Im Vergleich zu Autofahrern sind Motorradfahrer im Straßenverkehr höheren Gefahren ausgesetzt. Motorräder haben keine so genannte Knautschzone; und auch die Sturzgefahr ist bei schlechter Bodenhaftung recht hoch. Hinzu kommt, dass die Geschwindigkeit eines Motorrads von anderen Verkehrsteilnehmern leicht unterschätzt wird und es bei einer Geschwindigkeit von mehr als 30 Stundenkilometern einem Hindernis nicht so gut ausweichen kann wie ein Autofahrer.
Die Anfänge: Vom Fliegerhelm zum Motorradhelm
In den Anfängen ging es darum, den Fahrer vor Kälte und Fahrtwind zu schützen. In der Regel reichten dafür eine warme Mütze und ein dicker Schal. Zunächst wurden Fliegerhelme verwendet, aus denen der Halbschalenhelm entstand.
Anfangs gab es noch keine spezielle Motorradkleidung. Bilder aus dem Ersten Weltkrieg zeigen Soldaten, die in Uniformjacken Motorrad fuhren. Die damaligen Lederjacken, die von der militärischen Fliegerjacke inspiriert waren, wurden erst einige Zeit darauf zu einer Art Statement.
Als erstes Modell wird der sogenannte Reitwagen von 1885 bezeichnet, den Gottlieb Daimler mit Wilhelm Maybach baute. Dieses Motorrad hatte noch seitliche Stützräder.
In Mode kamen die Motorradhelme erst nach dem Zweiten Weltkrieg, denn der Cromwell-Halbschalenhelm aus England war nicht nur leicht, sondern zeigte im Vergleich zu Vorgängermodellen auch einen gewissen Chic. Er wurde von Schuberth weiterentwickelt und mit einer elastischen Innenverkleidung versehen.
Die Entwicklung der Helmpflicht
Das Leben bedeuteten, erkannten Behörden recht schnell. Leben bedeuteten, erkannten Behörden recht schnell. schreiten musste. einen Schutz der Kradler dachte indes niemand. sich einen dicken Schal um oder setzte eine Bommelmütze auf. restlichen Körperteile hüllte man in warme Kleidung.
Maschinen wurden immer schneller. sie wirklich waren, veranstaltete man Rennen. gehörten zunächst zur Standardausstattung der Vollgaspiloten.
Bald kam das "Helmtragen" in Mode.
Mit der Freiheit "oben ohne" war es am 1. Januar 1976 vorbei. Krafträdern und Rollern wurde die Helmtragepflicht eingeführt. einen Schutzhelm tragen. (noch) nicht bestraft, erst ab dem 1. August 1980.
Die Helmpflicht gilt nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern rund um den Globus.
Die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) wurde zum 1. Januar 2006 überarbeitet. Schutzhelm" wurde "geeigneter Schutzhelm".
Moderne Motorradhelme: Sicherheit und Komfort
Jeder Motorradhelm im Vergleich besteht aus einer Außenhülle, einer inneren Schale, einer Innenpolsterung, einem Visier und einer Befestigung. Die Außenhülle ist in der Regel aus Polycarbonat, Kohlefaser oder Kevlar hergestellt. Polycarbonat ist der günstigste Werkstoff; die Helme sind im Vergleich entsprechend preiswerter. Beim Aufprall absorbiert der verwendete Werkstoff die freigesetzte Energie und leitet sie ab.
Aufgrund ihrer Konstruktion sind diese Helme leicht und bieten besten Schutz. Sie weisen eine feste Kinnpartie auf; das Visier lässt sich verschließen. Er ist dem Integralhelm ähnlich, allerdings kann die feste Kinnpartie hochgeklappt werden. Im Prinzip handelt es sich dabei um einen Integralhelm, der einen größeren Abstand zum Kinn hat. Außerdem ist ein Schirm angebracht, und die Lüftung ist deutlich besser. Sie haben keine feste Kinnpartie und werden auch als Halbschalenhelm bezeichnet. Um den Vorschriften zu genügen, müssen diese Helme Nacken, Stirn und Ohren schützen.
Moderne Helme sind heute aus leichtem und sehr hochwertigem Kunststoff hergestellt.
Im Test hat sich gezeigt, dass ein Klapphelm für Brillenträger die beste Wahl ist.
Verschiedene Helmtypen:
- Integralhelm: Bietet höchsten Schutz durch feste Kinnpartie und verschließbares Visier.
- Klapphelm: Ähnlich dem Integralhelm, jedoch mit hochklappbarer Kinnpartie, ideal für Brillenträger.
- Crosshelm: Mit größerem Abstand zum Kinn und Schirm, optimierte Belüftung.
- Jethelm (Halbschalenhelm): Schützt Nacken, Stirn und Ohren, jedoch ohne feste Kinnpartie.
Motorradhelm-Tests und Normen
Laut der Norm UNECE-R 22.05 sind am Motorradhelm gewisse Punkte auf Schlagfestigkeit zu testen. Weitere Test-Kriterien beziehen sich unter anderem auf das Gewicht des Helms, seine Belüftung und damit insgesamt auf den Tragekomfort.
