Fahrradschaltungen: Ein umfassender Überblick für Radfahrer

Hier findest Du einen Überblick über die wichtigsten Technologien & Bauteile rund um die Schaltung am MTB, Rennrad & Alltagsfahrrad. Gerade bei Fahrradschaltungen finden sich Unmengen an technischen Begriffen und Marketing-Bezeichnungen, die nicht immer selbsterklärend sind. Die Bauteile einer Kettenschaltung sind aber immer die Gleichen: Kettenblatt, Kassette, Kette, Schaltwerk, Umwerfer und Schalthebel. Jeder Hersteller hat eigene Ansätze zur Optimierung der Schaltqualität und Haltbarkeit, aber die grundsätzliche Funktionsweise ist bei Kettenschaltungen immer gleich.

Grundlagen der Kettenschaltung

Wie die Bauteile genau miteinander arbeiten und welche die wichtigsten Begriffe sind, die Du kennen solltest, erklären wir Dir hier in unserem Glossar.

Bowdenzug

Der Bowdenzug (benannt nach seinem Erfinder, Ernest Monnington Bowden) ist ein Stahlseil, das den Schaltimpuls vom Schalthebel mechanisch an das Schaltwerk oder den Umwerfer überträgt. Ein Bowdenzug besteht aus vielen dünnen, miteinander verdrillten Stahlseiladern. Als Widerlager des Zugs fungiert die Schaltzughülle, weshalb sie vom Schalthebel durchgängig zum Schaltwerk verlegt oder von paarweisen Zuganschlägen am Rahmen unterbrochen werden muss. Zum Kürzen des Bowdenzugs (und der Hülle) braucht es eine geeignete Zange.

Schaltzughüllen sind mit stählernen Längsadern und Bremszughüllen mit einer gewundenen Verstärkung aus Stahl versehen. Bremszüge sind nicht mit Schaltzughüllen kompatibel. Schaltzüge erkennt man am (kleineren) Längs-Tönnchen an einem Ende, Bremszüge am (größeren) Quertönnchen bzw. einem birnenförmigen Tönnchen für Rennradbremshebel. Bei einer mechanischen Schaltung überträgt der Schaltzug Deinen Impuls an das Schaltwerk oder den Umwerfer. Beachte: Schaltzüge verschleißen und müssen für eine optimale Performance ab und an ausgetauscht werden.

Bremsschalthebel (Brifter)

Sie werden auch mit dem englischen Begriff „Brifter“ bezeichnet oder nach Shimanos „STI“ (Shimano Total-Integration) genannt. Ihr ursprünglicher Zweck war die Integration des Schalthebels am Rennradlenker. Am Rennrad sind sie heute Standard; es gibt Versionen für elektronische Schaltungen und Seilzugschaltungen sowie hydraulische Bremsen und Seilzugbremsen. Am Mountainbike ist man von der Integration wieder abgekommen, da sich so Bauteile unterschiedlicher Hersteller besser kombinieren lassen. Die Kombination aus Bremshebel und Schalthebel wird vor allem an Rennrädern und Gravelbikes genutzt.

E-Schaltungen

Statt durch einen Bowdenzug wird der Schaltimpuls per Kabel oder Funk übertragen. Den Schaltvorgang selbst lösen elektrische Stellmotoren in Schaltwerk und Umwerfer aus, wodurch das Schalten präziser und schneller wird. Zudem kann sich der Umwerfer passend zur Position des Schaltwerks ausrichten. Eine Besonderheit der Technologie ist die benötigte Stromquelle, die entweder zentral (kabelgebundene Schaltungen) oder an jeder Komponente autark (Funkschaltungen) eingebunden ist.

Meist bieten diese Schaltungen verschiedene Schaltmodi, variable Tastenbelegungen und Konnektivität mit Smartphone, Bike-Computer und E-Bike-Steuerung. Es gibt elektronische Kettenschaltungen für Rennräder und Mountainbikes sowie elektronische Nabenschaltungen für Stadt- und Reiseräder. Bei E-Schaltungen sparst Du Dir das Verlegen und Warten der Bowdenzüge und profitierst von einer erstklassigen Schalt-Performance.

