Falter E-Bike Zahnriemen: Vor- und Nachteile

Beim Fahrrad gibt es verschiedene Formen des Antriebs: Ketten- und Riemenantriebe. Herzstück des Riemenantriebs ist keine klassische Fahrradkette, sondern ein Treibriemen mit Zahnung. Er besteht in aller Regel aus Gummi oder Kunststoff und überträgt die Kraft auf ein großes Zahnrad am Tretlager und eine kleine Zahnradscheibe am Hinterrad.

Anschließend setzt sich das Bike in Bewegung. Schmiere, Öl oder Fett sind dabei für den reibungslosen Betrieb nicht nötig, zudem verfügen hochwertige Konstruktionen über Tools, die bei Schlamm oder Schnee die Selbstreinigung verbessern. Dadurch sinkt der Pflege- bzw. Wartungsaufwand und - auch das ist manchen Bikern wichtig - die Sorge um schmutzige Hosenbeine entfällt.

Da der Riemenantrieb wenig Pflege benötigt, eignet er sich für alle, die sich einen zuverlässigen, unkomplizierten und langlebigen Antrieb wünschen. Für sportliche Fahrer ist die Kette meist die bessere Wahl, da sie weniger wiegt als ein Riemenantrieb mit Nabenschaltung und sie einen höheren Wirkungsgrad hat.

Vorteile des Riemenantriebs

Riemenantriebe gibt es bereits seit über 10 Jahren. Der Gates Carbon Drive überträgt das Prinzip aus dem Automobilbau aufs Fahrrad.

Fahrräder mit Nabenschaltung und Riemenantrieb stehen für eine wartungsarme, zuverlässige und saubere Fortbewegung. Ein Zahnriemen besteht aus Carbonfasern, die in einer Polymerhülle eingebettet sind. Gates Carbon Drive zählt zu den bekanntesten Systemen.

In Kombination entsteht ein Antrieb, der wetterfest, langlebig und fast wartungsfrei arbeitet. Keine Schmierung, kein Kettenöl, kein Dreck. Ein Riemen nutzt keine Kettenglieder, sondern überträgt die Kraft über Zahnelemente. Dadurch entfällt das Nachspannen. Im Gegensatz zum Kettenantrieb arbeitet ein Riemen nahezu lautlos.

Besonders beim Fahrerlebnis zeigt sich der Vorteil. Kein Klappern, keine Sprünge beim Gangwechsel, alles läuft leise, präzise und geschmeidig. Pendler profitieren von der Verwendung besonders. Morgens zur Arbeit fahren ohne sich um Schmutz oder Geräusche kümmern zu müssen spart Zeit und Nerven. E-Bikes mit dieser Technik ermöglichen sorgenfreies Fahren mit elektrischer Unterstützung. Besonders für Vielfahrerinnen und Vielfahrer lohnt sich das.

Fahrradfahrer schätzen die Langlebigkeit eines Riemenantriebs. Im Gegensatz zur klassischen Fahrradkette verschleißt ein Carbonriemen deutlich langsamer. Kein Kettenöl, kein Rost, keine schmutzigen Hosenbeine. Gerade im Stadtverkehr bietet das klare Vorteile.

Zahnriemen werkeln leise und reduzieren den Pflegeaufwand, treiben das Preisniveau aber kräftig nach oben. Ansonsten spart ein Riemenantrieb verglichen mit einem Set aus Kette, Kettenblatt und Ritzel rund 200 bis 250 Gramm an Gewicht, außerdem bescheinigen Fachleute der Riemenkonstruktion eine deutlich längere Lebensdauer.

Mit einem Gates-Riemenantrieb bleibt das Fahrrad schön sauber. Die Pflege des Gates Carbon Drive ist um einiges unkomplizierter als die einer Kette. Dies ist besonders für Gelegenheitsradler, oder aber für Pendler ein klarer Vorteil. Dank des Kunststoff-Riemens kann sich kein Rost bilden. Eine Kette muss hierfür regelmäßig geschmiert werden, was zu verschmutzten Händen und Hosenbeinen führen kann.

