Heute zeige ich dir, wie du ganz einfach eine Motorrad-Party-Torte selber machen kannst. Zum 60. Geburtstag wurde eine Torte mit einem Motorrad aus Fondant beziehungsweise aus Modellierfondant gewünscht. Aber für Modellierfans ist diese Anleitung für das Motorrad aus Fondant vielleicht eine Inspiration oder Hilfestellung.
Materialien für die Motorrad-Torte
Für die Dekoration der Torte passend zum Thema Motorrad benötigst du:
- 400 g Vollmilchkuvertüre
- 140 ml Sahne
- 700 g Fondant oder Zuckerpaste in der Farbe schwarz
- 50 g Fondant in den Farben Weiß oder Silber
- 150 g goldener Fondant
- Goldene Lebensmittelfarbe in Pulverform
- CMC Pulver
- 10 g Modellierschokolade
- Silikonform für das Motorrad
Vorbereitung der Torte
Egal, für welche Torte du dich entscheidest, eine Honigtorte wie ich oder deine Lieblingstorte, bevor du sie mit Fondant oder Zuckerpaste dekorierst, solltest du sie mit Ganache oder Buttercreme bestreichen. Ich habe mich für die Ganache-Variante entschieden.
Für die Ganache die Sahne erhitzen und die Schokolade darin unter ständigem Rühren schmelzen lassen. Die Torte wird in zwei Arbeitsschritten mit der Ganache bestrichen. Die erste Ganacheschicht soll alle Krümel binden, die zweite Ganacheschicht soll Unebenheiten ausgleichen. Jetzt kann die Torte mit Fondant bzw. Zuckerpaste überzogen werden.
Damit der Fondant bzw. Zuckerpaste beim Eindecken der Torte nicht reißt, muss er vor dem Ausrollen weich geknetet werden. Je elastischer das Material ist, desto leichter lässt es sich faltenfrei auf der Torte verteilen. Die Qualität des Fondants bzw. der Zuckerpaste spielt beim Verzieren der Torte eine sehr große Rolle.
Für meine Motorrad-Party-Torte habe ich ein neues Produkt der Marke Massa Ticino ausprobiert, die Mona Lisa Zuckerpaste (Werbung). Ich bin begeistert, nicht nur die Verarbeitung war super, auch geschmacklich hat mich die Zuckerpaste positiv überrascht. Und so wird das Überziehen der Torte mit Zuckerpaste gemacht.
Damit die Zuckerpaste beim Kneten nicht an den Händen klebt, kannst du die Hände vorher mit Kokosfett einfetten. Für die Oberfläche verwende ich Bäckerstärke. Nun die Zuckerpaste ausrollen, auf die Torte legen und vorsichtig von oben nach unten glattstreichen, so dass keine Falten entstehen.
Modellieren der Felge
Als nächstes wird eine Felge aus weißem oder silbernem Fondant modelliert. Dazu den Fondant ausrollen, einen Kreis in der Größe einer Felge ausschneiden (als Vorlage kann z.B. ein Teller dienen), sechs kleine Löcher einstechen und in der Mitte zwei Kreise aufkleben.
Herstellung des Motorrad-Toppers
Das Motorrad habe ich mit Hilfe einer Silikonform aus Modellierschokolade hergestellt. Das ging ganz einfach. Die Silikonform leicht mit Kokosfett einfetten, die Schokolade eindrücken, die Form für 5 Minuten in den Kühlschrank stellen, damit sie fest wird, das Motorrad vorsichtig aus der Form lösen und fertig ist der Motorrad-Topper!
Modellieren des Pokals
Den Pokal habe ich aus Fondant gemacht. Wenn du noch nie mit Fondant modelliert hast, hier ein paar wichtige Punkte. Damit die Figur stabil bleibt, solltest du dem Fondant CMC-Pulver (Werbung) hinzufügen, das hilft dem Fondant schneller zu trocknen. Beim Arbeiten mit Fondant auf jeden Fall die Hände mit Kokosfett einfetten, damit der Fondant nicht an den Händen klebt.
Ich habe mich für goldenen Fondant entschieden, weil das der Siegerpokal sein sollte. Dazu habe ich bereits in Gold eingefärbten Fondant verwendet. Wer möchte, kann den Pokal noch ein wenig verzieren.
Ich empfehle an dieser Stelle, den Pokal erst ein paar Tage trocknen zu lassen, bevor du mit dem Zusammenbau des Pokals fortfährst. Nun werden der Pokal und das Motorrad auf die Torte gestellt.