Einfach-Antriebe (1x)

Der Name leitet sich vom einzelnen Kettenblatt an der Kurbel ab, darum sagt man im englischen Sprachraum auch „one-by“ (1x). Weite Verbreitung vor allem am Mountainbike fanden diese Schaltungen durch Kassetten mit großer Spreizung von bis zu 520 Prozent vom kleinsten zum größten Ritzel, was deutlich mehr ist, als viele Zweifach-Schaltsysteme bieten. Einfach-Antriebe bieten Dir eine simple Schaltlogik, einfachere Reinigung und weniger Gewicht.

Kassette

Die Kassette wird auf den Freilaufkörper der Hinterradnabe gesteckt oder geschraubt. Je hochwertiger Kassetten sind, desto weniger Einzelteile enthalten sie. Eine Zehn-Gang-Kassette etwa, die aus zehn einzelnen und gesteckten Ritzeln mit Spacer-Ringen dazwischen besteht, hinterlässt mit jedem einzelnen Gang Abdrücke im Freilaufkörper. Bei einteiligen Kassetten verteilt sich die Kraft auf einen breiten Fuß, was den Freilaufkörper schont.

Mehrteilige Kassetten können gesteckt oder vernietet oder eine Mischung aus beidem sein. Einteilige Kassetten werden mitunter aus einem Stück gefräst, was Material und Gewicht sparen hilft.

Entfaltung

Die Entfaltung gibt an, wie viel Weg ein Fahrrad mit einer Kurbelumdrehung effektiv zurücklegt. Sie berechnet sich aus dem Außenumfang des (hinteren) Laufrades und der Übersetzung des eingelegten Ganges.

Schaltwerks-Selbstschutz

Darum können die E-Schaltwerke bei einem Sturz oder Kontakt mit einem Hindernis nicht mehr selbsttätig ausweichen. Ein Schaden an Schaltwerk, Schaltauge oder Rahmen wäre sehr wahrscheinlich. Darum wird der Schaltwerkskäfig bei einem solchen Szenario in Sekundenbruchteilen vom Stellmotor entkoppelt, damit das Schaltwerk dem Hindernis ausweichen kann. Aus dem Nachteil wird so ein Vorteil: Der Schaltwerks-Selbstschutz steigt.

Freilaufkörper

Der Freilaufkörper ist ein zentrales Bauteil der meisten Naben an Mountainbike und Rennrad. Er bewirkt, dass man über die Kette im Uhrzeigersinn Kraft in die Nabe einleiten und so das Fahrrad antreiben kann. Gegen den Uhrzeigersinn gibt der Freilauf die Verbindung frei, sodass man ohne Kurbelbewegung rollen kann. Es gibt unterschiedliche Funktions- und Bauweisen, die wir in einem eigenen Bericht zum Thema Freilauf und Freilaufkörper umfassend erklären.

Wie ein Freilauf funktioniert und was Du beim Umrüsten Deiner Schaltung beachten musst, erfährst Du in unserem Blogbericht , den wir im Abschnitt zu Freilaufkörper verlinkt haben.

Funkschaltungen

Funkschaltungen sind deutlich einfacher zu installieren und ergeben einen aufgeräumteren Look des Rads als Kabelschaltungen. Sie benötigen jedoch eine Stromversorgung per Akku oder Batterie in jedem einzelnen Bauteil. In unserem Shop findest Du Upgrade-Kits, mit denen Du ganz einfach auf eine Funkschaltung umrüsten kannst.

Drehschaltgriff

Der Begriff ist ein eingetragener Markenname von SRAM, wird aber übergreifend für alle Schaltgriffe dieser Funktionsweise verwendet. Die Technik wurde in den Neunzigern populär und ist bis heute für aktuelle MTB-Gruppen von SRAM erhältlich. Der rechte Griff schaltet das Schaltwerk am Hinterrad, der linke den Umwerfer, sofern vorhanden. Für Getriebeschaltungen von drei bis 18 Gängen ist der Drehschaltgriff das vorherrschende Schaltprinzip. Hersteller von Lenkergriffen bieten den Nutzern dieser Schaltgriffe oft kürzere Varianten ihrer Griffe an.

Getriebenabe

Siehe „Nabenschaltung“.

Hebelschellen

Für ein aufgeräumtes und platzsparendes Cockpit nutzen viele Mountainbiker und Reiseradler Hebelschellen. Sie ermöglichen die Montage von Schalthebeln oder des Hebels der Teleskopsattelstütze direkt an der Lenkerschelle des Bremshebels. So sind viele erhältliche Produkte direkt oder durch Adapter miteinander kompatibel; die ergonomische Feineinstellung ist mitunter etwas knifflig.

