Onboard-Aufnahmen sind eine großartige Möglichkeit, eure Leidenschaft für das Biken mit anderen zu teilen. Egal, ob für deine privaten Erinnerungen oder ein professionelles Videoprojekt - Dirks Tipps helfen dir, deine Abenteuer perfekt in Szene zu setzen.
Ausrüstung und Vorbereitung
Die richtige Kamera wählen
Die Qualität der Ausrüstung ist entscheidend, wenn es um beeindruckende Onboard-Aufnahmen geht. Investiert in eine hochwertige Actionkamera (wie zum Beispiel GoPro) oder nutzt ein Smartphone mit einer ausgezeichneten Bildstabilisierungsfunktion, um wackelige Aufnahmen zu vermeiden. Eine zusätzliche Kamera (Gopro & Co) will ich nicht (noch ein Akku Gerät, Einarbeitung ins Thema etc.) aber manchmal wäre ein Fahrvideo doch schön und mit dem Smartphone Video kennt sich jeder aus.
Sicherheit geht vor
Auch wenn euer Ziel ist, spektakuläre Videos zu erstellen, dürft ihr niemals die Sicherheit vernachlässigen. Stellt sicher, dass die Kameraanordnung fest und sicher am Motorrad befestigt ist, ohne dabei eure Sicht oder die Funktionalität des Fahrzeugs zu beeinträchtigen. Während der Aufnahme solltet ihr auch nichts übertreiben. Keine Aufnahme dieser Welt wäre einen Sturz wert.
Kreative Kamerapositionen und Perspektiven
Der Blickwinkel ist ein mächtiges Werkzeug, um eure Videos interessanter zu gestalten. Probiert verschiedene Montagepositionen aus, wie zum Beispiel am Lenker für eine direkte Fahrerperspektive, am Helm für eine dynamische Sicht oder an der Gabel für eine beeindruckende Straßenansicht.
Verschiedene Halterungen
Was habe ich nicht schon an Kohle in irgendwelche Halterungen für GoPro und Co. aus dem Fenster geworfen. Man denkt zunächst, dass es supereinfach ist und merkt dann, dass der Teufel im Detail liegt.
Alternativen zur Lenkerhalterung
Irgendeine Halterung am Moped kannst Du vergessen, die Vibrationen allein im Standgas waren bei meinem Versuch schon so heftig, das keine brauchbaren Bilder zustande kommen. Probierst Du das zu lange, besteht die Gefahr eines Kameraschadens. Was funktionieren könnte, ist das Handy mit einem Gurt o.ä. vor der Brust festschnallen, oder vor dem Kinnteil des Helms.
Optimale Kameraeinstellungen für Motorradvideos
Um wirklich atemberaubende Aufnahmen zu erzielen, solltet ihr die richtigen Kameraeinstellungen wählen. Optimal sind eine hohe Auflösung, wie zum Beispiel 1080p oder sogar 4K, und eine geeignete Bildrate von 30 oder 60 Bildern pro Sekunde. Dadurch erhaltet ihr flüssige und gestochen scharfe Videos. Bei passendem Licht kann auch ein ND-Filter verwendet werden. Diese lassen die Aufnahmen teilweise sportlicher wirken.
GoPro Einstellungen
GoPro Einstellungen: Um das Potenzial deiner Kamera voll ausschöpfen zu können, musst du als allererstes die richtige Einstellung auswählen. In diesem ausführlichen Guide erfährst du alles, was du dazu wissen musst. Zusätzlich bekommst du - unabhängig von deinem GoPro Modell - auch noch konkrete Einstellungsempfehlungen. Gerade für Anfänger ist dieser Guide ein „Must-Read“.
- PAL oder NTSC: Wenn man sich durch das Menü der Kamera klickt, stößt man früher oder später auf die Begriffe PAL oder NTSC. Was es damit auf sich hat, erfährst du in dem verlinkten Artikel.
- LRV & THM: Noch mehr verwirrende Abkürzungen. Auf LRV und THM stößt du wahrscheinlich, wenn du deine Videos von der Kamera auf den PC überträgst. Wann sie nützlich sind, und wann du sie einfach löschen kannst, erfährst du hier.
- GoPro Protune: Wenn du deinen Aufnahmen hinsichtlich der Bildqualität noch das Sahnehäubchen aufsetzen möchtest, dann musst du dich mit der Protune Funktion vertraut machen. Anfänger sollten jedoch erstmal ohne Protune filmen, da hier noch ein nachträgliches Color Grading erforderlich ist.
- GoPro SuperView: SuperView ist der größte Bildwinkel, in dem die Kamera aufzeichnen kann. In diesem Artikel erfährst du, welche Besonderheiten die Funktion mit sich bringt, wann du sie nutzen solltest und wann du lieber darauf verzichtest.
Audioqualität verbessern
Neben beeindruckenden Bildern ist auch die Audioqualität ein wichtiger Faktor für gelungene Motorradvideos. Wenn ihr den Ton aufnehmen möchtet, achtet darauf, dass das Mikrofon nicht durch Windgeräusche oder Motorlärm beeinträchtigt wird.
Abwechslungsreiche Strecken wählen
Um eure Videos interessant zu gestalten, solltet ihr nicht nur geradeaus fahren. Sucht nach abwechslungsreichen Strecken mit Kurven, atemberaubenden Landschaften und verschiedenen Straßenbedingungen.
