Du möchtest im neuen Jahr etwas abspecken? Radfahren ist nachweislich eine der besten Möglichkeiten, um überflüssigen Kilos zu Leibe zu rücken. Wer nachhaltig, schlank, fit und leistungsfähig sein möchte, sollte 3-4x wöchentlich für 60-90 Minuten Fahrrad fahren.
Abnehmen durch Radfahren: So funktioniert es
Ganz allgemein: Kann man durch Radfahren abnehmen? Grundsätzlich ja. Doch für das Abnehmen entscheidend ist nicht das Verbrennen von Kalorien. Vielmehr geht es darum, dass ich meinen Körper durch regelmäßige Bewegung wie Radfahren mit mehr Hubraum und PS ausstatte.
Damit erhöhst du deinen Grundumsatz im Körper nachhaltig und verbrennst dauerhaft mehr Kalorien - in Bewegung und in Ruhe. Das gelingt durch regelmäßiges Ausdauer- und Krafttraining und eine ausgewogene Ernährung. Merke: Wer dauerhaft an Gewicht verlieren möchte, muss nicht gegen das Fett kämpfen, sondern Muskelmasse aufbauen.
E-Bike als Unterstützung?
Kann man auch durch E-Biken abnehmen? Oder geht das nur mit einem Bio-Bike? Natürlich! Die Frage ist: "Wie setze ich das E-Bike ein?" - Im Grundsatz verändert jede körperliche Aktion den Körper.
Um eine gezielte Veränderung im Sinne einer Gewichtsreduktion herbeizuführen, muss ich Reize setzen. Das ist alles eine Frage der Dosierung. Selbst kleine Reize wie z.B. 2x täglich 15 Minuten Radfahren (anstatt Auto) bringen Veränderung.
Um gezielt abzunehmen und langfristig Erfolge zu sehen, muss ich mich schon ein wenig quälen und die Komfortzone verlassen. Konkret bedeutet das: Treib deinen Puls in die Höhe und sorge dafür, dass die Oberschenkel brennen - wir sprechen hier von 60 bis 70 % deiner Maximalleistung. Ein ideales Training für E-Biker kann daher sein, die Unterstützung auf der Ebene auszuschalten und beim bergauf fahren anstatt dem Turbo-Modus, Eco zu wählen.
Dauer und Intensität des Radfahrens
Wie oft und lange muss ich Radfahren, um abzunehmen? Je öfter, desto besser! Es geht um eine langfristige Umstellung, nicht um eine Blitzdiät. Wer nachhaltig, schlank, fit und leistungsfähig sein möchte, sollte 3-4x wöchentlich für 60-90 Minuten Fahrrad fahren.
Als grobe Orientierung empfehle ich folgende Faustregel für die Berechnung der idealen Herzfrequenz: HF 180 - Lebensalter, d.h. der optimale Puls für einen 50-jährigen Radfahrer liegt um die 130 Schläge pro Minute. Etwa 80 % des Trainings sollten in diesem Pulsbereich liegen.
Ist die Dauer oder die Intensität ausschlaggebend, um beim Radfahren abzunehmen? Hier gibt es kein Entweder/Oder. Ganz einfach: Um überflüssige Pfunde loszuwerden, muss unser Körper lernen, die Komplexität der Energiebereitstellung bei Hochbelastung zu schulen. Übersetzt bedeutet das: "Wenn ich das Rad nutze, dann muss ich davon auch etwas spüren." Beim Radfahren gilt daher 80 % gehen über die Dauer, 20 % über die Intensität.
Muss ich schon eine Anfangsfitness haben, um beim Radfahren abzunehmen? Nein, ganz im Gegenteil. Fahrrad fahren ist eine ideale Einsteigersportart. Es ist gelenkschonend. Die Intensität lässt sich sehr individuell gestalten. Einfach aufsteigen und losfahren!
Erfolge und Fortschritte
Wann zeichnen sich etwaige Erfolge ab? Wichtig: Lass die Waage Waage sein! Der tatsächliche Erfolg ist nicht der Gewichtsverlust, sondern der Muskelaufbau! Der eigentliche Effekt ist, dass sich das Verhältnis von Fett und aktiver Muskelmasse verändert. Diese Veränderung der Energiebereitstellung ist bereits nach 2-4 Wochen sichtbar. Du wirst erkennen, dass die Waden und Oberschenkel kräftiger werden. Sichtbar ist das im Spiegel, nicht auf der Waage!