Riemenantriebe benötigen weder Öl noch regelmäßige Reinigung. Ein einfacher Wasserstrahl reicht, um den Antrieb sauber zu halten. Die Fahrt durch Regen, Matsch oder Staub beeinträchtigt die Funktion nicht. Aluminiumrahmen und versiegelte Lager schützen zusätzlich vor äußeren Einflüssen.

Hier punktet ganz klar der Gates-Riemenantrieb: Hält eine gut gepflegte Kette bei normaler Belastung ca. 7.000 Kilometer - eventuell 10.000 mit speziellem Kettenschutz - so schafft der Gates-Riemenantrieb locker doppelt oder dreifach so viele Kilometer. Die eingearbeitete Carbon-Faser sorgt für beständige Effizienz sowie eine lange Lebensdauer.

Wie bereits erwähnt, sorgt diese auch dafür, dass sich der Riemenantrieb nicht verlängert und nicht so schnell ausgetauscht werden muss, wie die klassische Kette. Ist der Gates-Riemenantrieb korrekt installiert und ausgerichtet, so gibt es nahezu keine Geräuschentwicklung.

Nachteile des Riemenantriebs

Aller Vorteile zum Trotz konnten sich Bikes mit Riemenantrieb bisher nicht wirklich durchsetzen. Das hat mehrere Gründe. So sind die Anforderungen an den Rahmen deutlich höher als bei einem klassischen Kettenrad, denn der Riemenantrieb funktioniert nur, wenn die Zahnradscheiben und deren Achsen exakt parallel verlaufen und sich der Rahmen nicht verzieht.

Weiterhin ist es notwendig, dass der Riemen immer die richtige Spannung aufweist - und um das zu kontrollieren, braucht es Expertise. Die Spannung des Riemens sollte regelmäßig überprüft und gewartet werden. Der Gates-Riemenantrieb muss bei jedem Radausbau neu gespannt werden.

So sind die Anforderungen an den Rahmen deutlich höher als bei einem klassischen Kettenrad, denn der Riemenantrieb funktioniert nur, wenn die Zahnradscheiben und deren Achsen exakt parallel verlaufen und sich der Rahmen nicht verzieht. Er muss deshalb außerordentlich steif sein, was die Bikes teuer macht.

Tipp: Riemenbetriebene gibt es auch unter den E-Bikes. Da für einen Gates-Riemenantrieb nämlich auch ein passender Fahrradrahmen benötigt wird, ist es sehr kostspielig und kompliziert, das Antriebssystem im Nachgang zu ändern und ist nicht zu empfehlen. Man sollte sich also bereits vor der Anschaffung genauestens informieren, ob es ein Fahrrad oder E-Bike mit Riemenantrieb sein darf.

Zudem benötigt man auf einer Tour immer ein Ersatzexemplar. Denn wenn der Riemen doch einmal reißt, lässt er sich anders wie eine Kette nicht per Nietdrücker und Ersatzglied reparieren. Und: Die Montage ist schwierig und nur für einen Mechaniker oder für Biker mit soliden Technikkenntnissen machbar.

Vorstellen könnte ich mir Probleme mit der hinteren Zahnscheibe im Winter. Für eine halbwegs flotte Fahrt muss die recht klein sein. Das könnte bei Schnee Probleme geben. Am Birdy mit seinem 13er Ritzel (Kettenantrieb) hatte ich die im Winter schon mal. Das setzt sich zu und die Kette rutscht drüber.

Probleme hast Du einfach immer dann, wenn mal was kaputt geht. Dann brauchst Du einen speziellen Riemen in bestimmter Länge. Und den wird wohl nicht jeder Händler vorrätig haben. Die Ketten hingegen sind Standard Teile und leicht zu kürzen. Für mich haben - am Faltrad - die Riemen heute nicht genug Vorteile um ihre Nachteile auszugleichen.

