Flyer E-Bike Klapprad Test: Kompakte Leistung für unterwegs

Klein verpackt, praktisch und bei Bedarf immer und überall dabei - das Faltrad ist der "Knirps" auf zwei Rädern. Sie sind Trumpf, wenn Stauraum knapp ist, etwa im Auto, auf dem Segelboot, im Wohnmobil - oder auch in der Stadtwohnung. Und auch wenn die kompakten Minis sich noch nicht auf Knopfdruck entfalten, empfehlen sie sich als ideale Begleiter für kurze Strecken oder als Ergänzung im ­öffentlichen Nahverkehr. Doch wie praktisch sind die E-Falter wirklich? Abgesehen davon, dass sich die Räder zu mehr oder weniger handlichen Paketen falten lassen, offenbart unser Test deutliche Unterschiede bei Ausrüstung und Alltagstauglichkeit.

Gewicht und Alltagstauglichkeit

Im Wortsinn spürbar wird das beim Gewicht, denn die ­gefalteten Pakete wollen getragen werden. Ein mehr als 20 Kilogramm schweres Faltrad in die Straßenbahn oder den Autokofferraum zu wuchten, ­erfordert einige Anstrengung. Nur zwei der Testräder wiegen weniger als 20, das schwerste wiegt gar mehr als 25 Kilogramm - und damit etwa so viel wie ein ausgewachsenes Tourenpedelec.

Getestete Falt-Pedelcs:

  • BBF Monaco
  • Falter E 5.1
  • Flyer Pluto 3.01
  • 1QWIC Compact FN7
  • Tern Vektron (E-BIKE Testsieger)

Antrieb und Ausstattung

Klar, Akku und Motor wiegen schwer; allerdings ließe sich am Antrieb durchaus Gewicht sparen: Falträder tun in erster Linie auf der Kurzstrecke Dienst, wofür sie eigentlich keinen großen und schweren Akku benötigen. Auch beim Motor stellt sich die Systemfrage im Hinblick auf den Einsatzzweck: Nabenmotoren sind zwar nicht so intuitiv zu fahren und so sensibel geregelt wie Mittelmotoren, aber leichter. Das Testfeld liefert allerdings auch gleich die Gegenprobe: Das Qwic ist trotz Vorderradnabenmotor das schwerste im Vergleich, aber das liegt vor allem am schweren Rahmen und der Federgabel.

Das zeigt schon, wie neben dem Antrieb auch die übrige Ausrüstung aufs Gewicht schlägt. Vom potenziellen Faltradkäufer verlangt das grundsätzliche Entscheidungen. Hydraulische Felgenbremsen wie Maguras HS11 oder Scheibenbremsen sind schwerer als V-Brakes, bremsen aber besser und dauerhaft sicherer. Andererseits sind V-Brakes an leichten Pedelecs akzeptabel, solange sie gut gewartet und exakt eingestellt sind. Den besten Kompromiss aus ­Sicherheit, Wartungsfreiheit und niedrigem Gewicht schafft in diesem Test das Falter E 5.1; mit hydraulischer Felgenbremse, Getriebenabe, Gepäckträger und Schutzblechen bleibt es unter 18 Kilo. Noch leichter ist nur das BBF Monaco, dafür muss man aber auf Schutzbleche, Gepäckträger und Lichtanlage verzichten. Die beste Ausrüstung bietet das Tern Vektron mit dem Bosch-Active-Motor und Deore-Scheibenbremsen von Shimano.

Sicherheit und Fahrstabilität

Erfreulich ist, dass alle Faltpedelecs sehr verwindungssteif und fahrstabil konstruiert sind. Sichere und ausreichend dimensionierte Faltscharniere fixieren die Rahmen kraftschlüssig und stabil. Sämtliche Scharniere sind mit Sicherungen gegen unbeabsichtigtes Öffnen versehen, fast alle rasten automatisch ein. Der Faltmechanismus funktioniert bei allen Pedelecs grundsätzlich gleich. Ein Scharnier in der Mitte des zentralen Rahmenrohrs teilt den Rahmen in zwei etwa gleich große Hälften, sodass Vorder- und Hinterrad nebeneinander liegen. Mit einem zweiten Scharnier wird der Lenkermast nach unten geklappt. Mit etwas Übung dauert das weniger als eine Minute.

