Fahrradträger für Mountainbikes mit 29 Zoll: Ein umfassender Überblick

Wenn die ganze Familie in den Urlaub fährt, stellt sich oft die Frage, wie die Fahrräder transportiert werden sollen. Früher wurden Fahrräder oft auf dem Dach transportiert, doch inzwischen gibt es vielfältige Alternativen. Inzwischen ist die Familie wieder gewachsen und den Kofferraum belegen wichtigere Dinge: Kuscheltierhorden, Sandspielzeug und Wasserpistolen etwa.

Es gibt die unterschiedlichsten Arten, sein Sportgerät in und am Auto zu transportieren - jede hat ihre Vor- und Nachteile. Welche für Sie die passende ist, erklären wir in unserer Kaufberatung.

Fahrradträger fürs Dach

Das Autodach dient seit jeher dem Transport der verschiedensten Dinge. Koffer, Boote, Couchen und natürlich auch Fahrräder. Wobei letztere immer seltener aus den Urlaubskaravanen auf den Autobahnen ragen. Sofern man bereits im Besitz der nötigen Querträger ist, hält sich der Anschaffungspreis meist in Grenzen.

Zudem bleibt der Kofferraum frei zugänglich und die Sicht nach hinten uneingeschränkt. Bequem zu beladen sind die Fahrradträger auf dem Fahrzeugdach allerdings nur, wenn die Fahrzeughöhe möglichst gering ist und die Bikes wenig wiegen. Wirklich geeignet sind eigentlich nur Autos, die nicht höher als 1,50 Meter sind. Und schon hier haben normalgroße Menschen oft Schwierigkeiten, die Bikes ohne Kratzer am Lack in die Halterungen zu hieven.

Grundvoraussetzung: Querträger am Dach

Je nachdem ob Ihr Fahrzeug eine Dachreling besitzt oder nicht, gibt es unterschiedliche Querträger-Systeme. Preiswerte Grundträger für die Dachreling gibt es schon ab gut 50 Euro. Wer keine Dachreling besitzt, braucht einen zum Fahrzeug passenden Querträger. Diese Systeme sind meist etwas teurer in der Anschaffung. Für unseren Test haben wir ein Thrubar-Set von Yakima zur Verfügung gestellt bekommen.

Der hochwertige Querträger kann über Adapter an diverse Fahrzeugtypen angepasst werden, ist in der Breite sehr flexibel und verfügt über eine T-Nut. Hier können Dachträger oder andere Transportsysteme wie Dachboxen einfach eingeschoben werden. Der Preis für die Thrubar Träger beträgt ca. 250 Euro.

Fahrradträger am Dach: wenig E-MTB-tauglich

Für E-Bikes kommt diese Art des Radtransports in der Regel nicht in Frage. Auch, weil die meisten Dachträger nur für maximal 20 Kilo zugelassen sind. Bei dieser Art von Fahrradträger selbst hat sich in den letzten Jahren dennoch einiges getan: Schienen für breite Reifen, Adapter für die unterschied­lichen Steckachssysteme oder praktische Schnellverschlüsse - mit den klapprigen Trägern von einst, mit einfacher U-Profil-Schiene und Drehverschluss an zwei dünnen Haltestangen, haben die meisten aktuellen Modelle nur noch wenig gemein.