Test-Institute prüfen gleichzeitig regelmäßig, ob das geringere Gewicht eines Helms zu Lasten der Sicherheit geht. Auch die Lautstärke, oder besser gesagt: die Dämpfung der Lautstärke, ist oft ein wichtiges Kriterium beim Motorradhelm-Test.
Im Test zeigt sich gelegentlich, dass die Größenangaben des Herstellers nicht den gängigen Normen entsprechen.
Kaufberatung: Worauf Sie achten sollten
Beim Kauf ist unbedingt darauf achten, dass der Helm qualitativ hochwertig ist und über einen optimalen Sitz verfügt. Sie sollten den Helm mühelos auf- und absetzen können. Rütteln Sie beim Tragen leicht am Helm. Prüfen Sie, ob die Belüftung in Ordnung und aktiv ist.
Eine gute Belüftung erhöht den Tragekomfort und die Sicherheit, das wissen vor allem Langstreckenfahrer zu schätzen. Ist die Belüftung nicht ausreichend, kann das Visier - vor allem bei Regen und hoher Luftfeuchtigkeit - schnell beschlagen, wie Test-Ergebnisse zeigen.
Auch stehen Ihnen geschulte Verkäufer zur Verfügung, die Ihre Fragen beantworten und Sie umfassend beraten können.
Empfohlen werden entspiegelte Kunststoffgläser. Spezielle Brillenträger-Helme gibt es in allen Varianten (Integralhelm, Jet-Helm, Klapphelm) von Marken wie HJC, Shark oder ARAI. Am besten testen Brillenträger den Komfort bei einer Probefahrt.
Wichtige Aspekte beim Kauf:
- Passform: Der Helm muss eng anliegen, ohne zu drücken.
- Sicherheit: Achten Sie auf Prüfsiegel und Normen (z.B. ECE 22.05).
- Belüftung: Eine gute Belüftung verhindert Beschlagen des Visiers und sorgt für Komfort.
- Gewicht: Ein leichter Helm erhöht den Tragekomfort, besonders auf längeren Fahrten.
- Material: Polycarbonat, Kohlefaser oder Kevlar bieten unterschiedliche Schutzgrade und Gewichte.
- Verschluss: Ein qualitativ hochwertiger Verschluss sorgt für sicheren Halt.
Online-Kauf vs. Fachhandel
Es ist grundsätzlich sinnvoll, den neuen Motorradhelm im Fachhandel vor Ort zu kaufen. Sie können hier gleich mehrere Modelle ausprobieren und direkt den Sitz prüfen.
Dennoch möchten wir Ihnen empfehlen, Ihren Motorradhelm im Online-Shop zu erwerben. Sie haben im Internet eine deutlich größere Auswahl und direkten Zugriff auf Test-Ergebnisse und Kundenbewertungen. Darüber hinaus sind Sie unabhängig von Ladenöffnungszeiten.
Regelmäßiger Austausch des Helms
Unabhängig davon, ob ein Motorradhelm durch einen Unfall beschädigt wurde oder durch Verschleiß gelitten hat: Ersetzen Sie ihn in regelmäßigen Abständen; am besten alle fünf Jahre. Mit einem regelmäßigen Neukauf können Sie sich darauf verlassen, dass Ihr Helm stets den jeweiligen Ansprüchen genügt. Ein Motorradhelm ist über die gesamte Nutzungszeit immer wieder UV-Strahlung, Wind und Regen ausgesetzt.
Die Bedeutung des Motorradhelms für die Sicherheit
Motorradhelme zählen in Deutschland zu den gesetzlich vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen, und zwar für alle Biker. Statistiken belegen, dass das Tragen eines Helmes die Sterblichkeit der Biker bislang um satte 40 Prozent reduzieren konnte. Die Gefahr von Schädel-Hirn-Traumata ging sogar um etwa 70 Prozent zurück.
Tipps zur Pflege und Wartung
Kontrollieren Sie den Motorradhelm zum Saisonstart gründlich. Ist das Visier zerkratzt, tauschen Sie es aus. Reinigen Sie den Motorradhelm mit milder Seifenlauge. Um das Visier von Insektenresten zu reinigen, legen Sie für eine halbe Stunde ein feuchtes Tuch auf. Verwenden Sie für die Reinigung des Visiers einen weichen Schwamm. Tauschen Sie den Helm unbedingt aus, wenn Sie einen Unfall hatten oder gestürzt sind.
Bekannte Hersteller
- Airoh
- Shoei
- HJC
- Shark
- Schuberth
ADAC Motorrad Helm Test 2018
Im Motorrad Helm Test vom ADAC 2018 gibt es folgende 3 Testsieger: Shoei NXR, X-Lite X-803 Ultra Carbon und HJC RPHA 11 Carbon Lowin. Alle drei Modelle konnten mit "gut" abschneiden und bieten einen guten passiven Unfallschutz. Der Testsieger kostet über 400 Euro.
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