Da die Räder nur in einer Rahmengröße angeboten werden, sollten Sattelstütze und Lenkermast bzw. Vorbau in einem möglichst weiten Bereich einstellbar sein. Am Falter lässt sich die Lenkerhöhe aber gar nicht verstellen, das Tern bietet nur wenig Einstellweg für den Lenker.

Fahreigenschaften und Komfort

Die Fahreigenschaften der Pedelecs überzeugen. Der Fahrkomfort ist systembedingt nicht üppig; das ließe sich nur mit hohem konstruktivem Aufwand ändern, würde die ­Räder aber deutlich teurer (und schwerer) machen.

Empfehlungen für den Kauf

Wer sich für ein Faltpedelec entscheidet, sollte sich, trotz aller Vielseitigkeit der Räder, über den Einsatzzweck im Klaren sein. Wer häufig fahren und falten (und tragen) will, wird ein leichtes Rad bevorzugen. Wer es nur gelegentlich gefaltet transportiert, kann andere Schwerpunkte setzen. Probefahren, -falten und -tragen ist deshalb vor dem Kauf unbedingt zu empfehlen.

Testdetails der Falt-Pedelecs

BBF Monaco

Die 37 Millimeter schmalen ­Reifen und das geringe Gewicht von 16 Kilo prägen das Fahrverhalten des BBF: Es rollt äußerst leichtfüßig und lässt sich agil selbst um engste Ecken dirigieren. Der Nabenmotor hat mit dem geringen Gewicht auch wenig Mühe und schiebt das Rad überzeugend an. Damit ist Fahrspaß garantiert, auch wenn die schmalen Reifen kaum federn. Der ­Antrieb ist trittfrequenzgesteuert, seine Leistung somit nicht über die Pedalkraft regelbar: Wie schnell das Rad wird und wie stark der Motor anschiebt, gibt nur die gewählte Unterstützungsstufe vor. Die günstige Tiagra-Schaltung von Shimano mit Zweifach-Kettenblatt arbeitet ausreichend exakt. An schweren und ­dynamischen Pedelecs sind V-Brakes nicht mehr erste Wahl, am leichten Monaco sind sie in Ordnung, ­verlangen aber nach regelmäßiger Wartung. Die Faltscharniere sind stabil, die Sicherungen der Sperrhebel rasten automatisch ein. Die Betriebsanleitung erläutert nicht, wie das Rad gefaltet wird, aber es erklärt sich weitgehend selbst. Gegen Aufklappen schützt eine Sicherung zwischen Gabel und Kettenstrebe.

Fazit: Agil und leicht, mit überzeugendem Nabenmotor. Schutzbleche, Gepäckträger und Licht fehlen.

Eigenschaft Wert
Gesamtwertung 2,6
Komfort 3,2
Sicherheit 2,3
Antrieb 2,6
Praxis 2,7
Gewicht 16,3 kg

Falter E 5.1

Dem leichten Falter sieht man die ­Motorisierung kaum an; der Nabenmotor steckt unscheinbar im Vorderrad und der kleine Akku herausnehmbar im zentralen Rahmenrohr. Der Antrieb ist trittfrequenzgesteuert und schiebt an, sobald sich die Pedale bewegen. Seine Leistung lässt sich in drei Unterstützungsstufen am Lenkerdisplay einstellen. Man sitzt bequem, die breiten Reifen federn immerhin ein wenig. Mit dem breiten Lenker am verwindungssteifen Lenkermast lässt sich das Rad gut kontrollieren, es läuft sauber geradeaus und spurtreu durch die Kurve, die hydraulische Felgenbremse HS11 von Magura verzögert sicher und gut dosierbar. Das Pedelec ist gut verarbeitet, die Klappscharniere sind stabil und sicher. Leider rastet die Sicherung der Scharnierverriegelung am Lenkermast nicht automatisch ein, daran muss man beim Aufbau denken. Zum Falten wird zuerst die Sattestütze ganz nach unten geschoben, der Rahmen wird am Zentralrohr gefaltet. Mit Gurten wird das Paket gegen Aufklappen gesichert.

Fazit: Gut ausgerüstet und leicht. Fährt sicher, ist sauber verarbeitet und lässt sich kompakt falten.

