Viele Fahrer hält das von der Nutzung eines Motor-Zweirads ab, da sie mit einer Geschwindigkeit unter 50 KM/H, die in Städten üblich ist, als Verkehrshindernis wahrgenommen werden. Sie haben die Angst, von Autos riskant überholt zu werden. In der Praxis wird zwischen 50 und 60 KM/H in den Städten gefahren.
Anders als im Auto ist der Einfluss der Elemente auf den Fahrer direkt spürbar. Motorrad fahren bedeutet Freiheit. Die Beschleunigungswerte sind höher, der Kontakt zur Natur ist direkter und selbst lange Touren sind bei schönem Wetter ein echtes Erlebnis. Kein Wunder, dass die Anzahl der Krafträder in den letzten Jahren in Deutschland immer weiter gestiegen ist.
Es gibt in Deutschland derzeit 4 Führerscheinklassen und die Mofa-Prüfbescheinigung, die zum Führen von motorisierten Krafträdern berechtigen. Grundsätzlich gilt: Je leistungsstärker das Kraftrad ist, desto höher ist auch das Mindestalter zum Erwerb des Führerscheins.
Die verschiedenen Motorradführerscheinklassen
Bevor Sie sich über die Kosten des Motorradführerscheins Gedanken machen, stellt sich die Frage, welche Art des Führerscheins Sie benötigen.
- Mofa-Fahrerlaubnis: Sie sind mit der Prüfbescheinigung dazu berechtigt, Kleinkrafträder und Fahrräder mit Hilfsmotor mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h und einem Hubraum von bis zu 50 ccm zu fahren.
- Klasse AM: Max. 45 km/h, nicht mehr als 50 cm³ Hubraum, max. 4 kW Leistung bei Elektrofahrzeugen.
- Klasse A1: Max. 125 cm³ Hubraum, max. 11 kW Leistung.
- Klasse A2: Max. 35 kW Leistung, Drosselung von Krafträdern mit max. 70 kW Leistung möglich.
- Klasse A: Ohne Leistungsbegrenzung.
Die Führerscheinklasse A teilt sich auf 3 verschiedene Klassen auf, die sich an der Leistung des Kraftrads orientieren. Ein Aufstieg in die nächsthöhere Klasse ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich.
- Führerschein A1 auf A2 erweitern: Wenn Sie den Führerschein der Klasse A1 2 Jahre lang besitzen, dürfen Sie eine verkürzte praktische Prüfung mit einer Dauer von ca. 40 Minuten machen, um die Berechtigung für die Klasse A2 zu erhalten.
- Führerschein A2 auf A erweitern: Nachdem Sie 2 Jahre lang im Besitz der Erlaubnis A2 sind, dürfen Sie eine praktische Prüfung ablegen und bei Bestehen in die Klasse A wechseln. Gegebenenfalls sind vorher Fahrstunden notwendig, vorgeschrieben sind sie nicht.
In Deutschland gibt es eine Sonderregelung für das Fahren von Motorrädern der Klasse A1. Wenn Sie mindestens 25 Jahre alt sind und seit mindestens 5 Jahren den Führerschein besitzen, können Sie Ihren Führerschein der Klasse B um die Schlüsselzahl 196 erweitern. Diese ermöglicht das Fahren von Leichtkrafträdern. Notwendig ist dafür eine Fahrerschulung mit mindestens 9 Unterrichtseinheiten mit je 90 Minuten, von denen 4 theoretisch und 5 praktisch sein müssen.
Mit der Verordnung darf man mit der Fahrerlaubnis der Klasse B (Autoführerschein) auch Leichtkrafträder der Klasse A1 (125er bis 11 KW) fahren. Man muss nicht die Ausbildung für die Klasse A1 vollständig durchlaufen. Es ist jedoch notwendig eine Fahrerschulung von neun Unterrichtseinheiten zu je 90 Minuten zu absolvieren.
Der Zeitaufwand liegt bei mindestens 13,5 Zeitstunden (9 Unterrichtseinheiten zu je 90 Minuten). Die Übungen können sowohl außerhalb des öffentlichen Straßenraums als auch auf öffentlichen Straßen durchgeführt werden. Das Schulungsfahrzeug ist ein Motorrad. Ich muss dem Fahrlehrer beweisen, dass ich zum Führen von Krafträdern der Klasse A1 fähig bin. Die Kosten für diese Schulung liegen bei ca. 600 Euro. Der Fahrlehrer entscheidet, wann der Schüler geeinet ist für das Fahren von Fahrzeugen der Klasse A1.
