Das Castelli Gabba ist wohl der Inbegriff eines Regentrikots. Jeder Radfahrer vom Hobby-Fahrer bis zum Profi hat es und nutzt es auch. Es gibt nur wenige Kleidungsstücke, die behaupten können, eine neue Kategorie erfunden zu haben, aber das Castelli Gabba ist ein solches Produkt.
Das 2009 gestartete Projekt Gabba wurde unter Mitwirkung von Fahrern des Cervelo-Testteams entwickelt, darunter auch Gabriel Rasch, nach dem das Gabba benannt ist. Kennen Sie Gabriel Rasch? Sein Spitzname "Gabba" ist fast schon zum Synonym für kurzärmelige, wasserabweisende Trikots für wechselhaftes Wetter geworden. Seit 2009 hat das von Castelli entwickelte Gabba-Trikot, das auf eine Idee Raschs zurückgeht, die Radbekleidung nicht nur bei den Profis einen großen Schritt nach vorn gebracht.
Mittlerweile führt fast jeder Radbekleidungshersteller vergleichbare Produkte in der Kollektion. Erst bei der WM in Yorkshire konnte man wieder etliche Profis in Castelli Gabbas sehen, obwohl diese gar nicht von Castelli gesponsert werden und sogar Probleme mit ihren tatsächlichen Sponsoren bekommen könnten. Solche Storys gibt es schon seit fast 10 Jahren in der Geschichte des Castelli Gabbas, denn bereits kurz nach dem das Gabba erschien wollte jeder Profi ein und kaufte sich eins.
Die Vierte Generation des Castelli Gabba
Die vierte Generation des Castelli Gabba kommt mit der bislang größten Leistungsverbesserungen, um die Funktion unter verschiedenen Bedingungen zu verbessern. Damit möchte man auch seinem Namenszusatz RoS - „Rain or Shine“ (Regen oder Sonnenschein) gerecht werden, und den Komfort und die Atmungsaktivität bei trockenem Wetter sowie den wasserdichten Schutz bestmöglich zu vereinen.
Das neue Gabba RoS verfügt über ein leicht isoliertes, winddichtes und wasserdichtes Gewebe auf der Vorderseite und ein leichteres, dehnbares Gewebe auf der Rückseite, um die Temperatur zu regulieren. Für zusätzlichen Regenschutz wurden die Nähte an den Schultern abgetaped. Außerdem wird durch das neue Gewebe die Passform verbessert, da das Material noch geschmeidiger anliegt.
Neben dem Castelli Gabba wurden auch die weiteren Perfetto RoS-Produkte verbessert und bieten im Vergleich zum Gabba einen leichteren Schutz vor den Elementen, da sie auf die Isolierung des Gabba RoS verzichten. Die Castelli Perfetto RoS Convertible Jacke wurde an den abnehmbaren Ärmeln überarbeitet. Die Reißverschlüsse befinden sich jetzt direkt über dem Ellbogen und umkreisen drei Viertel des Armumfangs. Abgerundet wird diese Update-Runde durch das Perfetto RoS Light-Trikot und die Weste, die als leichtere Alternative zum Gabba in das Sortiment aufgenommen wurden.
Wie beim Castelli Gabba hat der Rücken ein wasserabweisendes Gewebe, jedoch ein zusätzliches Auge auf Atmungsaktivität gerichtet. Dies wird mit einem 25% leichteren Stoff auf der Vorderseite kombiniert, wodurch das Gesamtgewicht reduziert wird.
Erfahrungen im Ötztal
Das Ötztal bot uns hier mit seinen einzigartigen Rennradrouten die idealen Testbedingungen, auch wenn der Regen ausblieb. Denn bei unserem Start ganz in der Früh hatte es nur ein paar Grad über Null, die Höhenmeter hinauf zum Timmelsjoch brachten uns aber schnell ins Schwitzen und so konnten wir uns von der guten Atmungaktivität der neuen Castelli RoS Kollektion überzeugen.
Funktionalität und Vielseitigkeit der Gabba Jacke
Seit gut einem Jahr habe ich eine Castelli Gabba Convertible Jacke, die ultimative Radbekleidungsallzweckwaffe für Temperaturen zwischen 0 und 15°, insbesondere wenn es nass ist. Dem Nanoflex Gewebe liegt eine eigentlich ganz einfache Erkenntnis zu Grunde: Als Rennradfahrer braucht man in den allerseltensten Fällen eine Regenjacke. Solange man in Bewegung bleibt, produziert der Körper so viel Wärme, dass auch die atmungsaktivste Regenjacke durch den Schweiß von innen bald genauso nass ist wie durch den Regen von aussen.
