Die besten Multisportuhren für Schwimmen, Radfahren und Laufen im Test

Auch im Triathlon ticken die Uhren nicht anders. Doch was braucht eine gute Triathlonuhr? Wir stellen unsere Favoriten vor!

Warum eine spezielle Triathlonuhr?

Triathlon ist in vielerlei Hinsicht komplizierter als das reine Laufen - nicht nur beim Training und Wettkampf, sondern auch in puncto Ausrüstung. Mindestens benötigst du eine Schwimmbrille, ein Fahrrad und einen Helm zusätzlich zu deinen Laufschuhen, außerdem Kleidung für alle drei Disziplinen. Je nach Geldbeutel und Ambitionen artet das Thema Material bei vielen Triathletinnen und Triathleten zu einer wahren Schlacht aus. Das gilt auch für die Elektronik, die du beim sportlichen Dreikampf einsetzen kannst.

Doch bevor du über Wattmessung am Rad, einen speziellen Radcomputer oder Ähnliches nachdenkst, sollte zumindest eine gute Uhr her, die dich zuverlässig durch alle Disziplinen begleitet.

Welche Funktionen sollte eine Triathlonuhr haben?

Im Grunde sind die Mindestanforderungen an eine Triathlonuhr ähnlich wie jene an eine Laufuhr. Eine GPS-Funktion ist heutzutage schon bei Smartwatches und Activity-Trackern selbstverständlich. Wasserdichtigkeit ebenso. Ob diese bis 30, 50 oder 100 Metern Tiefe angegeben ist, spielt letztlich keine nennenswerte Rolle.

Sportprofile

Was eine Sportuhr zu einer Triathlonuhr macht, ist die Unterstützung mehrerer Sportarten. Da du beim Triathlon deine Uhr neben dem Laufen noch für mindestens zwei weitere Sportarten nutzen möchtest, erleichtern dir verschiedene Sportprofile, beim Training den Überblick zu behalten, da die verschiedenen Daten sportartspefizisch aufgezeichnet werden.

Beispiel: Die Geschwindigkeit wird beim Schwimmen meist in Minuten pro 100 Meter angegeben, während beim Radfahren Kilometer pro Stunde und beim Laufen Minuten pro Kilometer genutzt werden. All das kannst du bei den unterschiedlichen Sportprofilen individuell an deine Bedürfnisse anpassen.

Weiterer Vorteil der unterschiedlichen Sportprofile: Die Aufzeichnung und Dokumentation deines Trainings über die unterschiedlichen Plattformen der Hersteller (etwa Garmin Connect, Polar Flow) oder bei Drittanbietern (etwa Strava oder TrainingPeaks), ist deutlich übersichtlicher und aufgeräumter.

Multisport-Funktion

Da an deinem großen Renntag die Kombination aus drei unterschiedlichen Disziplinen gefragt ist, solltest du natürlich auch ins Training viel Abwechslung einbauen. Koppeleinheiten heißt hier das Zauberwort für die spezifische Vorbereitung auf deinen Triathlon. Meist wird hierbei die Kombination aus Radfahren und anschließendem Laufen geprobt. Koppeln kannst du im Training aber ebenso gut die ersten beiden oder gar alle drei Disziplinen. Auch Multi-Koppeleinheiten - beispielsweise Radfahren-Laufen-Radfahren-Laufen - integrieren heutzutage viele Triathletinnen und Triathleten regelmäßig ins Training.

Hierfür, und natürlich für deinen Renntag, spielt besonders das Multisport-Profil einer Uhr seine Stärken aus. Zu Beginn wählst du deine erste Disziplin aus, startest die Einheit wie gewohnt, beendest Disziplin eins und startest in die zweite. Die Uhr zeichnet dies als zusammenhängende Einheit auf und stoppt gleichzeitig die Pausen- beziehungsweise Wechselzeiten heraus.

