Immer mal wieder stellt sich das Problem, einen Stoßdämpfer zerlegen zu müssen. Sei es für eines meiner Motorräder oder weil ich mal wieder aus Schrott eine Lampe bauen möchte. Bislang hat mir dafür das passende Werkzeug gefehlt. Deshalb habe ich mir jetzt eines gebaut.
Verschiedene Federspanner-Typen
Bei meiner Suche nach entsprechendem Werkzeug bin ich auf ganz unterschiedliche Ansätze gestoßen.
Klassische Federspanner
Der Klassiker sind Federspanner, die ein- oder beidseitig in die Feder greifen und diese mittels Haken und Gewinde zusammenziehen. Zum Beispiel diesen hier. Ich habe so einen nie besessen, aber ich stelle mir das blöd vor. Die Spanner sind sehr klein und haben noch dazu sehr breite Haken. Ob man damit wirklich jede Feder problemlos gespannt bekommt?
Federspanner mit stabilem Ständer
Alternativ gibt es welche mit stabilem Ständer, bei denen der Stoßdämpfer aufrecht eingespannt und dann im ganzen mit einer am Boden befestigten Presse ähnlich einem Wagenheber zusammengedrückt wird. Sowas hier. Sieht überzeugend aus, ist aber sehr groß und verdammt teuer.
Federbeinpresse
Außerdem habe ich eine sogenannte Federbeinpresse gefunden. Interessantes Konzept und obendrein recht günstig. Allerdings fand ich, dass das Werkzeug auf dem Bild etwas windig aussieht. Schließlich will ich damit auch dicke Zentralfederbeine zerlegen können.
Eigenbau einer Federbeinpresse
Also habe ich mich entschieden, inspiriert von diesem Konzept meine eigene Presse zu bauen. Als Grundlage diente ein Stück Vierkantrohr. Der Hebel, mit dem der Stoßdämpfer zusammengepresst wird, ist zerlegbar und besteht aus zwei stabilen Flachstählen und einem Stück Rundholz, das als Griff und Hebelverlängerung dient. Um verschieden lange Stoßdämpfer einspannen zu können, verfügen die Flachstähle über drei verschiedene Löcher, in denen das Dämpferauge befestigt werden kann.
Am anderen Ende des Vierkantrohres ist eine runde, 3 mm starke Stahlscheibe angeschweißt, die oben geschlitzt ist. In diesen Schlitz kommt später die Kolbenstange des Dämpferelements. Die Spitzen links und rechts des Schlitzes habe ich leicht gegenläufig gebogen, damit die Feder hindurchpasst.
Gekostet hat mich das Ding nur gut eine Stunde Arbeit. Das Ding funktioniert einwandfrei. Ich habe testweise mehrere Dämpfer zerlegt. Egal ob von einem kleinen Mofa, einer langbeinigen Enduro oder einem schweren Reisedampfer, die Handhabung war immer unkompliziert. Einziges Manko ist, dass man die Feder nicht im gespannten Zustand arretieren kann. Das wäre dann sinnvoll, wenn die Feder nicht geklemmt sondern verschraubt ist. Ich hatte schon überlegt, dafür eine Ratschenfunktion oder einen Haltegurt nachzurüsten. Aber eigentlich braucht man sowas nur sehr selten.
Kleiner Tipp: Wenn man die Federvorspannung vorher auf das geringste Maß stellt, tut man sich leichter. Mir ist das dämlicherweise erst danach aufgefallen.
Hinweise zur Demontage und Montage
Nun zum Thema: Ich habe hier schon öfters gelesen das Fragen bzgl. eben aus o.g. obere Abdeckung vom Federbein lösen. schon schwieriger werden. ca. 5mm nach innen ragen. des oberen Federhalters eingesetzt. Bodenplatte gespannt werden. Federbein. Die Sache sieht "kippeliger" aus als sie ist. Die Länge der Vorrichtung ist so ermittelt das die Alustreben bei max. Staubmanschette.
dann braucht man einfach nur "rohe Gewalt". Hälften sauber getrennt. gelöst werden. (Inbus). und die Schraube hat verloren. zu halten das dieses Bauteil ein empfindliches Gerät ist! oberstes Gebot. Herstellervorschriften bzgl. Gewindelängen etc. beachten.
Federspanner-Sätze im Überblick
Es gibt verschiedene Federspanner-Sätze für Motorräder:
- Federspanner-Satz (2-tlg.): Zur sicheren Demontage/Montage von Kegel-, Kugel- und zylindrischen Federn aus McPherson-Federbeinen.
- Max. Belastung: 1500 kg (15000 N)
- Min. Spanntiefe: 65 mm
- Federspanner-Satz (1800 kg): Zur sicheren Demontage/Montage von zylindrischen Spiralfedern. Kann in einen Schraubstock eingespannt werden, dadurch sicher für Einmann-Bedienung.
- Max. Belastung: 1800 kg
Zusätzlich gibt es HAZET Kunststoff-Einlagen 4900-100 zum Schutz der lackierten Federoberfläche.
Umbau auf USD-Gabel
Geht aber nur für den Straßenbetrieb. R 80 G/S Bj. im neuen 2009 er TT-Katalog ist der USD-Umbau für einstmals 2641 Euro entfallen. Ganz wichtig ist das Du beim Lenkanschlag Deinen Tank mitberücksichtigs. muss mal schauen was ich für einen tank nehmen werde, auf alle fälle, kein 40 liter fass, sonst sieht das bike aus als wenn es schwanger wäre. danke für den hinweis, werde mir mal gedanken machen, aber auf den ersten blick, sieht es aus als wenn´s so gehen würde, denke ich mal.melde mich wenn es nicht geht. dann werden halt ein paar brücken aus dem vollen gefräst.. der Umbau klingt klasse und ich würde das auch gerne machen. Hast Du für den Umbau die originale KTM Gabelbrücke genutzt?
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