Ist es egal, ob ich 30 Minuten am Stück fahre oder zweimal täglich 15 Minuten? Zum Beispiel beim Pendeln? Kalorisch betrachtet ist das egal. Einheiten von mindestens 10-15 Minuten sind nötig, damit der Körper in eine metabolische Anpassung kommt. Ich spreche hier vom Warmfahren und vergleiche das gerne mit einem Auto. Bis der Motor warm ist, dauert es ein paar Kilometer. So verhält es sich bei uns auch, denn zunächst müssen alle Körperfunktionen aktiviert werden. Merke: Alles über 15 Minuten hat einen Effekt. Empfohlen sind 60-90 Minuten Radfahren.
Radfahren vs. Laufen
Welche Sportart eignet sich besser zum Abnehmen? Laufen oder Radfahren? Das ist im Endeffekt egal. Fakt ist jedoch, dass du beim Radfahren mit 60-70 % deines Körpergewichts auf dem Sattel sitzt. Beim Laufen verbrennst du mehr, weil du mehr Körperbereiche aktiv in Bewegung hast. 60 Minuten laufen entsprechen etwa 90 Minuten Radfahren in der Bilanz.
Ernährungsumstellung für optimale Ergebnisse
Muss man zwingend auch seine Ernährung umstellen, um abzunehmen? Ja. Grundsätzlich sollte die Ernährung gesund, bunt und vielfältig sein. Zusätzlich empfehle ich, im Biorhythmus zu essen.
Das Frühstück darf reich an Kohlenhydraten sein, hiermit legst du den Grundstein für den Tag. Mittags kommt dann frische, bunte und vitaminreiche Kost auf den Tisch - das belastet nicht zu sehr und erhält die Leistungsfähigkeit. Setze abends auf eiweißbetonte und kohlenhydratarme Mahlzeiten.
Nachhaltigkeit der Gewichtsreduktion
Ist eine Gewichtsreduktion durch Radsport nachhaltig? Oder gleicht es einer Crash-Diät? Radfahren bietet sich ausgezeichnet zum Abnehmen an. Crash ist immer falsch! Lass dir Zeit und gehe Step-by-Step vor, denn auch kleine Schritte führen zum Erfolg. Die Körperumstellung braucht zwischen 6-9 Monaten Zeit. Du siehst, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Aber wenn du diese Tipps beherzigst, dann kann das Radfahren einen großen Anteil an langfristiger Gewichtsreduktion und mehr Fitness haben.
FAQ: Abnehmen durch Radfahren
Wie lange muss man Fahrradfahren, um ein Kilo abzunehmen?
Wie lange eine Person fahren muss, um ein Kilo abzunehmen hängt u.a. von diesen Faktoren ab:
- Körperliche Ausgangsposition (Alter, Gewicht)
- Individueller Trainingszustand
- Intensität des Fahrradfahrens (Tempo, Wegbeschaffenheit, Anstiege)
- Äußere Einflüsse (Gegenwind, Energieaufnahme)
Wie viele Kalorien verbrennt man beim Radfahren?
Hier kann man grob überschlagen sagen, dass man zwischen 450 und 600 Kalorien in der Stunde verbrennt. Die genauen Werte hängen auch hier wieder von deinen individuellen körperlichen Voraussetzungen und der Intensität des Fahrradfahrens ab. Wenn du es genauer wissen willst, nutze Online-Kalorienrechner oder eine entsprechende Uhr.
Warum nehme ich trotz Fahrradfahren nicht ab?
Wenn du regelmäßig in die Pedale trittst und die Pfunde trotzdem nicht schwinden, kann das verschiedene Gründe haben. Zum einen verbrennst du beim Radfahren nicht nur Fett, sondern baust auch Muskeln auf. Vor allem in Waden und Oberschenkeln. Auf der Waage schlägt sich der Gewichtsverlust deshalb nicht sofort wieder. Langfristig erhöhen diese Muckis aber den Kalorienverbrauch und du nimmst trotzdem ab.
Ein anderer Grund kann sein, dass du dich nicht im Kaloriendefizit befindest. Strebe am besten ein leichtes Kaloriendefizit von 200 bis 500 Kalorien an und du wirst auf jeden Fall gesund abnehmen. Weniger solltest du aber nicht essen, da dein Stoffwechsel sonst in den Hungermodus umschaltet und sich an jedem Fettpölsterchen festklammert.
