Motorradführerschein im Schnellkurs: Voraussetzungen und Möglichkeiten

Der Weg zum Motorradführerschein kann beschwerlich und lang sein. Termine für Fahrstunden müssen mit dem Fahrlehrer abgesprochen werden, und die Theoriestunden fallen möglicherweise ungünstig. Eine Fahrschule mit einem Intensivkurs kann Abhilfe schaffen, bei der es möglich ist, den Führerschein in kurzer Zeit zu machen.

Kann man den Motorradführerschein im Crashkurs machen?

Es ist durchaus möglich, den Motorradführerschein in einem Crashkurs zu erlangen. Dieser Intensivkurs dauert meist maximal vier Wochen. Einige Fahrschulen bieten entsprechende Kurse an.

Vorteile eines Crashkurses

  • Täglicher Theorieunterricht und Fahrstunden ermöglichen eine schnelle Umsetzung des Gelernten.
  • Die Termine in der Fahrschule müssen nicht über mehrere Monate mit anderen Verpflichtungen koordiniert werden.

Nachteile eines Crashkurses

  • Kritiker äußern Bedenken hinsichtlich des Lernerfolgs in kurzer Zeit.
  • Der Stress und Druck können für Fahrschüler in dieser Situation größer sein.

Voraussetzungen für den Motorradführerschein-Schnellkurs

Um überhaupt an einen Express-Führerschein denken zu können, müssen vorab einige Dinge erledigt werden:

  • Der obligatorische Erste-Hilfe-Kurs sollte absolviert sein.
  • Ein Sehtest vom Augenarzt oder Optiker muss vorliegen.

Sind diese Voraussetzungen geschaffen, muss eine Fahrschule, die einen Crashkurs anbietet, gefunden werden. Nicht jede Fahrschule bietet diese Option.

Ablauf der Ausbildung im Schnellkurs

Zunächst sollte beachtet werden, dass die Führerscheinausbildung aus Praxis und Theorie besteht. 14 Theoriestunden sind bei einem Führerschein der Klasse B Pflicht. Dabei müssen allerdings nicht alle Themengebiete abgedeckt werden. Bei den Fahrstunden ist ein gesetzliches Minimum von zwölf vorgegeben. Diese werden als Sonderfahrten bezeichnet. Das umfasst eine 3-stündige Nachtfahrt, eine 4-stündige Autobahnfahrt und eine 5-stündige Überlandfahrt. Sind diese Pflichtstunden erfüllt, steht einer Fahrprüfung nichts mehr im Weg. Allerdings werden in der Regel noch etwa mindestens zehn normale Fahrstunden zusätzlich vereinbart.

Steigen die Kosten bei einem Schnellkurs?

Bei einem Führerschein-Intensivkurs steigen die Kosten im Vergleich zu einer längeren Ausbildung in der Fahrschule nicht an. Wer die Fahrschule schnell hinter sich bringen möchte, hat in Deutschland die Möglichkeit dazu.

Pro und Contra Argumente für den Schnellkurs

Das Thema wird in Fachkreisen kontrovers diskutiert. Zu einem eindeutigen Ergebnis sind die Experten bisher nicht gekommen. Im Folgenden sollen einige Pro- und Contra-Argumente für bzw. gegen einen Schnellkurs genannt werden:

  • Die Ausbildungszeit ist verkürzt und wird ohne Pausen absolviert.
  • In der kurzen Zeit können nicht alle relevanten Punkte der Verkehrssicherhit vermittelt werden.

Motorradführerscheinklassen

Es gibt verschiedene Motorradführerscheinklassen, die sich nach Alter, Leistung und Hubraum des Motorrads unterscheiden:

  • AM: Kleinkrafträder bis 50 cm³ und 45 km/h (ab 15 Jahren).
  • A1: Leichtkrafträder bis 125 cm³ und 11 kW (ab 16 Jahren).
  • A2: Krafträder bis 35 kW (ab 18 Jahren).
  • A: Alle Krafträder ohne Leistungsbeschränkung (ab 24 Jahren oder 20 Jahren mit A2-Vorbesitz).
  • B196: Motorradfahren mit dem Autoführerschein (ab 25 Jahren und 5 Jahren Besitz des Autoführerscheins).