Wird das Wetter wieder besser und man zieht die Regenjacke aus, bekommt man schnell kalt, da man komplett durchnässt ist. Die Anforderung an Regenbekleidung ist daher vielmehr, dass sie Nässe zwar abhält, das stärkere Gewicht aber auf die Atmungsaktivität legt und auch im nassen Zustand noch warm hält. Die Gabba Jacke wird dem "Wassersäulen-Test" wahrscheinlich nicht viel entgegenzusetzen haben, da das Gewebe ansich eben nicht wasserdicht ist, sondern nur eine wasserabweisende Eigenschaft besitzt. Dieser Nanotechnologie Effekt ist aber durchaus verblüffend: Wasser perlt einfach ab. Allerdings lässt der Effekt mit der Zeit nach.
Auf der Straße zeigt die Jacke ihre Vielseitigkeit. Im vergangenen Winter kam meine Winterjacke nur noch vereinzelt zum Einsatz, wenn es mal unter Null Grad war. Ansonsten reicht bei Temperaturen ab dem Gefrierpunkt ein langes und ein kurzes Unterhemd, ein Kurzarmtrikot und die Gabba Jacke durchaus aus, vielleicht noch eine Weste drüber. Wenn es wärmer wird, kann man eine nach der anderen Extra Schicht weglassen, bis man irgendwann ab 15 Grad bei Unterhemd und Gabba angelangt ist.
Die Convertible Version hält dabei beide Möglichkeiten offen, Kurzarm für Rennen oder wenn es wärmer wird und mit langen Ärmeln für die niedrigeren Temperaturen. Das schützt prima wenn es tatsächlich regnet, sieht aber etwas unordentlich aus, wenn man eine zusätzliche, kürzere Weste über dem Gabba Trikot anhat. Die drei Rückentaschen haben einen Boden aus Netzstoff, damit bei wirklich starkem Regen das Wasser aus den Taschen abfließen kann.
Ein oftmals ausser Acht gelassener Punkt ist die Bedienbarkeit des Reisverschlusses. Kann man den auch während der Fahrt schnell und einfach schließen? Oder muss man lange fummeln bis er eingefädelt ist und verklemmt er sich gerne? Diesen Test besteht Castelli mit Bravour. Die Jacke ist ruck zuck geschlossen, auch mit Handschuhen, die Deckleiste liegt über dem Reisverschluss und hat sich noch nie eingeklemmt.
Genauso fantastisch wie die Gabba Jacke sind die Nanoflex Hose, Arm- und Beinlinge. Eine kurze Hose die wasserabweisend und aus leichtem Termomaterial gemacht ist. Warum ist da niemand früher drauf gekommen? Das Nanoflex Material hält dabei erstaunlich warm. Die Kombination aus Hose und Beinlingen taugt dabei auch für Temperaturen von unter 10 Grad. Wie bei der Jacke, habe ich diesen Winter die lange Hose eigentlich nur dann angehabt, wenn sich die Temperatur in Richtung Gefrierpunkt bewegt hat.
Die Castelli Hose ist recht lang geschnitten, zwischen Hose und Knie sind gerade noch ein paar Zentimeter Luft. Arm- und Beinlinge sitzen sehr eng und damit auch bombenfest, da rutscht nichts. Die Beinlinge sind gerade geschnitten, haben am Knie keinen Knick, der ein Naht an dieser Stelle erfordert hätte. Das führt dazu, dass die Beinlinge am Knie ganz schön spannen. Ich hatte zeitweise leichte Schmerzen im Schleimbeutel auf der Kniescheibe.
Wie bei allen beschichteten Geweben lässt die wasserabweisende Wirkung mit der Zeit deutlich nach. Nach einem Jahr und zahlreichen Wäschen ist von dem Ab-Perl-Effekt so gut wie nichts mehr übrig geblieben. Die Jacke wird schnell nass und saugt sich mit Wasser voll, darunter leidet dann die Atmungsaktivität und die Isolationswirkung.