Die Berechtigung, Krafträder der Klasse A1 zu führen, wird durch die Eintragung einer Schlüsselzahl in den Führerschein dokumentiert. Schritt 4: Zur Führerscheinstelle gehen und Schlüsselnummer 196 in den Führerschein eintragen lassen.
Da im Führerschein die Schlüsselzahl 196 bei der Klasse B angefügt wird, scheint das Fahren von Leichtkrafträdern der Klasse A1 im Ausland nicht möglich zu sein. 11 KW reichen für circa 120 KM/H Höchstgeschwindigkeit.
Motorräder zählen entweder zu Klasse A2 oder A und dürfen dementsprechend nicht mit einem Autoführerschein gefahren werden. Stattdessen müssen Sie eine gesonderte Ausbildung an der Fahrschule abschließen. Einige Voraussetzungen, die Sie dafür erfüllen müssen, gelten jedoch auch für die Klasse B.
- Biometrisches Passbild
- Sehtest beim Optiker
- Erste-Hilfe-Kurs „Lebensrettende Sofortmaßnahmen am Unfallort“
Wenn Sie bereits einen Pkw-Führerschein besitzen, können Sie sich diese Maßnahmen im zweiten Durchlauf sparen. Haben Sie einmal einen Erste-Hilfe-Kurs besucht, bleibt die Bescheinigung lebenslang gültig. Hierbei müssen Sie mit keinen zusätzlichen Kosten für Ihren Motorradführerschein rechnen.
Für den Motorradführerschein gibt es keinen Pauschalbetrag, was die Kosten betrifft. Denn jede Fahrschule erhebt andere Gebühren.
- Verwaltungsarbeiten und Theoriestunden
- Lernmaterial Theorieunterricht
Für den Motorradführerschein kommen weiterhin Kosten für die praktischen Übungsstunden mit dem Fahrlehrer dazu.
Die Preise hängen ebenfalls vom persönlichen Lernfortschritt ebenso wie von den individuellen Tarifen der Fahrschule ab. Die abschließenden Prüfungen absolvieren Sie bei einer zertifizierten TÜV- oder DEKRA-Prüfstelle. In der Regel meldet Ihre Fahrschule dort einen Termin für Sie an und rechnet die Kosten direkt mit der Prüfstelle ab. Dieser Service schlägt allerdings mit einer weiteren Gebühr zu Buche.
Kostenübersicht
Pauschal lässt sich die Frage schwer beantworten, die Kosten sind unter anderem abhängig von der Führerscheinklasse und dem Können des Fahrschülers. Je weniger Übungsstunden Sie benötigen, desto günstiger ist auch der Erwerb des Führerscheins.
Die Führerschein-Kosten haben wir Ihnen in einer Tabelle zusammengefasst.
| Führerscheinklasse | Kosten |
|---|---|
| Mofa-Prüfbescheinigung | ca. 100 - 150 € |
| Führerscheinklasse AM | mind. 500 - 800 € |
| Führerscheinklasse A1 | ca. 1.000 - 3.000 € |
| Führerscheinklasse A2 | ca. 1.600 - 3.000 € |
| Führerscheinklasse A | ca. 1.600 - 3.000 € |
Sparmöglichkeiten
Haben Sie bereits einen Pkw-Führerschein und möchten noch den Motorradführerschein machen, können Sie einen Teil der Kosten sparen. Die theoretische Ausbildung ist für beide Führerscheine ähnlich. Bei den Übungsstunden können Sie einiges einsparen, wenn Sie schon längere Zeit im Straßenverkehr unterwegs sind. Um die zwölf Sonderfahrten auf Landstraßen, auf der Autobahn und bei Nacht kommen Sie jedoch nicht herum.
Verwandte Beiträge:
- Mopedführerschein: Ab wann und wie? Altersgrenze & Ablauf
- E-Roller 25 km/h ohne Führerschein: Zulassung, Versicherung & Regeln
- Führerschein ab 16 Moped: Kosten, Regeln & Voraussetzungen
- Motorradführerschein Kosten: Preisübersicht & Tipps zur Führerscheinausbildung
- Radtouren Bremen Umgebung: Die schönsten Routen & Ausflugsziele
- Die ultimative Kleidung fürs Mountainbiken: So bist du perfekt ausgestattet!
Kommentar schreiben