FENDT Fahrrad Kardanwelle: Ein Test

Erst der Motor, dann die Fahrradfirma. So anders, wie es die Herangehensweise an ein neues Produkt ist, sind auch die Räder.

Die Geschichte der FENDT Fahrräder

Bereits 1984 baute die Firma Fendt Fahrräder mit Kardanantrieb. Allerdings hat man damit damals keine bahnbrechende Neuerung entwickelt, sondern einfach Altes in neuem Glanz gewandet. Im Zuge der Motorisierung verschwand Fendt wieder aus dem Fahrradgeschäft und widmete sich ihrem Kerngeschäft Landmaschinen.

Das Comeback mit E-Bikes

Vor drei Jahren dann erkannte man das Potenzial der E-Bikes und entwickelte einen Motor, der genauso kraftvoll sein sollte wie die Landwirtschaftsmaschinen. Die Firma ToroRider ist keineswegs aus dem Nichts aufgetaucht, bereits in den 1980er-Jahren wurden unter dem Markennamen FENDT Fahrräder produziert. Ein Spross der traditionsreichen, damals noch familiengeführten Traktorenfabrik FENDT aus dem Allgäu stellte damals in Marktoberdorf Fahrräder mit einem nicht alltäglichen Kardan-Antrieb her. Auch die im Frühjahr 2015 neu gegründete ToroRider E-Bike GmbH hat ihren Firmensitz in Marktoberdorf.

Um das passende Rad kümmerte sich dann Designer Harry Hepfner, und so öffnete im Februar 2015 Tororider erstmals seine Tore. Seither bemüht man sich, anders als alle anderen zu sein. Die E-Bikes sollen nicht wie welche aussehen. So auch unser TR C 110. Neben dem leichten Carbonrahmen ist vor allem die Upside Down Federgabel ein Highlight. Sie ist in Zusammenarbeit mit einem renommierten Federgabelhersteller entstanden. Welcher es genau ist, bleibt vorerst ein Firmengeheimnis. Nur eines konnte man uns im Vorfeld bestätigen: um die neue Magura Boltron handelt es sich nicht.

Auf der EUROBIKE 2015 wurde der breiteren Öffentlichkeit erstmals die neue Bikemarke ToroRider aus dem Allgäu vorgestellt. Aber nicht nur die Bikemarke ist neu auf dem heiß umkämpften E-Bike-Markt, auch der FENDT E-Motor feierte auf der EUROBIKE 2015 seine Premiere.

Ausstattung und Technik

Weniger geheimnisvoll geht es in Sachen Ausstattung zu. Unser Testrad ist das günstigste Modell und ringsherum mit einer sinnvoll hochwertigen Shimano XT Gruppe bestückt. Lediglich die Laufräder kommen nicht aus dem Hause Shimano, sondern von Mavic. Wem das so schon geringe Gewicht von 19 Kilogramm noch zu schwer ist, kann die exklusive Variante mit Shimano XTR Ausstattung und XENTIS Carbon Laufrädern erwerben. Dabei spart man noch einmal ca.

Das Hardtail TR C 100 hat einen markanten Carbon-Rahmen, in dem formschön der Akku integriert ist. An der Upside-Down-Federgabel (Luft/Öl) mit 125 mm Federweg befindet sich eine Lockout-Funktion, um das Bergauffahren zu erleichtern. Der Alu-Lenker und -Vorbau sind in Carbon-Optik gehalten. Wie üblich befindet sich links am Lenker der Schalter für den Fahrmodus bzw. die Displayfunktionen. Das deutlich ablesbare Display informiert den Fahrer über die aktuelle Geschwindigkeit, die maximale Geschwindigkeit, die Durchschnittsgeschwindigkeit, die Tageskilometer, die Gesamtkilometer und die Fahrzeit.

Die E-Bikes von ToroRider sind mit dem FENDT-E-Motor Powerline ausgestattet. Die Nennleistung wird mit 250 Watt (80 Nm) und einer Spitzenleistung bis 550 Watt angegeben. Der schön in den Rahmen integrierte Lithium-Ionen-Akku stammt von der Firma Sony und weist 417,6 Wh und 36 V auf. Das Gewicht des Akkus soll bei ca.