Vor- & Nachteile Fahrradträger Dachmontage

  • + Preiswert: Dachträger sind häufig relativ günstig in der Anschaffung im Vergleich zu anderen Systemen.
  • + Auf Augenhöhe: Hat man die Bikes erst mal auf den Dachträger gehievt, lässt sich der sichere Sitz bequem auf Augenhöhe kontrollieren.
  • + Vielseitig: Um einen Dachträger zu nutzen, benötigt man zusätzlich einen Grundträger für die Dachreling. Dieser ist dann allerdings vielseitig einsetzbar und eignet sich unter anderem für den Transport von Dachbox, Surfbrett oder Dachzelt.
  • + Zugänglich: Der Dachträger ist das einzige außen montierte System, das einen problemlosen Zugang zum Kofferraum gewährt. Zudem bleibt die Sicht nach hinten frei, Nummernschild und Beleuchtung bleiben sichtbar.
  • - Verbrauch: Durch die exponierte Position auf dem Dach steigt der Spritverbrauch deutlich an. Auch nervige Wind­geräusche sind ab einer bestimmten Geschwindigkeit bei der Nutzung von Dachträgern keine Seltenheit.
  • - Beladen: Der wohl größte Nachteil dieses Systems ist die hohe Ladekante. Gerade klein gewachsene Personen bekommen hier schnell Probleme. Je schwerer die Bikes, desto unangenehmer wird das Beladen des Trägers.
  • - Gewicht: Bei vielen Dachträgern liegt das Gewichtslimit bei etwa 18 bis 20 Kilo. Für die schweren E-Bikes kommt dieses System somit nicht in Frage.
  • - Höhe: Die Ladung auf dem Dach beschränkt die Durchfahrtshöhe, das sollte man auch stets im Kopf behalten. Und bei Unfällen können die Bikes zu Geschossen werden.

4 Dachträger-Systeme im Detail

Yakima Highspeed - Top für Steckachsen

Sehr hochwertiger Fahrradträger, der in wenigen Minuten werkzeuglos auf den Querträgern montiert ist. Ein Umbau auf T‑Slot-Träger ist ebenfalls möglich. Das Beladen ist denkbar einfach: Die Steckachse des Bikes wird in die Halterung ein­ge­setzt und per Drehverschluss gesichert.

Sowohl 9-Millimeter-Schnellspanner als auch alle gängigen Steckachs-Formate wer­den problemlos geklemmt. Die Hinterradaufnahme bietet sogar Fatbike-Reifen ausreichend Platz. Der begrenzende Faktor beim Highspeed ist der maximale Radstand von nur knapp über 120 Zentimeter.

Thule UpRide - ohne Rahmenkontakt

Dank seiner cleveren Klemmung ist der Thule UpRide Fahrradträger besonders schonend für Carbonrahmen. Dass der Vorderreifen montiert bleibt, spart zudem Platz im Kofferraum. Die variable Halterung eignet sich selbst für Fatbike-Reifen und Kinder-Bikes bis etwa 20 Zoll.

Auch lange Radstände nimmt der Thule Radträger problemlos auf. Die gewünschte Radgröße wird an der Halterung voreingestellt, anschließend wird der Vorderreifen per Ratsche fixiert. Auf der Rückseite der Schiene befindet sich ein Kabelschloss zur Sicherung des Fahrrads, der Träger Thule UpRide selbst ist ebenfalls abschließbar.

Rockbros XP1001 - Saugnapf-Montage

Der Rockbros Fahrradträger kann dank Saugglocken auf jedem Autodach ohne Grundträger montiert werden. Die biegsame Halteschiene passt sich Wölbungen an. Voraussetzung für eine stabile Verbindung sind saubere, staubfreie Kontaktflächen ohne Kanten, wie bei­spiels­weise beim Übergang zum Schiebedach.

Die Handhabung mit der Unterdruckpumpe ist einfach und die Verbindung ist - auch wenn die Konstruktion der Rockbros Fahrradhalterung anfangs wenig vertrauenswürdig wirkt - bombenfest. Über die separat erhältlichen Adapter lassen sich alle aktuellen Steckachssysteme befestigen.

Elite Sanremo 40 / für verschiebbare Dachträger

Der Elite San Remo überzeugt mit seiner kompakten Bauweise und lässt sich an die Grundträger der meisten bekannten Hersteller in beide Richtungen montieren. Praktisch und einfach in der Handhabung ist das Klemmprinzip, das wie der Schnellspanner beim Fahrrad funktioniert.