Zusätzliche Tipps und Informationen
Die richtige Intensität für Einsteiger
Beckers Faustregel für die Belastungsintensität für ein leichtes Training im Bereich Fettverbrennung: 55 bis 70 Prozent der maximalen Herzfrequenz, die man bestenfalls vom Arzt ermitteln lässt.
Trainingstagebuch führen
Wer regelmäßig und zielorientiert Sport treibt, der muss ein Trainingstagebuch führen. So kann man sich an seiner Bilanz und den Fortschritten erfreuen - und sein Selbstwertgefühl steigern. Erst recht, wenn man nach vier Wochen dieselbe Strecke fünf Minuten schneller bewältigt, zehn Minuten länger fahren kann oder schon zwei Kilogramm abgenommen hat.
Ernährungstipps
Die Kalorienzufuhr verringern. Eiweißreich ernähren mit Lebensmitteln, die die Fettverbrennung anregen: Grüner Tee, Ingwer, Zitronenwasser.
Abwechslung im Training
Abwechslung muss sein, denn nach einer gewissen Zeit hat man seine Grundlage gelegt - und kommt mit der ewigen langsamen Radelei nicht weiter.
Viele machen den Fehler, nur im Fettstoffwechselbereich zu trainieren. Damit ist das Training im niedrigen Pulsbereich gemeint. Das ist gut. Aber besser ist: Auch mal 1,5 Stunden fahren und dafür Intervalle einbauen - etwa fünfmal vier Minuten schnelle Fahrt.
Der kalorische Umsatz beträgt dann 650 Kalorien, der prozentuale Anteil von verbrannten Fetten ist allerdings niedriger. Und: In der Erholungsphase nach so einer Einheit verbraucht der Körper mehr Kalorien als nach einer gemächlichen Fahrt. Daher regelmäßig auch Belastungen einbauen, sobald es das Trainingsfundament zulässt. Nach etwa sechs Wochen sollte man daran denken.
Radfahren in den Alltag integrieren
Statt mit dem Auto oder dem Bus zur Arbeit zu fahren, lässt sich diese tägliche Strecke auch mit dem Rad zurücklegen. Dabei werden die Muskeln trainiert und Kalorien verbrannt. In Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung die ideale Abnehmstrategie.
Kalorienverbrauch und Faktoren
Wie viele Kalorien beim Fahrradfahren tatsächlich verbrannt werden, lässt sich pauschal nicht sagen. Denn der Verbrauch richtet sich nach unterschiedlichen Faktoren. Zum einen nach dem eigenen Gewicht und Alter, der Herzfrequenz, dem Tempo und der Zeit, die gefahren wird. Dazu kommen noch weitere Faktoren wie die Wetterverhältnisse und die Schwierigkeit der Strecke. Bei Gegenwind und Steigung wird mehr Kraft aufgewendet und der Kalorienverbrauch steigt.
Bei einer Trainingsgeschwindigkeit von 18 km/h müssten Sie also zwischen 19 und 25 Stunden Radfahren, um theoretisch ein Kilo abzunehmen.
Gesundheitliche Vorteile des Radfahrens im Freien
Wer draußen Fahrrad fährt, sorgt außerdem für eine bessere Sauerstoffversorgung. Dies hilft bei der Fettverbrennung. Das Radfahren bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen stärkt zudem das Immunsystem. Denn der Körper muss sich immer wieder neuen Gegebenheiten anpassen. Ein weiterer Grund, nicht nur im Sommer das Fahrrad zu nutzen, ist die regelmäßige Aufnahme von Vitamin D. Der Körper bildet das sogenannte Sonnenvitamin selbst, und zwar über die Haut. Diese nimmt die UV-B-Strahlung des natürlichen Lichts auf und wandelt sie in Vitamin D um.
100-Kilometer-Radtour
Eine 100-km-Tour stärkt das Herz-Kreislauf-System, verbessert den Fettstoffwechsel und fordert die mentale Stärke - nach eigener Erfahrung besonders ab 60 km. Eine ausgewogene Energiezufuhr und regelmäßige Pausen sind essenziell, um Erschöpfung vorzubeugen. Eine langsame Steigerung der Distanz ist entscheidend für den Erfolg.
Muskelgruppen trainieren
Die größte Kraft beim Radeln brauchen deine Beine. In die Pedale treten trainiert vor allem deinen Quadrizeps. Der Muskel verläuft an der vorderen Seite des Oberschenkels und baut gut Muskelmasse auf. Fahrradfahren stärkt deine Waden = Gastrocnemius-Muskel. Der stabilisiert dich auf den Pedalen und gibt Kraft beim Treten.
