Als Geheim-Tipp kann man den Hellcat Pro vom renommierten Hersteller Five Ten schon lange nicht mehr bezeichnen. Umso weniger wird es die meisten verwundern, dass auch unsere Fahrer aus dem HIBIKE-Gravity Team gern auf den Five Ten Hellcat Pro zurückgreifen. Der Five Ten Hellcat Pro ist für mich DER Schuh im Gravity Sektor. Seit ich 2016 auf Klick-Pedale umgestiegen bin, fahre ich die Hellcat Pro Schuhe.
Der Five Ten Hellcat Pro im Detail
Ben, Nick und Niklas aus unserem Gravity Team haben bereits die ersten Runden mit dem Schuh gedreht und einige Eindrücke zum 2021er Five Ten Hellcat Pro sammeln können. Im Vergleich zum vorherigen Hellcat Pro lässt sich der Schuh noch angenehmer tragen und sieht auch etwas schlanker aus. Dadurch eignet sich der Hellcat Pro auch optimal für den Trail- und Enduro-Einsatz.
Erste Eindrücke und Stabilität
Bereits beim ersten Tragen fiel mir die außergewöhnliche Stabilität auf. Persönlich empfand ich das sehr positiv, denn es vermittelt das Gefühl, dass man auch mal an Steinen anecken kann ohne davon Blessuren zu tragen.
Optimierter Einstellbereich für Cleats
Auch der sehr große Verstellbereich für das Cleat gefällt mir gut. Der Einstellbereich für das Pedal-Cleat wurde beim neuen Hellcat Pro optimiert. Durch die größere Verstellreichweite kann man besser auf individuelle Eigenheiten des eigenen Körpers Rücksicht nehmen, sodass jeder die für sich passende Cleat-Position finden kann. Der große Einstellbereich des Cleats ermöglicht eine große Reichweite für individuelle Einstellungen.
Geringes Gewicht und Tragekomfort
Viele Klickschuhe haben ein deutliches Mehrgewicht gegenüber der Flatpedalversion, was sich doch bemerkbar macht, gerade wenn man viel auf dem Rad berghoch fährt. Der Hellcat Pro überzeugt hingegen durch ein natürliches Tragegefühl und durch sein geringes Gewicht.
Grip und Sohle
Die Gummimischung der Sohle ist gerade weich genug, sodass ausreichend Grip vorhanden ist, wenn man mal nicht direkt einklickt. Dank der steifen Sohle wird jedes bisschen Druck in die Pedale übertragen. Die steifere Sohle des neuen Five Ten Hellcat Pro überträgt die Kraft deutlich besser auf die Cleats als bei meinen alten Schuhen, zudem spürt man die Cleats, selbst bei hohen Pedaldruck nichtmehr durch die Sohle am Fuß. Dies empfinde ich als sehr vorteilhaft.
Passform
Die neuen Hellcats fallen meiner Meinung nach größer aus, als das Vorgänger Modell. Weiß man dies, stellt es jedoch keine Hürde mehr da.
Fazit zum Hellcat Pro
Für Niklas ist der Five Ten Helcat Pro der perfekte Bikeschuh für alle Einsatzbereiche. Mit Style über den Table am Feldberg Flowtrail Der Five Ten Hellcat fliegt so gut, wie er aussieht.
Der Adidas Five Ten Trailcross Clip-in MTB-Schuh
Du setzt beim Biken voll auf Klickschuhe, hast aber noch keine gute Lösung für längere Lauf- und Schiebepassagen gefunden? Dann ist der neue Trailrcross Clip-in von adidas Five Ten möglicherweise die richtige Wahl für Dich - denn er verspricht, die Lücke zwischen Bike- und Laufschuh zu schließen. Wie er auf dem Mountainbike und auf bergigen Pfaden performt hat, weiß Tester Florian. Update: Achtung Spoiler! Nicht nur den Tester Florian Glott hat der adidas Five Ten Trailcross Clip-in MTB-Schuh für Bike and Hike Touren überzeugt.
