Flixbus E-Bike Mitnahme Bestimmungen: Was Sie Wissen Müssen

Radurlaub liegt weiterhin im Trend. Laut aktueller ADFC-Radreiseanylse nutzten im vergangenen Jahr 37,4 Millionen Menschen in Deutschland das Rad im Urlaub. Manche davon haben einen reinen Fahrradurlaub gemacht, andere wiederum nahmen das Fahrrad mit, um es an der Urlaubsdestination zu nutzen. Wer nicht nur die eigene Heimat mit dem Pedelec erobern möchte, sondern weit hinaus will, ist oft auf Bus, Bahn oder das Flugzeug angewiesen.

Fernbusse erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und auch normale Fahrräder können damit transportiert werden. Allerdings sind die Plätze stark begrenzt und es gilt deshalb, möglichst früh zu reservieren. In den Wintermonaten ist die Fahrradmitnahme gar nicht möglich. In Sachen E-Bike sieht es beim Fernbus jedoch schlecht aus.

Flixbus und E-Bikes: Eine Herausforderung

Der größte Anbieter auf dem deutschen Markt, Flixbus, befördert nur elektrische Falträder im Gepäckraum. Radurlaub liegt weiterhin im Trend. Laut aktueller ADFC-Radreiseanylse nutzten im vergangenen Jahr 37,4 Millionen Menschen in Deutschland das Rad im Urlaub. Manche davon haben einen reinen Fahrradurlaub gemacht, andere wiederum nahmen das Fahrrad mit, um es an der Urlaubsdestination zu nutzen.

Viele Busse vom Hauptanbieter Flixbus beispielsweise verfügen über Heckträger, alternativ werden Räder in einer speziellen Fahrradhülle im Innenraum des Busses transportiert. E-Bikes sowie Tandems und Dreiräder sind von der Mitnahme allerdings ausgeschlossen, das maximale Gewicht beträgt 20 kg. Kosten: 9 Euro bei Flixbus. Es muss im Voraus gebucht werden, denn die Anzahl der Räder ist begrenzt.

Falträder müssen als Sondergepäck angegeben werden. Bei anderen Anbietern - insbesondere auf internationalen Strecken - muss direkt nachgefragt werden, wie die Regeln und Preise sind. E-Bikes hingegen sind in der Regel nicht zugelassen. Die einzige Möglichkeit wäre dann, das Rad ohne Akku zu befördern.

Alternativen zum Fernbus: E-Bike Transport mit anderen Verkehrsmitteln

Da die Mitnahme von E-Bikes im Flugzeug ein sehr aufwändiges und kostenintensives Unterfangen ist, empfiehlt sich in den meisten Fällen daher wohl eher das Leihen eines E-Bikes am Urlaubsort. Hier sind einige Optionen für den Transport Ihres E-Bikes:

E-Bike im Zug

Die Mitnahme im Zug ist die einfachste Art das E-Bike zu transportieren. Die Deutsche Bahn macht keine Unterscheidung zwischen konventionellen Fahrrädern und E-Bikes bei der Fahrradmitnahme. Es gelten dieselben Bedingungen und dieselben Preise.

Zu beachten sind dabei die unterschiedlichen Tarife in den regionalen Verkehrsverbünden. Im Fernverkehr können Fahrräder mit Fahrradplatzreservierung bisher nur in IC/EC-Zügen mitgenommen werden. Erst mit den neuen ICE4 soll die Mitnahme von E-Bikes auch im ICE möglich sein. Diese sollen im Dezember 2017 den Regelbetrieb aufnehmen.

Für Reisen innerhalb Europas bieten Nachtzüge wie bspw. der EuroNight oder der Nightjet von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) eine gute Möglichkeit, um mit dem E-Bike zu verreisen. Auch hier ist eine vorherige Platzreservierung für das Rad nötig. Auf der Webseite von Interrail finden Sie eine Übersicht mit Nachtzügen in ganz Europa.

Tipp: Informieren Sie sich vorab stets über die Bestimmungen zur Fahrradmitnahme, da sich diese auf den verschiedenen Strecken unterscheiden können.

E-Bike im Flugzeug

Die Mitnahme von E-Bikes in Flugzeugen gestaltet sich im Gegensatz zum Zug sehr kompliziert. Da Lithium-Ionen-Akkus als Gefahrgut eingestuft sind, ist der Transport von E-Bikes in Passagierflugzeugen grundsätzlich verboten. Beispielsweise schließen Lufthansa und Air Berlin den Transport von E-Bikes in ihren Richtlinien zum Fahrradtransport ausdrücklich aus. Manche Airlines stellen jedoch Ausnahmegenehmigungen aus.

Deshalb sollte man sich am besten vorab bei der entsprechenden Fluggesellschaft informieren. Unter strengen Auflagen und mit viel Papierkram besteht die Möglichkeit das E-Bike per Luftfracht zu verschicken.

E-Bike im Auto

Der Klassiker für die Radmitnahme sind Kfz-Heckträger, die entweder auf der Anhängerkupplung oder - selten - an der Heckklappe montiert sind. Auch schwere Bikes können einfach aufgeladen werden, es gibt wirklich komfortable Modelle, wie unser Test ab S. 50 zeigt. Eine Alternative zum Transport am Heck sind Dachträger fürs Auto, diese eignen sich vor allem für leichte Sporträder.