Eigenschaft Wert
Gesamtwertung 2,0
Komfort 3,0
Sicherheit 1,5
Antrieb 2,6
Praxis 2,2
Gewicht 18,0 kg

Flyer Pluto 3.01

Das Pluto hat als einziges Rad im Test einen Speedlifter statt eines klappbaren Lenkermasts. Der Vorbau ist damit stufenlos in der Höhe verstellbar, das Rad lässt sich aber weniger klein falten als die Konkurrenten. Der Antriebsstrang mit Panasonic-Mittelmotor ist bewährt, das informative Display und der Bediensatellit überzeugen, die Motorleistung wird intuitiv über die Pedalkraft gesteuert. Der Motor könnte seine Kraft aber etwas spritziger entfalten; mit mehr als 24 Kilo ist das Rad ­relativ schwer geraten. Da der Antrieb über keine Schaltunterbrechung verfügt, muss man die Pedale beim Schalten ­entlasten, damit die Gänge exakt einrasten. Der Rahmen des Pluto ist sehr steif, das Rad rollt tadellos geradeaus und nimmt auch flotte Kurven sicher. Allerdings wären dem schweren Rad höherwertige Bemsen anstelle der V-Brakes angemessen. Zum Falten wird das Pluto auf dem Mittelständer abgestellt. Der vor­dere Rahmenabschnitt wird wie bei den anderen Rädern auch nach hinten gefaltet. Gegen Aufklappen schützt eine Sicherung zwischen Gabel und Kettenstrebe.

Fazit: Bewährter Mittelmotor, tadellos zu fahren, stabiler Mittelständer. Schwer, großes Faltmaß.

Eigenschaft Wert
Gesamtwertung 2,1
Komfort 2,8
Sicherheit 2,1
Antrieb 2,4
Praxis 1,8
Gewicht 24,5 kg

QWIC Compact FN7

Mit 25,6 Kilo ist das Qwic schwerer als manches Tourenrad, dafür ist der Rahmen sensationell steif. Beides macht sich beim Fahren bemerkbar. Das Rad lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, verlangt dafür aber etwas mehr Nachdruck beim Einlenken. Der Antrieb ist trittfrequenzgesteuert und schiebt an, sobald sich die Pedale drehen. Tempo und Leistung werden über acht Unterstützungsstufen geregelt, in der höchsten schiebt das Testrad bis 30 km/h. Das Rad ist durchaus wendig, die aufrechte Sitzposition animiert jedoch nicht zum ­Kurvenwetzen. V-Brake vorne und Rollenbremse hinten passen allerdings nicht zu einem Rad dieser Gewichtsklasse. Die Faltscharniere sind stabil, die Sperrhebel rasten exakt. Am Lenkermast ist eine automatische Sperrhebelsicherung verbaut, am Rahmenrohr muss man von Hand sichern. Zum Falten werden der Ständer eingeklappt und die Kurbel­arme waagerecht gestellt. Anschließend wird das Rahmenscharnier geöffnet und der Rahmen gefaltet. Danach kann der Lenkermast nach unten geklappt und die Sattelstütze eingeschoben werden.

Fazit: Sehr steifer und schwerer Rahmen, sicher zu fahren, solide verarbeitet.

Eigenschaft Wert
Gesamtwertung 2,3
Komfort 2,7
Sicherheit 2,1
Antrieb 2,6
Praxis 2,5
Gewicht 25,6 kg

Tern Vektron

Mit Scheibenbremsen und Kettenschaltung aus Shimanos Deore-Gruppe sowie dem Bosch-Antrieb ist das Vektron für ein Faltrad sehr hochwertig ausgerüstet. Der angenehm breite Lenker trägt bequeme Ergo-Griffe. Das fahrstabile Rad rollt gut geradeaus und nimmt auch flotte Kurven leichtfüßig - Ausrüstung und Fahr­eigenschaften können mit einem ausgewachsenen City-Pedelec mithalten, der Falt-Mini ist auch nicht übermäßig schwer. Der Faltmechanismus ist einfach zu bedienen, die Sicherungen...

Flyer Upstreet1: Ein kompakter Allrounder

Der Schweizer Hersteller FLYER präsentiert mit dem Upstreet1 ein E-Kompaktrad mit 20”-Laufrädern, Shimano Nexus-Nabenschaltung und Bosch Performance Line-Motor. Auch FLYER setzt bei dem Kompaktrad Upstreet1 für einen leichten Auf- und Abstieg auf die Rahmenform ohne Oberrohr und erhöht damit den Alltagsnutzen ungemein. Hier hebt sich das Upstreet1 deutlich von der Konkurrenz ab. Auch kleine Details wie das U-Schloss machen den Alltag angenehmer, weil das Bike innerhalb von einer Sekunde verriegelt werden kann.