Auch Bergzeit Mitarbeiterin Lena war der Schuh auf ihrer über zweimonatigen Fahrradreise durch Georgien, die Türkei und Griechenland die perfekte Begleitung. Lena empfiehlt den Schuh vor allem dann, wenn Du auf der Suche nach einem Bike-Schuh mit Klick-System bist, mit dem Du aber auch gut längere Strecken laufen kannst.
Design und Eigenschaften
Auf den ersten Blick wirkt der Mountainbike-Schuh eher schlicht. Er besitzt ein leichtes, aber dennoch robustes Obermaterial, was für gute Belüftung während der Tour sorgen soll. Für einen guten Sitz sorgt ein klassischer Schnürverschluss mit einem zusätzlichen und relativ breiten Klettverschluss am Knöchel. Was den Schuh aber besonders macht, ist auf der Unterseite zu finden. Damit er gleichermaßen fürs Biken und Laufen geeignet sein soll, müssen zunächst die Cleats vollständig unterhalb der Laufsohle liegen, was sie auch tun.
Wenn wir schon bei der Laufsohle sind, kommt natürlich eine Stealth, genauer gesagt die Stealth Marathon Gummiaußensohle zum Einsatz, welche auf Fels und losem Untergrund für hervorragenden Grip sorgen soll. Ich habe den Schuh in Größe 44 getestet, was auch meiner Straßenschuhgröße entspricht. Er fällt wie erwartet aus, mit großzügig Platz im Zehenbereich.
Montage und Passform
Bevor es losgehen kann, müssen wie bei jedem Klickpedalschuh die Cleats angebracht und eingestellt werden. Dank der angebrachten Hilfeskala für die Längenposition und den Winkel geht dies sehr einfach. Um in den Schuh hineinschlüpfen zu können, ist kein Schuhlöffel notwendig. Die Schnürung lässt sich gut lösen und die Meshzunge einfach nach vorne legen.
Wirfst Du hier einen kurzen Blick in den Schuh, dann kannst Du die vielen Luftöffnungen erkennen, welche für eine gute Belüftung sorgen. Damit Dein Fuß fest im Schuh sitzt, lässt sich die Schnürung ebenfalls wieder gut anziehen und verknoten. Ein weiteres schönes Detail ist die kleine Gummischlaufe auf der Zunge. Hier kannst Du die Enden des Knotens noch hineinfädeln. Am Schluss den Klettverschluss schließen und Dein Fuß sitzt fest im Schuh, ohne dass dabei irgendwas beim Laufen verrutscht. Während den Testrunden hatte ich nie Probleme in Gestalt einer rutschenden Ferse oder Ähnlichem.
Der Schuh ist normal bis weit geschnitten, schmalere Füße wie meine finden aber dennoch guten Halt im Trailcross Clip-in. Ausgezeichnet ist auch die Belüftung des Schuhs, auch aufgrund auf Verzicht einer wasserdichten Membran. Während der Fahrt ist stets ein leichter Luftzug am Fuß zu spüren, was vor allem an heißen Tagen oder langen Touren sehr angenehm ist.
Leistung auf dem Pedal und beim Laufen
Während des Pedalierens auf dem Bike fühlt sich der Adidas Five Ten Trailcross Clip-in super an. Er ist steif genug, um bei steilen Uphills die Energie effizient aufs Pedal bzw. Wichtig war mir jedoch, genau herauszufinden, wie sich der Schuh beim Laufen schlägt. Obwohl der Schuh deutlich steifer ist als jeder Flatpedal-Schuh, den ich kenne, läuft er sich danke der leichten EVA-Zwischensohle erstaunlich komfortabel auf ebener Strecke.
