Französische MotoGP-Fahrer: Eine Übersicht

Die MotoGP, die Königsklasse des Motorradsports, hat eine lange und traditionsreiche Geschichte. Bereits 1949 traten die Fahrer erstmals zu einer Weltmeisterschaft für Straßenmotorräder an. Seit dem Jahr 2002 bildet die MotoGP die Königsklasse des Motorradsports.

Der Große Preis von Frankreich, der seinen 25. Auftritt in Folge im Kalender feiert, ist ein besonderes Ereignis. Trotz der langjährigen Teilnahme französischer Fahrer gelang es bisher keinem, in der Königsklasse zu gewinnen, anders als ihren Vorgängern über viele Saisons hinweg.

Le Mans: Eine Ikone im Rennsport

Le Mans ist eine echte Ikone im Rennsport, weltberühmt durch die seit vielen Jahrzehnten hier ausgetragenen Veranstaltungen. Dazu trug auch der Film „Le Mans“ mit Steve McQueen bei. Als permanenter Zusatzkurs der 13,650 km langen Traditions-Rennstrecke Circuit des 24 Heures wurde 1965 der Circuit Bugatti eröffnet. Der Name wurde zu Ehren des Automobilkonstrukteurs Ettore Bugatti gewählt.

Streckencharakteristik des Circuit Bugatti

Mit einer Länge von 4,422 km gehört der Circuit Bugatti ins untere Mittelfeld der aktuellen MotoGP Strecken. Wie bei den meisten Kursen wird auch in Le Mans im Uhrzeigersinn gefahren. Der Circuit verfügt über 5 Links- und 9 Rechtskurven und ist 13 Meter breit. Die längste Gerade misst 675 Meter.

Den absoluten Rundenrekord hält seit 2018 der Franzose Johann Zarco mit 1:31.158 Minuten. Die bisher beste Rennrunde gelang Maverick Viñales im Jahr 2017 mit 1:32.309 Minuten.

MotoGP Boom in Frankreich

Mit über 206.000 Besuchern war Le Mans der europäische GP mit den höchsten Besucherzahlen in den Jahren 2018 und 2019. Nachdem Fabio Quartararo 2019 wie ein Komet in die MotoGP eingeschlagen hatte, war eine weitere Steigerung nicht überraschend. Insbesondere, weil in letzter Minute auch noch Johann Zarco nach seinem Debakel bei KTM für 2020 einen vielversprechenden Platz bei Reale Avintia fand.

2018 startete Zarco auf Tech 3 Yamaha von der Poleposition, stürzte allerdings im Rennen zum Entsetzen der französischen Fans. Ein Johann Zarco auf KTM auf Höhe von Ducati und Yamaha blieb allerdings ein Wunschtraum, welcher sich jedoch für 2020 mit Reale Avintia Ducati doch noch erfüllen könnte.

Vorteile und Nachteile in Le Mans

Die Stimmung (Ambiance) am MotoGP Wochenende ist wahrhaft genug. Die Strecke ist rundherum gut begehbar und sogar der Innenbereich ist vielerorts frei zugänglich. Verpflegungsstände und sanitäre Anlagen sind in ausreichender Zahl vorhanden. Die Qualität und das Angebot an Verpflegung ist überdurchschnittlich, zudem gehen die Preise absolut in Ordnung. Wer Zeit übrig hat, sollte sich die Altstadt von Le Mans anschauen.

Durch die hohe Popularität der MotoGP verlangen sämtliche nahe gelegenen Unterkünfte am Grand Prix Wochenende wahre Horrorpreise. Bei der Zufahrt braucht man sehr viel Geduld, selbst am Samstag schon sind die meisten Zufahrten zur Strecke meist restlos verstopft. Wer nahe der Strecke campieren möchte, darf keine hohen Ansprüche an Sauberkeit und Nachtruhe stellen.

Französische Erfolge in Le Mans

Fabio Quartararo nahm bereits drei Pole-Positions ein, 2015 in der Moto3-Weltmeisterschaft sowie 2020 und 2021 in der Königsklasse. Johann Zarco hält dank seiner zweiten Plätze sowohl 2017 als auch 2021 das beste Ergebnis für einen lokalen Fahrer in Le Mans in der MotoGP.

In anderen Klassen haben fünf französische Fahrer Grands Prix in Le Mans gewonnen, darunter:

  • Jean Auréal (125 ccm - 1969)
  • Guy Bertin (125 ccm - 1979)
  • Patrick Fernandez (350 ccm - 1979)
  • Mike Di Meglio (125 ccm - 2008)

Die drei GP-Sieger aus Frankreich vor Quartararo

Die Liste der Franzosen, welche vor Fabio Quartararo in ihrer Karriere einen GP-Sieg in der Königsklasse gewinnen konnten, ist überschaubar.

  1. Pierre Monneret (350 cm³ Klasse)
  2. Olivier Jacque (2005 beim Regenrennen von Shanghai in China)
  3. Johann Zarco (knapp verpasster Sieg 2017 beim Heimrennen in Le Mans)

Besucherzahlen und Rekorde

Le Mans bleibt das Mekka des Motorsports und das bestätigt sich auch in dieser Saison eindrucksvoll. Mit insgesamt 311.797 Fans an den Renntagen verzeichnet der Circuit Bugatti die höchste Besucherzahl, die je bei einem MotoGP-Wochenende gemessen wurde. Allein am Sonntag verfolgten 120.403 Zuschauer das Geschehen vor Ort.

Unfälle und Tragödien

Das prominenteste Opfer in Le Mans war der Schweizer GP-Pilot Michel Frutschi, welcher am 3. April 1983 auf dem Circuit Bugatti tödlich verunglückte. Bereits 5 Tage davor fand im freien Training der Japaner Iwao Ishikawa den Tod. Im Jahr 1966 fand zudem ein weiterer Todesfall im Rahmen des Rennens „Le Critérium de l’A.C.O.“ in Le Mans statt.

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