Fazit und Kaufempfehlung
Eine ganz klare Kaufempfehlung. Castelli ist nicht unbedingt günstig, aber der Euro ist gut angelegt und manchmal finden sich auch die Gabba Trikots im Sale. Wer auch bei Wind und Wetter auf das Rad steigt, wird an Gabba + Nanoflex viel Freude haben.
Ähnliche Funktionsstoffe gibt es inzwischen natürlich auch von anderen Herstellern, auf dem Bild oben habe ich die Fiandre Hose von Sportfull an.
Testergebnisse von RennRadtrikots und -hosen für schlechtes Wetter
ROADBIKE hat kurze, warme Radhosen und wetterfeste Kurzarm-Trikots getestet, die bei Schmuddelwetter warm halten und schützen. Der große Vorteil kurzer Schlecht-Wetter -Klamotten: ihre überragende Vielseitigkeit. Zusammen mit Arm-/Beinlingen (und ggf. Windweste/-jacke) ergeben sie ein ordentliches Frühjahr-, Herbst- oder sogar Winter-Outfit, solange es nicht zu frostig wird. Solo getragen eignen sich die Sachen perfekt für die Übergangszeit mit schlechtem Wetter und Temperaturen bis etwa 20° C. Aber auch für Hochgebirgstouren im Sommer, wenn es oben auf den Pässen oder in den Abfahrten noch frisch sein kann, sind die wärmeren Sachen erste Wahl.
Auch fürs Pendeln bieten sich die wärmeren Trikots und Bibshorts an: Ist es morgens noch frisch, werden sie mit Arm-, Bein- oder Knielingen kombiniert, am Nachmittag geht’s dann "kurz-kurz" wieder nach Hause. Im Idealfall schützen Gabba & Co. zudem ordentlich vor leichtem Regen und Spritzwasser. Regenbekleidung können die Klamotten indes nicht ersetzen - bei stärkerem Regen stoßen die Trikots an ihre Grenzen, und auch die Hosen halten den Allerwertesten des Fahrers nur kurze Zeit trocken.
Dennoch gilt: Ein Set dieser Allwetter-Bekleidung ist nicht nur für Vielfahrer eine lohnenswerte Investition. Allerdings variieren die Preise in einem weiten Bereich: Die günstigsten Bibshorts im Test, die FS260-Pro Thermo von Endura, kostet gerade mal 100 Euro, während für das teuerste Modell, die Equipe RS S9 von Assos, mehr als das Doppelte fällig wird, nämlich 230 Euro. Bei den vielseitig einsetzbaren Trikots ist die Preisspanne nicht ganz so groß, die meisten kosten um 170 Euro, allerdings gibt es mit den Produkten von Bioracer, Kalas und Sportful für 120 Euro auch drei "Ausreißer" nach unten. Der Test klärt, ob die günstigeren Modelle mit den teureren Oberteilen von Castelli, Gore oder Q36.5 bei Isolation, Wetterschutz etc. mithalten können.
Bei den Trikots bietet das Short Sleeve WoolF von Q36.5 das beste Gesamtpaket: Es liegt hervorragend an und hält dank Woll-Anteil angenehm warm, wird aber gleichzeitig auch bei intensiveren Einheiten nicht schwitzig. So sichert es sich den Testsieg, knapp vor dem RainMem von Kalas, das vor allem mit seiner herausragenden Isolation punktet und definitiv bei niedrigen Temperaturen seine Stärken ausspielen kann.
Bei den Bibshorts überzeugt vor allem Castellis Nanoflex Pro2 Omloop mit ausgesprochen gutem Tragekomfort, auch die Isolation und der Schutz vor Spritzwasser liegen auf sehr hohem Niveau. Auch die neue Assos-Hose Equipe RS Spring Fall überzeugte die Tester mit hohem Tragekomfort, auch dank des herausragend guten Polsters für längere Touren. Einzig der Schutz vor Nässe liegt nicht auf dem Niveau der Besten.
So testet ROADBIKE
- Tragekomfort (30 %): Wie sitzt das Trikot/die Bib? Ist das Material ausreichend elastisch oder schränkt es die Bewegungsfreiheit ein? Ist das Trikot atmungsaktiv oder wird es innen schwitzig? Kann die Bib das Polster ausreichend fixieren oder ist das Material zu weit/flexibel? Wie fallen Bündchen, Nähte und Träger aus?
