Fox Fahrradhelm Fullface Test: Ein umfassender Überblick

Nachdem Fox recht spät auf den Zug der leichten und luftigen Enduro-Fullface-Helme aufgesprungen ist, hat der Fox Proframe mit seiner Ankunft direkt große Wellen geschlagen.

Fox Proframe: Leichtigkeit und Belüftung im Fokus

„RIDE. WIDE OPEN.“ so der Slogan, den Fox dem Proframe mitgegeben hat.

Das erste Mal in Action fällt der Fox Proframe mit seinem geringen Gewicht auf.

Trotz der Downhill-Zulassung und dem fest angebrachten Kinnbügel stellt sich das Gefühl eines Fullface Helmes nicht so richtig ein und ich spüre den Wind, ähnlich wie bei einer Halbschale, an den Ohren und durch das Haar sausen.

Ebenso stellt sich das Tragen einer Goggle als problemlos dar und so stand der Helm auf der lokalen Downhillstrecke des Wheels over Frankfurt e.V.

Auch die Passform ist durch die spitzen Anpassbarkeit und das leichte Gewicht unvergleichlich.

Er gibt mir ein sehr gutes Schutzgefühl - klar hoffe ich, dass es nie soweit kommen wird, dass der Helm zeigen muss, was er an Schutzwirkung bietet.

Das Vertrauen in den Helm ist aber definitiv vorhanden.

Anpassbarkeit und Komfort

Zum Helm werden Polster in verschiedenen Stärken geliefert, sodass der Helm an fast jede Kopfform angepasst werden kann.

Wie bereits erwähnt, lasst sich durch die mitgelieferten Polster der Helm wunderbar an unterschiedliche Kopfformen anpassen.

Ich trage den Helm in Größe Medium, genau die Größe die ich bei anderen Helmen auch wähle - die Größen der Helme fallen demnach „normal“ aus.

Design und Verfügbarkeit

Der Helm ist in einer erstaunlich großen Auswahl von 7 verschiedenen Farben erhältlich (derzeit leider nicht alle verfügbar): Moth Teal, Moth Black White, Moth White Black Red, Matte Black, Libra Blue Black, Libra Red Black, Libra Black White.

Vor- und Nachteile des Proframe

Fixierter Kinnschutz, der nicht demontierbar ist, aber extrem gut belüftet.

Auch eine Helmtasche wird mitgeliefert.

Wer durch-und-durch dem Downhill verschrieben ist, wird sich mit einem geschlosseneren Fullface Helm wohler fühlen.

Wer überwiegend bergauf unterwegs ist, wird vermutlich bei einer Halbschale bleiben.

Der nicht abzunehmende Kinnbügel ist für mich dabei eher ein Vorteil als ein Nachteil, da es einem gar nicht erst die Möglichkeit gibt den Kinnbügel abmontiert im Rucksack zu lassen.

Einsatzbereich des Proframe

Fox hat mit dem Rampage Pro Carbon und dem Proframe gleich zwei neue Highend-Vollvisierhelme rausgebracht.

Die neuen Fullface-Helme von Fox weisen viele Gemeinsamkeiten auf, unterscheiden sich jedoch in ihrem designierten Einsatzbereich klar von einander: Der Rampage Pro Carbon ist ein Downhill-Helm und der Proframe ein Fullface für den Einsatz bei Endurorennen.

Beide sollen natürlich in erster Linie schützen, aber auch gut sitzen, gut belüftet sein und leicht sein und in all diesen Bereichen keine Kompromisse eingehen.

Dabei liegt beim RPC die oberste Priorität auf maximalem Schutz.

Beim Proframe auf Belüftung und Leichtigkeit.

Der neue Proframe Fullface ist für Enduroeinsätze entwickelt worden.

Ich habe den Proframe zum ersten Mal beim Scott Enduro Rennen in Willingen ausprobiert.

Hier herrscht Fullface-Helm-Pflicht.

Bergauf ließ er sich angenehm tragen.

Auf den Abfahrten bin ich ebenfalls froh über den leichten Helm, besonders auf Sprintstücken, wo man viel treten muss.

Trotzdem finde ich den Schutz, den der Helm vermittelt mehr als ausreichend.

Auch bei einem Sturz, bei dem ich leider unsanft mit dem Kopf aufgeprallt bin, schützte der Helm sehr gut.

Da ist inzwischen ganz klar die Antwort: Fox Proframe!

Besonders auch für E-Mountainbiker, die auf dem Trail gerne Gas geben, ist der Proframe eine Überlegung wert.

Der Proframe sieht nicht nur gut aus, er bietet auch idealen Schutz auf Abfahrten.

