Der Transport von Fahrrädern am Auto ist über Dachträger sowie Heckträger möglich. Allerdings ist bei vielen herkömmlichen Systemen gerade bei der Belastung durch schwere E-Bikes oft ein gewisses Wackeln und Rutschen festzustellen. Eine Lösung dafür bietet das FIX4BIKE-System.
Was ist FIX4BIKE?
FIX4BIKE ist eine Anhängerkupplung mit zwei Pins, die es bisher nur als werkseitige Standardlösung bei verschiedenen Herstellermarken wie Mercedes, Opel, Volvo und VW gab. Das Besondere an der FIX4BIKE-Anhängerkupplung sind die beiden Fixierungs-Pins am Kugelhals. Dank dieser sitzt der speziell darauf abgestimmte FIXMATIC-Fahrradträger absolut fest auf der Kupplung, kippt und verrutscht während der Fahrt nicht.
Vorteile des FIX4BIKE-Systems
- Absolut fester Sitz des Fahrradträgers
- Kein Kippen oder Verrutschen während der Fahrt
- Einfache Montage ohne Werkzeug und Nivellieren
Praktisch ist außerdem, dass sich der FIXMATIC-Fahrradträger sehr einfach und mit nur einer Hand an der FIX4BIKE-Anhängerkupplung montieren lässt. Nicht einmal Werkzeug und Nivellieren sind erforderlich.
Eine wichtige Info fehlt noch: Auf dem FIXMATIC-Träger von ORIS finden je nach Modell zwei oder drei Fahrräder Platz. Die maximale Tragkraft liegt bei 60 kg. Somit dürften zwei E-Bikes bzw. Pedelecs problemlos damit transportiert werden können.
Etwas störend ist, dass der Fahrradträger FIXMATIC nur mit der FIX4BIKE-Kupplung genutzt werden kann. Mal eben den Träger ausleihen und an einem anderen Fahrzeug montieren ist also nicht möglich. Anders herum kann die Anhängerkupplung aber zumindest auch Heckträger anderer Marken aufnehmen.
Preislich liegt der FIXMATIC-Fahrradträger bei rund 350 Euro (für zwei Bikes) bzw.
Alternativen und Ergänzungen: Der ORIS Tracc Heckträger
Der deutsche Hersteller ORIS bewirbt seinen Heckträger ORIS Tracc als das hauseigene Spitzenmodell, das mit robuster Bauweise und einfacher Montage überzeugen soll. ORIS hat sich auf die Herstellung von Heckträgern und Anhängerkupplungen für Fahrzeuge spezialisiert. Das von uns getestete Modell, der ORIS Tracc Heckträger, soll die Spitzenklasse des Herstellers sein und lässt sich über eine Erweiterungsschiene von zwei auf drei zu transportierende Bikes ergänzen.
Technische Details des ORIS Tracc
- Schienenabstand: ca. 23 cm
- Maximale Schienenlänge: 129 cm
Der Transport des ORIS Tracc zur Anhängerkupplung gestaltet sich einfach, das geringe Gewicht von nur 17 kg - damit ist er der zweitleichteste Heckträger im Test - und die gut positionierten Griffe sind hier von Vorteil. Rollen wie am Thule Epos 3 oder Norauto E-FIT 200-2 vermisst man nicht.
Genau gegenteilig gestaltet sich leider die Montage: Die war mit Abstand die schwerste im Testfeld, denn hierzu muss der ORIS Tracc leicht schräg von unten auf die Anhängerkupplung aufgesetzt werden. Wir mussten bei unserem Testing sogar auf das Anleitungsvideo des Herstellers zurückgreifen. Auch das Arretieren des Heckträgers auf der Anhängerkupplung wurde von ORIS mit einem eigenen System versehen, das kompliziert zu bedienen ist. Hier muss zuerst die rechte Seite des Heckträgers und dann im Anschluss die andere Seite mit einer Kraft von 47 kg (sic!) nach unten aufgeklappt werden. Einen herkömmlichen Hebel zum Arretieren gibt es nicht.
Ist der ORIS Tracc auf der Anhängerkupplung montiert, lassen sich die Bikes mit dem Greifarm gut auf dem Heckträger fixieren.
Bikes mit breiteren Reifen können auf dem ORIS Tracc jedoch nicht montiert werden, denn hierzu sind die Ratschenbänder an den Laufrädern zu kurz. Das schränkt das Einsatzgebiet des Heckträgers stark ein. Wer Mountainbikes und E-Mountainbikes mit in den Urlaub nehmen möchte, sollte hier unbedingt auf die längeren Ratschenbänder im Shop upgraden.
Die Ratschen, sowie die Greifarme und die Trägerplattform, wirken in ihrer Qualität billig und zeigten bereits nach kurzer Zeit starke Abnutzungserscheinungen - schade!
Sind die Bikes montiert, haben sie genug Abstand zueinander und müssen nicht zusätzlich gepolstert werden.
Wer die Erweiterungsschiene für ein drittes Bike montieren will, braucht reichlich Zeit und ebenso gute Nerven, denn die Montage ist super umständlich und fummelig.