Grip und Sohle
Das in meinen Augen eindeutig Beste an den Five Ten Schuhen ist immer die Stealth Sohle. Egal ob Wander-, Kletter- oder MTB-Schuh, die Sohle hat stets maximalen Halt und so ist es auch bei den Trailcross Clip-in. Auf steilem, glatten Fels läuft sich der Schuh fast wie ein Zustiegsschuh. Auch auf weichem Waldboden mit stellenweise steilen Passagen baut der Schuh ordentlich Grip auf. Hier ist das kantige Profil im Vorderfußbereich eine große Hilfe. Auch wenn das Bike mal geschultert werden muss: Auf den Trailcross Clip-in MTB ist Verlass.
Einschränkungen
Auf schottrigen Bergpfaden lässt sich dennoch nicht verbergen, dass Du mit Klickpedalschuhen, also mit Cleats unter den Füßen unterwegs bist. Weiter ist mir aufgefallen, dass gerade bei sehr steilen Laufpassagen der Schuh auf Höhe des Grundgelenkes des großen und kleinen Zehs recht stark abknickt und so auf Dauer eine spitze Kante im Schuh entsteht.
Fazit zum Trailcross Clip-in
Alles in allem ist der adidas Five Ten Trailcross Clip-in MTB-Schuh ein durchaus gelungener Schuh. Auf dem Pedal fühlt er sich wohl und dank seiner guten Belüftung ist er vor allem für sommerliche Abenteuer bestens geeignet. Ich würde den Trailcross Clip-in vor allem für Bike and Hike Touren empfehlen, wo der Bikeanteil größer ist als der Laufanteil. Auf schnellen oder technischen Trails mit stellenweise Schiebe- oder Trageanteil ist der Schuh die perfekte Wahl und fühlt sich genau dort wohl.
Der Five Ten Kestrel Pro Boa im Test
Ein Schuh von Five Ten? Und dann auch noch mitentwickelt von Jerome Clementz und Nico Vouilloz? Das kann doch nur was Gutes sein, oder.... Sowohl beim Cross Country- als auch beim Downhill-Fahren bin ich seit Jahren auf Klickschuhen unterwegs. Beim Downhill nutze ich die schweren, aber altbewährten Five Ten Greg Minnaar in Kombination mit dem neuen Crank Brothers Mallet DH Pedal und beim Cross Country- bis Enduro-Fahren leichte Mavic Rush Schuhe.
Allein von der Produktbeschreibung her würde der Kestrel sich genau zwischen diesen beiden Schuhmodellen platzieren. Er ist ein leichter, fürs Enduro-Fahren konzipierter Klickschuh. Genau das, was ich suche!
Haptik und Design
Zwei Dinge fallen sofort auf. Das erste ist das wirklich geringe Gewicht für einen typischen Five Ten Schuh (Größe 45 - 526g/Schuh), das zweite ist das BOA Verschlusssystem. Während mich das Gewicht sofort überzeugt hat, bin ich beim BOA Verschluss noch skeptisch. Das Drahtseil hat einen Durchmesser von weniger als einem Millimeter. Na, wenn das mal nicht in meine Füße schneidet und mir alle dringend benötigten Venen und Nerven abklemmt. Hier wird sich sicherlich beim ersten Trails-Shredding zeigen, ob das BOA Konzept aufgeht oder nicht.
Nun zu den restlichen Details des Schuhes, denn davon gibt es noch einige. Der komplette vordere Schuhbereich hat als Oberschicht eine dicke Lage Synthetik-Material, welches wasserabweisend ist. Eine zusätzliche Schicht im Zehenbereich soll die Zehen vor schmerzhaften Impulsaustauschen mit umherfliegenden Steinen und anderen Trailhindernissen schützen. Ist auf den ersten Blick eine super Sache und wirklich durchdacht, doch hoffentlich funktioniert die Wärmeabfuhr weiterhin.
Der Hauptgrund für den Kauf von Five Ten Schuhen ist bei den Meisten von euch sicher die mit Grip um sich schmeißende Mi6 Stealth Rubber Sohle. Diese würde durch die nötige Drehbewegung zum Ausklicken Das Klicksystem aus einem Klickpedal jedoch recht schnell verschleißen und auch die Kraftübertragung wäre nicht ganz optimal. Five Ten hat deshalb beim Kestrel um die Aussparung der Cleats herum die härteste C4 Gummimischung und für die restliche Sohle die erwähnte Mi6 Mischung eingesetzt.