Durchs Radeln trainierst du deinen Gluteus Maximus (= unser größter Muskel). Das passiert automatisch, wenn du die Pedale nach unten drückst. Wenn du mit Klickpedalen fährst, trainierst du außerdem noch deinen Bizeps Femoris (= Beinbeuger auf der Oberschenkel-Rückseite) sowie den Tibialis Anterior (= Fußheber vorne am Schienbein).
Radfahren bei Knieproblemen
Wenn du Knieprobleme hast, ist Fahrradfahren der perfekte Sport für dich. Es hilft dir, schwache Kniesehnen sanft und schonend zu trainieren.
Effektive Fettverbrennung
Die Fettverbrennung beginnt beim Radfahren schon ab der 1. Minute. Die Belastung nimmt im Lauf einer Einheit zu. Ideale Trainingsergebnisse erreichst du, wenn du mehrmals pro Woche mindestens 30 Minuten bei erhöhter Intensität fährst.
Alltagsbeispiel
Als Beispiel nehmen wir hier den Tagesablauf einer Frau im Alter von 28 Jahren. Sie fährt bereits regelmäßig mit dem Rad, nimmt aber auch für viele Strecken das Auto. Ihren Arbeitsweg von 15 Kilometer fährt sie in einem entspannten Tempo und benötigt dafür 45 Minuten. In der Mittagspause radelt sie zu einem Bistro, das 2 km entfernt ist, also hin und zurück insgesamt 4 km. Dadurch verbraucht sie noch mal ca. Nach der Arbeit geht's zurück nach Hause. Am Nachmittag besucht sie noch ihre beste Freundin, die 10 Kilometer entfernt wohnt.
Unterm Strich ist unsere "Testperson" schon ganz gut dabei, denn sie verbrennt an einem normalen Arbeitstag bereits ca. Bei einem durchschnittlichen Tempo braucht sie für die 10 Kilometer zu ihrer Freundin rund 30 Minuten. Damit verbraucht sie nochmal ca. 270 kcal einfach, also 540 kcal hin und zurück. Wenn die beiden Freundinnen dann auch noch zusammen eine kleine Radtour machen, anstatt nur Kaffee zu trinken, wird es sogar noch mehr.
Indoor vs. Outdoor
Du fragst dich, ob du mit dem Fahrrad leichter drinnen oder draußen abnimmst? Nutze das Ergometer auch für unterschiedliche Trainingsansprüche! Radfahren im Fitnessstudio steigert deinen Kalorienverbrauch - denn hier gibt es keine Leerläufe. Im Gegensatz zu Outdoor-Fahrrädern haben Indoor Bikes Schwungräder.
Bei einer Fahrradtour an der frischen Luft kommen einige äußere Einflüsse dazu.
Weitere Vorteile des Radfahrens
- Du verbrennst zunächst Kalorien, nimmst also leichter ab.
- Außerdem profitiert dein Immunsystem von der frischen Luft, du reduzierst Stress und beugst sogar Schlafstörungen vor.
- Obendrein verbessert es deine Koordination, trainiert das Herz-Kreislauf-System und dein Lungenvolumen nimmt zu.
Vor allem mit langen Touren verbrennst du viel. Achte aber immer auch auf Kalorien und Essgewohnheiten.
Es gilt die Faustregel: Abnehmen ist 30 Prozent Sport, 70 Prozent Ernährung.
Ausrüstung
Neben einem guten Fahrrad brauchst du:
- Helm: Absolutes Essential ist auf jeden Fall ein gut sitzender Helm.
- Kleidung: Du kannst zunächst in deinen normalen Sportklamotten fahren. Das gute alte Zwiebelprinzip schützt vor Fahrtwind oder Regen, bis dir warm wird. Wenn du dich an längere Touren wagst, ist eine Radhose mit Sitzpolster empfehlenswert.
Weitere Gründe, warum Radfahren gesund ist
- Radfahren steigert deine allgemeine Fitness
- Auf dem Bike schmilzt dein Körperfett
- Fahrradfahren schont deine Sehnen, Bänder und Gelenke
- Outdoor-Sport stärkt dein Immunsystem
- Ausdauersport steigert die Entspannung und verbessert den Schlaf
Wie häufig sollte ich pro Woche Fahrrad fahren, um abzunehmen?
