Sicher unterwegs: Fahrradsicherheitstipps für Frauen

Als Fahrradfahrer ist sicheres Radeln im Straßenverkehr immer mit Gefahren verbunden. Umso unverständlicher ist es, wie viele Radfahrer ohne jeglichen Schutz radeln - vom Zustand der Fahrräder einmal ganz abgesehen. Fahrradsicherheit sollte immer ganz oben stehen, bevor es knallt. Sicher radeln! Das Thema Fahrradsicherheit ist besonders im Herbst und Winter schlichtweg unerlässlich.

Die richtige Ausrüstung für mehr Sicherheit

Schwere Kopfverletzungen sind nach wie vor Unfallfolge Nummer 1 bei Fahrradunfällen. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern erfordert oft auch einen langen Heilungsprozess. Zudem werden Folgekosten von den Krankenkassen nicht getragen. Viele dieser Storys haben wir von unseren Kunden bereits gehört.

Vielleicht wäre dies alles mit dem Fahrrad-Airbag vermeidbar gewesen. Der Hövding Airbag schützt dich beim Unfall durch einen Airbag, der sich innerhalb von 0,1 Sekunden entfaltet. Dein Kopf sowie deine Halswirbelsäule werden sicher vor dem Aufprall geschützt. Wem dieser Look nicht gefällt oder den Anschaffungspreis nicht investieren möchte, kann sich natürlich auch einen normalen Helm kaufen.

Fahrradbeleuchtung und Klingel

Gutes Fahrradlicht ist heute keine dröge Dynamo betriebene Sache mehr. Moderne und langlebige Naben-Dynamos sorgen dafür, dass stets alle Lampen an sind, wenn es dunkel wird. Nabendynamos sind so gut wie wartungsfrei und können auch nachträglich in das Vorderrad eingespeicht werden, was jedoch meist genau so viel kostet, wie ein neues Laufrad mit bereits eingebautem Nabendynamo.

Klingelingeling! Dieses Geräusch ist immer seltener zu hören, da viele meinen, dass eine Fahrradklingel eh nichts nützt im lauten Großstadtgewühl. Pustekuchen! Es gibt sie noch, die gute alte scheppernde Fahrradklingel. Aus Metall, wie es sich gehört.

Sicherheitsbewusstes Verhalten im Straßenverkehr

Schon mal gehört die Worte? Mal ehrlich, was geht da in einigen Köpfen nur vor, wenn Radfahrer (Frauen wie Männer) bei Rot über Kreuzungen brettern, waghalsige Abbiegemanöver vollziehen oder fernab jeder Realitätswelt mit fetter Musik auf dem Ohr und einer Hand am Smartphone am Kotti den Verkehr kreuzen?

Leute, denkt doch mal etwas nach! Gehirn einschalten, wenn man sich beschwingt aufs Zweirad setzt. Nach hinten schauen, wenn man seine Fahrtrichtung ändern möchte & Handzeichen geben. Musik vom Ohr im Straßenverkehr. Handy in die Tasche und besser auf den Verkehr als auf den Chat konzentrieren. Keine hohlen Phrasen, simple Regeln für ein guten Miteinander im Straßenverkehr.

Planung und Vorbereitung für Solo-Touren

Allein zu reisen oder unterwegs zu sein, kann eine ganz besondere Erfahrung sein: Unabhängig, frei und den Gedanken nachhängend, lerne ich dabei nicht nur viel über mich selbst, sondern auch über meine Umwelt kennen. Die Vorzüge einer Solo-Tour mit dem Fahrrad liegen auf der Hand, denn mein Rad dient auf meinen Ausfahrten und Reisen nicht nur als bestes Fortbewegungsmittel, sondern schenkt mir auch die nötige Unabhängigkeit und Bewegung.

Ich nehme dich mit in meine Touren- und Reisevorbereitung, spreche über Ziele und Grenzen und die wichtigsten Dinge, die ich bei jeder Ausfahrt dabei habe! Einige Punkte bespreche ich daher etwas detaillierter und gebe Beispiele, wie es mir erging, andere wiederum sind kurz und knapp auf den Punkt gebracht.

Wie plane ich eine Solo-Tour mit Fahrrad? In die folgende Gliederung habe ich Fragen integriert, die mir helfen abzuwägen, wie ich eine Solo-Radtour oder Reise plane und durchführe. Was ich genau mache, darauf gehe ich in den einzelnen Abschnitten ein:

  • Zielsetzung: Setze dir ein Ziel!
  • Grenzen: Prüfe deine Grenzen!
  • Vorbereitung: Bereite dich vor & teste deine Ausrüstung!
  • Equipment: Finde heraus, was du wirklich brauchst!
  • Basics: Was du immer dabei haben solltest!
  • Übernachtung: Entscheide, wie du schlafen willst!
  • Fahrradsicherheit: Das Mini-Schloss immer dabei.
  • Planung und Informationen: Plane Reisen vorausschauend!
  • Fahre los!

Zielsetzung: Suche dir ein Ziel!

Die Vorstellung irgendwo allein unterwegs zu sein, fand ich früher recht befremdlich und sicherlich wäre ich nicht auf die Idee gekommen, eine Solo-Tour mit Fahrrad zu machen oder zu reisen. Aber warum eigentlich? Hast du dich auch schon mal gefragt, warum du selten oder nie allein mit dem Fahrrad raus fährst oder reist? Seien es fehlende Motivation dies zu tun, Unsicherheit im Umgang mit dem Fahrrad, Sorgen um die eigene Sicherheit oder ganz einfach der Wunsch nach Gesellschaft, Gründe gibt es einige.

