Fischer E-Bike Test: Eine umfassende Analyse

Fischer E-Bikes erfreuen sich großer Beliebtheit, insbesondere aufgrund ihrer erschwinglichen Preise, die oft unter 1.000 Euro beginnen. Doch wie schneiden diese E-Bikes im Testumfeld ab? Dieser Artikel bietet eine umfassende Analyse, basierend auf verschiedenen Testberichten und Nutzererfahrungen.

Testergebnisse und Beurteilungen

Die Beurteilungen der Testmagazine fallen im Fall Fischer auseinander. Die preiswerten Baumarkt-Pedelecs konnten den Härtetest am Prüfstand der Stiftung Warentest bislang nicht bestehen - durchgefallen sind sie wegen Sicherheits- bzw. Materialmängel. Einschlägige Radmagazine verzichten auf umfassende Belastungstests und setzen den Schwerpunkt vielmehr auf Fahreigenschaften, Ausstattung und Komfort.

Schnitzer wie eine hakende Federsattelstütze hier oder unsauber verlegte Kabel dort kosten Körner, unterm Strich streicht die E-Bike-Sparte des Herstellers in der Fachpresse aber bessere Noten ein. Wie uneinheitlich die Testmagazine bei der Notenvergabe vorgehen, wurde jüngst auch bei Modell ETD/ETH 1861 deutlich. Im Magazin Elektro Rad schnitt die Damenausführung des Modells („ETD“) mit der Note 1,6 ab. Autotest vergab für die bis auf Rahmenform identische Herrenausführung („ETH“) hingegen nur ein Befriedigend.

Erklärbar wird der Rutsch in die Mittelmäßigkeit durch die abweichenden Bewertungskriterien - Abwertungen gab es bei Autotest unter anderem in den Prüfkapiteln Design und Fahrspaß. Beide Aspekte verlieren jedoch an Gewicht, wenn die Funktionalität an erster Stelle steht und einfach nur ein günstiges Fortbewegungsmittel gefragt ist.

Hauptschmerzpunkt, und darin sind sich die Tester fast durch die Bank einig, bleibt aber das hohe Gewicht der Fischer-Pedelecs, ebenso bei hohem Tempo auftretendes Flattern des Rads bei manchen Modellen mit tiefem Einstieg. Beim ECU 1860 zeigte die Kritik von Elektro Rad Wirkung, Fischer besserte nach.

Beachtung verdienen die elektrisch unterstützten Mountainbikes aus der EM-Modellreihe, die mit Markenparts ausgerüstet sind und sich auch beim Reichweiten- und Gewichtsvergleich ein gutes Image erarbeiten konnten. Beim Motor setzt Fischer auf günstige Fabrikate von Bafang. Die aktuellen Antriebseinheiten ziehen durchaus kräftig, aber weniger harmonisch als die teuren Bosch-Aggregate.

Worauf beim Kauf von Fischer-Pedelecs achten?

Fischer-Fahrräder werden meist vormontiert im Karton an die Kunden übergeben. In der Regel müssen noch die Pedale angeschraubt und der Lenker in die richtige Position gedreht werden, was kaum technisches Geschick erfordert. In den Netzbewertungen ist aber immer wieder davon die Rede, dass Bremsen und Schaltung nicht ordnungsgemäß eingestellt sind. Dann muss entweder der Vor-Ort-Service von Fischer bestellt oder die nächstgelegene Fahrradwerkstatt aufgesucht werden.

Edelteile sind bei E-Bikes, die zum Teil für weniger als 1.000 Euro vertrieben werden, natürlich nicht zu erwarten. Es kann sich bei den Fischer-Fabrikaten also lohnen, noch etwas Geld in die Hand zu nehmen und das ein oder andere Anbauteil durch ein besseres zu ersetzen. Doch das Preisniveau stieg in den letzten Jahren stetig an, und mit ihm auch die Qualität. Teurere E-Bikes wie das ETD 1861 bzw. ETH 1861 bringen sogar einen Steuercomputer mit Navigation und Bluetooth-Schnittstelle mit, über die ein Brustgurt zur Pulsmessung angedockt werden kann. Derartige Modelle nähern sich aber preislich den einschlägigen Markenanbietern.

Steuerkonsolen mit Touch-Display, Navigation und Fitness-Funktionen sind nur der Preisoberklasse im Fischer-Sortiment vorbehalten. Sehr günstige City-Pedelecs von Fischer sind häufig mit Frontmotoren ausgestattet. Damit liegen Sie bei Bummelfahrten auf trockenem Untergrund keineswegs im Nachteil. Auf nasser Strecke büßt das Vorderrad jedoch durch den hecklastigen Schwerpunkt des Rads Bodenhaftung ein und driftet im schlimmsten Fall weg.

Mittel- oder Hecknabenmotoren hingegen übertragen ihre Kraft auf das hintere Laufrad und erzeugen vor allem bergauf besseren Vortrieb. Bei der Akku-Reichweite heißt es: Prioritäten setzen. In der Stadt reichen auch geringere Akku-Reichweiten (300-400 Wh). Bei den Tourenmodellen ist die Akku-Kapazität wiederum entscheidend. Auch diesen Punkt haken Modelle wie das erwähnte ETD/ETH 1861 (557 Wh) übrigens vorbildlich ab.