Kapazität

Die Kapazität ist eine sehr präzise Angabe der Übersetzungsbandbreite aller Gänge einer Schaltung. Meist wird die Kapazität benötigt, um die Kompatibilität von Schaltwerken herauszufinden. Sie wird aus der Differenz der vorhandenen Zähne an Ritzeln und Kettenblättern errechnet. Bei Einfach-Antrieben ist die Kapazität leicht ersichtlich: Eine Kassette mit 10-52 Zähnen hat eine Kapazität von 42. Für eine 3 x 9-Gang-Schaltung z. B. rechnet man wie folgt: an der Kassette (11-32) 32-11=21 und an der Kurbel (46/36/24) 46-24=22, ergibt addiert eine Kapazität von 43.

Mit einer hohen Übersetzungsbandbreite findest Du stets den perfekten Gang für steile Anstiege oder schnelle Passagen in der Ebene. Diese Aufnahmen kann auch ein Spider genannter Stern bieten, der an einer Vielzahnaufnahme mit der Kurbel verschraubt wird. Wird ein einzelnes Kettenblatt oder zwei fest miteinander verbundene Kettenblätter direkt auf den Vielzahn montiert, spricht man von Direct Mount.

Kettenlinie

Die Kettenlinie gibt an, um wie viel Millimeter rechts von der Rahmenmitte die Kette auf dem Kettenblatt läuft. Um bei Mountainbikes größere Reifenfreiheit zu ermöglichen, wurde der Boost-Standard entwickelt, der nicht nur die Naben breiter machte, sondern auch die Kettenlinie um drei Millimeter nach außen versetzte. Tiefergehende Infos bekommst Du in unserem Artikel zu Nabenstandards und Boost.

Bei Rädern mit Kettenschaltung ist die Kettenlinie variabel: bei mehreren Kettenblättern vorn und hinten, bei Einfach-Antrieben nur hinten. Allzu extremer Schräglauf der Kette sollte vermieden werden, um übermäßigen Verschleiß zu verhindern. Von besonderer Bedeutung ist die präzise Einstellung der Kettenlinie bei Riemenantrieben, Nabenschaltungen und Singlespeed-Rädern wie auch Fixies.

Bei Fahrrädern mit Kettenschaltung ist die Kettenlinie variabel, je nachdem auf welchem Kettenblatt Du unterwegs bist. Zum Übersetzungswechsel wird die Kette von einem Schaltwerk (am Hinterrad) und bei Bedarf einem Umwerfer (an der Kurbel) über diese Ritzel und Kettenblätter bewegt. Die ungeschützte Lage der Bauteile bedarf einer intensiveren Pflege als sie bei Nabenschaltungen notwendig ist. Hauptargumente für die Dominanz von Kettenschaltungen am Sportrad sind ihr geringes Gewicht und die Möglichkeit des Schaltens unter Last.

Kettenschloss

Kettenschaltungen erfordern eine intensive Pflege. Du solltest die einzelnen Komponenten regelmäßig von Verschmutzungen befreien und dem Verschleiß der Kette mithilfe von Schmiermitteln vorbeugen. Auch ein Kettenriss unterwegs sollte mit einem Kettenschloss repariert werden. Es ist unbedingt auf die Kompatibilität von Kettenschloss und Kette zu achten - die meisten Kettenschlösser sind darum beschriftet mit den Ziffern „8“ bis „13“, äquivalent zur Bezeichnung der Ketten-Kompatibilität mit der Ganganzahl.

In der Regel empfehlen die Hersteller, Kettenschlösser nur einmal zu verwenden. Es empfiehlt sich außerdem, beim Kettenschloss zur gleichen Marke zu greifen wie bei der Kette. Dann gibt es auch keine Probleme mit dem Pindurchmesser.

Lineares / Sequenzielles Schalten

Lineares Schalten beschreibt die direkte Abfolge von auf- oder absteigenden Übersetzungen beim Schalten. Bei Einfach-Antrieben etwa schaltet man Gang eins bis zwölf nacheinander durch. Beim sequenziellen Schalten hingegen werden zwei oder drei Kettenblätter berücksichtigt: Um die rechnerisch nächste sinnvolle Übersetzung einzulegen, müssen teilweise Schaltwerk und Umwerfer zugleich bedient werden. Man spricht auch von Ausgleichsschaltschritten. Bei elektronischen Schaltungen kannst Du mitunter zwischen verschiedenen automatisierten Schaltsequenzen wählen.