Motorradführerschein Kosten im Überblick

Die Kosten für den Motorradführerschein hängen stark davon ab, wo er gemacht wird. Hier eine Übersicht der möglichen Kostenpunkte:

  • Anmeldegebühr der Fahrschule: 200 - 300 Euro
  • Sehtest: 6,43 Euro
  • Erste-Hilfe-Kurs: 20 - 40 Euro
  • Übungsfahrten (pro 45 Minuten): 30 - 50 Euro
  • Sonderfahrten (pro Fahrt): 40 - 60 Euro
  • Gebühr der Fahrschule für die Vorstellung zur theoretischen Prüfung: 30 - 60 Euro
  • TÜV-Gebühr für die theoretische Prüfung: 22,49 Euro
  • Gebühr der Fahrschule für die Vorstellung zur praktischen Prüfung: 80 - 180 Euro
  • TÜV-Gebühr für die praktische Prüfung: 90 - 150 Euro
  • Gebühr für die Ausstellung des Führerscheins: 30 - 50 Euro

Motorradführerschein und Alter: Wer darf was fahren?

  • Mindestalter für die Führerscheinklasse AM und für die 125er-Klasse A1: ab 16 Jahre
  • Führerscheinklasse A2: mindestens 18 Jahre
  • Direkteinstieg Führerscheinklasse A: 24 Jahre

Theorie und Theorieprüfung

Für den Motorradführerschein ist eine umfangreiche Ausbildung in Theorie und Praxis nötig. Der theoretische Teil besteht aus 12 Unterrichtsstunden zu je 90 Minuten, in denen der Grundstoff vermittelt wird und vier 90-minütigen Theoriestunden mit speziellem Wissen zum Thema Motorrad. Bei einer Erweiterung des Führerscheins verkürzt sich der Grundstoff bei Inhabern der Klasse B auf 6 Theoriestunden. Inhaber der Führerscheinklassen A1 oder A2 können nach 2 Jahren die nächsthöhere Klasse erlangen und müssen dafür nur eine verkürzte praktische Prüfung ablegen.

Um die Theorieprüfung für den Motorradführerschein zu bestehen, gilt es in der theoretischen Prüfung 30 Fragen zu beantworten. Davon befassen sich 20 Fragen mit dem Grundstoff, sowie zehn mit dem Zusatzstoff Motorrad. Insgesamt dürfen maximal 10 Fehlerpunkte gemacht werden, wobei alle Fragen jeweils fest definierte Werte von 2 bis 5 Fehlerpunkten haben. Beim Vorbesitz der Führerscheinklasse B und einer Führerscheinerweiterung reduziert sich der Fragenkatalog auf 20 Fragen und maximal 6 Fehlerpunkte, um noch zu bestehen.

Die Theorieprüfung kann frühestens drei Monate vor dem Erreichen des Mindestalters für den entsprechenden Motorradführerschein absolviert werden. Für den Beginn der theoretischen Ausbildung gibt es kein vorgeschriebenes Mindestalter, in der Regel wird frühestens ein Jahr vor dem nötigen Mindestalter begonnen.

Fahrstunden und praktische Prüfung sowie OPFEP

Der praktische Ausbildungsteil auf dem Weg zum Motorradführerschein unterteilt sich in Übungsstunden und Pflichtstunden. Für die Pflichtstunden sind 12 Sonderfahrten zu jeweils 45 Minuten vorgeschrieben. Diese sind in 5 Überlandfahrten, 4 Autobahnfahrten und 3 Fahrstunden bei Dunkelheit aufgeteilt. Die Anzahl der Übungsstunden liegt im Ermessen des Fahrlehrers und hängt individuell von Können und Lernfortschritt des Fahrschülers ab.

Die praktische Prüfung für den Motorradführerschein dauert mittlerweile 70 Minuten. Vor Januar 2021 waren es noch 60 Minuten. Die "Optimierte Praktische Fahrerlaubnisprüfung" (OPFEP) sieht fünf Minuten mehr Zeit für Fahraufgaben während der Prüfung vor sowie fünf zusätzliche Minuten für das Feedbackgespräch mit Kompetenzeinschätzung. Damit geht eine 20-%ige Gebührenerhöhung einher (146 Euro). Bei einer Führerscheinerweiterung von A1 oder A2 auf die nächsthöhere Klasse reduziert sich die Prüfung auf 40 Minuten. Das Ablegen der Prüfung darf erst einen Monat vor Erreichen des Mindestalters für den Motorradführerschein stattfinden.

Die passende Fahrschule finden

Fahrschule ist nicht gleich Fahrschule. Entsprechend ist die Wahl der passenden Fahrschule für den Erwerb des Motorradführerscheins von enormer Bedeutung. Wir haben einige Tipps für die Auswahl der passenden Motorradfahrschule:

  • Die Fahrschule sollte eine kostenlose Theorie-Schnupperstunde zulassen. Der Fahrschüler kann dabei feststellen, ob ihm der Fahrlehrer passt.
  • Der Theorieunterricht wird von einem qualifizierten Fahrlehrer und nicht von einer Hilfskraft gehalten.
  • Die praktische Ausbildung erfolgt von Anfang bis Ende bei ...

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