E-Bikes von Fischer im Gewichtsvergleich:

Fischer-Pedelecs zählen zu den Schlusslichtern im Gewichtsvergleich. Spürbar wird das in allen Belangen: Beim Rangieren, beim Tragen über die Kellertreppe und letztendlich auch bei der Reichweite.

Die Modellreihen von Fischer

Im Jahre 2019 erfuhr die Produktpalette ein Update und Fischer hat neue Modellreihen an den Start gebracht:

  • Cita
  • Viator
  • Montis
  • Terra
  • Leo

Unter diesen Bezeichnungen findest du passende Trekking-Bikes, City-Bikes, Mountainbikes oder ATBs mit Motor. Eigentlich bleibt aber alles beim Alten. Fischer bietet E-Bikes an, die sich für jedermann eignen und für jedermann bezahlbar bleiben. Auch die modernen Linien liegen preislich häufig deutlich unter 2.000 Euro.

Empfehlungen für verschiedene Einsatzbereiche

E-Mountainbikes

Fischer setzt auf Breitreifen und eine stabile Federung. Du kannst mit einem Fischer E-Mountainbike auch im Straßenverkehr gut unterwegs sein. Es wird dazu geraten, das inkludierte StVZO-Set anzubringen. Bei diesem E-MTB stimmt einfach alles: Optik, Power und Performance.

E-Trekkingräder

Das Fischer E-Trekkingrad kannst du wahlweise mit Trapez- oder mit Diamantrahmen bekommen. Der Trapezrahmen eignet sich gut für Damen. Diamantrahmen sind bei Trekkingrädern für Herren üblich. Individualisieren lässt sich das Bike auch durch die unterschiedlichen Rahmengrößen. Schutzbleche, Lichtanlage und Kettenschaltung zählen zur Grundausstattung. Die Brose-Modelle bringen hydraulische Scheibenbremsen mit.

E-Citybikes

Fischer bringt seine Citybikes mit bequemem Tiefeneinstieg auf den Markt. Mit seiner Wave-Form beschreibt der Rahmen eine Wellenform und besteht lediglich aus einem Unterrohr. Die aufrechte Sitzposition ermöglicht dir die volle Konzentration auf den Straßenverkehr.

SUV E-Bikes

Die stabile und sportliche Bauweise des Fischer Terra 4.0i machen das Bike absolut geländetauglich. Der sportliche Sattel und die stabile Sattelstütze ermöglichen auch auf längeren Touren viel Komfort. Die 10-Gang-Kettenschaltung von Shimano erhöht den Fahrkomfort. Im Rahmen versteckt sich der 36 Volt-Akku.

Vintage E-Bikes

Mit diesem stylischen Hollandrad beweist der Hersteller seine Vielseitigkeit und das Fingerspitzengefühl, mit einer umfangreichen wie vielseitigen Produktauswahl einfach jeden Geschmack zu treffen. Die Optik ist das Aushängeschild der Räder. Leuchte, Chromklingel oder die farblich angepassten Schutzbleche verbreiten nostalgischen Charme.

E-Klappräder

Dieses kompakte Klapprad der 20-Zoll-Klasse besitzt beste Fahreigenschaften und kann durch sein geringes Packmaß einfach transportiert und verstaut werden. Die 7-Gang-Kettenschaltung macht das Bike wendig und alltagstauglich. Der Akku kann entnommen werden, was das Gesamtgewicht deutlich reduziert.

E-Lastenräder

Die Spezialisten von Fischer haben lange getüftelt und mit dem LEO 1.0 ein besonders kompaktes Lastenrad entwickelt. Die Länge von 1,95 Metern übersteigt kaum ein herkömmliches Rad. Damit kannst du dein Lastenrad überall uneingeschränkt abstellen, wo du auch mit einem City-Bike parken würdest. In der integrierten Holzbox kannst du bis zu 45 Kilogramm Lasten bewegen.

Akkus und Motoren

Fischer verbaut unterschiedliche Typen von Akkus. Der chinesische Hersteller liefert kompakte Mittelmotorsysteme, die sich ohne Probleme in die verschiedensten Modelle der Fischer-Flotte verbauen lassen. Die Firma Brose entwickelt mechatronische E-Motoren für Fahrzeuge aller Art. Seit dem Jahre 2014 werden Motoren für E-Bikes in Berlin hergestellt. Brose-Motoren stehen für viel Power und sind kaum zu hören.

ADAC Test E-Bikes: Fischer E-Bike Cita 2.2i Tiefeinsteiger Pedelec 2024

Das einzige Pedelec im Test mit einem Mittelmotor bietet eine angenehm aufrechte Sitzposition und Komfort dank gefederter Sattelstütze und guter Vordergabel. Der solide Rahmen zeigt sich bei den Fahrversuchen stabil. Die Leistung in der höchsten Unterstützungsstufe dürfte etwas stärker sein.

ADAC Testurteil: 2,5

Allgemeine Daten:

  • Preis in Euro: 1949
  • StVZO: ja
  • Leergewicht in kg: 28,8
  • Zul. Gesamtgewicht in kg: 135
  • Position/Hersteller Motor: Mittelmotor/Bafang
  • Anzahl der Gänge/Schaltung: 3-Gang-Nabenschaltung
  • Akku-Kapazität/-Wattstunden: 522
  • Position des Akkus: im Rahmen integriert
  • ADAC Reichweite (nach R200) in km: 84
  • Ladezeit (gemessen) in Std.: 5:30

Zuletzt aktualisiert am 07/06/2024.

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