Der Gates-Carbon Drive ist äußerst strapazierfähig und robust, allerdings muss man vor und während des Einbaus unbedingt darauf achten, diesen nicht aus Versehen kaputt zu machen. Werden die Carbon-Stränge beschädigt, können am Riemen kaum sichtbare Knicke und Risse entstehen, die zum Bruch des Riemens führen. Um das Gates-Riemen-System optimal nutzen zu können, ist die korrekte Spannung entscheidend.

Kosten und Nachrüstung

Ein Fahrrad mit Riemenantrieb erhältst du für einen Preis ab circa 1000 Euro. Ein E-Bike mit Riemenantrieb gibt es für einen Preis ab circa 2000 Euro. Willst du dein Rad mit einem Riemenantrieb nachrüsten , musst du mit Materialkosten von 200 bis 400 Euro rechnen. Den Riemen erhältst du für circa 50 Euro, pro Riemenscheibe zahlst du etwa 60 bis 100 Euro.

Eine Alternative ist der teilbare Riemen von Veer, für den kein Rahmenschloss notwendig ist. Hier kostet der komplette Riemenantrieb 349 Euro. Achte darauf, dass du einen Kurbelsatz mit dem passenden Lochkreisdurchmesser brauchst, um einen Riemenantrieb verwenden zu können. Hast du keinen, kostet dich ein passender Kurbelsatz zusätzlich 50 bis 250 Euro.

Du kannst einen Riemenantrieb nur nachrüsten , wenn der Fahrradrahmen ein Rahmenschloss hat. Die Möglichkeit, einen Riemenantrieb nachzurüsten, hängt stark vom spezifischen Fahrradrahmen und dem Fahrradtyp ab. Nicht alle Fahrräder sind für die Nachrüstung mit einem Riemenantrieb geeignet.

Riemenantrieb vs. Kettenantrieb

Beim Fahrrad gibt es verschiedene Formen des Antriebs: Ketten- und Riemenantriebe. Der klassische Kettenantrieb, welcher in vielen E-Bikes verbaut ist besteht aus Metallgliedern. Ein Riemenantrieb bleibt dagegen länger stabil. Selbst bei hoher Belastung verändert sich die Leistung kaum. Auch das Risiko eines Kettenrisses entfällt. Ein Riemenschloss ermöglicht das einfache Öffnen und Schließen des Antriebs.

Für sportliche Fahrer ist die Kette meist die bessere Wahl, da sie weniger wiegt als ein Riemenantrieb mit Nabenschaltung und sie einen höheren Wirkungsgrad hat. Ein Kettenantrieb nutzt bewegliche Glieder, die sich dehnen können. Ein Riemen besteht aus festen Fasern. Kraft wird direkt übertragen. Dadurch verbessert sich die Effizienz.

Trotzdem gibt es immer noch Unklarheiten. Im Gegensatz zu der herkömmlichen Fahrrad-Kette, verfügt der Riemen auf seiner Innenseite über Nylon-Zähne. Die größere Riemenscheibe befindet sich an der Kurbel. Die zweite, kleinere Scheibe befindet sich an der Hinterradnabe. Der Riemen wird zwischen diesen beiden Scheiben - Sprockets genannt - gespannt.

Riemenantriebe können nur mit Nabenschaltungen, Tretlagerschaltungen oder einem Singlespeed kombiniert werden. Sie können nicht von links nach rechts über verschieden große Zahnkränze bewegt werden. Außerdem benötigen sie spezielle Fahrradrahmen, die am Hinterbau geteilt werden können. Da der Gates-Riemen geschlossen ab Werk kommt, muss für den Einbau der Rahmen des Fahrrads geöffnet werden können.

Die Werbung der Riemenhersteller verspricht, dass der Antrieb leise und sehr haltbar ist. Da man allerdings auf Singlespeed, Naben- und Tretlagerschaltungen limitiert ist, sollte man keine Vergleiche zur Kettenschaltung ziehen. Ein solcher einfacher Kettentrieb läuft auch nahezu geräuschfrei und kann auch 20.000 km halten.

Unter den Aspekten Kosten, Effizienz (teilweise strittig diskutiert), Rahmenanforderungen, Vielseitigkeit, Umrüstbarkeit, Ersatzteile liegt die Kette vorn. Die aktuelle e-Bike Variante der 5-Gang Nexus ist auf die höheren Drehmomente der Motoren ausgelegt.