Für deinen Triathlon macht es Sinn, gleich ein entsprechendes Triathlon-Sportprofil auszuwählen oder zu programmieren, sodass du nur noch starten und stoppen, aber nicht noch manuell die Disziplin auswählen musst.

Akkulaufzeit

Wer bei einem Langdistanz-Triathlon (Ironman) dabei ist und nicht zur Elite zählt, wird wohl weit mehr als zehn Stunden für die 3,8 Kilometer im Wasser, 180 Kilometer auf dem Rad und 42,2 Kilometer in Laufschuhen unterwegs sein. Wer den Zielschluss ausreizt, braucht eher 17 Stunden Akkulaufzeit. Aber eine ausreichend lange Akkulaufzeit ist nicht nur für den Wettkampf wichtig, sondern auch für all das Training - wer hat schon Lust, die Uhr jeden Tag aufzuladen.

Konnektivität

Moderne Uhren stecken voller Sensoren, die bereits allerlei Daten erfassen. Dennoch sollte eine gute Triathlonuhr ermöglichen, weitere Sensoren zu verbinden, um etwa die Leistung eines Wattmesssystems beim Radfahren, die Herzfrequenzwerte eines Brustgurtes oder die Daten eines Rollentrainers zu erfassen. Meist funktioniert das Koppeln von zusätzlichen Sensoren mittels ANT+ oder - immer häufiger - Bluetooth.

Worauf muss ich bei einer Triathlonuhr achten?

Wie eingangs beschrieben, kommst du mit jeder GPS-Uhr, die vor dem Wasser nicht zurückschreckt, schon mal recht weit - auch im Triathlontraining. Doch einige weitere Funktionen erleichtern den Trainings- und Rennalltag ohne Frage.

Hilfreiche Funktionen fürs Schwimmen

Simpel, aber sehr hilfreich ist die Funktion des Bahnenzählens im Schwimmbecken. Viele Modelle bringen dies mit. Stelle zuvor einfach die Länge der Bahn entsprechend ein und konzentriere dich voll auf dein Programm, ohne ständig Kacheln zählen zu müssen. Ebenfalls interessant sind spezielle Metriken wie etwa der SWOLF beim Schwimmen. Dieser Wert quantifiziert die Effizienz, indem die Züge pro Bahn sowie die Zeit hierfür einberechnet werden. Je niedriger dein SWOLF, desto höher deine Effizienz. Mit diesem Parameter hast du den Fortschritt in der ersten Disziplin im Blick.

Hilfreiche Funktionen fürs Radfahren

Eine Funktion, die dir besonders beim Radfahren - im wahrsten Sinne des Wortes - zurück in die Spur helfen kann, ist eine Karten-Navigation, wie sie besonders die ausgereiften, aber auch hochpreisigen Garmin-Modelle liefern. Gerade wenn du deine Uhr neben dem Laufen auch zum Radfahren nutzt, kann dies einen großen Pluspunkt darstellen.

Ähnlich interessant wie der SWOLF beim Schwimmen ist der VAM beim Radfahren. Dieser gibt die durchschnittliche vertikale Steiggeschwindigkeit an. Gerade wenn du ohne Wattmessung am Rad unterwegs bist, kannst du an Anstiegen einen Anhaltspunkt gewinnen, wie offensiv du diesen hinauffährst. Der VAM gibt die Anzahl an Höhenmetern an, die du basierend auf der aktuellen Geschwindigkeit und Steigung hochgerechnet auf eine Stunde überwindest.

Dies stellt nur eine kleine Auswahl spezieller Funktionen dar, die besonders Multisportler und Multisportlerinnen ansprechen mögen. Ausführliche und detaillierte Praxiserfahrungen mit allen Highlights der unterschiedlichen Modelle kannst du in unseren Testberichten nachlesen.

Die besten Uhren für Triathleten

Im Folgenden findest du unsere Empfehlungen für Uhren, die sich besonders gut für den Triathlonsport eignen. Alle vorgestellten Modelle haben wir allesamt selbst auf Herz und Nieren getestet. Unsere ausführlichen Testberichte zu jedem Modell haben wir jeweils verlinkt.