- Isolation (30 %): Hält das Trikot/die Bib ausreichend warm? Wie gut ist der Schutz vor kaltem Fahrtwind?
- Nässeschutz (30 %): Hält das Material Spritzwasser und leichten Regen ab, oder dringt die Feuchtigkeit schnell ein? Sind Nähte gedichtet? Ist der Kragen dicht?
- Polster (30 %): Wie gut sind die Polster der Bibshorts? Decken sie die wichtigen Bereiche ab? Ist das Polster zu hart oder zu weich?
- Ausstattung (nur Trikots, 10 %): Wechselhaftes Wetter bedingt oft schlechte Sichtverhältnisse. Sind die Trikots mit ausreichend großen Reflektoren für gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr ausgestattet? Gibt es mit Reißverschluss ausgestattete Taschen für Schlüssel oder Wertsachen?
Testergebnisse im Detail
Hier eine Übersicht über die getesteten Trikots und Bibshorts mit ihren jeweiligen Bewertungen:
Trikots
| Marke | Modell | Preis | Testergebnis | Fazit |
|---|---|---|---|---|
| ALÉ | KLIMATIK K-IDRO WR | 125 Euro | - | Das Klimatik K-Idro von Alé punktet vor allem mit hohem Tragekomfort. |
| KALAS | RainMem | 119 Euro | - | So warm wie das eher dicke, winddichte RainMem von Kalas ist kein anderes Trikot im Test. |
| Q36.5 | WoolF | 171 Euro | Sehr gut (79 Punkte) | Top-Tragekomfort, sehr gute Isolation und die beste Ausstattung: Testsieg für das WoolF von Q36.5 |
| SPORTFUL | FIANDRE LIGHT NORAIN | 119,90 Euro | Gut (70 Punkte) | Leicht und dünn, bietet das Fiandre sehr guten Tragekomfort und Nässeschutz. Nicht das wärmste Trikot. |
Bibshorts
| Marke | Modell | Preis | Testergebnis | Fazit |
|---|---|---|---|---|
| ALÉ | KLIMATIK K-IDRO WR | 152 Euro | Sehr gut (75 Punkte) | Tragekomfort, Polster und Isolation der Klimatik von Alé überzeugen. Schwächen beim Nässeschutz. |
| ASSOS | EQUIPE RS S9 | 230 Euro | Sehr gut (75 Punkte) | Assos’ neue Equipe RS bietet das beste Polster und sehr guten Tragekomfort. Eher schwach bei Nässe. |
| BIORACER | TEMPEST | 129 Euro | Sehr gut (74 Punkte) | Die Tempest von Bioracer punktet mit hohem Tragekomfort. Auch die Isolation kann überzeugen. |
| CASTELLI | NANOFL. PRO OMLOOP | 139,95 Euro | Sehr gut (86 Punkte) | Die Pro2 Omloop mit längerem Bein liegt perfekt an, hält warm und schützt sehr gut vor Nässe: Testsieg! |
| CRAFT | CTM THERMAL BIB | 199,95 Euro | Sehr gut (75 Punkte) | Das weichere Material der CTM von Craft ist extrem angenehm. Auch Polster und Isolation sind sehr gut. |
| ENDURA | FS260-PRO THERMO | 99,99 Euro | Sehr gut (73 Punkte) | Die FS260-Pro Thermo von Endura trägt sich sehr gut, dazu gute Isolation. Bei Nässe sind andere besser. |
| GORE | C5 GORE-TEX INFINIUM | 179,95 Euro | Gut (69 Punkte) | Die C5 von Gore fällt sehr klein aus, das Material ist wenig elastisch. Aber: sehr gute Isolation. |
| KALAS | RAINMEM Z | 149 Euro | Sehr gut (72 Punkte) | Dank winddichtem Material bietet die RainMem von Kalas die beste Isolation, top für kalte Tage! |
| KATUSHA | MERINO | 200 Euro | Sehr gut (72 Punkte) | Mit Woll-Anteil hält die Merino von Katusha schön warm mit hohem Komfort. Schwächen bei Nässe. |
| Q36,5 | SALOPETTE WOLF 2.0 | 204 Euro | Sehr gut (79 Punkte) | Die Salopette von Q36.5 trägt sich extrem angenehm, auch Polster und Isolation sind auf Top-Niveau. |
| SANTINI | SMS EUREKA THERMAL | 150 Euro | Sehr gut (76 Punkte) | Santinis Eureka Bib bildet ein überzeugendes Gesamtpaket. Nur vor Nässe schützt sie nicht perfekt. |
| SPORTFUL | FIANDRE NORAIN PRO | 139,90 Euro | - | Spritzwasser hat bei der Fiandre von Sportful keine Chance. |
Die Entwicklung der Regendichten Gabbas
Nasses Wetter bei verhältnismäßig warmen Temperaturen ist eine Herausforderungen für Radfahrer und Radbekleidung. Regenjacken werden schnell zu warm und man überhitzt. Keinen Regenschutz zu tragen oder nur eine wasserfeste Weste kann zum Auskühlen führen. Gerade bei längeren Fahrten, Bikepacking und Radmarathons mit wechselnden Bedingungen füllen wetterfeste Trikots - sogenannte Gabbas - die Lücke.
