Der Flugplatz Peenemünde ist nicht nur ein Ort von historischer Bedeutung, sondern auch ein beliebter Treffpunkt für Motorsportbegeisterte. Insbesondere das jährliche Motorradtreffen zieht viele Fahrer an, die hier ihre ersten Erfahrungen auf der Rennstrecke sammeln oder einfach nur das Gemeinschaftsgefühl genießen wollen.
Erfahrungen auf der Rennstrecke Peenemünde
Die Strecke in Peenemünde wird oft als schnell lernbar und lohnenswert für Rennstreckenneulinge beschrieben. Sie ist eher kurz und rechtslastig, aber bietet viel Grip. Bei Regen trocknet die Strecke aufgrund ihrer strategischen Lage als ehemaliger Flughafen schnell ab.
Viele Teilnehmer loben das gute Preis-Leistungs-Verhältnis und die Organisation der Veranstaltung. Einige bemängeln jedoch, dass es kein so umfangreiches Catering wie bei anderen Anbietern gibt.
Einige Stimmen aus dem Forum:
- "Der Preis ist auf jeden Fall konkurrenzlos günstig."
- "Hallo !!!Wie die anderen schon gesagt haben preis leistung ist ok. Und der grip absolut top. Bin desöfteren da. Und zum üben reicht es alle mal."
- "Die ganze Veranstaltung ist gut organisiert - ist ganz gut für Rennstreckenneulinge."
Kontroverse Themen
Neben den positiven Aspekten gibt es auch einige kontroverse Themen, die im Zusammenhang mit dem Motorradtreffen in Peenemünde diskutiert werden. Dazu gehören:
- Lärmbelästigung: Einige Anwohner und Teilnehmer empfinden die Lautstärke, insbesondere abends, als störend.
- Alkoholkonsum: Es gibt Berichte über Alkoholkonsum und Personen, die am nächsten Tag alkoholisiert Motorrad fahren.
Es ist wichtig zu betonen, dass "don't drink and drive" ein sehr wichtiger Punkt ist und dass sinnloser Alkoholkonsum auch woanders vorkommt.
Auto- und Motorradfahren für blinde und sehbehinderte Menschen
Ein besonderes Highlight auf dem Flugplatz Peenemünde ist das Auto- und Motorradfahren für blinde und sehbehinderte Menschen. Diese Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht Usedom-Peene e.V. organisiert wird, ermöglicht es Betroffenen, selbst einmal ein Auto auf der abgesperrten Trainingsstrecke zu steuern oder als Sozius auf einem Motorrad mitzufahren.
Was für jeden Einzelnen von uns eine Selbstverständlichkeit ist, bleibt ansonsten für diese Menschen meist nur ein Traum.
Ein inklusives Erlebnis
Die Veranstaltung ist für alle Teilnehmer kostenfrei und wird von zahlreichen Helfern, Fahrlehrern und Organisationen unterstützt. Zu den Gästen gehören oft auch prominente Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft.
Das Rahmenprogramm umfasst unter anderem eine Vorstellung von Hilfsmitteln für Blinde und Sehbehinderte von der Firma ALU aus Hamm und einen Parcours der Blindenführhundeschule Schubert und Wetzel aus Müncheberg.
»Der tiefere Sinn des Lebens liegt im Miteinander«, betont Regine Hildebrandt. Dieser Leitspruch führt auch alle Organisatoren dieser Veranstaltung jedes Jahr wieder aufs Neue zusammen.
Engagement und Unterstützung
Die Veranstaltung ist eine Gemeinschaftsaktion des Landkreises Vorpommern-Greifswald, der Verkehrswacht Usedom-Peene e.V. Dank der vom Motorsport jährlich zur Verfügung gestellten Trainingsstrecke können bis zu einhundert blinde oder sehschwache Frauen und Männer kostenlos an diesem Event teilnehmen. Aber auch ohne die teilnehmenden Fahrschulen aus der Region und den Nachbarkreisen wäre die Veranstaltung nicht möglich.
Als Landrätin Dr. Barbara Syrbe im Jahr 2004 die Veranstaltung mit den Worten »Träume werden war« eröffnete, rechnete wohl keiner der Organisatoren damit, dass dieser Aktionstag so viele Jahre so regen Zuspruch erfährt und unter den Teilnehmer jedes Mal aufs Neue Begeisterung auslöst.
Daten und Fakten
In den 15 Jahren von 2007 bis 2022 haben 1147 betroffene Teilnehmer die Möglichkeit genutzt, ihre Träume wahr werden zu lassen.
| Jahr | Ort | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Bis 2021 | Flugplatz Peenemünde | Organisation mit dem Peenemünder Motorsport- und Verkehrschulungsverein e.V. |
| 2020-2021 | - | Keine Veranstaltung aufgrund der Pandemie |
| 2022 | Flugplatz Peenemünde | Kurzfristige Veranstaltung im September |
| 2023-2024 | Flugplatz Anklam | Gastveranstaltung |
| Ab 2024 | Flugplatz Peenemünde | Rückkehr nach Peenemünde |
Die Organisatoren laden Interessierte herzlich ein, Kontakt aufzunehmen und sich über die aktuellen Termine und Möglichkeiten zur Teilnahme zu informieren.
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