Schon mit 30 Minuten Radfahren mehrmals pro Woche kannst du viel erreichen. Statt jede Woche eine lange Tour anzustreben, solltest du lieber an deiner Konstanz arbeiten und dich an regelmäßiges Radfahren gewöhnen. Dafür reichen lockere, kurze, aber flinke Trainingseinheiten von 30 bis 45 Minuten aus. Menge statt Länge lautet die Zauberformel.
Motivationstipps
- Finde feste Trainingszeiten:
- Fahre nicht allein:
- Halte die Pausen ein:
- Sorge für Abwechslung:
- Setze dir realistische Ziele:
Mit unseren Tipps kannst du ganz leicht mehr Kilometer auf dem Bike zurücklegen und gleichzeitig Stress abbauen sowie ein paar Pfunde verlieren.
Das A und O einer Gewichtsreduktion
Easy: Abnehmen mit Fahrrad fahren klappt deswegen so gut, weil ihr euren Stoffwechsel sowie euren Kreislauf ordentlich in Schwung bringt. Gleichzeitig läuft eure Fettverbrennung auf Hochtouren und fast die gesamte Muskulatur in eurem Unterkörper wird gestärkt und trainiert. Fürs Abnehmen doppelt gut, denn in euren Beinen sitzen die größten Muskelgruppen - und je größer die beanspruchten Muskeln, desto höher der Kalorienverbrauch!
Im Gegensatz zu den meisten anderen Sportarten lässt sich das Biken problemlos in den Alltag integrieren. Fahrt mit dem Rad zur Arbeit oder erledigt kleinere Einkäufe per Drahtesel. Alles kleine aber effektive Möglichkeiten, selbst im Alltag zusätzliche Kalorien zu verbrennen!
Aussagen, dass das Abnehmen mit Fahrrad fahren erst ab 30 Minuten klappt, nur die Kilometerzahl entscheidend für Erfolg oder Misserfolg ist oder ihr unbedingt auf einen niedrigen Puls achten solltet, gehören ins Reich der Fitness-Mythen!
Kalorienverbrauch
Eine pauschale Antwort, wie viele Kalorien ihr beim Fahrrad fahren verbrennt, kann ich euch nicht geben, dafür spielen zu viele Faktoren mit: Wie intensiv fahrt ihr? In welchem Gang? Wie trainiert seid ihr? Wie viel wiegt ihr? Wie schnell fahrt ihr? Ist eure Strecke eben und betoniert oder strampelt ihr einen steinigen Waldweg hoch? Wie warm ist es? Habt ihr Gegen- oder Rückenwind?
Muskelbeanspruchung
Beim Fahrrad fahren werden hauptsächlich eure Beine trainiert. Dafür aber wirklich komplett: Von den Waden über die Oberschenkelvorder- und -rückseite bis zum Gesäß müssen eure Gains richtig ran.
Je nachdem, gegen welchen Widerstand ihr anfahrt (egal, ob Berg, hoher Gang, Gegenwind oder Widerstand auf dem Heimtrainer), könnt ihr sogar richtig Muskeln in den Beinen aufbauen - denkt nur mal an die krassen Waden und steinharten Oberschenkel von Radprofis!
Neben euren Beinen leisten aber auch eure Rückenmuskeln und eure Hüftmuskulatur ordentlich Arbeit. Das sorgt nicht nur für einen noch höheren Energieverbrauch, sondern beugt Rückenschmerzen und Bandscheibenproblemen vor und macht beweglich.
Wie schnell könnt ihr durch Radfahren abnehmen?
Auch wenn die Pfunde mit Sicherheit purzeln werden, müsst ihr beim Abnehmen mit Fahrrad fahren Geduld haben. Studien haben ergeben, dass regelmäßiges Radfahren monatlich im Schnitt ein Minus von 2,5 Kilo auf der Waage bringt. Experten raten generell, nicht mehr als 0,5 bis 1 Kilo pro Woche abzunehmen.
Vorteile des Radfahrens
- Fahrrad fahren ist gelenkschonend
- Herz-Kreislauf-Training
- Integration im Alltag
Nachteile
Im Gegensatz zum Laufen oder Schwimmen müsst ihr nämlich verhältnismäßig lange fahren oder richtig krass in die Pedale treten, um etwa dieselbe Anzahl an Kalorien zu killen. Außerdem werden wie gesagt hauptsächlich die Muskeln im Unterkörper angesprochen.
Welcher Pulsbereich ist der richtige?