Adapter für 15-Millimeter-Steckachsen sind separat erhältlich. An der Hinterradaufnahme und am zulässigen Gesamtgewicht erkennt man, dass der Elite eher für Road- und Gravelbikes konzipiert wurde. Doch auch für Carbon-Bikes ist der Sanremo eine sinnvolle Option. Der Hersteller beschränkt die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 110 km/h.

Fahrradträger für die Anhängerkupplung

Glücklich ist, wer sich im Besitz einer Anhängerkupplung am Auto befindet. Denn der Kupplungsträger gehört mit zur angenehmsten Form, sein Fahrrad von A nach B zu transportieren. Hochwertige Fahrradträger kommen meist nahezu komplett vormontiert aus der Verpackung und sind in der Regel mit wenigen Handgriffen auf dem Kugelkopf der Kupplung befestigt.

Angenehm ist auch das Beladen aufgrund der geringen Hubhöhe. Viele Hersteller bieten zusätzlich Auffahrtsschienen als Zubehör, die das Verladen schwerer Räder erleichtern.

Kupplungsträger: Voll E-MTB-tauglich

Alle Kupplungsträger in unserem letzten Test boten eine maximale Zuladung von 30 Kilo pro Schiene, womit selbst die schwersten E-Bikes transportiert werden können. Der limitierende Faktor ist dann die Stützlast der Anhängerkupplung. Doch auch beim Fahrradträger selbst gibt es ein paar Punkte zu beachten: So sollte der Abstand der Schienen zueinander nicht weniger als 190 Millimeter betragen.

Ansonsten drängen sich die Bikes wie die Sardinen in der Büchse und Rahmen und Hinterbauten reiben aneinander oder lassen sich nur schwer optimal platzieren. Auch besonders lange Radstände stellen manche Fahrradträger vor ein Problem, weil sich die Laufräder dann nicht mehr ordentlich befestigen lassen. Wer Bikes mit besonders verwinkelten Rahmen besitzt, sollte vor dem Kauf checken, ob der Fahrradträger überhaupt eine sichere Anbringung ermöglicht.

Neben den meist üblichen Klauen-Greifern bieten Halte­arme mit Ratschenband oft bessere Befestigungsmöglichkeiten. Sie sind auch bei druckempfindlichen Carbonrahmen die erste Wahl.

Tipp: Sicher unterwegs

Um die Belastung während der Fahrt möglichst gering zu halten, sollten Sie das schwerste Rad an erster Position auf dem Fahrradträger montieren - also möglichst nah am Auto. Nach ein paar Kilometern Fahrt überprüfen Sie den sicheren Sitz des Trägers auf der Kupplung sowie sämtliche Befestigungspunkte an den Fahrrädern.

Auch wenn die meisten Fahrradträger über abschließbare Greifarme verfügen, sollten Sie bereits bei kurzen Standzeiten die Fracht zusätzlich mit einem hochwertigen Schloss sichern. Schließen Sie dabei den Rahmen an den Fahrradträger und sichern Sie die Laufräder mit einem passenden Kabelschloss. Bei unzureichendem Schutz kann die Versicherung eine Schadensersatzforderung verweigern.

Vor- & Nachteile von Fahrradträgern für die Anhängerkupplung

  • + Montage: Sofern der Kugelkopf der Kupplung fettfrei ist, klemmt der Fahrradträger meist mit wenigen Handgriffen am Heck des Fahrzeugs. Viele Modelle lassen sich nach Gebrauch platzsparend zusammenklappen und im Keller verstauen.
  • + Hubhöhe: Die Bikes müssen zum Beladen nur wenige Zentimeter angehoben werden. Gerade bei schweren Modellen oder E-Bikes ein großes Plus im Vergleich zu anderen Systemen. Über Auffahrtsschienen lassen sich die Bikes bequem auf den Träger rollen.
  • + Verbrauch: Weil die Bikes zum größten Teil im Windschatten des PKW reisen, steigt der Spritverbrauch bei dieser Art Fahrradträger nur in geringem Maße.
  • - Kofferraum: Dank cleverer Abklappfunktion bleibt der Kofferraum bei den meisten Kupplungsträgern zwar zugänglich. Beim Beladen mit schweren Gegenständen steht der Träger trotzdem im Weg. Für Busse oder Vans braucht man einen Fahrradträger, der extra weit nach unten abklappt.
  • - Sicht: Die Bikes auf dem Kupplungsträger stehen direkt vor der Heckscheibe und beeinträchtigen die Sicht nach hinten. Außerdem ist die Ladung am Heck in vielen Ländern kennzeichnungspflichtig.
  • - Schmutz: Auf dem Kupplungsträger stehen die Bikes voll in der Dreckschleppe des eigenen Fahrzeugs. Gerade bei Regenwetter oder an Wintertagen keine schöne Sache und auch nicht gerade schonend fürs Material.