Wer viel unterwegs ist, profitiert vom Riemenantrieb. Wer oft ins Gelände fährt und komplexe Schaltungen braucht, greift eher zur Kette. Auch wer auf ein geringes Budget achtet, findet bei Kettenbikes mehr Auswahl.

Nabenschaltungen und E-Bikes mit Riemenantrieb

Nabenschaltungen wie Shimano Alfine oder Rohloff integrieren bis zu 14 Gänge in einem geschlossenen System. Eine externe Kettenschaltung ist dadurch überflüssig. Riemenantriebe können nur mit Nabenschaltungen, Tretlagerschaltungen oder einem Singlespeed kombiniert werden.

Nabenschaltungen sind aber schwerer als Kettenschaltungen. Dann ist ein „Spielen“ mit dem Übersetzungsumfang kaum möglich. Und wenn doch ausgesprochen teuer. Ein anderes Ritzel für eine Nabenschaltung mit Kettenantrieb kostet um die 5 Euro.

Für viele Radfahrer lohnt es sich, beim Kauf etwas mehr Geld zu investieren und dafür an Gewicht zu sparen. Je leichter das Fahrrad, umso schneller lässt es sich beschleunigen. Außerdem ist ein geringes Gewicht sehr praktisch, wenn du dein Fahrrad aus dem Fahrradkeller hochtragen musst.

Viele E-Biker legen Wert auf Komfort, Wartungsarmut und langlebige Technik. Gerade Pendler und Alltagsfahrer greifen deshalb zur Kombination aus Riemenantrieb und Nabenschaltung. Diese Eigenschaften sorgen für ein zuverlässiges Fahrerlebnis. Einige Hersteller bieten spezielle Varianten für Herren an. Rahmen mit hoher Stabilität und klarer Linienführung verbinden Funktionalität mit Ästhetik. Auch das Design passt zum modernen Anspruch vieler Käufer. Ein E-Bike mit Riemenantrieb bringt Komfort, Sauberkeit und Effizienz zusammen.

Modelle und Hersteller

Immer mehr Marken führen Fahrräder mit Riemenantrieb und Nabenschaltung im Sortiment. Diese Modelle sind meist mit Beleuchtung, Schutzblechen und Gepäckträger ausgestattet. Vor dem Kauf lohnt sich ein Blick auf Rahmengröße, Antriebsart und Anzahl der Gänge.

Viele nutzen ein City Bike für kurze Strecken oder Alltagsfahrten. Gerade in Kombination mit einer Nabenschaltung entsteht ein wartungsfreier Alltagsbegleiter. Modelle wie das Gazelle Ultimate C8 oder das Kalkhoff Endeavour setzen auf diese Technik.

Riese und Müller, Kalkhoff, Gazelle oder Stromer: Viele etablierte Marken nutzen Riemenantriebe. Diese Hersteller kombinieren Performance mit Komfort und setzen auf moderne Konstruktion. Besonders bei Pedelecs ist die Auswahl groß.

Zusammenfassung

Die Entscheidung für oder gegen einen Riemenantrieb hängt stark von den individuellen Bedürfnissen und Präferenzen ab. Wer Wert auf geringen Wartungsaufwand, Langlebigkeit und ein sauberes Fahrerlebnis legt, ist mit einem Riemenantrieb gut beraten. Sportliche Fahrer und solche, die Wert auf geringes Gewicht legen, sollten eher zu einem Kettenantrieb greifen. Letztendlich ist es wichtig, sich vor dem Kauf umfassend zu informieren und die verschiedenen Optionen gegeneinander abzuwägen.

Vorteile Nachteile
Wartungsarmut Höherer Anschaffungspreis
Lange Lebensdauer Höhere Anforderungen an den Rahmen
Sauberkeit (kein Öl, kein Schmutz) Schwierigere Reparatur unterwegs
Leiser Betrieb Weniger Flexibilität bei der Übersetzung
Wetterbeständigkeit Nachrüstung oft schwierig

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