Hier bin ich vor allem gespannt, wie sich der Schuh im Langzeittest bewährt, denn gerade bei Crank Brothers Mallet Pedalen ist Sohlenverschleiß aufgrund der Drehbewegung über die Pedalpins sehr hoch. Laut Five Ten ist es der steifste Schuh, den Five Ten aktuell im Programm hat. Das merkt man auch schon, wenn man versucht den Schuh in den Händen zusammenzudrücken. Da lässt sich nichts verbiegen. Eine gute Kraftübertragung ist also zu erwarten. Aber genug gesagt, jetzt kommt’s zum Praxistest.
Auf dem Trail
Bevor es losgehen kann, müssen noch die Cleats montiert werden. Die Montage ist super einfach und auch die sonst so lästige Feinjustage ist schnell erledigt. Five Ten hat eine Skala angebracht, an welcher man sich für die Cleat Position orientieren kann. Der Verstellbereich ist sehr groß, meines Erachtens sogar etwas unnötig groß. Einen Nachteil hat man dadurch aber natürlich nicht.
So schnell aus- und angezogen hatte ich einen MTB Schuh noch nie. Hier kann das BOA Verschlusssystem auf voller Linie punkten. Man zieht den Schuh an und dreht einfach das Rädchen zum Zuziehen der Drahtseile. Die Rasterung ist fein genug, um eine Stufe zu finden, in welcher der Fuß fest im Schuh sitzt, aber auch nicht eingeschnürt wird. Sollte man beim Fahren den Schuh doch noch enger schnüren, kann man dies ganz einfach mit einer Hand beim Fahren machen.
So schnell ich den Schuh auch anhatte, ausgezogen hatte ich ihn noch schneller. Hierfür zieht man einfach das Rädchen nach außen und schon ist die Spannung der Drahtseile aufgehoben. Als Erstes fahre ich den Schuh auf meinem Enduro in Kombination mit Shimano XT Trail Pedalen. Das Einklicken ins Pedal ist kinderleicht, da man durch die Aussparung für die Cleats nicht an Stollen oder der Profilsohle hängen bleiben kann. Ausklicken lässt es sich noch schneller.
Das wird dann hoffentlich das eine oder andere „Hilfe ich kippe, kann aber meinen Fuß nicht absetzen“-Malheur in kniffligen Spitzkehren oder Steilstücken verhindern. Getestet wird auf den Trails rund um Aachen herum. Bevor es bergab gehen kann, müssen erst einmal die Traileinstiege erklommen werden. Die Kraftübertragung ist wirklich spitze und mindestens genau so gut wie bei einem schnittigen und auf optimale Kraftübertragung ausgelegten Cross Country Schuh. Auch der BOA Verschluss schneidet nicht, wie anfangs befürchtet, in den Fuß und garantiert eine astreine Blutversorgung.
Passform und Komfort
Die ersten Trails waren zum Teil noch durch den Regen der letzten Tage gezeichnet und dementsprechend nass. Für den Kestrel kein Problem, meine Zehen blieben durch den wasserabweisenden vorderen Teil des Schuhs trocken. Die Belüftung leidet dadurch natürlich etwas. Aber bei 2-3 Stunden Touren mit gemäßigten Temperaturen von ca. 15-20°C wurde es (bisher) nicht zu warm im Schuh. Hier wird der Langzeittest zeigen, ob man den Schuh auch an warmen Sommertagen tragen kann, ohne kochende Füße zu bekommen.
Bergab habe ich mich mit dem Schuh sicherer gefühlt als mit meinem Cross Country Schuh. Man steht relativ flach im Schuh und hat ausreichend Freiheit für die Zehen. In Kombination mit der biegesteifen Sohle steht man fest auf dem Pedal und kann auch die noch so wurzeligen und steinigen Trails mit Mach 3 runterheizen (Es lebe der Klickschuh!), ohne befürchten zu müssen, den Schuh-Pedal-Kontakt zu verlieren.