Werte im unteren Pulsbereich (etwa 60 bis 75 % der maximalen Herzfrequenz) steigern die Grundlagenausdauer. Wenn ihr zwei- bis viermal pro Woche für 20 - 60 Minuten Fahrrad fahren wollt, euch eine schnelle Leistungssteigerung wünscht (bspw. Zeiten verbessern) oder ein Trainingsplateau überwinden wollt, ist ein Pulsbereich von 75 bis 85 % eurer maximalen Herzfrequenz perfekt.
Trainingsplan
Anfänger starten bei drei Trainingseinheiten pro Woche à 30 - 40 Minuten. 90 bis 100 Umdrehungen pro Minute bei einem mittleren bis niedrigen Gang/Widerstand genügen erstmal. Nach etwa zwei Wochen könnt ihr beginnen, die Dauer eurer Biketouren auszuweiten und/oder eine weitere Einheit einzuführen. Es gilt: Immer erst die Häufigkeit und Dauer steigern, dann die Intensität.
Wenn das alles klappt, könnt ihr die eine oder andere HIIT-Einheit einführen und beginnen, bei höheren Widerständen oder erschwerten Bedingungen zu fahren, zum Beispiel Berge hoch oder mit einer höheren Trittfrequenz. Je intensiver oder länger euer Training andauert, desto mehr pusht ihr übrigens den Nachbrenneffekt!
Heimtrainer vs. Outdoor
Generell bin ich ein Fan von Outdoor-Sport und würde das auch jedem von euch empfehlen. Ihr bewegt euch an der frischen Luft, tankt nebenbei eine Menge Vitamin D und stärkt euer Immunsystem. Außerdem ist das Training viel abwechselungsreicher: Je nach Wetter- und Windverhältnissen, Boden und Strecke stellt ihr euren Körper immer wieder vor neue Herausforderungen.
Wenn es draußen stürmt, regnet oder schneit, schon dunkel ist oder aber die Sonne wie blöde vom Himmel strahlt, kann das Indoor-Training definitiv die gesündere bzw. bessere Wahl sein. Außerdem können gerade (Online-)Kurse wie Spinning helfen, wenn ihr Sportmotivation durch einen Trainingsbuddy oder einen Trainer braucht.
Anfänger können jederzeit aufhören, wenn sie nicht mehr können - wenn ihr irgendwo auf der Hälfte der Strecke seid, müsst ihr wohl oder übel irgendwie nach Hause kommen!
Richtige Ausrüstung
- Trinken: Ist bei jedem Sport wichtig, beim Radfahren aber besonders, weil ihr es vergleichsweise lange durchzieht.
- Radhandschuhe: Gerade am Anfang können sich leicht Blasen an den Händen bilden.
- Richtige Kleidung: Gerade beim Radfahren draußen ist es besonders wichtig, auf atmungsaktive Kleidung zu setzen, ihr könnt euch sonst ganz schnell erkälten.
Damit ihr auch wirklich gelenkschonend unterwegs seid, solltet ihr euer Bike unbedingt auf euch einstellen. Lenkerhöhe, Sattelhöhe, Abstand von Sattel und Lenker und andere Feinheiten sollten auf euch angepasst sein, sonst zwickt es schnell in Nacken oder Knie und kann dauerhaft sogar zu Verletzungen oder Überlastungen führen.
Die richtige Ernährung
Natürlich funktioniert das Abnehmen mit Fahrrad fahren nur in Kombination mit der passenden Ernährung. Hauptsache ihr haltet ein Kaloriendefizit ein, nehmt ausreichend Makro- und Mikronährstoffe zu euch und esst größtenteils natürliche Lebensmittel anstatt verarbeitete.
Kalorienverbrauch beim Radfahren nach Gewicht und Geschwindigkeit
Die folgende Tabelle zeigt den ungefähren Kalorienverbrauch beim Radfahren pro Stunde, abhängig von Gewicht und Geschwindigkeit:
| Gewicht | 15 km/h | 20 km/h | 25 km/h |
|---|---|---|---|
| 60 kg | ca. 300 kcal | ca. 400 kcal | ca. 500 kcal |
| 75 kg | ca. 375 kcal | ca. 500 kcal | ca. 625 kcal |
| 90 kg | ca. 450 kcal | ca. 600 kcal | ca. 750 kcal |
Bitte beachte, dass dies nur Richtwerte sind. Der tatsächliche Kalorienverbrauch kann je nach individuellen Faktoren variieren.
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