Erfahrungsbericht nach einem Jahr Fahrpraxis

Erfahrungsbericht:1 Jahr Fahrpraxis mit ca. 6000 bis 8000 km Fahrleistung. Da der Tacho nicht immer im Einsatz war kann ich es nicht genauer sagen. Hier einige Eindrücke die ich in diesem Jahr gesammelt habe. Dabei vergleiche ich den Antrieb und Fahrdynamik mit einem MTB (15kg) und Fitnessbike (12 kg) mit Kettenschaltung.

Positive Aspekte

  • die Schmutzunempfindlichkeit gerade auf von der Landwirtschaft verschmutzen Radwegen im Frühjahr, Herbst und auch bei Regen. Da hängen als dicke Klumpen Dreck am Lagerrohr.
  • der saubere fettfreie Antrieb.
  • der präzise Lauf des Antriebs ohne Geräusche von knirschendem Sand, kein schaben, kratzen usw. Es läuft einfach gut.
  • Der Gangwechsel flutscht IMMER wie geschmiert, auch im Stand.

Negative Aspekte

  • das doch spürbare Mehrgewicht.
  • die 8 Gänge sind etwas grob in der Abstufung. Für hügeliges Gelände nicht optimal.
  • die Trägheit der Masse verbunden mit dem Reibungsverlust in Kardan und Nabe. Beim beschleunigen verspürt man nur eine langsame Steigerung. Das sportliche Gefühl ist nicht vorhanden.
  • Reifenwechsel ist nur mit Werkzeug und mehr Schrauberei machbar.
  • Die Rollenbremsen haben wenig Biss. In kritischen Situationen eher schlecht. Dazu kommt noch die Masse von 18 kg die schiebt.

Zusammenfassend möchte ich das Kardanrad gerade für den schmutzigen Alltag nicht missen. Optimal für mich damit zur Arbeit zu fahren. Sportliche und mehrtägige Touren kommen für mich mit dem Kardanbike nicht in Frage.

Verschleiß der Teile

Vergangene Woche habe ich den Kardan einschließlich Inter8 und Rollenbremse zerlegt.

Kardan

Nachdem ich Hinterrad und Pedalarme entfernt hatte konnte ich den Vierkant am Tretlager drehen und damit den kompletten Antrieb bewegen, ohne Hebelarme zu benutzen die eine Bewertung der „Gängigkeit“ verfälschen. Der Widerstand war in etwas doppelt so groß wie beim kürzlich eingebauten neuen Tretlager am MTB. Die verbauten Rillenkugellager sind beidseits gedichtet, spielfrei und leichtgängig. Die bogenverzahnten Kegelräder haben blank polierte Flanken im Eingriffsbereich. Außerhalb des Bereiches sind sie matt. Ich habe alle Teile gereinigt (bei den Lagern habe ich nichts gemacht) und neu gefettet. Anschließend wieder montiert.

Inter8

Habe ich so weit zerlegt wie das ohne Sonderwerkzeug möglich war. Die Teile gereinigt und einer Sichtkontrolle unterzogen. Auch da war ich erstaunt, da ich keine wesentlichen Verschleißmarken erkennen konnte. Ich habe alle Teile neu gefettet und anschließend wieder montiert.

Rollenbremse

Die hatte einiges an Sand eingefangen und lief nicht ganz leicht mit Kratzgeräuschen.

Diskussion über Kardanantriebe

Es gibt eine Diskussion, ob Kardanantriebe standfest genug sind und ob der Wartungsaufwand im Vergleich zu Kettenantrieben tatsächlich geringer ist. Einige argumentieren, dass die Kapselung des Antriebs bei Velomobilen zu längeren Standzeiten führt, während andere die Ineffizienz und das höhere Gewicht des Kardanantriebs bemängeln.