Fox Rampage Pro Carbon: Maximaler Schutz für Downhill-Piloten

Der neue Rampage Pro Carbon von Fox richtet sich an die Downhill-Piloten.

Der RPC kommt in einem schönen glänzenden Design daher und macht optisch wirklich was her.

Der Helm kommt in einer robusten schwarzen Transporttasche, mit der man ihn unterwegs angenehm verstauen kann.

Der Helm hat eine tolle Passform und umschließt den Kopf indem er sich nach unten wieder verengt.

Insgesamt vermittelt der Helm mir ein enormes Sicherheitsgefühl durch die dicke und hochwertige Polsterung.

Wenn ich im Bikepark zum Downhill fahren bin, bin ich ganz klar beim Rampage Pro Carbon.

Ich fühle mich bestens geschützt und kann es richtig krachen lassen.

Technologien des Rampage Pro Carbon

Fluid Inside Technologie (Fi), bestehend aus innen eingesetzten blauen Pads, die mit Öl gefüllt sind.

Sie reduzieren die linearen Kräfte und Rotationskräfte.

Das Visier ist magnetisch angebracht, sodass es im Falle eines Sturzes abfliegt statt zu brechen.

Der Verschluss ist ein Doppel-D Verschluss.

Auffällig sind die vielen Belüftungsöffnungen, die alle mit Schutzblenden abgedeckt sind, sodass nichts reinfliegen kann.

Die Polster sind herausnehmbar.

Während der Fahrt fallen mir die Belüftungskanäle noch deutlicher auf.

Ich merke deutlich, wie die Luft durch den Helm strömt, statt darin zu stehen.

Dadurch bleibt es im Helm relativ kühl.

Auch der Sitz des Helms ist ideal.

Auch im gröbsten Gelände sitzt er wie angegossen.

Designmerkmale des Rampage Pro Carbon

Ohne die sonst üblichen Visierschrauben sieht der Helm auch besonders clean aus.

Positiv finde ich, dass das Visier sich nicht verstellen lässt, da es fest eingeklippt ist.

Somit kann es durch Schläge nicht ins Sichtfeld rutschen und bleibt immer an Ort und Stelle, ganz egal wie ruppig die Fahrt auch wird.

Rampage Pro Carbon vs. Proframe

Der Proframe unterscheidet sich enorm vom RPC.

Was als erstes auffällt: Er ist um einiges leichter.

Nur 750 Gramm!

Die Helmschale hinten sieht aus wie bei einem Halbschalenhelm und auch der Kinnbügel besteht nur aus Verstrebungen und großen Lüftungsöffnungen.

Einzig die dicken Wagenpolster lassen einen merken, dass man da mehr hat.

Der Kinnbügel ist nicht abnehmbar.

Dadurch hat man aber auch eine festere Verbindung zum Helm.

Auch aufgesetzt fühlt sich der Proframe kaum unangenehmer an als eine Halbschale.

Dadurch dass der Helm so leicht ist, hat man im direkten Vergleich zum massiveren Rampage Pro Carbon schon das Gefühl, etwas weniger geschützt zu sein.

Trotzdem hat der Proframe natürlich eine Downhill-Zertifizierung und ist dadurch auch international auf allen Endurorennen zugelassen.

Im Lieferumfang sind zwei weitere Ersatzpolster enthalten in verschiedenen Dicken, mit denen man sich den Helm persönlich anpassen kann.

Die zwei Helme sind sehr unterschiedlich und haben für mich klar abgegrenzte Einsatzzwecke.

Der neue Fox Rampage RS Fullface-Helm

Der neue Fox Rampage RS Fullface-Helm ist da - leichter, sicherer und stylischer soll er sein.

Bereits seit 2006 schützt der Fox Rampage-Helm die Köpfe von Mountainbikern und gehört zu einem der am meisten getragenen Fullface-Helme.

Jetzt kommt der neue Rampage RS Fullface-Helm mit Carbongehäuse auf den Markt, der schon seit Längerem auf den Köpfen von Tahnée Seagrave, Jackson Goldstone oder Nina Hoffmann im Downhill World Cup zu sehen war.

RS steht übrigens für „Race Spec“ und ist das Top-Modell der Rampage-Serie.

Der Rampage RS hat viele ähnliche Features - wie z. B. das MIPS Integra Split-System - mit dem V3 RS Carbon-Helm, den Fox bereits vor 2 Jahren für den Motocross-Einsatz vorgestellt hat und den wir schon länger im Einsatz haben.

Materialien und Schutz

Der neue Fox Rampage RS Helm ist ein Sandwich aus unzähligen Lagen.