In puncto Verarbeitungsqualität wechseln sich beim FLYER-Bike Licht und Schatten ab: Während Griffe, Bremsen und der Speedlifter zum Einstellen der Lenkerhöhe sehr hochwertig und solide daherkommen, lassen Schweißnähte und Lackqualität im Vergleich zur Konkurrenz zu wünschen übrig. Das FLYER Upstreet1 ist je nach Ausstattung ab 3.999 € zu haben und bringt in unserer getesteten Version 26,08 kg auf die Waage. Wesentlich besser hat der Testcrew die gelungene Rahmenkonstruktion des Tiefeinsteigers gefallen. Der Rahmen ist bis zum Kettenblatt so tief runtergezogen wie nur irgendwie möglich und erleichtert dadurch den Auf- und Abstieg, was den Alltag deutlich komfortabler gestaltet.

Das Upstreet1 wird vom Bosch Performance Line-Mittelmotor angetrieben, der im Vergleich zum Bosch-Spitzenmodell mit 65 statt 85 Nm maximalem Drehmoment aufwartet. Die Akku-Integration ist sehr schön gelöst und der Bosch PowerTube-Akku mit 500 Wh ist für eine saubere Optik in das Unterrohr integriert. Er ist abschließbar und zum Laden einfach zu entnehmen. Leider findet sich auch am Upstreet1 das in die Jahre gekommene Bosch Intuvia-Display, das mit Funktionen und Smart-Features geizt.

Positiv fällt als Erstes die geringe Geräuschkulisse auf. Bis auf die relativ lauten Gangwechsel der Shimano Nexus-Nabenschaltung ist das urbane E-Bike kaum zu hören. Auch in Sachen Handling weiß das FLYER-Bike zu überzeugen und glänzt mit einer tollen Balance aus Laufruhe und Agilität, die in der Form bei keinem der anderen drei Bikes vorzufinden ist. Man kann sowohl dynamisch in die nächste Kurve steuern als es auch einfach mal laufen lassen. Durch dieses intuitive Fahrverhalten ist das Upstreet1 eine gute Wahl für Menschen aller Fähigkeitsstufen. Leider muss man in puncto Komfort Abstriche machen, da die Front im Vergleich zum Heck komplett steif ist und keinerlei Komfort spendet.

Mit dem Upstreet1 hat FLYER ein solides Allround-Bike im Portfolio, das durch einen tiefen Einstieg und ein ausgeglichenes Handling zu überzeugen weiß und mit einer schönen Akku-Integration und hochwertigen Cockpit-Anbauteilen glänzt.

Flyer Upstreet 1 - Technische Daten

  • Preis: 4.199 €
  • Motor: Bosch Performance Line 65 Nm
  • Akku: Bosch PowerTube 500 Wh
  • Schaltung: Shimano NEXUS 1x5
  • Gewicht: 26,08 kg
  • Zul. Gesamtgewicht: 150 kg

Allgemeine Hinweise zu E-Bike Klapprädern

Die typischen Klappräder der 1970er Jahre waren einfache Modelle, die nach dem Lösen einer großen Schraube oder eines großen Hebels einfach in der Mitte zusammengeklappt wurden. Schon dieser simple Vorgang machte das Rad kompakter, so dass es in der Wohnung, im Kofferraum, in der Bahn oder im Wohnmobil weniger Platz benötigte. Denn auch im Faltradsegment schreitet die Elektrifizierung fort. Nicht alle modernen Falträder werden einfach mit einem Scharnier mittig zusammengeklappt. Das gilt auch für die besten E-Bike Klappräder, etwa das Bergamont Paul-E, das Flyer Upstreet 2, das Brompton Electric C-Line Explore, oder das Vektron Q9 von Tern.

