Führerschein Auto und Motorrad Zusammen Kosten: Ein Umfassender Überblick

Wer sich im Straßenverkehr bewegen möchte, kann eine Fahrerlaubnis in zahlreichen Führerscheinklassen erwerben. Um einen PKW - auch in Kombination mit einem Anhänger - fahren zu dürfen, benötigen Sie einen Führerschein der Klasse B. Eine Fahrerlaubnis der Klasse C berechtigt Sie zum Führen eines LKW. Um einen Bus zu fahren, benötigen Sie einen Führerschein der Klasse D.

Egal, ob fabrikneues Fahrzeug, Classic Car, Youngtimer oder Oldtimer: Möchten Sie ein Auto im Straßenverkehr bewegen, benötigen Sie die entsprechende Fahrerlaubnis. Möchten Sie eine Fahrerlaubnis erwerben, setzen sich die Kosten aus unterschiedlichen Elementen zusammen.

Kosten für den Autoführerschein (Klasse B)

Rechnen Sie all diese Positionen zusammen, liegen die Gesamtkosten für eine Fahrerlaubnis der Klasse B bei rund 2.500 bis 4.500 Euro. Der ADAC hat beispielhaft Modellrechnungen für einen aktuellen Führerschein Klasse B vorgenommen. So setzen sich die Kosten im Detail zusammen:

  • Grundgebühr der Fahrschule: Anmeldung und theoretischer Unterricht: 350 bis 565 Euro
  • Lernmaterialien: Bücher, Online-Medien, Apps: 88 bis 119 Euro
  • Fahrstunden:
    • Übungsfahrten (45 Minuten): 55 bis 77 Euro pro Stunde
    • Sonderfahrten (Autobahn, Überland, Nacht): 60 bis 95 Euro pro Fahrt
  • Prüfungsgebühren:
    • Vorstellung zur theoretischen Prüfung: 60 bis 137 Euro
    • Theoretische Prüfung: 25 Euro
    • Vorstellung zur praktischen Prüfung: 160 bis 289 Euro
    • Praktische Prüfung: 130 Euro
  • Weitere Kosten:
    • Sehtest: 6 bis 10 Euro
    • Erste-Hilfe-Kurs: 50 bis 55 Euro
    • Passbilder: 5 bis 15 Euro
    • Führerscheinantrag bei der Behörde: 38 bis 70 Euro

Zusätzliche Kostenfaktoren beim Autoführerschein

Zwölf Sonderfahrten: Als Fahrschüler absolvieren Sie mindestens vier Autobahnfahrten, drei Nachtfahrten und fünf Überlandfahrten, jeweils à 45 Minuten. Neben den Sonderfahrten brauchen Sie Übungsstunden, die Sie im alltäglichen Straßenverkehr absolvieren. Die Anzahl hängt von Ihrer Lerngeschwindigkeit ab und macht einen großen Teil der Gesamtkosten aus. Für die Vorstellung zur Prüfung bei TÜV oder Dekra fallen Gebühren an. Sie müssen einen Sehtest nachweisen, der nicht älter als zwei Jahre ist.

Kosten für den Motorradführerschein (Klasse A, A1, A2, AM)

Die Kosten für den Motorradführerschein variieren von Fahrschüler zu Fahrschüler. Vor allem die Anzahl der praktischen Fahrstunden wirkt sich auf die Höhe der Führerscheinkosten aus.

Die Kosten für den Motorradführerschein Klasse A liegen je nach Region und Fahrschule zwischen 1.500 und 3.500 Euro. Der A2-Führerschein, mit dem du Motorräder bis 35 kW (48 PS) fahren darfst, kostet je nach Fahrschule und Region zwischen 1.200 und 2.500 Euro. Die größten Kostenpunkte sind die Grundgebühr für die Fahrschule (rund 400 bis 600 Euro), Fahrstunden (65 bis 80 Euro pro Einheit) sowie vorgeschriebene Sonderfahrten (12x70 bis 90 Euro). Der A1-Führerschein (Kosten 1.000 bis 2.000 Euro).