Polar Vantage M3

Die Polar Vantage M3 ist eine Mulisportuhr mit zahlreichen Analyse- und Coaching-Funktionen. Bei der Vantage M3 hat man nicht das Gefühl, eine vergleichsweise günstige Uhr am Arm zu tragen. Das liegt nicht nur an der wertigen Haptik und Optik des Kunststoffgehäuses sowie der Lünette, den Knöpfen aus Metall und dem schicken AMOLED-Display, sondern auch an den Funktionen.

Natürlich unterstützt die Uhr alle möglichen Sportarten und ist daher gerade auch für Triathleten eine gute Wahl. Uhr und App bieten eine enorme Auswertungstiefe in Bezug auf Activity-Tracking, Trainingsbelastung und Leistungsfähigkeit. Top-Feature: Die Uhr soll im GPS-Modus bis zu 30 Stunden durchhalten. Die Vantage M3 besitzt eine Navigationsfunktion mitsamt Kartenmaterial. Routen können über die mit der Polar-Flow-App verbundenen Drittanbieter-Apps Komoot oder Strava synchronisiert werden. Sowohl beim GPS als auch bei der Herzfrequenz weist die Uhr eine hohe Messgenauigkeit auf.

UVP: 399,90 Euro.

Coros Pace Pro

Die Pace-Serie von Coros begeisterte in der Vergangenheit durch Modelle mit kompaktem Kunststoffgehäuse, langer Akkulaufzeit, zahlreichen Funktionen und günstigem Preis. Mit der Pace Pro folgt Coros als letzter großer Hersteller dem Trend auf dem Smartwatch-/Sportuhrenmarkt: hochauflösende Displays. Die Anzeige der Uhr sieht sehr gut aus und funktioniert einwandfrei, bringt aber den üblichen Nachteil des höheren Energieverbrauchs mit sich. Dennoch ist die maximale Aufzeichnungsdauer mit bis zu 38 Stunden richtig stark.

Klar, wer den supergenauen Dualband-Modus aktiviert, bei dem die Uhr neben GPS auch die Signale vier weiterer Satellitensysteme auf zwei Frequenzen empfängt, muss mit geringeren Laufzeiten leben. In der Praxis bedeutet das: Wer täglich eine Stunde Aktivät aufzeichnet, muss die Uhr frühestens nach zehn Tagen aufladen. Während vieler Trainingsstunden oder eines Langdistanz-Triathlons muss man sich keine Sorge um den Akku machen. Richtig gut gefällt die Karten-Navigationsfunktion, die sehr von dem scharfen, farbenfrohen Display profitiert.

Besonderes Lob gibt es für das intuitive Bedienkonzept mit nur zwei Knöpfen, von denen einer eine drehbare Krone ist. Auch die Trainings- und Alltagsanalsye, die sowohl direkt auf der Uhr als auch in der Smartphone-App allerlei Rückmeldung liefert, gefällt mit nachvollziehbarer Bewertung des Fitness- und Belastungszustands. Ob Einsteiger oder Profi: In puncto Funktionsumfang und Preis-Leistung ist die Uhr eine Empfehlung für alle.

UVP: 399 Euro.

Garmin Forerunner 265

Mit der Forerunner 265 machte Garmin nicht nur preislich einen Sprung. Für 499 Euro ist die neueste Iteration der 200er-Serie längst kein Schnäppchen mehr, hat jedoch auch ordentlich in Sachen Funktionsumfang zugelegt. Die Forerunner 265 tritt als kleine Schwester der Forerunner 965 in die Fußstapfen der früheren 700er-Serie und bietet nun beispielsweise ein hochauflösendes AMOLED-Display sowie viele weitere Funktionen der Forerunner 965, die unten noch beschrieben wird. Die FR 265 unterscheidet sich im Wesentlichen in ihrer etwas geringeren Größe und der fehlenden Kartennavigation von der Forerunner 965.