4 Fahrradträger für die Kupplung im Detail

Yakima JustClick2

In unserem letzten Test landete Yakima JustClick auf dem zweiten Platz. Die Montage auf der Kupplung ist top: aufsetzen, ausrichten, abklappen - ganz ohne Hebel. Auch die Verarbeitung ist an­sprechend. Die Schienen lassen sich einfach ausfahren und schlucken breite Reifen ebenso locker wie lange Radstände. Die solide gummierten Greifer lassen sich mühelos abnehmen, der Bügel bietet viele Montagepositionen.

Durch die leicht erhöhte zweite Schiene entsteht viel Platz zwischen den Bikes. Praktisch: kleine Rollen zum Transport, breites Pedal zum Abkippen und die Halterung für die optionale Auffahrtsschiene. Über eine zusätzliche Schiene kann der Yakima Fahrradträger auf drei Bikes erweitert werden.

Thule EasyFold XT3

Trotz des hohen Gewichts lässt sich der Fahrradträger Thule EasyFold XT3 leicht auf der Anhängerkupplung montieren. Der Fahrradträger ist toll verarbeitet, erfordert kaum Montageaufwand und er ist sehr variabel. Die breiten Schienen bieten sogar Fatbike-Reifen genügend Platz.

Die soliden und handlichen Greifarme mit Drehmomentbegrenzer lassen sich abnehmen, alle Ratschen für die Laufräder leicht bedienen. Die Riemen können zum Beladen seitlich verstaut werden und sind so nicht im Weg. Moderne Rahmen stoßen auf den äußeren Plätzen aber schnell aneinander. Nach Gebrauch faltet man die Schienen einfach nach oben, verstaut den Stecker auf seiner Halterung und rollt den Thule rückenschonend an seinen Lagerplatz.

Westfalia Bikelander

Kompakt gefaltet kommt der sauber verarbeitete Westfalia Bikelander Fahrradträger auf die Anhängerkupplung. Der seitliche Hebel erschwert zwar etwas die Arretierung, rastet aber sauber ein. Solide Ratschen und versetzbare Laufradhalterungen verzurren das MTB sicher am Fahrradträger.

Vorbildlich sind die gummierten Greifer und die zusätzlichen Felgenschoner. Leider fällt es aufgrund des schmalen Bügels etwas schwer, die Greifarme passend zu positionieren. Auch der Klappmechanismus des Bikelander muss umständlich von innen und per Hand bedient werden. Seit der Schienenabstand auf 22,5 cm und die maximale Reifenbreite auf 7 cm angehoben wurden, finden auch moderne Bikes Platz auf der Bikelander Fahrradhalterung.

Uebler i21

Der Testsieger aus unserem letzten Vergleichstest ist kompakt. Da es heute zahlreiche Fahrräder mit breiten Reifen wie Mountainbikes oder Fatbikes gibt, muss beim Transport von diesen auch ein Fahrradträger zur Verfügung stehen, welcher auf die breiten Reifen ausgelegt ist.

So kann nämlich ein sicherer und schadenfreier Transport ermöglicht werden.