Anleitung für ein aufwendiges Motorrad aus Fondant
Zum 60. Geburtstag wurde eine Torte mit einem Motorrad aus Fondant beziehungsweise aus Modellierfondant gewünscht. Es musste eine Kawasaki Z 750 sein! Die Herstellung war sehr aufwendig und es würde hier leider den Rahmen sprengen, wenn ich jeden einzelnen Schritt erklären würde.
Zuerst habe ich mir das Motorrad in der gewünschten Größe 2 x ausgedruck. Das eine Bild diente als Vorlage, bei dem anderen Bild wurden die Einzelteile wie Motor, Sitzbank etc. als Muster ausgeschnitten und mit Modellierfondant nachmodelliert. Zuerst wurde aber das Grundgerüst hergestellt, auf dem dann alle Einzelteile später mit Zuckerkleber aufgeklebt werden.
Angefangen habe ich mit dem Hinterrad bzw. der Felge. Die zuvor ausgeschnittene Papierfelge auf etwas dicker ausgerollten Modellierfondant legen und mit einem Skalpell ausschneiden und mit einem Draht ein Loch in die Mitte stechen. Damit kann man dann später mit einem Draht die Bremsscheiben miteinander verbinden. Trocknen lassen!
Dann zwei Kreise (oberes 1. Bild) herstellen. Den unteren Kreis mit Zuckerkleber bestreichen, getrocknete Felge drauf legen und dann den zweiten Kreis draufkleben. Trocknen lassen!
Herstellung des Reifens:
Die runde Ausstechform hatte exakt die Größe des Hinterrades wie auf dem Motorrad-Foto. In diese Form habe ich dann eine größere Kugel Modellierfondant gepresst.
Den ausgestochenen Reifen dann einmal durchschneiden (siehe unteres 1. Bild), von innen komplett der Länge nach ein wenig eindrücken, damit er sich dann schön um die ausgestochene Felge legt. Jetzt kann man den Reifen noch etwas bearbeiten, z.B. ein Profil einritzen oder von Oben noch Struktur eindrücken (Bild 2). Aber vorsichtig, die Felge ist nicht sehr stabil.
Dann ging es schon an das Grundgerüst, das alles tragen muss! Aus Modellierfondant habe ich der Vorlage entsprechend einen Rahmen hergestellt, auf dem dann später alle Einzelteile wie Motor etc. draufgeklebt werden.
Den Rahmen und den Reifen habe ich mit einem festeren Draht/Zahnstocher und Zuckerkleber verbunden und von unten noch Draht und Schaschlikspieße angebracht, damit man das Motorrad auch später auf die Torte spießen kann. Sonst würde die Konstruktion zuammenbrechen 🙂 Damit der Rahmen in der Mitte vom Reifen sitzt (Bild 2) und nicht absackt, habe ich zwei Holzstäbchen drunter gelegt.
Und dann sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt 🙂 Alle ausgeschnittenen Teile des Motors, Sitzbank, Verkleidung, Bremsscheiben und was da sonst noch so alles verbaut ist 🙂 mit Modelliefondant maßstabsgetreu nachmodellieren (dafür immer die Propotionen mit dem ausgedruckten Foto vergleichen).
Wenn man mit der Seite fertig ist, steckt man das Motorrad am besten auf einen Styroporblock und stellt die andere Seite dann genauso her. Hier ist es jetzt etwas schwieriger, da das Motorrad jetzt nicht mehr liegen kann.
Wenn beide Seiten fertig sind, geht es an das Vorderrad. Herstellung wie das Hinterrad, rechts und links zwei in Modellierfondant eingekleidete Zahstocher befestigen (Federgabel). Und dann wird wirklich alles nach Bildern modelliert.
Der hintere Teil des Motorrades wurde mit einem Zahnstocker und Draht mit dem vorderen Teil des Motorrades verbunden. Draht und Zahnstocker kamen aus dem Tank und gingen in das vordere Cockpit. Alles Weitere wie Tacho, Spiegel, Blinker etc. habe ich teilweise nach Bildern modelliert oder eben so, wie es gerade passte 🙂 Ich habe zwar versucht alles so realistisch wie möglich nachzubauen, aber das ist teilweise einfach nicht möglich gewesen.
Fast vergessen: Den Helm habe ich auch anhand eines Fotos modelliert.
Verwandte Beiträge:
- Polo Motorradbekleidung: Test, Kollektion & Kaufberatung
- Motorrad Kostüm für Erwachsene: Die besten Outfits für Biker
- Angststreifen Motorrad entfernen: Tipps & Tricks
- Motorradgepäck sicher befestigen – Ultimative Tipps & Tricks für deine nächste Tour
- Radweg an die Ostsee: Die schönsten Routen & Tipps
Kommentar schreiben