UVP: 499,99 Euro

Suunto Vertical

Die Suunto Vertical ist eine richtig gute Uhr für alle, die lange Abenteuer bestreiten möchten und dabei einen treuen, robusten Begleiter suchen - und somit auch für Triathletinnen und Triathleten einen Blick wert. Die Akkulaufzeit ist überragend und wird durch das Solarmodul tatsächlich verlängert, die Navigationsfunktion mit den Offline-Karten ist sehr gelungen und die Aufzeichnungsqualität mit dem Dualband-Empfang ist super. Die Trainingsauswertung gefiel im Test ebenfalls gut, sofern ein Herzfrequenzgurt korrekte Werte liefert, sodass die Uhr durchaus auch hilfreich bei der Trainingssteuerung ist.

Letztlich lässt die Uhr zwar die ein oder andere Funktion vermissen, die Garmin in ihre Uhrenmodelle implementiert. Allerdings ist es mindestens fraglich und auf jeden Fall individuell, ob man einen Musikplayer, eine bargeldlose Bezahlfunktion oder animierte Kraftübungen in einer Outdoor-Uhr wirklich braucht.

UVP: 599 (Vertical) bzw. 799 Euro (Vertical Titan).

Garmin Forerunner 965

Keine Multisportuhr auf dem Markt bietet mehr Funktionen als die Garmin Forerunner 965. Ob man sie alle benötigt, ist eine Frage, die die allermeisten wohl mit „Nein“ beantworten müssten. Doch wenn du zu jenen gehörst, die das derzeit beste Modell auf dem Markt haben möchten, machst du mit der Garmin Forerunner 965 alles richtig. Sie liefert nachvollziehbare Rückmeldung zur Wirkung des Trainings sowie zum Erholungs- und Belastungsstatus des Körpers. Die Analyse- und Anleitungsfunktionen können das Training tatsächlich in die richtige Richtung leiten. Zudem hat die Forerunner 965 Garmin-typisch eine richtig gute Navigationsfunktion.

Zusätzlich punktet Garmin mit der ausgereiften Software von Uhr, App und Webinterface sowie einer sehr intuitiven Bedienung all dessen. Als Minuspunkt ist neben der Unzuverlässigkeit der optischen Herzfrequenzmessung beim Laufen einzig die aufgrund des neuen Displays kürzere Akkulaufzeit zu nennen. Wer als Outdoorsportlerin oder Ultraläufer auf eine wirklich lange Akkulaufzeit angewiesen ist, sollte eher zur Garmin-Fenix-7-Reihe greifen. Und wer nicht ganz so tief in die Tasche greifen möchte, kann einen Blick zu den Vorgängermodellen, der Forerunner 945 und 955 werfen, die ebenfalls noch immer absolute Empfehlungen sind.

UVP: 649,99 Euro.

Apple Watch Ultra 2

Die Apple Watch Ultra 1 setzte bereits neue Maßstäbe für Apples Smartwatches und wurde als beste Wahl für das tägliche Training gefeiert. Mit einer Vielzahl kleiner Verbesserungen in Hard- und Software gelang es, die Smartwatch auch für ambitionierte Sportler interessant zu machen. Features wie Kompass und Notfallsirene konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Uhr reinen Outdoor-Uhren in wesentlichen Punkten unterlegen war: Die Akkulaufzeit, Navigationsfunktionen und Bedienbarkeit blieben klare Schwachstellen.