Fahrradträger für E-Bikes mit breiten Reifen und Fatbikes

Mittlerweile werden immer mehr Fahrradträger für E-Bikes oder Fatbikes mit breiten Reifen angeboten, sodass es kein Problem ist, einen passenden Träger zu finden. Jedoch sollte beachtet werden, dass die maximal zulässige Reifenbreite bei jedem Träger unterschiedliche ausfallen kann.

Es sollte beachtet werden, dass nicht alle Fahrradträger für breite Reifen baugleich sind und somit durchaus einige Unterschiede vorliegen können. Zum einen gibt es Fahrradträger, welche auf E-Mountainbikes ausgelegt sind, denn diese zeichnen sich typischerweise durch breitere Reifen aus als reguläre E-Bikes.

Solche Fahrradträger sind in jedem Fall auf eine Reifenbreite von mindestens 2 Zoll ausgelegt, welche aber in der Regel noch durch einen Adapter erweitert werden kann. Normalerweise eignen sich die meisten Fahrradträger für breite Reifen auch für E-MTBs.

Zum anderen gibt es spezielle Fahrradträger, welche neben breiten Reifen auch auf Reifen mit einem besonders großen Durchmesser ausgelegt sind. Der maximale Reifendurchmesser beträgt hier bis zu 29 Zoll. Viele Hersteller schreiben in Ihre Beschreibungen das Ihr Fahrradträger für E-Bikes geeignet ist.

Jedoch halten nicht alle Hersteller was Sie versprechen. Den neben den breiteren Reifen die vor allem bei E-MTBs vorkommen ist auch der Rahmen wesentlich breiter.

Weiterhin gibt es Fahrradträger, welche speziell auf Fatbikes ausgerichtet sind. Diese weisen unter allen Fahrradträgern die größte maximale Reifenbreite auf: Diese liegt teilweise bei über 4 Zoll und grenzt in einigen Fällen sogar an 5 Zoll an.

Bereits optisch fällt auf, dass die Schiene eines Trägers für Fahrräder mit breiten Reifen deutlich breiter und größer ist als die Schiene von einem regulären Fahrradträger. Aufgrund der Reifenbreite sind auch die Spannverschlüsse, welche durch die Felgen gezogen werden, deutlich länger.

Nachfolgend werden die besten und beliebtesten Fahrradträger für E-Bikes mit breiten Reifen sowie Fatbikes vorgestellt.

THULE EasyFold XT 2 EUFAB Finch Uebler i21
E-Bike geeignet: Ja Ja Ja
Diebstahlsicherung: Ja Ja Ja (60° / 90°)
Abklappbar: Ja Ja Ja
Abmessung gefaltet: 63 x 31 x 68 cm 30 x 67 x 34 cm 61 x 20 x 60 cm
Gewicht: 17,9 kg 17 kg 13 kg
Max. Zuladung*: 60 kg 60 kg 60 kg
Max. Radstand: 130 cm 130 cm 130 cm
Schienenabstand: 22 cm 22 cm 22 cm

Empfehlenswerte Modelle

THULE EasyFold XT 2: Ausgelegt für eine maximale Reifenbreite von 3 Zoll (mit Adapter bis 4,7″), wobei der maximale Reifendurchmesser 29 Zoll betragen darf. Außerdem lässt der XT 2 einen maximalen Abstand von 22 cm zwischen den 2 Fahrrädern zu. Ausgestattet ist der Fahrradträger darüber hinaus mit einem 13-poligen Stecker, über welchen die Rückleuchten und die Beleuchtung des Nummernschildes betrieben wird.

Uebler i21: Grundsätzlich beträgt die maximale Reifenbreite, welche von dem Fahrradträger unterstützt wird, bei 2,8 Zoll, wobei diese mit einem Adapter auf bis zu 4,5 Zoll erhöht werden kann. Unterstützt wird außerdem ein maximaler Achsabstand von 130 cm pro Fahrrad.