Expanded Polystyrene (EPS), Expanded Polypropylene (EPP), Polycarbonate Schichten und das MIPS® Integra Split-System sollen vor allen erdenklichen Szenarien bei einem Sturz schützen und die auf den Helm einwirkenden Kräfte absorbieren.

Umgeben sind sie von einem Carbon-Außenschale, während der Helm im Inneren mit auswechselbaren Polstern für einen komfortablen Sitz ausgestattet ist.

Gewicht und Aerodynamik

Mit 1.070 Gramm ist der Helm ca. 250 Gramm leichter als sein Vorgänger und gehört damit zu den leichteren Helmen seiner Klasse.

Zudem soll er eine um 5 % verbesserte Aerodynamik besitzen - was vermutlich den wenigsten von uns auffallen wird ;).

Sicherheitsstandards und Features

Der neue FOX Rampage RS erfüllt selbstverständlich alle geltenden Sicherheitsnormen für MTB-Helme.

Das Visier lässt sich in zwei Positionen einstellen und im Lieferumfang ist eine anklippbare Verlängerung für regnerische Tage dabei.

Alle Polster - auch die des Verschluss-Straps - lassen sich herausnehmen und waschen.

Dazu werden sie einfach aus ihrer Halterung gelöst.

Als Verschlusssystem dient ein Doppel-D-Verschluss, den wir persönlich bevorzugen.

Größen und Verfügbarkeit

Verfügbar ist der neue Rampage RS in sechs Größen von XS bis XXL, wobei die Unterschiede zwischen zwei Größen relativ gering sind und wir im Zweifel zur größeren Version gegriffen haben.

Im Lieferumfang ist zudem ein zweiter Satz an Backenpolster erhalten, die etwas größer sind als die im Helm verbauten.

Solltet ihr also zwischen zwei Größen stehen, empfehlen wir euch die größere Version zu nehmen.

Verfügbar ist der Rampage RS allerdings nur in zwei Farbvarianten: Einer schwarzen Version, bei der das Sichtcarbon herausschimmert, oder einer dunkelgrünen Variante mit Neonstreifen, wie unser Test-Modell.

Passform und Komfort

Der neue Fox Rampage RS Full-Face-Helm punktet mit einer guten Passform - zumindest, wenn man zur richtigen Größe greift.

Im Test passte der Helm auf nahezu jeden Kopf im Office, er sitzt an der richtigen Stelle und drückt nicht.

Auch alle uns verfügbaren Goggles haben problemlos mit dem Helm gepasst und ausreichend Platz gehabt.

Die Backenpolster fallen auf der Haut etwas kratzig aus, sorgen aber dennoch für einen insgesamt angenehmen Tragekomfort.

Sie absorbieren Schweiß gut und trocknen schnell.

Belüftung und Akustik

Die Belüftung des Rampage RS ist gelungen, auch wenn es auf dem Markt noch besser durchlüftete Modelle gibt.

Auch die Akustik im Helm ist angenehm und Windgeräusche beim Fahren sind nicht störend.

Allerdings hallt die Carbon-Hülle recht laut, wenn man z. B. an einem Ast hängen bleibt.

Abgesehen davon ist der Helm leise und wir konnten bislang noch keine störenden Geräusche ausmachen.

Fazit zum Rampage RS

Der neue Fox Rampage RS überzeugt mit guter Passform, durchdachtem Schutzkonzept und praktischen Features, wie den wasch- und austauschbaren Polstern und dem zusätzlichen Visier.

Auf dem Trail bietet er eine solide Belüftung, ein hohes Komfortniveau und bleibt angenehm leise.

Fox Proframe RS im Detail

Fox ist wahrscheinlich eine der derzeit angesagtesten Bekleidungs- und Helm-Marken im Mountainbike-Bereich.

Der Proframe RS-Fullface Helm soll die Allzweckwaffe sein, die von Enduro-Trails bis hin zu Bikepark-Laps alles mitmachen kann.

Gewicht und Verstellsystem

Der Fox Proframe RS wird vom Hersteller zwar als leichter Fullface Helm vermarktet, ist allerdings mit 917 g in Größe L der schwerste Helm im Test - abgesehen vom Giro Insurgent DH-Helm.

Das Verstellsystem des Helms wurde zusammen mit BOA entwickelt und bietet einen großen Verstellbereich mit feiner Abstufung.

Die Größenanpassung erfolgt dabei über dünne Schnüre statt mit Plastik-Stegen, wie es sonst üblich ist.

Das Rädchen an der Hinterseite des Fullface Helms ist in die Schale integriert und gut erreichbar - auch mit Goggle auf dem Helm oder mit Handschuhen.