Lochkreisdurchmesser

Der Lochkreisdurchmesser ist eine eindeutige Angabe der Kompatibilität von Kettenblättern. (Ausnahme: 94 mm existiert mit vier und fünf Schrauben.) Das Anbaumaß beschreibt einen virtuellen Kreis durch die Mitte aller Kettenblattschrauben. Bei Vierpunktaufnahmen ist das mit dem Abstand zweier gegenüberliegender Löcher einfach zu messen, Fünfpunktaufnahmen lassen sich nur berechnen: Den gemessenen Abstand zweier Kettenblattschrauben multipliziert man mit 1,7, um den Lochkreisdurchmesser zu erhalten. So bestimmst Du den Lochkreisdurchmesser.

Schaltwerksdämpfung und Cage Lock

Bei Shimano-Schaltwerken wird hierfür die Schaltwerksdämpfung reduziert. Beides ist hilfreich beim Ein- und Ausbau des Hinterrades sowie beim Montieren bzw. Reparieren der Kette. Um den „Cage Lock“ bei SRAM einzuschalten, dreht man den Schaltwerkskäfig mit dem unteren Schaltröllchen nach vorn in Richtung Kurbel. Ab einem bestimmten Punkt lässt sich das Knöpfchen mit dem Schloss drücken und ein Stift arretiert den Käfig, sodass er nicht mehr nach hinten schnellen kann. Um die Kettenspannung wieder einzuschalten, drehst Du den Käfig einfach etwas weiter nach vorn, bis es klickt.

Die Lockout-Funktion erleichtert Dir erheblich die Montage einer neuen Kette. Ist sie aktiviert, wird jegliche Spannung von der Kette genommen.

Nabenschaltung

Das schützt den Schaltmechanismus vor äußeren Einflüssen wie Schmutz und reduziert den Wartungsaufwand deutlich. Es gibt Nabenschaltungen ab zwei und bis 14 Gängen. Sie zentrieren das Gewicht der Schaltung auf die Hinterradnabe und lassen sich nicht unter Last, dafür aber im Stand schalten. Darum finden sich Nabenschaltungen oft an Stadt- und Reiserädern.

Narrow-Wide

Narrow-Wide beschreibt das Zahnprofil der Zähne an Kettenblättern von Einfach-Schaltungen. Die Zähne sind abwechselnd schmaler und breiter, korrespondierend zu den Zwischenräumen in den Kettengliedern. Dieses Design sorgt für einen optimalen Halt der Kette auf dem Kettenblatt auch bei heftigen Schlägen. Es macht, gemeinsam mit der Schaltwerksdämpfung, die früher weit verbreiteten Kettenführungen für die meisten Anwendungen obsolet.

Narrow-Wide Kurbeln verhindern dank des wechselnden Zahnprofils das Abspringen der Kette. Eine Kettenführung ist nicht mehr erforderlich.

Mullet

Es bezeichnet einerseits Mountainbikes mit kleinerem Hinter- und größerem Vorderrad. Bei Schaltungen spricht man von Mullet, wenn man (etwa am Gravel-Bike) das Schaltwerk und die weit gespreizte Kassette vom Mountainbike mit Kurbeln und Schalthebeln vom Rennrad kombiniert.

Schaltauge

Als Schaltauge wird das bislang übliche M10-Gewinde bezeichnet, an dem das Schaltwerk in den Rahmen geschraubt wird. Da das Schaltwerk eine eher exponierte Position hat, kann es bei Stürzen oder Kollisionen mit Hindernissen extreme Aufprallimpulse an das Schaltauge weiterleiten.

Bei Rahmen aus Stahl und Titan ist das Schaltauge meist als integraler Bestandteil des rechten Ausfallendes konstruiert, denn diese Materialien erlauben eine Korrektur, sollte das Schaltauge durch einen Aufprall verbogen sein. Bei Rahmen aus Aluminium und Carbon ist das Schaltauge als austauschbare Sollbruchstelle konzipiert, die im Falle eines solchen Schadens den Rahmen schont. Es empfiehlt sich darum, ein Ersatz-Schaltauge in der heimischen Werkstatt bereitzuhalten oder gar auf Tour dabeizuhaben.