Falls man an einem steilen, technischen Anstieg keine Beinkraft mehr hat und absteigen muss (Passiert auch den Besten!) findet man auf steinigen und vor allem trockenen Untergründen mit der Mi6 Sohle genug Halt. Wenn es jedoch nass und schlammig wird, kann man sich schon mal auf den einen oder anderen Ausrutscher einstellen und nur hoffen, dass man einen Baum zum Festhalten findet. Hier sind Cross Country Schuhe mit ihren Stollen ganz klar im Vorteil.
Kombination mit Crank Brothers Mallet DH
Nachdem der Schuh mich bergab schon ziemlich überzeugt hat, wollte ich noch testen, ob ich ihn auch anstelle meines alten Five Ten Greg Minnaar Schuhes in Kombination mit dem Crank Brothers Mallet DH fahren kann. Die Cleats sind aufgrund der bereits erwähnten Markierung schnell getauscht und eingestellt. Im direkten Vergleich mit dem XT Trail Pedal kann man gut erkennen, dass die Sohle des Schuhs optimal von dem Pedal ausgenutzt wird. Das verspricht auf Anhieb sehr viel Halt und Grip.
Jedoch wurde ich beim ersten Testen dann doch enttäuscht. Denn dadurch, dass die Cleats sehr tief in der Sohle sitzen, ist selbst mit 1-2mm herausgedrehten Pedalpins ein Ausklicken des Schuhs nur sehr schwer möglich. Nach dem ersten Ausklicken kann man auch sofort sehen, dass der eine oder andere Pin schon ein ordentliches Andenken in der Sohle hinterlässt. Die einzige Option wäre hier, die Pins wirklich auf das Minimum reinzudrehen, nur dann wäre auch der Grip nicht höher als bei dem XT Trail Pedal. Bliebe nur noch der Vorteil der größeren Standfläche auf dem Mallet Pedal. Aber da die Schuhsohle ohnehin schon sehr steif ist, merkt man hier nur einen geringen Unterschied.
Weshalb ich mich vorerst dazu entschieden habe, den Schuh in Kombination mit dem XT Trail Pedal zu fahren.
Fazit zum Kestrel Pro Boa
Bis jetzt kann ich sagen: Jeder, der beim Kestrel einen klassischen Five Ten Schuh erwartet, wird enttäuscht sein. Aber jeder, der einen intuitiven, stabilen und super bequemen Enduro Schuh sucht, wird begeistert sein. Das BOA Verschlusssystem ist von der Handhabung her das einfachste und schnellste (ja, da können auch Klettverschlüsse nicht mithalten), das ich bisher benutzt habe. Die Details, wie der wasserabweisende vordere Teil des Schuhs, sind nicht nur reine Werbeversprechen, sondern können auch auf dem Trail voll überzeugen.
Zu beachten ist aber, dass ihr den Schuh mit dem passenden Pedal fahrt. Alle Pedale mit Klick-System und großer Standfläche mit Pins (wie z. B. die erwähnten Crank Brothers Mallet DH) sind für den Kestrel nicht optimal. Hier empfehle ich ganz klar Klickpedale ohne großen Käfig drumherum. Mit positivem Nebeneffekt: Ihr spart dann auch an Gewicht bei den Pedalen.
Einziger bisheriger Wermutstropfen ist der recht geringe Halt in steilen Schiebepassagen. Da heißt es dann wohl: Zähne zusammenbeißen, Kette links und hochkurbeln!
Zu guter Letzt: Das war mein erster Klickschuh, bei dem ich nicht das obligatorische Klick-Klack-Geräusch beim Gehen auf der Straße hatte, was an den sehr tief in der Sohle angebrachten Schuhplatten liegt. Also für alle Klickschuh-Fahrer unter euch, die auf dem Weg zum Lift nicht wie ein Stepptänzer auffallen wollen, jetzt habt ihr den passenden Schuh dafür.