ORIS erzeugt hohe Erwartungen mit dem Tracc Heckträger, der in der Praxis jedoch nicht überzeugen kann. Die komplizierte Montage auf der Anhängerkupplung sowie die billige Verarbeitungsqualität des Heckträgers enttäuschen. Lediglich das flexible Greifarmsystem ermöglicht die Montage verschiedener Bikes, auch wenn es sich umständlich bedienen lässt.
ORIS TRACC FIX4BIKE® ist unser Fahrradträger für Familien, die bis zu 3 Fahrräder oder bis zu 2 E-Bikes gleichzeitig besonders einfach und absolut sicher transportieren wollen. Der Premium-Fahrradträger für alle ORIS FIX4BIKE® Anhängerkupplungen überzeugt Fahrrad- und E-Bike-Fans mit seinem cleveren Montage- und Sicherheitskonzept - und entscheidenden Details.
Mit dem ORIS TRACC FIX4BIKE® war die Montage noch nie so sicher und einfach. Dank des Ein-Klick-Systems mit automatischer und akustischer Verriegelung ist - anders als bei herkömmlichen Fahrradträgern - zum Aufsetzen und Lösen des Systems nur noch ein Handgriff notwendig. Der Fahrradträger richtet sich selbst in einer stabilen Position aus, sodass ein umständliches „in-die-Waage-bringen“ entfällt.
Maximale Fahrsicherheit
Durch formschlüssige Verbindung ist kein Verrutschen bzw. Damit hat das System auch den ADAC überzeugt: Im großen Fahrradträger-Vergleichstest 04/2025 gelingt mit FIX4BIKE®-Fahrradträgern „mit Abstand die einfachste Montage“.
ADAC-Tests und Ergebnisse
Der ADAC hat 13 kipp- und faltbare Fahrradträger für die Anhängerkupplung mit Platz für zwei Fahrräder getestet. Bei Handhabung, Qualität und Sicherheit gab es geringere Unterschiede, beim Preis jedoch größere. Die Ergebnisse.
Wichtige Erkenntnisse aus den ADAC-Tests
- Gute Fahrradträger gibt es ab 400 Euro
- Trägerbefestigung fix4Bike schneidet gut ab
- Schwierige Montage bei einigen Modellen
Auch deshalb, weil häufig die Dachlast für schwere E-Bikes nicht ausreicht, haben sich die praktischeren Heckträger mittlerweile durchgesetzt. Welche Heckträger aktuell zu empfehlen sind, hat der ADAC zusammen mit dem Schweizer Automobilclub TCS untersucht.
Zwar wurde das teuerste Model von Uebler für den Preis von 730 Euro Testsieger und erhielt als einziges Modell das ADAC Urteil "sehr gut". Aber auch für rund 400 Euro ist schon ein guter Fahrradträger zu bekommen. Damit sind die Modelle insbesondere auch für den Transport von E-Bikes geeignet.
Die Erkenntnisse sind allerdings nicht Bestandteil der Gesamtergebnis-Tabelle.
Die ADAC Experten bewerteten im Test ein Modell mit "sehr gut", zehn Modelle mit "gut" und zwei Modelle mit "befriedigend".
Zudem ist der Träger - bewertet mit dem ADAC Urteil "sehr gut" - das leichteste Modell im Test und zusammengefaltet nach der Demontage vom Fahrzeug das Modell mit dem geringsten Platzbedarf in der Garage. Das hat aber seinen Preis: Der Heckträger von Uebler kostet stolze 730 Euro und liegt im Testfeld damit am oberen Ende. Der aufwendige Erstaufbau und die sperrige Bedienung verhinderten eine bessere Bewertung.
Das Modell von Menabo war mit einem Preis von 327 Euro einer der günstigen Fahrradträger im Test. Das günstigste Modell von Fischer kostete nur rund 280 Euro und erhielt im Test mit einer Gesamtnote von 2,6 das zweitschlechteste Ergebnis.
Montage der Fahrradträger: Besonderheiten
Bei der Montage der Fahrradträger auf der Anhängerkupplung gibt es jeweils einige Besonderheiten.
Ein sehr gut funktionierendes eigenes System für die Montage hingegen bietet der Hersteller vom Testsieger Uebler.
Für den Test wurden zusätzlich drei Fahrradträger (Thule, MFT, Oris) in der Fix4Bike-Variante geprüft und außer Konkurrenz verglichen. Die Erkenntnisse sind allerdings kein Bestandteil der Testergebnisse.
FIX4BIKE im ADAC-Test
Die Bedienung ist einfach: Bei geöffneter Halterung kann der Träger auf die zum System passende Kupplung gesetzt werden. Wenn der Winkel stimmt, rastet die Fix4Bike-Halterung automatisch ein.
Absolut einwandfrei funktionierte das bei den Heckträgern von Thule und MFT. Nur das Modell von Oris verhakte sich bei der Demontage regelmäßig und konnte dann nur mit Kraftaufwand wieder gelöst werden.
