Mit der 30 Kilometer langen Radtour, lassen sich die Spuren des Malers Lyonel Feininger, der auch zu den ersten Meistern am Weimarer Bauhaus gehörte, bestens verfolgen. Der Feininger-Radweg umfasst ca. 30 km und zieht sich durch den südlichen Teil des Weimarer Landes. Die Strecke verbindet mehrere Lieblingsmotive Feiningers miteinander.
Die 28 km lange Radtour durch das Weimarer Land lädt dazu ein, den Spuren Feiningers zu folgen. Die Tour berührt nicht nur die reizvolle Umgebung der südlich von Weimar gelegenen Dörfer im Landschaftsschutzgebiet "Mittleres Ilmtal", sondern auch einen großen Teil seiner Lieblingsmotive.
Die Tour beginnt in der Geschwister-Scholl-Straße in Weimar an der Bauhaus Universität, dem Gebäudekomplex des ehemaligen Bauhauses. Hier lehrte Feininger in den Jahren 1919 - 1925. In unmittelbarer Nähe, der Bauhausstraße 7 a befand sich das erste Atelier des Künstlers. Nächste Station ist das Haus Nr. 16 in der Gutenbergstraße. Feininger wohnte hier mit seiner Familie von 1919 bis 1926. Die Tour verläuft weiter in westlicher Richtung bis zum Ende der Shakespeare Straße, vorbei an Gartenanlagen in das Kirschbachtal. Durch die freie Landschaft geht es nun von Dorf zu Dorf und führt nach ca. 25 km zur Steinbrücke in Oberweimar.
Die Tour verläuft zum großen Teil auf wenig befahrenen Straßen und Feldwegen, deren Ausbauzustand unterschiedlich und deren Befahrbarkeit witterungsabhängig ist.
Entlang der Strecke: Dörfer, Kirchen und Feiningers Motive
Die gut ausgeschilderte Feininger-Radtour ist an den einzelnen Stationen mit gläsernen Aufstellern ausgestattet, die meist mit direktem Blick auf das Original das Feininger-Gemälde der jeweiligen Dorfkirche abbilden. Der gut beschilderte Rundkurs ist an den einzelnen Stationen mit attraktiven Glasaufstellern versehen, die meist mit direktem Blick auf das Original in leuchtenden Farben das Feininger-Gemälde der jeweiligen Dorfkirche abbilden. Die überschaubaren Dörfer entlang der Strecke sind kaum mehr als 500 Seelenörtchen.
Oettern
Wir beginnen unsere Tour in Oettern. Neben der idyllischen Landschaft ringsherum verliebe ich mich sofort in das Örtchen. Fachwerkhäuser, gepflasterte Gässchen, alte Mauern, viel Natur - die Zeit scheint angehalten.
Vollersroda
Unser Weg führt uns weiter nach Vollersroda. Die dortige Kirche wurde in 1775 erbaut. Insgesamt fertigte Feininger vier Bilder von ihr an.
Gelmeroda und die Feiningerkirche
Die Hauptattraktion ist allerdings der Sakralbau in Gelmeroda, die sogenannte Feiningerkirche. Hier ist auch unser nächster Halt. Berühmt wurde sie, da sie als Inspiration für „Die Kathedrale der Zukunft“ diente. Diese Kathedrale ist auf dem Titel des Bauhaus-Manifests zu sehen. Über 100 Mal zeichnete er das Gebetshaus. Ich kann mir gut vorstellen, dass vor allem der spitze Kirchturm ein Grund für die Faszination des Bauhaus-Meisters war. Im Inneren wartet eine kleine Ausstellung mit einigen von Feiningers Werken.
Die von dem Künstler oft illustrierte Feiningerkirche in Gelmeroda wird von Freitag bis Sonntag ab Einbruch der Dunkelheit bis Mitternacht in Feiningers Farben illuminiert. 1999 erhielt die Kirche eine Lichtinstallation. Mit dieser wird sie zur Lichtskulptur Gelmeroda. Nachts verwandelt sie sich durch gedämpftes Licht - blau und grün - in ein lebensgroßes Feininger Gemälde.
Niedergrunstedt
Die letzte Kirche besichtigen wir in Niedergrunstedt. In guter Gesellschaft ist sie allemal: Direkt nebenan befindet sich das HOFATELIER. Der hier ansässige Kunstverein zeigt auf dem Gelände einer ehemaligen Schule nicht nur kleine Ausstellungen eigener Künstler; verschiedene Schülerangebote, auch zum Thema Feininger, laden zum Mitmachen ein.
Oberweimar und die Steinbrücke
Sein Ende findet unser Ausflug am Geburtstort des Bauhauses in Weimar. Genauer gesagt sind wir in Oberweimar. Von der Steinbrücke, welche hier über die Ilm führt, entstanden neun Bilder aus Feiningers Feder. Eines wird in der Washington University of Arts ausgestellt. Um denselben Blick auf die Brücke zu werfen wie der Bauhaus-Meister, begeben wir uns auf das Gelände des Deutschen Bienenmuseums Weimar. Neben Hofladen und Café gibt es einen kleinen Bienenweidegarten. Vom Ufer der Ilm aus begutachten wir die Steinbrücke.
Besuchern, die sich noch intensiver mit der Motivwelt Feiningers beschäftigen wollen, ist eine individuelle Tour fernab der beschriebenen Rad-Kulturroute zu empfehlen.
Zitate von Lyonel Feininger
„Die Dörfer, wohl über Hundert, in der Umgebung sind prachtvoll! Die Architektur [...] ist mir gerade recht, so anregend, zum Teil so ungemein monumental!
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