Five Ten Freerider Pro Boa im Test
Five Ten hat seinem All-Time-Klassiker Freerider Pro eine Variante mit Boa-Verschluss zur Seite gestellt. Gleichgeblieben sind die hochwertige Verarbeitung und natürlich die Stealth Sohle mit dem typischen Dot-Design, die bisher immer für ihr immenses Level an Grip bekannt war.
Passform und Handling
Die Passform des Five Ten Freerider Pro erweist sich als recht angenehm, was wir von Five Ten Schuhen generell gewohnt sind. Allerdings fallen die Größen tendenziell etwas klein aus. Zudem sind die Schuhe nur in 2/3-Abstufungen erhältlich, was die Wahl der passenden Größe etwas erschwert. Aus unserer Erfahrungen raten wir dazu, eher eine Nummer größer zu wählen als die übliche Schuhgröße.
Beim Handling zeigt sich der Five Ten von seiner besten Seite. Der Boa Li2-Verschluss läuft dafür, dass nur ein einzelnes Drehrad verbaut ist, sehr gut und passt den Schuh bis in den vorderen Bereich sauber an die Füße an. In Verbindung mit dem zugfesten Material finden die Füße sehr guten Halt.
Grip und Standsicherheit
Die bewährte Five Ten Stealth-Sohle zeigte ihre Stärken mit ausgezeichnetem Grip und sicherem Halt auf den Pedalen. Besonders in technisch anspruchsvollem Gelände fühlten wir uns jederzeit sicher mit dem Schuh. Selbst in Extremsituationen kann man den Fuß noch umpositionieren, ohne den Schuh komplett vom Pedal abheben zu müssen. Diese Eigenschaft gibt ein hohes Maß an Kontrolle und Sicherheit, gerade wenn es auf dem Trail hektisch wird.
Was soll man da sagen? Gummi und Profil der Stealth-Sohle scheinen so etwas wie der heilige Gral der Flat-Pedal-Sohlen zu sein.
Steife Sohle für effiziente Kraftübertragung
Ein markanter Unterschied zu früheren Modellen wie dem Five Ten Freerider High und dem Danny MacAskill ist die erhöhte Steifigkeit der Sohle. Die direkte Kraftübertragung auf das Pedal ist spürbar und macht sich besonders bei längeren Anstiegen oder kraftintensiven Passagen positiv bemerkbar. Auch im Downhill profitiert man vom Plus an Steifigkeit. In Verbindung mit der griffigen Sohle hat man stets das Gefühl, die volle Kontrolle über das Bike zu behalten und jeder Situation sicher auf den Pedalen zu stehen.
Im Auflagebereich des Pedals ist der Freerider ausreichend steif. Gut für sicheren Stand und ordentliche Kraftübertragung
Laufen mit dem Five Ten Freerider Pro Boa
Beim Laufen oder Schieben zeigt sich der Five Ten trotz der guten Steifigkeit von der komfortablen Seite. Die Sohle rollt gut ab, der Fersenbereich gibt guten Halt und auch das robuste Material macht die Bewegungen gut mit, ohne zu drücken oder unangenehm abzuknicken. Lediglich das Profil könnte für Klettereien auf Stein oder Wurzeln ausgeprägter sein.
Five Ten Freerider Pro Boa - Infos & Preis
- Gewicht: 801 g (Größe 46)
- Größen: 38 2/3-50 2/3; in 2/3-Größen
- Ausstattung: Boa-Drehverschluss; Zehenkappe; asymmetrische Schnürung
- Passform: durchgehend mittelbreite, komfortable Passform; Größenwahl schwierig
- Preis: 170 Euro
Grip, Komfort, Stabilität - der Five Ten Freerider Pro ist auch mit Boa eine hervorragende Wahl für Trailbiker
Fazit zum Freerider Pro Boa
Grip und Standsicherheit sind auf einem Niveau mit dem Specialized 2FO Roost
Wer einen MTB-Schuh mit richtig viel Grip wollte, war bei Five Ten schon immer gut beraten. Hier macht man auch mit dem neuen Freerider nichts verkehrt. Zur griffigen Sohle kommt die solide Konstruktion, die für beste Standsicherheit auf dem Trail und gute Kraftübertragung sorgt. Robustes Material schützt die Zehen, die Knöchel liegen aber frei. Der hochwertige Boa-Verschluss fixiert den Fuß erstaunlich sicher im Schuh und lässt sich „on the fly“ verstellen. Wer lieber schnürt, kann bei sonst gleichen Features 20 Euro sparen.
