Sommerliche Damenmode und Fahrradfahren müssen einander nicht ausschließen und sind nicht per se mit unerwünschten Einblicken verbunden, wenn man ein paar Tipps beachtet. Doch so gut Sommer, Kleider und Röcke sowie Sommer und Radfahren miteinander einhergehen, so schwierig gestaltet es sich, beides zu vereinen und unter einen Hut zu bringen. Denn mit dem schnellen Fahren oder einer Windböe droht eines: der Marilyn-Monroe-Effekt!
Praktische Tipps für das Radfahren mit Rock
Hier sind einige Tipps, wie man peinliche "Höschenblitzer" beim Radfahren im Sommer vermeiden kann:
- Ein eleganter Aufstieg auf ein Herren- oder Rennrad im Minirock? Das ist schon ein Widerspruch in sich. Da erscheint der tiefe Einstieg bei einem Damenrad doch direkt sehr viel rockfreundlicher.
- So ein leicht transparenter Spitzenstring ist zwar schön, verrutscht beim Fahrradfahren aber gerne mal und entblößt so einiges, was man lieber für sich behalten würde.
- Wer nicht ohne Tanga fahren will oder auch den kleinsten Blitzer vermeiden möchte, der kann einfach eine kurze Sporthose oder Leggings unter den Rock ziehen. Ein weiterer Vorteil: Die Oberschenkel werden beim Radfahren geschont.
- Ein sehr kurzer, sehr steifer Rock ist vielleicht nicht die allerbeste Idee auf dem Rad. Aber auch bei Maxiröcken sollte man vorsichtig sein, damit sie sich nicht in den Speichen oder in der Kette verfangen. Optimal geeignet sind Skorts (zusammengesetzt aus Shorts und Skirt), die moderne Variante des Hosenrocks. Noch besser sind Tennis- oder Sportröcke aus dem Sportgeschäft.
- Ein weiterer häufiger Punkt im Straßenverkehr: Ein heikles Bremsmanöver, man muss schnell vom Sattel steigen und in diesem Trubel rutscht der Rock hoch. So oder so ähnlich sollte es sich bestenfalls nicht abspielen. Durch richtige Abstände und umsichtiges Fahren könnt ihr ein solches abruptes Absteigen in der knappen Sommermode vermeiden.
- Ihr liebt euer Rennrad oder besitzt nur ein Herrenfahrrad? Es muss schnell gehen und die Radlerhose ist gerade nicht zur Hand? Alles kein Problem, es gibt noch einen Trick, wie ungewollte Einblicke beim Radeln verhindert werden können. Bei Röcken mit einer mittleren Länge kann man sich einfach auf den vorderen Stoff setzen. So ist außer dem Sattel zwischen den Beinen nichts zu sehen. Für kürzere Modelle kann man ganz leicht eine Haarspange zur Hilfe nehmen. Am besten solltet ihr immer ein paar kleine und dezente Modelle in eurer Handtasche haben. Mit einer Haarspange lässt sich der Rock für die Dauer der Fahrt mit nur wenigen Handgriffen zusammenklemmen. Vielleicht strahlt diese Konstruktion nicht ganz so viel Eleganz aus, wie es mit dem weiblichen Outfit ursprünglich gedacht war, aber ein paar flippige Accessoires können davon schnell ablenken.
Der "Penny in Your Pants"-Trick
Mit einer 2 Euro-Münze und einem Haargummi können Sie Ihren Rock oder das Kleid fahrradsicher machen. Halten Sie die Münze zwischen den Beinen von hinten an den Rock und drücken Sie sie nach vorne. Nun wickeln Sie den Haargummi von vorne herum. Auf diese Weise entsteht eine Art temporäre Haremshose. Der „Penny in Your-Pants“-Trick eignet sich für alle Längen - von Mini bis Maxi.