Es gibt Hunderte unterschiedliche Formen von Schaltaugen und diverse Produzenten. Du findest sie bei uns entweder nach Hersteller und Modell Deines Bikes benannt oder analog der Nomenklatur der jeweiligen Hersteller. Einen neuen Ansatz präsentiert das „UDH“ (Universal Derailleur Hanger) von US-Hersteller SRAM, welches Rahmenhersteller lizenzfrei verwenden dürfen in der Hoffnung, das unübersichtliche Gewirr von hunderten Schaltaugen zu lichten.

Deine Schaltung funktioniert nicht sauber? Prüfe, ob das Schaltauge evtl. verzogen ist.

Schaltgassen und -rampen

Bei Ritzeln und Kettenblättern von Kettenschaltungen haben die einzelnen Zähne unterschiedliche Höhen und Formen. Bei Zweifach- und Dreifach-Kettenblättern lasse...

Fahrradcomputer: Mehr als nur ein Tacho

Egal ob E-Bike, Mountainbike oder Tourenrad, Fahrrad fahren liegt absolut im Trend. Dabei ist Radfahren viel mehr als nur ein Trend. Als Freizeitaktivität entspannt man sich bei einer gemütlichen Runde vom Alltagsstress und bringt dabei Herz-Kreislauf in Schwung, was sich positiv auf die Gesundheit auswirkt. Andere wiederum möchten ihr Training für Wettkämpfe wie einen Triathlon optimieren und nutzen dabei Professionelle Fahrradcomputer. Egal ob gemütlich oder leistungsorientiert, immer mehr Radfahrer legen sich einen Fahrradcomputer zu. Unabhängig ob Einsteiger oder Professionell.

Kabelgebundene vs. Funk-Fahrradcomputer

Der Klassiker und wohl bekannteste Fahrradcomputer ist der Kabelgebundene Fahrradtacho. Dieses Kabel wird am Fahrrad entlang gelegt, welches für eine sichere Verbindung sorgt. Zugegeben ist die Montage des Kabels nicht immer einfach und sieht am Rad schön aus. Im Gegensatz zu Kabelgebundenen Fahrradcomputer, entsteht die Verbindung per Funk.

Zugegeben, als Funktachos auf den Markt kamen, waren sie anfangs nicht besonders beliebt. Sie setzten oft aus und hatten einen hohen Strom (Batterie) Verbrauch. Heute kann man sich ohne weitere Bedenken einen Funktacho zulegen. Die Vorteile eines Funktachos liegen zum Beispiel darin, dass sie sich Kinderleicht montieren lassen. Ein Funktacho benötigt zwei Batterien. Das ist allerdings halb so schlimm, denn diese Batterien haben eine sehr hohe Lebensdauer.

Funktionen von Fahrradcomputern

Je nach Verwendungszweck, bieten die Fahrradtachos sehr Interessante Informationen. Unter Trittfrequenz versteht man die Angabe der vollen Pedalumdrehungen pro Minute. Längeres Radfahren in schweren Gängen oder mit einer niedrigen Trittfrequenz, ist nicht gerade Gelenk freundlich. Unsere Gelenke möchten nämlich bewegt und nicht „belastet“ werden.

Gerade bei Leuten die längere Zeit kein Rad mehr gefahren haben und wieder damit anfangen möchten, haben das Problem, dass Ihnen nach der ersten größeren Tour, die Knie „schmerzen“. Egal ob jemand gemütlich Fahrrad fährt oder jemand der sich auf Wettkämpfe vorbereitet, eine Trittfrequenz Funktion ist sehr empfehlenswert. Wenn der Radfahrer hier seinen schweren Gang beibehält den er auf der Ebenen eingelegt hat, wird er sich Bergauf ziemlich anstrengen müssen. Diese Anstrengung führt zur schnelleren Erschöpfung der Muskulatur. Es empfiehlt sich also seine Trittfrequenz immer beizubehalten.

Alle Tachos bekommen diese Information über ein Barometer. Hierbei handelt es sich um dem Luftdruck der je nach Höhe steigt oder fällt. Jedoch kann es sein, dass je nach Wettersituation sich der Luftdruck, ebenfalls verändert. Was leider auch zu einer Abweichung der richtigen Angabe der aktuellen Höhe führen kann. Diese Informationen sind Interessant für jemanden der sich gerne mit seinem Rad in den Bergen aufhält.