Hier eine Übersicht über die ungefähren Kosten verschiedener Motorradführerscheinklassen:

  • Mofa-Prüfbescheinigung - Kosten: ca.
  • Führerscheinklasse AM - Kosten: mind.
  • Führerscheinklasse A1 - Kosten: ca.
  • Führerscheinklasse A2 - Kosten: ca.
  • Führerscheinklasse A - Kosten: ca.

Beispielrechnung für einen Motorradführerschein:

  • Feste Kosten (z. B. Fahrschule inkl. Lernmaterial): ca.
  • Übungsfahrten (z. B.
  • Theorieprüfung (z. B.
  • Gesamt: ca.

Die Kosten variieren je nach Gemeinde, Fahrschule und Anzahl der Übungsfahrten.

Zusätzliche Informationen zum Motorradführerschein

Für den Erwerb der „Klasse A“ musst Du mind. 24 Jahre alt sein oder bereits 2 Jahre lang einen Führerschein besitzen. In diesem Fall kannst Du nach zwei Jahren oder nach Vollendung des 24. Lebensjahres die Fahrerlaubnis erweitern. Wenn Du schon mit 16 die Fahrerlaubnis A1 erworben hast, kannst Du beim späteren Autoführerschein immerhin sechs der vorgeschriebenen zwölf Doppelstunden Theoriegrundausbildung einsparen. Gut zu wissen: Für Fahranfänger und Wiedereinsteiger ist zu Beginn der Saison ein freiwilliges Fahrsicherheitstraining für etwa 100 Euro sinnvoll. Dabei lernen Sie, Ihr Zweirad noch besser zu kontrollieren und in Gefahrensituationen richtig zu reagieren.

Kombi-Ausbildung: Auto- und Motorradführerschein zusammen machen

Werden Auto- und Motorradführerschein im direkten zeitlichen Zusammenhang erworben, ergibt sich daraus grundsätzlich immer eine Kostenersparnis. Der Umfang ist abhängig von verschiedenen Faktoren wie Alter, bereits vorhandenem Führerschein oder angestrebter Fahrzeugklasse des Motorrads. Wer den Motorradführerschein gleich zusammen mit dem Autoführerschein macht, kann viel Geld sparen.

Wenn beide Fahrerlaubnisse gleichzeitig absolviert werden, lässt sich während des Führerscheinerwerbs an einigen Stellen sparen. Wenn Du also den Autoführerschein zwei Jahre vor dem Motorradführerschein erwerben möchtest, belaufen sich die Gesamtkosten auf 3.744,25 Euro. Der Kombipreis hingegen beträgt in unserem Beispiel lediglich 3.318,36 Euro. In diesem Beispiel sind die Grundgebühren und die Prüfungsgebühren der Fahrschule für alle Klassen gleich. Das Preisgefüge variiert jedoch von Anbieter zu Anbieter.

Es ist zu erwarten, dass die Fahrschulen ihre Preise entsprechend anpassen werden. Du kannst die Ausbildung schon vor dem Erreichen des Mindestalters beginnen und sogar die Prüfungen schon vorher ablegen. Das heißt pünktlich zum Geburtstag hast Du Deinen Motorrad- und den Auto-Führerschein zusammen in der Hand. Klasse, oder? Du kannst verschiedene Motorrad-Klassen mit dem Auto-Führerschein kombinieren, zum Beispiel A1 + Begleitetes Fahren ab 17 oder A2 + B. Die Kombi zahlt sich aus.

Wie man Kosten beim Führerscheinerwerb sparen kann

Grundsätzlich bestimmt jede Fahrschule Ihre Preise selbst und ist nicht an eine Gebührenordnung gebunden. Deshalb lohnt es sich, mehrere Angebote verschiedener Fahrschulen einzuholen und die Preise miteinander zu vergleichen. Eine Tendenz ist im direkten Vergleich der Bundesländer erkennbar: die Fahrschulen in Brandenburg und Sachsen-Anhalt sind vergleichsweise günstig, während Du in Baden-Württemberg oder Bayern weitaus mehr bezahlst.

