Fitbit Charge 4 Fahrrad aufzeichnen – Eine detaillierte Anleitung

Für diesen Fitbit Charge 4 Test liegt uns die schwarze Variante des Fitnessarmbands vor. Der UVP-Preis startet bei 149,95 Euro, wobei der Tracker zwischenzeitlich für deutlich weniger Geld zu haben ist.

Das Charge 4 kommt kurz, nachdem Google angekündigt hat, Fitbit zu übernehmen. Auf den ersten Blick sieht es genauso aus wie sein Vorgänger Charge 3.

Was ist neu beim Fitbit Charge 4?

Das Grau der Gehäuserückseite ist dunkler und zum schwarzen Armband besser angepasst. In der gleichen Gehäusegröße und gleichen Formfaktor hat der Hersteller es geschafft einen GPS-Empfänger einzubauen, ohne an anderen Features zu sparen.

Hier eine kurze Zusammenfassung der Verbesserungen gegenüber der Charge 3:

Feature Charge 4 Charge 3
Integriertes GPS Ja Nein
Dynamisches GPS Ja Nein
Connected GPS Ja Ja
Aktivzonenminuten Ja Nein
Fitbit Pay Ja Ja (Special Edition)

Weitere Funktionen und Merkmale:

  • Wasserdichtigkeit bis 5 ATM.
  • Schlafmodus: Nachrichten und Aktivierung des Displays innerhalb bestimmter Zeiten unterdrücken.
  • Spotify-Steuerung: Remote z.Bsp. die Wiedergabe steuern.
  • NFC-Chip für Fitbit Pay für das kontaktlose Zahlen

Design und Display

Das Display des Charge 4 von Fitbit bietet keine Überraschungen. Es ist immer noch nicht in Farbe, wie es bei einigen Trackern der Konkurrenz der Fall ist. Die Displayhelligkeit und wie lange das PMOLED-Display aktiv bleiben soll, ist nur beschränkt konfigurierbar. Eine Always-on-Option ist leider nicht verfügbar.

Displayeinstellungen:

  • Beeinflussbar ist die Displayhelligkeit.
  • Auswählen kann man aus einem stark gedimmten Modus, bei dem das Display schwer ablesbar ist, einem normalen Modus und einem automatischen Sensor-gesteuerten Modus.
  • Der automatische Modus schaltet zwischen Normal- und einer deutlich höheren Helligkeitsstufe, die aber manuell leider nicht auswählbar ist.

Bedienung und Navigation

Die Bedienung des Charge 4 unterscheidet sich nicht vom Vorgänger. Sie funktioniert recht zuverlässig und scheint etwas geschmeidiger und leichtgängiger. Allerdings muss ein Doppeltipp manchmal etwas kräftiger ausgeführt werden, um das Display zu aktivieren. Alternativ kann die seitliche Taste betätigt werden.

GPS-Funktionalität und Fahrradaufzeichnung

Mit dem Charge 4 haben ein vielversprechendes Fitness-Armband mit GPS im Test, das Workouts genauer und mit dazugehöriger Strecke auf einer Karte aufzeichnet. Ein Merkmal, das uns beim Vorgängermodell gefehlt hat. Unter anderem erhält man nun Tempo, Entfernung und Strecke bei Aktivitäten wie Laufen, Radfahren oder Wandern.

Laut Fitbit werden neben 20 zieldefinierten auch sieben GPS-basierte Übungsmodi unterstützt. Als erstes unternehmen wir eine kleine Walking-Aktivität, um uns einen ersten Eindruck.

GPS-Einrichtung und Tipps

Über längere Wartezeiten wird der Nutzer auch in der Bedienungsanleitung gewarnt, also erleben wir hier keine Überraschung. Während der GPS-Empfänger nach ausreichend Signalen sucht, kann die Aktivität bereits gestartet werden. Tipp: Nutzer können sich längere Wartezeiten ersparen bzw. die Ortung beschleunigen, wenn sie das Gerät regelmäßig mit der Fitbit App synchronisieren. Dabei müssen die Lokationsdienste auf dem Smartphone aktiv sein und die Fitbit App Zugriff darauf haben.

Nach der ersten Aktivität starten wir gleich danach noch eine. Dieses Mal dauert es nur wenige Sekunden und es kann losgehen.

Dynamisches GPS: Ist das Smartphone in der Nähe schaltet das Gerät auf Connected GPS um, um Route, Geschwindigkeit und andere Daten zu erfassen.

