark variieren können. Möchten Sie einen besonders hochwertigen oder speziellen Reifen, können durchaus 60 Euro oder mehr fällig werden.

Anleitung zum Hinterradwechsel

Sie können natürlich auch selbst Hand anlegen.

  1. Stellen Sie den kleinsten Gang in Ihrer Fahrradschaltung ein.
  2. Drehen Sie Ihr Fahrrad um, sodass es auf Sattel und Lenker steht.
  3. Hat Ihr Fahrrad eine Felgen- oder Cantileverbremse, müssen Sie zunächst die beiden Bremsbacken zusammendrücken und das Bremsseil aushängen, ehe Sie den Fahrradreifen wechseln.
  4. Als nächstes müssen Sie die Achse des Laufrades lösen.
  5. Wollen Sie das Hinterrad ausbauen, müssen Sie auch hier zunächst die Schraubachsen lösen, wie gerade beschrieben.
  6. Falls Ihr Fahrrad über eine Kettenschaltung verfügt, können Sie deren Schaltwerk nach hinten drücken, wodurch sich die Kette löst.
  7. Hat Ihr Fahrrad hingegen eine Nabenschaltung, müssen Sie noch den Schaltzug lösen. Drehen Sie dazu den hinteren Teil der Schaltung in Richtung Vorderrad, bis Sie den Schaltzug samt Schraube herausziehen können. Lösen Sie den Zug vollständig aus der Halterung am Hinterrad.
  8. Ist das Rad frei, wird es Zeit, den Fahrradreifen zu wechseln.
  9. Ziehen Sie den neuen Reifen wieder auf das Rad, indem Sie dem Mantel mit dem Finger auf die Felge pressen (erst auf der einen Seite und dann auf der anderen).
  10. Montieren Sie das Laufrad wieder an Ihrem Fahrrad. Achten Sie dabei auf die korrekte Laufrichtung des Reifens.

Weitere Informationen zu Fahrradreparaturen

Neben dem Reifenwechsel gibt es noch weitere Services, die in einer Fahrradwerkstatt angeboten werden. Hier eine Übersicht:

  • Inspektion: Bei einer kleinen Inspektion werden alle Schrauben geprüft, Bremsen und Schaltung eingestellt sowie alle beweglichen Teile geölt. Materialkosten wie z.B. Bremsbeläge müssen gesondert bezahlt werden.
  • Kostenvoranschlag: Vom Checkup Service bis zum Premium Service bei jedem Paket wird dein Fahrrad oder E-Bike einmal komplett geprüft. Dabei erstellen erfahrene Mechaniker ein Angebot. Die Arbeiten starten erst, wenn der Kostenvoranschlag mit dir abgestimmt wurde.

Grundsätzlich kann man sagen, dass bei einer Fahrleistung > 2000 km pro Jahr auch jährlich ein Service sinnvoll ist, damit du immer sicher unterwegs bist. Solltest du mit deinem Fahrrad/E-Bike nicht so viel fahren, ist es auch ausreichende dein Rad jedes zweite Jahr oder bei einem konkreten Problem prüfen zu lassen.

Die Aufwände für Reparaturleistungen richten sich nach der AW-Liste des ZIVs. Materialkosten für Ersatzteile werden separat berechnet. Der Paketpreis bezieht sich ausschließlich auf die Arbeitsaufwände. Reparaturen und Materialkosten für Ersatzteile werden separat berechnet.

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