Meistens hat eine Solo-Tour, die ich plane, ein bestimmtes Ziel, das örtlich, Personen oder Event bezogen sein kann. Es motiviert mich während der Tour sehr, mir solche Vorgaben zu geben. Wie schön das Radfahren sonst auch sein mag, nicht immer klappt alles wie geplant. Doch mit meinem Ziel vor Augen bin ich meist eher gewillt, weiter zu fahren, falls es mal nicht so gut läuft.

Sei es eine bestimmte Streckenlänge, die erste Übernachtung draußen allein oder das Erreichen eines bestimmten Ortes (in einer bestimmten Zeit) - du bestimmst, was du machen möchtest! Und zwar nur du!

Grenzen: Kenne deine Grenzen und teste sie!

Zu sagen, es gibt keine Grenzen, entspricht nicht so ganz der Realität. Und das ist auch nichts Schlechtes! Persönliche Grenzen helfen mir abzustecken, wie weit ich gehen möchte - sei es mit meinen körperlichen Fähigkeiten oder im mentalen und persönlichen Rahmen. Wie weit kann ich überhaupt fahren, bevor mein Körper erschöpft ist oder ich einfach keine Lust mehr habe? Traue ich mich allein nachts mit dem Rad durch den Wald zu fahren? Wie sicher fühle ich mich unterwegs auf dem Fahrrad? Wie weit entferne ich mich aus meiner Komfortzone?

Einige Grenzen müssen nicht starr sein und können sich verändern. Ab und zu mag ich es, meine persönlichen, körperlichen und mentalen Grenzen auf dem Fahrrad zu prüfen, kennenzulernen oder gar zu erweitern!

Vorbereitung: Bereite dich vor & teste deine Ausrüstung!

Einfach mit dem Fahrrad losfahren und herausfinden, was für dich funktioniert, ist für Tagesausfahrten eine ganz schöne Variante, denn zu viel Planen kann dich auch verrückt und unsicher machen. Andererseits sorgt ein wenig Vorbereitung bei längeren Touren oder Reisen auch dafür, dass es dann währenddessen alles etwas entspannter abläuft. Das Thema richtige Vorbereitung kann also sehr individuell ablaufen. Wie bereits im Abschnitt Zielsetzung formuliert, gehöre ich eher zur Fraktion: Ausführlich planen. Ich informiere mich einfach gern vorher und prüfe, was mich erwarten kann auf meiner Strecke. Dadurch erhalte ich ein gewisses Gefühl von Planungssicherheit und Stressfreiheit.

Für mich inkludiert das… die Wahl des passenden Fahrrads (inkl. Teile, also passende Reifen, Übersetzung, Sattel usw.), das Planen einer Route (obwohl selbst das optional sein kann, aber zur besseren Orientierung und Zeiteinschätzung beiträgt), zu entscheiden, wie ich navigiere (Smartphone, Navigationsgerät, Papierkarte, Schilder)? Herausfinden, wie ich anreise, falls ich nicht von zu Hause losfahre (Bahn, Fähre, Flieger). die Entscheidung, wo und wie ich essen will (Kocher, Imbiss, Restaurant, Supermarkt?).die Suche nach Verpflegungspunkten (und gegebenenfalls Übernachtungsorten).das Packen der passenden Ausrüstung.das eigene Fahrrad zu kennen und z.B. einen Platten flicken zu können.regionale Besonderheiten zu prüfen.Notfallkontakte und Versicherung (besonders bei Auslandreisen) parat haben.

Equipment: Finde heraus, was du wirklich brauchst!

Die Frage der Ausrüstung ist eine ganz individuelle und definitiv abhängig von der Reiseregion und Infrastruktur: Für eine Tagestour brauche ich nicht viel mehr als mein Fahrrad, Getränke, Snacks und vielleicht ein Repair-Kit, eine Pumpe und Werkzeug. Für eine Radreise darf es etwas mehr sein: Je nach Ort und Art der Tour kann die Ausrüstung stark variieren.

Fahrrad vor Diebstahl schützen

Eine schlimme Situation, die aber leider häufig vorkommt: Man lässt sein Fahrrad nur kurz stehen und bei der Rückkehr ist es gestohlen. Doch das muss nicht sein. Wir geben zehn Tipps, wie man das Fahrrad bestmöglich absichern kann.

  1. Das Rad nicht an einem Ort abstellen, an dem es in Ruhe geknackt werden kann.
  2. Lieber etwas mehr Geld in ein gutes Schloss investieren. Es gibt einen Richtwert: Zehn Prozent des Fahrradpreises solle das Schloss kosten. Ein gutes Schloss hat einfach auch abschreckende Wirkung, denn es kann eben bedeuten, dass sich die Dieb:innen ein leichteres Opfer suchen.
  3. Am besten zwei unterschiedliche Schlösser zu verwenden.
  4. Wer mehrere Räder sein Eigen nennt, sollte auf gleichschließende Schlösser setzen.
  5. Das Rad nicht in einer dunklen Gasse abstellen, wo sich die Diebe in aller Ruhe mit dem Rad zu befassen können.
  6. Das Fahrrad immer an einen festen Gegenstand anschließen, so dass es nicht einfach weggetragen werden kann.
  7. Individualisierung des Rades erleichtert die Wiedererkennung und eine gute Schließung.
  8. Nicht alles preisgeben.
  9. Den Hilferuf des Beklauten noch nicht gehört?
  10. Fotos vom Rad helfen innen an ihre Versicherung.

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