Einige Nutzer berichten von positiven Erfahrungen mit Kardanantrieben im Alltag, insbesondere bei schmutzigen Bedingungen, während andere die sportlichen Einschränkungen hervorheben.

FENDT E-Bikes auf der Eurobike 2015

Fendt, bekannt als Traktoren-Hersteller, zeigt auf der Messe Eurobike 2015 einen E-Bike-Antrieb und zwei E-Bikes. Das Allgäuer Unternehmen Fendt bringt zur Saison 2016 zwei E-Mountainbikes aus Carbon und mit hauseigenem Antrieb auf den Markt. Die leichten Carbon-E-MTBs haben mit den Fendt-Traktoren nur eines gemeinsam: die Geländegängigkeit.

Die Firma Fendt E-Motoren GmbH wurde bereits 2014 gegründet, zwei Jahre später hat der Fendt E-Bike-Motor die Serienreife erlangt. Bei dem Fendt-Antrieb handelt es sich um einen Mittelmotor, der in zwei unterschiedlichen Ausführungen angeboten wird.

In der kommenden Saison wird der Fent-Antrieb ausschließlich an den marken-eigenen E-MTBs namens Tororider verbaut. Auf der Eurobike 2015 gibt Fendt bekannt, dass zukünftige Kooperationen mit Fremdherstellern nicht ausgeschlossen sind.

Der Fend-Motor ist in die Varianten Sportline und Powerline unterteilt. In den E-Mountainbikes der Marke Fendt wird 2016 jedoch nur der kräftigere Powerline-Antrieb verbaut. Dieser Antrieb soll mit einem Drehmoment von 85 Nm besonders für E-MTBs geeignet sein. Maßgeblicher Unterschied zu Mittelmotoren anderer Hersteller, ist die Unterstützung von zwei Kettenblättern. Somit steht der Schaltung eine höhere Gang-Bandbreite zur Verfügung.

Der Akku ist bei den Fendt E-MTBs im Rahmen integriert und bietet eine Kapazität von 417,5 Wh. Laut Fendt soll der Akku eine Reichweite von bis zu 140 Kilometern ermöglichen.

Das Antriebssystem von Fendt bietet diverse Möglichkeiten um mit anderen Geräten zu kommunizieren. Hierfür ist der Fendt-Antrieb mit einer Bluetooth-Schnittstelle ausgestattet.

Das Display bietet außerdem einen USB-Anschluss, über den Smartphones oder Navigationssysteme angeschlossen werden können.

Der Mittelmotor Fendt Powerline im Überblick (Angaben laut Hersteller):

  • Typ: Mittlelmotor
  • Nennleistung: 250 Watt
  • Sensorik: Drehmoment und Speedsensor
  • Getriebe: Doppeltes Planetengetriebe
  • max. Drehzahl: 840 U/min
  • max. Drehmoment: 85 Nm
  • Unterstützungsstufen: 5
  • Unterstützung für 2 Kettenblätter: ja
  • Gewicht: 3,9 Kilo

Modelle von Tororider

Als Topmodell zeigt Fendt auf der Messe Eurobike 2015 das E-Fully Tororider TR C 200. Der Rahmen des vollgefederten E-Mountainbikes besteht vollständig aus Carbon, die Laufräder entsprechen dem Standard 650B (27,5 Zoll).Das E-Fully Fendt Tororider TR C 200 kostet 5.990 Euro und bietet dafür eine Shimano-Deore-XT-Schaltung (20-Gang), Shimano-XT-Bremsen und eine von Fendt selbst entwickelte Upside-Down-Federgabel mit 125 Millimetern Federweg. Das Gesamtgewicht des E-Fullys soll laut Hersteller nur leichte 18,9 Kilo betragen.

Neben dem vollgefederten E-MTB für knapp 6.000 Euro zeigt Fendt auf der Eurobike 2015 auch ein E-Hardtail für 4.990 Euro. Das E-MTB Tororider TR C 100 besitzt ebenfalls Shimano-XT-Komponenten und rollt auf 27,5 Zoll großen Laufrädern.