GoPro Hero 13 Black: Tipps und Tricks
Neuerungen und Funktionen
Die GoPro Hero 13 Black überzeugt mit beeindruckenden Neuerungen wie speziellen Objektiven, einem neuen Befestigungssystem und einer längeren Akkulaufzeit. Doch diese Features sind nur die Spitze des Eisbergs. Um das volle Potenzial dieser Action-Cam auszuschöpfen, muss man tiefer in die Materie eintauchen. Egal, ob du mit der Kamera deine Outdoor-Abenteuer festhalten oder kreative Videos im Alltag drehen möchtest, mit den richtigen Einstellungen und ein paar cleveren Tricks wirst du bessere Ergebnisse erzielen.
Die Hero 13 Black entspricht technisch den Vorgängern. Denn GoPros neuestes Flaggschiff ist weitgehend identisch mit den Vorgängermodellen Hero 12 und Hero 12 Black. Den 8:7-Sensor mit 5,3K-Video und 27-MP-Fotos, die HyperSmooth-Stabilisierung 6.0 und die Wasserdichtigkeit bis 10 m - all das gibt es auch in der alten Hero 12 Black und sogar schon in der Hero 11 Black. Dafür gibt es einige Updates beim Zubehör, insbesondere neue Linsen und Filter.
Makro Lens Mod
Die neue Makro Lens Mod ist zum Beispiel für Nahaufnahmen gedacht. Sie hat eine 4-Zoll-11-cm-Fokussierung und eine minimale Fokussierungsentfernung, die viel weiter entfernt ist als bei einem normalen GoPro-Objektiv. So kann man näher an Objekte herangehen und tolle Effekte erzielen - und das sogar mit 120 Bildern pro Sekunde in Zeitlupe.
Videos mit GPS-Stickern aufwerten
Die Hero 13 Black hat wieder GPS an Bord. Das heißt, du kannst Overlays mit Daten wie Strecke, Geschwindigkeit und Beschleunigung in deine Videos einbauen. Bei der Hero 12 Black hatte GoPro diese Funktion überraschenderweise gestrichen. Bei der Konkurrenz lassen sich solche Effekte nur mit externen Geräten wie Smartwatches oder Fernbedienungen realisieren.
Überhitzung vermeiden
Trotzdem: vor allem bei höheren Bildraten, hohen Auflösungen, zum Beispiel 5,3k 30 Bilder pro Sekunde, oder 4K 60 Bilder pro Sekunde kann auch die Hero 13 Black überhitzen. Bei 1080p und 30 Bildern pro Sekunde gibt dagegen in der Regel keine Probleme. Faustregel also: solange du dich mit der Cam bewegst, ist alles in Ordnung. Und wenn du dich nicht bewegst, dann reduzierst du einfach die Bilder pro Sekunde (fps), zum Beispiel im Auto, auf etwa 4K 30. Dann sollte Hitze kein Thema mehr sein.
Empfohlene GoPro Einstellungen
POV-Aufnahmen
Ich empfehle für POV-Aufnahmen das Format 8:7, weil es den größten vertikalen Sichtbereich bietet. Wenn du lieber Videos im 16:9-Format möchtest, gibt es auch dafür eine tolle Lösung. Als erstes kannst du statt „weit“ die noch weiteren Winkel Superview und Hyperview einstellen. Außerdem haben die aktuellen Hero-Modelle zwei Modi, die es im 4:3-Format nicht gibt: Hyperview mit 5,3K-60fps und Hyperview mit 4K-120fps. Das sind empfehlenswerte Einstellungen, weil sie mehr Auflösung und Qualität bieten.
Wenn du einen Max Lens-Mod bzw. Lens Mod Ultraweit für die Hero 13 Black hast, bietet das Objektiv noch mehr Sichtfeld und Stabilisierung als die 8:7-Modi. Dafür ist die Auflösung und die Detailtreue aber nicht ganz so gut. Für POV-Videos ist der Max Lens bzw. Ultraweit-Mod aber trotzdem die erste Wahl.
Damit du ein größtmögliches Sichtfeld bekommst, verwende am besten folgende Modi:
- Profil: Standard
- Bildausschnitt: 8:7 oder 16:9
- Auflösung /Bildrate: 5,3K / 30fps, 4K / 60 fps, oder 2,7K / 60
- Objektiv: Weit (8:7), Hyperview (Lens Mod Ultraweit oder Max Lens Mod)
- HyperSmooth: Ein oder Auto Boost
Maximale Flexibilität bei der Postproduktion
Für das größte Sichtfeld und die größte Flexibilität bei der Nachbearbeitung verwendet ihr am besten diese Einstellungen:
- Profil: Log
- Bildausschnitt: 8:7
- Auflösung /Bildrate: 5,3K / 30fps oder 4K / 60fps
- Digitales Objektiv: Weit
- HyperSmooth: Ein
Kinofilm-Look
Diese Modi bieten die beste Detailgenauigkeit und Qualität bei zweifacher Zeitlupe (die Zeitlupe richtest du in der Nachbearbeitung ein, etwa in der Quik-App). Wenn du eine bessere Stabilisierung willst, nimm im „Linear“-Modus auf. In diesem Modus wird der Bildausschnitt aber stärker beschnitten, daher sind „Weit“ oder „Superview“ besser.
- Profil: Standard
- Bildformat: 16:9
- Auflösung: 5,3K
- Bildrate: 60
- Digitales Objektiv: Linear, Weit oder Superview
- HyperSmooth: Ein
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