Dafür ist eine spezielle Anhängerkupplung mit einem geeigneten Kugelkopf nötig, der aber mittlerweile bei aktuellen Volvos und Teslas mit Anhängerkupplung serienmäßig lieferbar ist. Auch für die meisten anderen Automodelle am Markt gibt es die Möglichkeit, eine Fix4Bike-Variante anstelle der konventionellen zu wählen.
Fix4Bike-Anhängerkupplungen sind dagegen mit allen gängigen Fahrradträgern kompatibel.
Weitere wichtige Aspekte
Gewicht der Fahrradträger beachten
Nicht ganz unwichtig ist, immer auch das Gewicht der Fahrradträger zu beachten, da die Stützlast des Autos nicht überschritten werden darf. Generell gilt: Je leichter ein Träger ist, desto schwerer dürfen die zu transportierenden Fahrräder sein.
Kompatibilität prüfen
Einige Modelle verfügen über Riemen, die eher Fahrräder mit dickerem Rahmen (bzw. größere Rohrdurchmesser) umfassen können. Vor dem Kauf eines Heckträgers sollte stets geklärt werden, ob die Haltevorrichtung zum eigenen Bike passt.
Wichtig ist auch die Breite der Schiene, auf der die Fahrräder montiert werden. Ist diese zu schmal, kann die Montage von dicken Mountainbike-Reifen erschwert sein. Aber auch sehr schmale Rahmen oder Reifen wie zum Beispiel beim Rennrad sollten vor dem Kauf mit dem Träger probemontiert werden.
Mittlerweile gibt es einfach sehr viele unterschiedliche Fahrradmodelle, Rahmen- und Radgrößen - hier lohnt sich der Gang in den Fachhandel, um die verschiedenen Heckträger auszuprobieren.
Länderspezifische Besonderheiten
Wer im Ausland mit einem Fahrradheckträger unterwegs ist, muss zudem die länderspezifischen Besonderheiten bei überstehender Ladung beachten.
Tipps und Infos rund ums Fahrzeug
- Maximal zulässige Stützlast des Autos ermitteln (siehe Fahrzeugschein).
- In Bedienungsanleitung des Autos auch maximale Stützlast für Fahrradheckträger überprüfen, da diese bei manchen Herstellern von der maximalen Stützlast abweicht.
- Gewicht zu transportierender Fahrräder ermitteln. Dann prüfen, wieviel Fahrräder auf dem Heckträger transportiert werden dürfen.
- Bei höherwertigen Fahrrädern oder Pedelecs bzw. E-MTBs darauf achten, dass auch der Heckträger über eine Diebstahlsicherung verfügt.
- Platz zur Lagerung des Fahrradträgers nach Demontage aussuchen. Auf die passende Steckverbindung achten (7 oder 13 Pole).
- Zusätzliche Angaben in der Fahrzeug- und Heckträgerbenutzungsanleitung beachten. Zum Beispiel maximaler Überstand nach hinten, maximale Anzahl an Fahrrädern, D-Wert-Anforderungen an die Anhängerkupplung.
Vor der Fahrt zu beachten
- Anhängerkupplung muss sauber und fettfrei sein.
- Beladungshinweise des Trägers beachten. Fahrradträger nicht überladen: Eigengewicht Fahrradträger + Gewicht aller Fahrräder ≤ Stützlast.
- Fahrradträger und Fahrräder auf sicheren Halt überprüfen.
- Sperrige, schwere oder leicht zu verlierende Teile nach Möglichkeit vom Fahrrad abmontieren, wie zum Beispiel Akkus von Pedelecs.
- Funktion der Beleuchtungsanlage prüfen. Zudem darf die Ladung laut StVZO nicht weiter als 40 Zentimeter über den Rand der Schlussleuchten des Heckträgers hinausragen. Sonst auf beiden Seiten mit der Beleuchtung durch eine weiße Leuchte nach vorne und eine rote Leuchte nach hinten kenntlich machen.
- Nach 50 Kilometern anhalten und alle Schrauben und Gurte kontrollieren.
- Ist eine dritte Bremsleuchte vorhanden, darf diese nicht verdeckt sein.
Achtsam fahren
Durch den Träger wird das Fahrverhalten des Fahrzeuges beeinflusst, es kann in Extremsituationen ungewohnt reagieren.
- Empfohlene Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h bei Benutzung eines Heckträgers einhalten.
- Kennzeichen am Auto und Kennzeichen am Fahrradträger müssen gleich sein. Wenn das Hecktragesystem das amtliche Kennzeichen verdeckt, muss ein sogenanntes Wiederholungskennzeichen angebracht werden. Auf dem Wiederholungskennzeichen muss keine Prüfplakette angebracht sein, wenn diese auf dem Originalkennzeichen lesbar ist.
Methodik
Für den Test wurden 13 Heckträgermodelle für zwei Fahrräder anonym beschafft und abwechselnd sechs unterschiedliche Fahrräder darauf montiert. In einem Praxistest wurden die Fahrradträger überprüft auf ihre Handhabung (40 Prozent der Gesamtnote), Qualität (40 Prozent der Gesamtnote) und Sicherheit (20 Prozent der Gesamtnote).
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