GPS-Genauigkeit

In diesen ersten Tagen sehen wir bei der Genauigkeit der GPS-Ortung vergleichsweise im Mittelfeld. Ungenauigkeiten sind besonders beim „Abbiegen“ zu erkennen. Auch einen über 5km langen Lauf absolvieren wir für unseren Erfahrungsbericht.

Restlos begeistern kann das GPS der Charge 4 nicht - es ist eher gutes Mittelmaß: Schaut man sich aufgezeichnete Läufe an, bleibt das GPS weitestgehend auf den Wegen, wähnt einen aber hin und wieder in Gebüschen oder durch Hauswände schreitend. Zusätzlich sehen viele Aufzeichnung wie Slalomläufe aus. Dabei spielt es keine Rolle, wie schnell oder langsam man unterwegs ist. Selbst auf schnurgerader Strecke vernimmt die Uhr eine hin- und herschwanken, was es so nie gab.

Für Freizeitsportler reicht die Leistung des GPS allemal aus. Ob es auf 10km 300 Meter mehr oder weniger sind, mag für viele auf den ersten Blick wichtig sein, aber sind wir mal ehrlich: Wer sagt uns, dass die teuere Sportuhr oder Smartwatch genauer misst und ist es nicht mehr als ideeller Wert, den es dort zu erreichen gibt.

Weitere Funktionen

Im Alltag verfolgt das Fitbit Charge 4 wie alle anderen Modelle des Herstellers diverse Gesundheitsmetriken. Dazu gehören beispielsweise Schritte, verbrauchte Kalorien, Schlaf sowie die Herzfrequenz, die ebenfalls rund um die Uhr erfasst wird. Der Schrittzähler des Herstellers gehört eher zu den etwas großzügigeren, denn er addiert den einen oder anderen Schritt lieber dazu.

Schlaftracking

Besonders gut beherrschen Tracker des Herstellers das Schlaftracking. Einschlaf- und Aufstehzeiten werden in der Regel zuverlässig und genau erfasst. Dabei entsteht am Ende ein einfacher Schlafindex. Mit dieser Zahl wird der Schlaf leichter vergleichbar. Die Zahl setzt sich zusammen aus nächtlichen Messungen zu Herzfrequenz, die Zeit, die man wach oder unruhig verbringt sowie Schlafphasen.

Aktivzonenminuten

Eine ganz neue und bei keinem anderen derzeit angebotenen Fitbit Tracker/Uhr integrierte Funktion sind im Charge 4 die Aktivzonenminuten. Auf Grundlage der 24×7 Herzaktivitäten wird dabei die Intensität und Qualität von Aktivitäten bestimmt. Aktivzonenminuten sind ein weiteres Werkzeug, um mehr über sein Training zu erfahren und auch motiviert zu werden sich weiter zu verbessern.

Interessant an dem Feature ist auch, dass es in Echtzeit auf dem Display angezeigt wird. So weiß der Nutzer immer, ob er in der Ziel-Herzfrequenzzone und somit effektiv trainiert.

Spotify Connect & Control

Das Charge 4 verfügt über eine neue Option für Spotify Connect & Control. Während der Spotifysteuerung muss das Gerät mit einem Smartphone gekoppelt sein. Im Allgemeinen sind beispielsweise das Abspielen, Überspringen, Zurückspulen von Songs oder Playlists von kompatiblen Spotify Geräten möglich.

Fitbit App

Die Fitbit-App zeichnet sich durch ein übersichtliches Design aus und lässt sich intuitiv bedienen. Die Nutzer können in der Anwendung zahlreiche Einstellungen vornehmen und werden mit vielen nützlichen Informationen versorgt. Dank GPS sehen die Nutzer in der App ihre zurückgelegten Strecken und profitieren von vielen zusätzlichen Ansichten. Dies war beim Vorgänger nur in Kombination mit einem Smartphone-GPS möglich.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit hat sich nicht verbessert und liegt weiterhin bei ca. Die vom Hersteller versprochenen 5 Stunden Akkulaufzeit bei aktiviertem GPS zu erreichen wird knapp. Ohne Stromsparmodus, aber mit aktiviertem GLONASS sorgt die Positionsbestimmung für einen Akkuverbrauch von 20-25% pro Stunde. Läufe über 5 km und 10 km sind mit vollem Akku problemlos drin. Am Handgelenk von langsamen Läufer wird der Halbmarathon für den Charge 4 zur Herausforderung.

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