Um seine Fitness und Kondition zu steigern, sollte man im richtigen Puls-Bereich trainieren. Ist der Puls zu niedrig, wird der Körper nicht richtig gefördert. Es wird weniger Fett verbrannt und der Muskelwachstum wird nicht optimal gereizt. Die Steigerung der Kondition wird ebenfalls nicht optimal gefördert. Auch hier muss man wieder erwähnen, dass solche Funktionen eher Interessant sind für Leistungssportler, die ihr Training optimieren möchten. Jedoch aber auch für „ältere“ Radfahrer die sich nicht überanstrengen dürfen. In besonderen Fällen für Menschen, die ein Handicap haben wie zum Beispiel: „einen Herzfehler“.

Diese Fahrradcomputer bieten auch eine Navigation. Man kann sich hier entweder eine Fahrstrecke selbst zusammenstellen oder bereits gefahrene Strecken auf das Gerät laden. Zum einen ist dies sehr hilfreich wenn man doch einmal eine Strecke fahren möchte, auf der man sich vielleicht nicht so gut auskennt. Oder zur Abwechslung seiner gewohnten Strecke. Besonders nützlich ist die Funktion des „Strecken-Niveaus“.

Es bietet sich die Möglichkeit an, die gefahrenen Werte am Pc auszulesen. Dies erfolgt über einen Adapter, mit dem der Fahrradcomputer am Pc verbunden wird. Das erfassen und auslesen der Daten hat den Vorteil, dass man seine Schwachpunkte finden und analysieren kann. Für Leistungssportler ein wichtiger Faktor um das Training zu Optimieren. Zudem ist es ebenfalls interessant seine Leistungssteigerung nachvollziehen zu können.

Worauf achten beim Kauf?

Neben den Informationen die für den Radfahrer interessant sind, spielen auch noch andere Faktoren eine gewisse Rolle. Funktionen sind schön und gut. Aber je mehr Funktionen ein Fahrradcomputer hat desto unübersichtlicher kann er auch werden. Während man bei den Einsteigermodellen nur eine Taste betätigen muss um seine Informationen abzurufen, kann es bei Profi-Modellen auch mal schnell unübersichtlich werden. Man möchte nur einen Menüpunkt weiterschalten und öffnet unabsichtlich das Einstellungs-Menü.

Neben den Funktionen die für den Radfahrer interessant sind, kommt es auch noch auf weitere Faktoren an. Welche Funktionen bietet das Gerät? Welche sind sinnvoll und nützlich und auf welche könnte man verzichten? Neben den Funktionen werden auch die oben genannten Faktoren mit einkalkuliert.

Kommunikation beim Radfahren

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich während der Fahrt mit anderen Radfahrern zu verständigen. Einige Radfahrer nutzen PMR-Funkgeräte mit PTT-Taste, wobei die Funkdisziplin bei mehreren Teilnehmern trainiert werden müsste. Die Reichweite ist stark von der Topographie abhängig. Andere suchen nach einer praktikablen Möglichkeit der Verständigung von Bike zu Bike, um zusammen Musik zu hören oder die Navistimme zu hören.

Mögliche Kommunikationssysteme

  • Interkom-Anlagen fürs E-Bike
  • Apps, die auf dem Mobiltelefon installiert werden und die über eine Taste ferngesteuert werden können
  • PMR-Funkgeräte

Einige Nutzer berichten von positiven Erfahrungen mit bestimmten Interkom-Systemen, insbesondere in Bezug auf die Verständigung mit dem Partner und die Reduzierung von Windgeräuschen. Allerdings ist die Reichweite oft geringer als angegeben.

Der Europäische Radsportverband (UEC) hat Bedenken hinsichtlich der Platzierung von Funkgeräten auf dem Rücken von Radprofis geäußert, da dies zu Rückenverletzungen führen könnte.

Zusammenfassung

Die Wahl der richtigen Schaltung, des passenden Fahrradcomputers und eines geeigneten Kommunikationssystems kann das Fahrerlebnis erheblich verbessern. Es ist wichtig, die eigenen Bedürfnisse und Vorlieben zu berücksichtigen, um die optimale Ausrüstung für jede Situation zu finden.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0