Five Ten Trailcross LT im Test
Nachdem wir Euch letztes Jahr auf der Eurobike schon den kleinen und großen Bruder des FiveTen Trailcross XT vorgestellt haben, wurde das XT Modell erst in diesem Sommer veröffentlicht. FiveTen verspricht, dass man mit dem Schuh genauso gut laufen wie biken kann. Der FiveTen Trailcross XT richtet sich an alle Bikewanderer und Alpencrosser, d.h. an alle die gerne mal ihr Bike schultern oder auch schieben und auch an die, die einfach einen Schuh für jede Situation suchen.
Material und Eigenschaften
Er ist aus wasserdurchlässigen Materialien gefertigt. Falls es mal doch mal zu einer tiefen Bachdurchquerung kommen sollte, tritt das Wasser zwar ein aber genauso schnell wieder aus. Somit sind auch knietiefe Gewässer kein Problem ohne, dass man danach den Rest der Tour Wasser im Schuh stehen hat. Und auch die Sohle saugt sich nicht voll und lässt durch diverse Öffnungen das Wasser wieder ablaufen. Das Obermaterial ist sehr leicht und bietet im Sommer eine super Belüftung.
Der Trailcross XT kommt außerdem mit einem etwas höher gezogenen Design. Die Außensohle ist, wie von FiveTen gewohnt, eine Stealth Gum Sohle und kommt mit dem allseits bekannten Grip. Normalerweise bin ich bei meinen normalen Ausfahrten immer auf FiveTens mit Click-Pedalen unterwegs und wechsel nur mal im tiefsten Winter oder auf dem Dirtjump-Bike auf Flat-Pedals.
Fahrgefühl und Grip
Selbst bei staubtrockenen Bedingungen lief und fuhr sich der Trailcross gut. Beim Trailcross war das nicht der Fall. Der Schuh trägt sich wie ein leichter Laufschuh. Vermutlich konnte FiveTen diesbezüglich von der langjährigen Erfahrung von Adidas im Laufschuhberiech profitieren. Trotzdem ist der Schuh stabil und steif genug um genügend Druck auf das Pedal zu geben. Die Sohle hat den gewohnten „FiveTen Grip“ obwohl diese etwas anders aufgebaut ist, als üblicherweise.
Sobald man dann doch mal vom Rad absteigen muss, merkt man, wie gut sich der Fuß im Trailcross abrollen lässt. Etwas was man von einem reinen Bike Schuh so nicht kennt. Man hat wie gesagt, fast das Gefühl eher einen Sportschuh, als einen Bike-Schuh zu haben. Auch der Grip auf nassen und sogar matschigen und losen Untergründen ist top!
Fazit zum Trailcross LT
Ich finde es macht Sinn einen Schuh zu haben, der für mehr geeignet ist als nur zum Biken, denn es gibt viele Situationen, in denen man sich einen Schuh wünscht, der ein bisschen vielseitiger ist. Denn in diesen Situationen muss man einfach mal absteigen und braucht dann einen Schuh mit dem man ebenso gut laufen wie biken kann und dafür ist der FiveTen Trailcross XT wie geschaffen.
Er bietet sowohl beim Gehen als auch beim Biken super Grip, ist schnelltrocknend und leicht und trotzdessen steif genug um effizientes pedalieren zu ermöglichen. Hier treffen sich die Laufschuherfahrung von Adidas und das Bike-Schuh Know-how von FiveTen!
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