EUFAB Premium 2: Der Eufab Premium 2 eignet sich für E-Bikes und reguläre Fahrräder mit einer Reifenbreite von bis zu 2,2 Zoll (mit Adapter 3,25″). Es lassen sich 2 Fahrräder gleichzeitig auf dem Träger transportieren, wobei das zulässige Gesamtgewicht von 60 kg beachtet werden sollte. Durch das geringe Eigengewicht von nur 17 kg verspricht der Fahrradträger außerdem eine einfache Installation.

Gesetzliche Bestimmungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen

In Deutschland gilt für den Transport von Fahrrädern auf einem Fahrradträger grundsätzlich keine gesetzliche Geschwindigkeitsbegrenzung. Es ist aber empfehlenswert, sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung des Herstellers zu halten. In der Regel liegt diese bei 120 bis maximal 130 km/h.

Es sollte beachtet werden, dass in anderen EU-Ländern andere Gesetze zu Fahrradträgern gelten. So müssen diese in Italien und Spanien grundsätzlich mit einer rot-weißen Warntafel gekennzeichnet werden.

Nimmt der Fahrradträger die gesamte Breite des Autos ein, so müssen sogar 2 Warntafeln angebracht werden. In Italien darf der Fahrradträger außerdem eine maximale Länge von 30 % der gesamten Fahrzeuglänge einnehmen. In Spanien wiederum darf diese maximal 10 % der Fahrzeuglänge betragen, wenn diese teilbar ist.

Tests und Hersteller

Es gibt viele Tests für den E-Bike Fahrradträger. Das Internet ist voll mit E-Bike Fahrradträger Tests, jedoch werden die Fahrradträger nur selten getestet. Daher deklarieren wir unsere E-Bike Fahrradträger Übersicht klar als Vergleich und nicht als „Test“. Jedoch schauen wir uns für unseren Vergleich viele „Test Portale“ an und tragen die gesammelten Informationen hier zusammen.

Bekannte Hersteller von Fahrradträgern sind Atera, Uebler, THULE, Bullwing, EUFAB oder LAS.

ADAC-Test von Fahrradheckträgern

Der ADAC hat 13 kipp- und faltbare Fahrradträger für die Anhängerkupplung mit Platz für zwei Fahrräder getestet. Bei Handhabung, Qualität und Sicherheit gab es geringere Unterschiede, beim Preis jedoch größere. Die Ergebnisse.

Ergebnisse des ADAC-Tests

  • Gute Fahrradträger gibt es ab 400 Euro
  • Top: Trägerbefestigung fix4Bike
  • Schwierige Montage bei einigen Modellen

Die Preisspanne ist bei Heckträgern groß, doch der Test hat gezeigt, dass ein guter Fahrradheckträger nicht so teuer sein muss. Zwar wurde das teuerste Model von Uebler für den Preis von 730 Euro Testsieger und erhielt als einziges Modell das ADAC Urteil "sehr gut". Aber auch für rund 400 Euro ist schon ein guter Fahrradträger zu bekommen. Damit sind die Modelle insbesondere auch für den Transport von E-Bikes geeignet.

Die ADAC Experten bewerteten im Test ein Modell mit "sehr gut", zehn Modelle mit "gut" und zwei Modelle mit "befriedigend".

Zudem ist der Träger - bewertet mit dem ADAC Urteil "sehr gut" - das leichteste Modell im Test und zusammengefaltet nach der Demontage vom Fahrzeug das Modell mit dem geringsten Platzbedarf in der Garage. Das hat aber seinen Preis: Der Heckträger von Uebler kostet stolze 730 Euro und liegt im Testfeld damit am oberen Ende.

Fix4Bike-System

Fix4Bike ist eine neue Variante der Trägerbefestigung, die anstelle der Klemmung am Kugelkopf eine Fixierung über zwei Zapfen unterhalb des Kugelkopfs ermöglicht. Die Handhabung ist sehr einfach: Dank dieses Befestigungssystems wird der Fahrradträger mit nur einem Klick montiert und sofort ausgerichtet.