Mit der Apple Watch Ultra 2 hat Apple einige neue Features eingeführt - doch diese grundlegenden Schwächen bleiben bestehen. Auf den ersten Blick sehen die Apple Watch Ultra und die Apple Watch Ultra 2 nahezu identisch aus, doch bei genauerem Hinsehen zeigen sich feine Unterschiede. Das Display der Apple Watch Ultra 2 bietet zum Beispiel eine nochmals gesteigerte maximale Helligkeit. Dies sorgt für eine noch bessere Ablesbarkeit bei extremen Lichtverhältnissen. Ein weiterer Unterschied liegt im Speicher: Die Apple Watch Ultra 2 bietet jetzt sogar 64 GB internen Speicher im Vergleich zu den 32 GB bei der ersten Ultra-Version. Mit einer Akkulaufzeit von bis zu 14 Tagen im Smartwatch-Modus und 26 Stunden bei GPS-Nutzung ist sie auch für längere Aktivitäten geeignet. Das Design ist schlank und modern, das Gehäuse angenehm zu tragen und für schmalere Handgelenke geeignet. Die Bedienung ist intuitiv, und das weiche, austauschbare Silikonarmband sorgt für hohen Tragekomfort.

Einzig der Preis von rund 500 Euro ist hoch. Die ebenfalls 499 Euro teure Garmin Forerunner 265 kann im Grunde alles, was die Venu 3 auch kann, bietet jedoch zusätzlich eine Navigationsfunktion. Für Läufer bietet die Venu 3 die Möglichkeit, sowohl in der App als auch direkt auf der Uhr Trainingseinheiten zu planen und nachzulaufen. Ein Intervalltraining lässt sich in nur ein bis zwei Minuten erstellen.

UVP: 535 Euro.

Garmin Fenix 8

Die neue Garmin Fenix 8 ist da und setzt mit einigen Neuerungen neue Maßstäbe in der Welt der Multisportuhren. Neben dem bisherigen transflektiven MIP-Display setzt Garmin erstmals in der Fenix-Reihe auch auf ein hochauflösendes AMOLED-Display, das mit hervorragender Ablesbarkeit bei Tag und Nacht punktet. Zu den Highlights gehören auch die Sprachsteuerung und die Möglichkeit der Telefonie in Verbindung mit einem Smartphone.

Die Fenix 8 gibt es in drei Größen (43, 47, 51 mm). Die große Modellauswahl ist allerdings etwas verwirrend. So gibt es mit Solarfunktion nur die Größen 47 mm und 51 mm in Kombination mit dem "einfacheren" transflektiven MIP-Display. Interessant sind die Modelle mit dem neuen AMOLED-Display. Zwar wurde bei diesen die Akkulaufzeit gegenüber der extrem sparsamen Fenix 7 reduziert - mit bis zu 16 Tagen bei ausgeschaltetem Always-on-Display liegt sie aber immer noch auf hohem Niveau. Doch das neue Farbdisplay macht einen sehr edlen Eindruck und sorgt vor allem nachts für perfekte Ablesbarkeit.

Wer eher die maximale Akkulaufzeit haben möchte, greift zur großen Fenix 8 Solar, die dank eines effizienteren Solarmoduls bis zu 48 Tage Laufzeit im Smartwatch-Modus bieten soll. Die Akkulaufzeit unseres AMOLED-Testmodells lag nahe an den von Garmin angegebenen Werten, so dass im GPS-Modus eine Laufzeit von 35 Stunden erreicht werden sollte.

Wir hatten die 47 mm Fenix 8 mit Amoled-Display im Test. Die Uhr besticht durch einen sehr guten Tragekomfort. Das Silikonarmband bietet jetzt einen deutlich höheren Flex-Anteil, was die Passform beim Sport oder auch im Alltag verbessert. Neu und sehr spannend ist natürlich das eingebaute Mikrofon, mit dem die Fenix 8 nun wie Apple und Co. Telefonanrufe oder Sprachbefehle empfangen kann. Sogar eine Diktierfunktion ist mit an Bord. Das Telefonieren funktioniert wirklich gut. Zwar ist die Lautstärke eher gering, aber bei unseren Tests hat es für kurze Gespräche auch auf dem Bike erstaunlich gut funktioniert.