Selbst mit der schicken Integration kann man das Verstellsystem in vier Punkten in der Höhe einstellen.

MIPS Integra Split-Liner

Der MIPS Integras Split-Liner, der euren Kopf vor Rotationskräften schützen soll, wurde exklusiv für Fox entwickelt und ist in die Helmschale integriert, statt darauf aufgesetzt.

Zudem ist der Liner in der Mitte nochmal geteilt, wodurch er noch mehr Bewegung des Kopfes in der Helmschale zulässt.

FIDLOCK-Verschluss

Der FIDLOCK-Verschluss des Kinnriemens funktioniert magnetisch und kann somit auch problemlos mit einer Hand geöffnet und geschlossen werden.

Passform und Tragekomfort

Setzt man den Fox Proframe RS auf, merkt man, dass er recht groß ausfällt.

Größe L ist bei einem Kopfumfang von 61 cm gerade so passend.

Doch egal in welcher Größe, der Fullface Helm ist eher schmal und ziemlich lang geschnitten.

Man muss den Proframe RS recht eng zuschnallen, damit er gut sitzt, selbst dann ist bei einigen Testern immer noch viel Luft am Hinterkopf.

Der Proframe RS vermittelt zwar ein gutes Sicherheitsgefühl, aber nicht den höchsten Tragekomfort.

Man hat das Gefühl, dass der Kopf nur mit den Schnüren des Verstellsystems oder der blanken Schale verbunden ist - angenehme Polster sind hier Fehlanzeige.

Preis und Fazit zum Proframe RS

Der Fox Proframe RS bringt einen coolen Look mit und ist mit einem Preis von 320 € der günstigste Helm im Test - und das obwohl er mit High-Tech-Features ausgestattet ist.

Der Fullface Helm fällt recht groß aus und hat insgesamt nicht den besten Tragekomfort - es fühlt sich so an, als ob der Kopf direkt auf der Helmschale und dem Verstellmechanismus aufliegt.

Zusätzliche MTB-Helm Optionen

Neben den Fox Helmen gibt es auch andere Optionen auf dem Markt:

  • Klassische MTB-Helme: Leicht und gut belüftet, aber mit wenig Gesichtsschutz. Beispiel: Neatt Basalte Expert.
  • All-Mountain-Helme: Besserer Nackenschutz als klassische Helme. Beispiel: Poc Kortal.
  • Bowl-Helme: Geeignet für urbanen Bereich und Skateparks, mit verstärktem Schutz im hinteren Bereich. Beispiel: Fox Flight.
  • Full-Face-Helme (andere Marken): Umfassender Schutz für Kopf und Nacken. Beispiel: 100% Aircraft 2, Leatt Gravity 1.0.
  • Hybrid-Helme: Umrüstbar von All-Mountain- zu Integralhelm. Beispiel: Leatt 4.0 Enduro, Urge Gringo.

Sicherheitsstandards und Empfehlungen

Alle Helme, die in Europa verkauft werden, müssen den geltenden europäischen Sicherheitsnormen (CE EN 1078) entsprechen.

Einige Marken setzen sich dafür ein, eine Sicherheit weit über das erforderliche Maß hinaus zu bieten, wie z.B. die 360° Turbine-Technologie von Leatt oder die bekannte MIPS-Norm.

Es wird empfohlen, einen Helm zu tragen, der zu deiner Praxis passt und richtig sitzt, und ihn nach einem heftigen Stoß oder alle 3 bis 5 Jahre zu ersetzen.

Die Wahl des richtigen Helms

Die Konstruktion eines DH-Integralhelms ist immer ein Balance-Akt zwischen Sicherheit und Gewicht.

Ein sehr sicherer Helm wäre sehr voluminös und damit auch sehr schwer.

Er würde beim Sturz zwar gut schützen, durch das Gewicht aber die Halswirbelsäule übermäßig beanspruchen - vom Tragekomfort mal ganz abgesehen.

Daher gilt selbst für Motorradhelme: Je leichter desto besser.

Hier eine zusammenfassende Tabelle der getesteten Fox Helme:

Modell Einsatzbereich Gewicht (ca.) Besondere Merkmale
Proframe Enduro 750g Leicht, gut belüftet, Downhill-Zertifizierung
Rampage Pro Carbon Downhill 1250g Maximaler Schutz, Fluid Inside Technologie
Rampage RS Downhill, Enduro 1070g Leichter als Vorgänger, MIPS Integra Split System
Proframe RS Enduro, Bikepark 917g (Größe L) BOA Verstellsystem, MIPS Integra Split-Liner, FIDLOCK-Verschluss

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