Dafür ist eine spezielle Anhängerkupplung mit einem geeigneten Kugelkopf nötig, der aber mittlerweile bei aktuellen Volvos und Teslas mit Anhängerkupplung serienmäßig lieferbar ist.

Fix4Bike-Fahrradträger sind für Fix4Bike-Anhängerkupplungen gedacht, die einen speziellen Haltemechanismus mit seitlichen Pins für die Befestigung des Heckträgers aufweisen.

Gewicht der Fahrradträger beachten

Nicht ganz unwichtig ist, immer auch das Gewicht der Fahrradträger zu beachten, da die Stützlast des Autos nicht überschritten werden darf. Generell gilt: Je leichter ein Träger ist, desto schwerer dürfen die zu transportierenden Fahrräder sein.

Das geringste Eigengewicht mit 13,2 Kilogramm hatte Testsieger Uebler. Die Heckträger der nahezu baugleichen Modelle von Norauto (ATU-Eigenmarke) und Hapro sowie des Modells von Eufab hingegen wiegen dann schon knapp 19 Kilogramm. Das schwerste Modell im Test war der Heckträger von Atera mit 21 Kilogramm.

Weitere Tipps vor dem Kauf

  • Maximal zulässige Stützlast des Autos ermitteln (siehe Fahrzeugschein).
  • In Bedienungsanleitung des Autos auch maximale Stützlast für Fahrradheckträger überprüfen, da diese bei manchen Herstellern von der maximalen Stützlast abweicht.
  • Gewicht zu transportierender Fahrräder ermitteln. Dann prüfen, wieviel Fahrräder auf dem Heckträger transportiert werden dürfen.
  • Bei höherwertigen Fahrrädern oder Pedelecs bzw. E-MTBs darauf achten, dass auch der Heckträger über eine Diebstahlsicherung verfügt.
  • Platz zur Lagerung des Fahrradträgers nach Demontage aussuchen. Auf die passende Steckverbindung achten (7 oder 13 Pole).

Wichtige Hinweise vor der Fahrt

  • Anhängerkupplung muss sauber und fettfrei sein.
  • Beladungshinweise des Trägers beachten. Fahrradträger nicht überladen: Eigengewicht Fahrradträger + Gewicht aller Fahrräder ≤ Stützlast.
  • Fahrradträger und Fahrräder auf sicheren Halt überprüfen.
  • Sperrige, schwere oder leicht zu verlierende Teile nach Möglichkeit vom Fahrrad abmontieren, wie zum Beispiel Akkus von Pedelecs.
  • Funktion der Beleuchtungsanlage prüfen. Zudem darf die Ladung laut StVZO nicht weiter als 40 Zentimeter über den Rand der Schlussleuchten des Heckträgers hinausragen. Sonst auf beiden Seiten mit der Beleuchtung durch eine weiße Leuchte nach vorne und eine rote Leuchte nach hinten kenntlich machen.
  • Nach 50 Kilometern anhalten und alle Schrauben und Gurte kontrollieren.
  • Ist eine dritte Bremsleuchte vorhanden, darf diese nicht verdeckt sein.

Methodik des ADAC-Tests

Für den Test wurden 13 Heckträgermodelle für zwei Fahrräder anonym beschafft und abwechselnd sechs unterschiedliche Fahrräder darauf montiert. In einem Praxistest wurden die Fahrradträger überprüft auf ihre Handhabung (40 Prozent der Gesamtnote), Qualität (40 Prozent der Gesamtnote) und Sicherheit (20 Prozent der Gesamtnote).

Fazit

Die Wahl des richtigen Fahrradträgers hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Art des Fahrrads (Mountainbike, E-Bike, Fatbike), die Art des Fahrzeugs (mit oder ohne Anhängerkupplung), die maximale Zuladung und die individuellen Bedürfnisse des Nutzers. Es ist ratsam, vor dem Kauf verschiedene Modelle zu vergleichen und gegebenenfalls eine Probemontage durchzuführen.

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