Die Sprachsteuerung funktioniert sehr zuverlässig, wenn auch etwas verzögert. Neu ist auch, dass alle Modelle über eine integrierte Taschenlampe verfügen, die in der Nacht sehr praktisch ist und mehr als nur ein Schlüssellochfinder ist. Sie war während unseres Tests sehr häufig in Gebrauch, was ihren Nutzen unterstreicht. Die Tasten der Fenix 8 sollen nun eine höhere Dichtigkeit erhalten haben, so dass die Uhr für Tauchgänge bis 40 Meter zertifiziert ist. Auch die Haptik der Drucktasten hat sich spürbar verändert. Sie machen einen hochwertigen Eindruck, sind etwas leichtgängiger als bei der Fenix 7 und geben ein präzises haptisches Feedback. Optisch auffällig ist die neue verschraubte Aluminiumabdeckung zwischen den rechten Tastern, die die Sensoren schützen soll.

Natürlich hat Garmin auch bei der Bedienung einiges verändert, ohne dabei die Funktionen oder die Bedienlogik komplett über den Haufen zu werfen. So ist die Individualisierung des Watchface umfangreicher, aber auch intuitiver geworden. Praktisch: Die bevorzugten Sportmodi wie MTB, Gravelbike, Rennrad oder E-MTB lassen sich jetzt oben im Menü anheften, so dass man schnell darauf zugreifen kann. Während der Aktivität ist der Touchscreen deaktiviert, kann aber bei Bedarf mit einem Wisch schnell wieder eingeschaltet werden. Insgesamt hat sich die Bedienlogik nicht grundlegend geändert, was alte Garmin-User zu schätzen wissen.

Die GPS-Navigation ist nach wie vor hervorragend und liefert auch in schwierigem Gelände präzise Daten. Neu ist die dynamische Routenberechnung, die nun ähnlich wie bei Google Maps beim Verlassen des Tracks eine neue Route berechnet und nicht einfach zur alten zurücknavigiert.

Natürlich bietet die Fenix 8 auch die bekannten Features speziell für Radfahrer: Dank ANT+, Bluetooth und WLAN lässt sich die Uhr nahtlos mit Wattmesssystemen, E-Bike-Motoren und sogar Srams AXS-Schaltungen koppeln. So können Daten wie der Akkustand des E-Bikes, die Restreichweite oder der aktuell eingelegte Gang direkt auf der Uhr angezeigt werden. Über die Connect-IQ-Plattform können zudem zahlreiche Apps wie Komoot oder andere fahrradspezifische Erweiterungen kostenlos heruntergeladen werden. Für Sportler, die ihre Leistung optimieren wollen, bieten Fitnessmetriken, der Morgenbericht und Funktionen wie "Hillscore" oder Wetterkarten-Overlays wertvolle Einblicke.

Der 32 GB große Speicher bietet Platz für Musik und Offline-Playlisten von Diensten wie Spotify. Damit bietet die Fenix 8 nicht nur Sport- und Fahrradfunktionen, sondern auch tolle Alltags- und Unterhaltungsmöglichkeiten. Die für ihre umfangreichen Auswertungen und Trainingspläne bekannte Garmin Connect App wurde weiter optimiert und ist nun noch intuitiver zu bedienen.

Auch preislich hat die Fenix 8 ordentlich zugelegt. Sie beginnt bei 999 Euro. Die 51 mm Version kostet bis zu 1299 Euro, die Solarvariante ist ab 1099 Euro zu haben. Tipp für Preisbewusste, die trotzdem das neue Amoled-Display haben wollen: Garmin bietet mit der neuen Fenix E eine günstige Version für 799 Euro an, allerdings ohne Sprachsteuerung und Telefoniefunktion.

Garmin Forerunner 970

Die Garmin Forerunner 970 ist der neue Testsieger unter den Sportuhren. Sie bietet ein verbessertes GPS, integriertes EKG, eine Sprechfunktion und LED-Taschenlampe - ideal für ambitionierte Ausdauersportler. Trotz etwas kürzerer Akkulaufzeit und höherem Preis setzt sie technische Maßstäbe.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0