Übungsstunden treiben die Führerscheinkosten besonders stark in die Höhe - besonders, wenn Sie mehr Übung brauchen, um sich im Straßenverkehr sicher zu fühlen. Statt viele Übungsstunden über Ihre Fahrschule zu buchen, können Sie einen Verkehrsübungsplatz besuchen. Dieser bietet Ihnen die Möglichkeit, in einem sicheren Rahmen zu üben.

Wer durch die Prüfung fällt - egal, ob theoretisch oder praktisch - zahlt für den Führerschein weitere Kosten. Diese fallen einerseits für weitere Fahrstunden und andererseits für erneute Prüfungsgebühren an. Melden Sie sich am besten erst zur Theorie- oder Praxisprüfung an, wenn Sie genügend Zeit für eine optimale Vorbereitung hatten.

Hier kommen fünf Tipps bei der Suche nach der richtigen Fahrschule:

  • Vergleiche die Preise: Setze nicht auf den günstigsten Anbieter - eine gute Ausbildung kann dir Fahrstunden und Prüfungswiederholungen ersparen.
  • Nutze Empfehlungen: Lese Online-Bewertungen und Erfahrungsberichte. Persönliche Empfehlungen von Freunden oder Familie sind am wertvollsten.
  • Absolviere Probeunterricht: Vereinbare ein Beratungsgespräch, um Fahrlehrer und Lernumfeld kennenzulernen. Erkundige dich bei Fahrschülern nach der Lernumgebung.
  • Prüfe die Flexibilität: Frage nach, ob Fahrstunden auch abends oder am Wochenende möglich sind. Eine Fahrschule mit mehreren Fahrlehrern bietet die Möglichkeit zu wechseln, falls die Chemie nicht stimmt.
  • Berücksichtige die Erreichbarkeit: Eine Fahrschule in der Nähe erspart dir Zeit und Fahrtkosten.

Weitere wichtige Informationen

Grundsätzlich sind Sie dazu verpflichtet, den Führerschein an Ihrem Hauptwohnsitz zu absolvieren. Sie können sich von der Führerscheinstelle Ihrer Stadt oder dem zuständigen Straßenverkehrsamt aber eine Genehmigung ausstellen lassen. Sie erlaubt es Ihnen, die Fahrerlaubnis beispielsweise an einer Ferienfahrschule zu absolvieren. Die Fahrschule am Zweitwohnsitz oder einem Ferienort ist nur mit Zustimmung der Fahrerlaubnisbehörde am ersten Wohnsitz zulässig. Hier muss der Antrag zwingend gestellt werden - die Entscheidung liegt im Ermessen der Behörde. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die Übungsumgebung und die Bedingungen am Wohnort sich nicht gänzlich unterscheiden.

Die Ausstattung einer Fahrschule kann stark variieren. Während einige auf prestigeträchtige Fahrschulautos wie einen fabrikneuen Mercedes setzen, lernen Sie das Autofahren in anderen Fahrschulen in einem älteren VW. Idealerweise vertrauen Fahrschüler auf die Einschätzung ihres Fahrlehrers.

Egal, ob Fahranfänger oder alter Hase: Manchmal lassen sich Missgeschicke und Unfälle im Straßenverkehr nicht vermeiden. Fahren Sie beim Ausparken gegen einen Baum oder stoßen Sie mit einem anderen Fahrzeug zusammen, entstehen schnell Blechschäden.

Kosten für unterschiedliche Führerscheinklassen im Überblick:
Führerscheinklasse Erlaubte Fahrzeuge Kosten (ca.)
Klasse B Pkw bis max. 3,5 t, max. 8 Sitzplätze 2.400-4.400 €
Klasse BE Pkw mit Anhänger über 750 kg (max. 3,5 t) 500-1.500 €
B96 Erweiterung Pkw mit Anhänger: Gesamtmasse zwischen 3.500 kg und 4.250 kg 300-500 €
Klasse A Motorräder ohne Leistungsbeschränkung 1.500-3.500 €
Klasse A2 Motorräder bis 35 kW 1.200-2.500 €
Klasse A1 Leichtkrafträder bis 125 cm³ 1.000-2.000 €
Klasse AM Kleinkrafträder bis 50 cm³ 500-1.200 €
Klasse C Lkw über 3,5 t (ohne Anhänger) 2.500-5.000 €

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