Klapprad E-Bikes gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Es gibt E-Bike Klappräder mit Rücktritt, auch Mobilemaster bietet entsprechend Bikes an, ein anderes Beispiel ist Saxonette mit dem Premium Plus. Die Mehrzahl der angebotenen Klapprad E-Bikes sind Pedelecs mit Motorunterstützung bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h, es gibt aber auch E-Bike Klappräder, deren Motor bis 45 km/h Schub generiert. Für wirkliche Mühelosigkeit ist es von Vorteil, wenn das E-Bike Klapprad ein echtes Leichtgewicht ist - zum Beispiel das Fiido X, ein sehr leichtes Klapp-E-Bike, das lediglich knapp 20 Kilo auf die Waage bringt. Weitere E-Bike Klappräder unter 20 Kilo sind das bereits genannte Electric C-Line Explore von Brompton.

Oftmals ist ein E-Bike Klapprad mit tiefem Einstieg konstruiert. Solche Modelle sind klassisch als Unisex-Bikes für Damen und Herren gleichermaßen ausgelegt. Wer also ein Damen E-Bike Klapprad sucht, ist mit einem solchen Bike gut beraten - ein Beispiel für eine E-Bike Klapprad mit sogar besonders tiefen Einstieg ist das Fischer Agilo 2.0.

Grundsätzlich sollte man beachten, dass Klappräder und Klapprad E-Bikes umso leichter zu transportieren sind, je kompakter sie zusammengefaltet werden können - manche Modelle passen sogar in eine zugehörige Tragetasche. Meistens sind diese kleinen Bikes mit kleinen Laufrädern ausgestattet, die in der Regel weniger Fahrkomfort und Dynamik bieten als größere Laufräder.

Weitere erwähnte E-Bike Klapprad Modelle:

  • Cube Fold Hybrid Comfort 500
  • Brompton Electric C-Line Explore
  • Fiido X 2025
  • Fischer Agilo 2.0
  • MyVelo Berlin
  • Gocycle G4
  • i:SY N3.8 ZR CX Auto Comfort
  • Terns Vektron-Modellreihe
  • Victoria Scalyo 3

Flyer E-Bikes: Besonderheiten und Tests

Flyer zielt mit seinen bulligen Pedelecs ausschließlich auf einen Premium-Kundenkreis ab und schickt ein breit aufgestelltes Sortiment an E-MTBs, Tourenmodellen und E-Bikes für den Alltag ins Rennen. Auch die Klasse der sogenannten „SUV“-Pedelecs - wuchtige Hybride aus MTBs und Trekkingrädern - hat bei Flyer inzwischen ihren festen Platz, darunter auch Modelle mit Hinterbaudämpfung. In der „Urban“-Sparte finden sich auch Falt- und Kompakt-Pedelecs.

Während sich der Hersteller bei der Ausstattung seit jeher durchweg im No-Problem-Segment bedient, hat sich optisch bei den Flyer-Modellen in den letzten Jahren viel getan. Denn inzwischen dominieren auch bei Flyer semi-integrierte Akkus und sogenannten Intube-Akkus, die bei den Tiefeinsteiger-Pedelecs vollständig im Hauptrohr und bei den Modellen mit Trapez- oder Herrenrahmen im Unterrohr integriert sind. Fast alle Modelle lassen sich auch mit größerem Akku ordern, wobei es in den meisten Fällen schon serienmäßig einen stattlichen Energievorrat montiert gibt.

Die Testergebnisse lassen sich sehen: Auf Basis aller bei uns gelisteten Tests, in denen eine Endnote vergeben wurde, errechnen wir für den Hersteller einen Notendurchschnitt von 1,6. Leider gibt es auch Negativ-Ausreißer: Das Modell Gotour 6 erhielt im letzten E-Bike-Vergleich der Stiftung Warentest nur ein „Ausreichend“. Grund war eine angerissene Schweißnaht am Rahmen während des Dauertests am Prüfstand. Dieser Riss hätte sich aus Sicht der Tester mit der Zeit zu einem Rahmenbruch ausweiten können.

E-Bikes von Flyer werden mehrheitlich mit Mittelmotoren aus der GX-Serie von Panasonic ausgerüstet, die den weit verbreiteten Aggregaten von Bosch in puncto Kraft, Kultiviertheit und Ausstattung in nichts nachstehen und auch noch einen automatischen Unterstützungsmodus bereithalten. Meist fällt die Wahl auf die Ultimate-Variante, insbesondere bei den E-MTBs und „SUV“-Pedelecs. Bei den City-E-Bikes findet sich gelegentlich auch die etwas schwächere Power-Ausführung.

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