Aus dem schönen Allgäu kommen für 2016 neue E-Mountainbikes der Marke Fendt Tororider, deren Design mit integrierter Technik wie aus einem Guss wirkt. Kenner wissen, dass Fendt trotzdem auf eine Fahrradgeschichte zurückblicken kann, denn in den 1980er Jahren hatte man schon einmal ein Fahrrad mit einem nicht alltäglichen Kardanantrieb am Start.

Wichtig war den Entwicklern der Modelle der neuen eBike-Marke ein zukunftsweisendes Design, welches auf modernste Technologie trifft. Die Modelle der Marke Tororider kommen mit einem Carbonrahmen, der alle Bestandteile des Antriebs bestmöglich integriert. Der Akku von Fendt ist mit 2900 mAh Li-Ion-Zellen von Sony bestückt, die keinen Memoryeffekt aufweisen und zuverlässig ihren Dienst versehen.

Das durchdachte E-Display von Fendt ist kompatibel mit der Sportline und Powerline des neuen Antriebsherstellers. Weiter informiert das Display den Fahrer über die aktuelle Geschwindigkeit, die maximale Geschwindigkeit, die Durchschnittsgeschwindigkeit, die Tageskilometer, die Gesamtkilometer und die Fahrzeit. Ein USB-Anschluss ist genauso wie eine Hintergrundbeleuchtung vorhanden. Per Lenkerfernbedienung können die Funktionen eingestellt werden.

Das Tororider TR C 100 ist ein leichtes, sportives E-Mountainbike mit Carbonrahmen, welches auf die Kraft des hochwertigsten Antriebssystems von Fendt zurückgreifen kann.

Der Fendt E-Motor kann entweder in einer Pedelec-Version (25 km/h) oder als S-Pedelec-Variante (45 km/h) geordert werden, wobei das Drehmoment auf 80 Newtonmeter und die max. Leistung auf 550 Watt begrenzt wird. Mit dem Akku, der rund 420 Wh bereitstellt kommt man auf eine maximale Reichweite von ca. Nicht unschuldig an der hohen Reichweite ist das geringe Gewicht des Tororider TR C 100 Hardtail E-MTBs, die bei nur 17,8 Kilogramm liegt.

Die eigens entwickelte Upside-Down R Gabel mit 125 mm Federweg von Tororider kommt diesem Ziel schon sehr entgegen und verleiht dem TR C 200 von Haus aus gute Fahreigenschaften. Auch hier kommen Shimano XT Bremsen und die Shimano Deore XT Schaltung mit 20 Gängen zum Einsatz. Wie beim Hardtail kann auch hier der hauseigene Fendt-Antrieb mit einer Unterstützung von 25 km/h oder auch 45 km/h bestellt werden.

Ganz neu ist auch ein Citybike mit tiefem Einstieg und Gepäckträger-Akku, welches aber nicht mit Carbon, sondern mit einem Rahmen aus Aluminium aufwartet.

Tororider ist von seinen Modellen überzeugt und bietet dazu sehr gute Service- und Garantieleistungen an. 5 Jahre Gewährleistung auf den Rahmen, 3 Jahre auf den Motor und 2 Jahre auf den Akku können sich durchaus sehen lassen.

FENDT bietet 2 neu entwickelte Antriebsversionen - FENDT Sportline (85 Nm) und FENDT Powerline (90 Nm). Der neue FENDT Sportline Motor ist hervorragend für Citybikes und Trekkingbikes geeignet. Mit seinem 80 Nm Drehmoment hat man stets genügend Power.

Die hochwertigen Lithium-Ionen-Akkus haben keinen Memoryeffekt und verfügen über eine lange Lebensdauer. Das Batteriemanagement schützt vor Tiefentladung und ermöglicht ca. 1.000 Ladezyklen.

Die Akkuintegration im Fahrradrahmen hat viele Vorteile. Der Akku wird geschützt vor Spritzwasser, Verschmutzung, Sonne und sonstige mechanische Einflüsse.

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