Immer gilt: Die zulässige Traglast nicht überschreiten, die Räder gut sichern, bei Bedarf mit Polstern schützen. Alle losen oder nur leicht befestigten Teile am Rad entfernen und separat transportieren. Die Empfehlung lautet, nur maximal 130 km/h schnell zu fahren, hat man Räder am Heck oder auf dem Dach dabei. Die Bikes dürfen außerdem nicht mehr als 20 cm pro Seite überstehen, der Heckträger muss über eine separate Beleuchtung sowie ein amtliches Kennzeichen verfügen.

Kleinere Fahrräder können durchaus auch im Kofferraum eines Pkw transportiert werden, wenn es der Platz zulässt. Häufig passt das Rad nur liegend und wenn die hinteren Sitze umgeklappt sind, hinein. Teils muss auch das Vorderrad abmontiert, der Lenker kann angewinkelt werden.

Sollten mehrere Räder so transportiert werden, sollten Decken oder Ähnliches dazwischen liegen, um Beschädigungen im Lack zu verhindern. Auch darf bei einer Bremsung das Rad nicht in Bewegung geraten, weshalb es dringend gut gesichert werden sollte. Gleiches gilt für Zubehör wie Taschen, Helme, Luftpumpen etc.

Vorsicht bei warmen Temperaturen: Steht ein Pkw länger in der Sonne, kann es im Innern extrem heiß werden. Dies kann dem E-Bike-Akku schaden und seine Lebensdauer verringern.

Weitere Transportmöglichkeiten

Wer sein Fahrrad häufig irgendwohin mitnehmen will, könnte über den Kauf eines Falt­rades nachdenken. Kompakt zusammengefaltet passt es besser ins Auto und es wird vielerorts als „Handgepäck“ akzeptiert. Dann kann man es kostenlos mitnehmen und ist nicht auf spezielle Fahrradstellplätze angewiesen. Das ist beispielsweise in der Deutschen Bahn der Fall.

Eine bequeme Möglichkeit kann auch sein, das Fahrrad zu versenden. Dazu entscheidet man sich am besten zunächst für einen Anbieter, denn es gelten unterschiedliche Maße. Hat man aus Versehen das Maß überschritten, wird es entweder extrem teuer oder das Paket wird gar nicht angenommen. Bei E-Bikes muss geprüft werden, ob diese überhaupt angenommen werden. Manche Versender bieten eigene Kartons an, alternativ kann man einen Fahrradhändler danach fragen oder einen im Internet kaufen.

Die Kosten für den Versand beginnen bei etwa 30 Euro, meist ist es teurer. Eine Option für Bahnreisende ist der Gepäckservice der Deutschen Bahn, der über Hermes abgewickelt wird: Damit kann man sich zum Preis von 55,90 Euro ein Fahrrad ans Ziel schicken lassen - vorausgesetzt, man hat ein gültiges Bahnticket.

Tipps für den sicheren Transport

Egal ob Versand oder Mitnahme im Flugzeug: Ein Fahrrad muss richtig gut verpackt werden, damit es unterwegs keinen Schaden nimmt. Es gibt diverse Möglichkeiten, mit Unmengen Polsterfolie und Klebeband zu arbeiten. Wer aber die Möglichkeit hat, das Rad in einen handelsüblichen Fahrradkarton zu packen, sollte dies eher tun. Dazu schraubt man die Pedale ab und stellt den Lenker quer. Bei kleineren Kartons kann es zusätzlich nötig sein, den Sattel und das vordere Laufrad zu demontieren.

Anschließend werden alle Teile, die nur lose am Rad sind, abgemacht und separat verpackt und alles, was extra Schutz benötigt, abgepolstert. Dazu eignen sich Luftpolsterfolie, Schaumstoff oder Kleidung in Plastiktüten (allerdings schwerer). Auch der Rahmen sollte umwickelt und bei Scheibenbremsen ein bisschen Karton zwischen die Bremsbeläge gesteckt werden. Wer sich auskennt, baut zu ihrem Schutz die Kettenschaltung aus.

Mit Polstermaterial auffüllen, bis nichts mehr rutscht oder wackelt. Hier hilft viel wirklich viel! Es kann immer was passieren und leider haben viele die Erfahrung gemacht, dass Flugpersonal und Speditionen nicht besonders vorsichtig mit Fahrrädern umgehen.

Versicherung

Wer schon eine spezielle Fahrradversicherung hat, sollte prüfen, ob diese auch den Transport miteinschließt. Bei Versand und Mitnahme im Flugzeug oder Ähnlichem empfiehlt sich ansonsten der Abschluss einer separaten Gepäck- oder Sportgeräteversicherung. Hier unbedingt auf die maximale Versicherungssumme achten!

Manchmal gibt es auch im Fall eines Schadens nur eine Entschädigung für den aktuellen Wert des Fahrrads, das kann bei einem geliebten, aber schon in die Jahre gekommenen Drahtesel überraschend wenig sein.

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