Weitere Tricks und Hilfsmittel
- Stoff zu Knoten binden: Sind Haargummi und Münze nicht parat und tragen Sie gerne ein langes Kleid, so können Sie sich dieses vor den Knien zu einem Knoten binden. Diese Technik hat zwei Vorteile: Der Stoff kann nicht in die Speichen gelangen und die Sicht auf die Unterwäsche wird verwehrt. Am Ziel muss der Knoten dann nur noch geöffnet werden.
- Leggins oder Radhose unterziehen: Wer keine Lust auf die Knoterei hat, kann für die Fahrt eine Leggings oder Radhose unter den Rock anziehen. Am Zielort wird das überflüssige Teilchen einfach ausgezogen - fertig! Auch möglich: eine Badeshorts bzw. ein Badehöschen mit Beinen.
- Kettenschutz: Besorgt euch einen guten Kettenschutz. Gerät das Kleid einmal in den Sog der Kette, sind Flecken und Risse beinahe schon garantiert.
Gesellschaftliche Aspekte und Risikoverteilung
Woher rührt der unvernünftige Widerwille gegen den Helm? Zum einen aus eben diesen Situationen: Wenn es in meinem Radlerleben heikel wurde, dann waren immer Autofahrer die Risikoauslöser. Sie fuhren zu dicht auf, zu nah vorbei, sie ignorierten mich beim Abbiegen oder hupten mich an, so dass ich vor Schreck Schlangenlinien fuhr. Und als Konsequenz soll nun ich etwas ändern? Das ist absurd.
Es ist dasselbe wie die Aufforderung an Frauen, keinen Minirock anzuziehen, wenn sie nicht begrabscht werden wollen. Es überantwortet die Risikominimierung den potenziellen Opfern, während das inakzeptable Tun der Täter ungestraft bleibt. Warum nicht angesichts der vielen Fahrradunfälle Auffrischungsseminare über Verkehrsregeln für Autofahrer diskutieren?
Und so wabert unter den heftigen Reaktionen auf Helmpflichtvorschläge womöglich auch eine allgemeine Unzufriedenheit mit der Risikoverteilung in diesem Land herum. Die Ordnungswidrigkeit von Lieschen Klein wird gnadenlos verfolgt, das Großstrafverfahren gegen die Gangster AG platzt aus Termingründen.
Eine Helmpflicht wäre ein weiteres quälendes Quäntchen an staatlicher Bevormundung aus dieser Güteklasse - vor allem, wenn man sich anschaut, wie sehr sich der Staat um mögliche Gesundheitsrisiken von Alkoholkonsum schert. Wollte er gegen das weit verbreitete Trinken vorgehen, hätte er Ärger mit einer Industrie, die um Einnahmen fürchtet, schreibt er Fahrradhelme vor, klingeln Kassen.
Allerdings: Die Gurtpflicht führte zum Rückgang von Verletzungen bei Unfällen. Es ist schließlich nicht völlig ausgeschlossen, wenn auch eine unschöne Vorstellung, dass der heutige Widerwille gegen die Helmpflichtidee nicht mehr ist als Mitte der 1970er Jahre der Widerstand gegen die Anschnallgurte: eine letztlich alberne Veränderungsunwilligkeit vornehmlich älterer Semester aus der überheblichen Annahme heraus, dass sie schon am Besten wissen, was richtig ist und was nicht. Auch der Anschnallgurt schützte ja vor allem diejenigen, die ihn anlegten, und auch die fanden damals, ihr Schutz sei ihre Sache.
| Problem | Maßnahme | Kritik |
|---|---|---|
| Fahrradunfälle | Diskussion über Helmpflicht | Übertragung der Risikominimierung auf die Opfer |
| Verkehrsverstöße | Strenge Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten | Nachlässigkeit bei der Verfolgung von Großstraftaten |
| Gesundheitsrisiken | Fahrradhelmpflicht | Wenig Engagement gegen Alkoholmissbrauch |
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