Das Gabba wurde von der italienischen Marke Castelli erfunden und für Profis entwickelt, die sich nicht aussuchen können wann sie aufs Rad können und bei denen unter Rennbedingungen klassische Regenjacken mitunter zu warm werden und zu viel Windwiderstand bieten. 2010 wurde das Gabba ins Leben gerufen und 2016 verstärkt für die breite Masse an Hobby-Radfahrern angeboten.
Viele Hersteller bieten mittlerweile eine Kopie des Castelli-Gabbas an - in meinen Augen ist das Castelli-Gabba bisher aber unerreicht. Tatsächlich finde ich, dass ein Gabba zur Grundausstattung eines Radfahrers gehört. Das reguläre Gabba ist jedoch nicht vollständig wasserdicht und mit Gore Windstopper „nur“ wasserabweisend. Castelli entwarf für 2025 ein wasserdichtes Gabba. Andere Hersteller wie die italienischen Marken Santini und Sportful führen regendichte Gabbas seit Jahren und liegen in ihrer Entwickung bzgl. der Regen-Gabbas aktuell noch vor Castelli. Die Schwäche von Regen-Gabbas ist naturgemäß die Atmunsaktivität. So ist der Einsatz von regulären Gabbas und Regen-Gabbas abzuwägen.
Vergleich verschiedener Gabba-Modelle
Einige Modelle werden im Folgenden verglichen:
- CASTELLI GABBA R: existiert leider in der Kurzarmversion nur für Männer. Es ist extrem eng geschnitten, um den Windwiderstand zu reduzieren. Das Gabbagewebe ist mit 125 g/m2 sehr leicht und dehnbar. Das Gabba hat 3 Rückentaschen und einen wasserdichten YKK® Vislon®-Zweiwege-Reißverschluss. Der Rücken ist verlängert und besitzt reflektierendde Details. Von allen Gabbas ist das CASTELLI GABBA R das engste und für den Renneinsatz durch den geringen Windwiderstand sehr gut geeignet. Die Atmungsaktivität ist ok.
- SANTINI ADAPT MULTI: Trikot ist ebenfalls nur für Männer verfügbar. Es bietet Schutz mit einer Wassersäule von 20.000 mm und ist vollständig thermoversiegelt. Das Trikot hat einen wärmenden Effekt und ist daher auch für kalte Temperaturen geeignet. Es hat eine schmale Passform und ist mit einem doppelten Zwei-Wege-Frontreißverschluss ausgestattet, der sowohl von unten als auch von oben geöffnet werden kann.
- SPORTFUL FIANDRE PRO JACKET SHORT SLEEVE: ist ein Trikot, welches die Version mit verkürzten Ärmeln der SPORTFUL FIANDRE PRO JACKE ist. Das Trikot ist extrem dehnbar. Die Ärmel liegen eng an, sind aber dehnbar und schneiden nicht ein. Das Trikot ist ungefüttert und daher auch bei mäßig warmen Temperaturen tragbar. Die Jacke besitzt 3 Rückentaschen und lässt sich durch ihre hohe Atmungsaktivität auch angenehm tragen, wenn es nicht regnet.
- AGU RAIN JERSEY PERFORMANCE: gibt es sowohl für Männer als auch für Frauen. Das AGU RAIN JERSEY PERFORMANCE ist wind- und wasserdicht mit einer Wassersäule von 8.000 mm. Die Atmungsaktivität beträgt 30.000 g/m2/24h. Alle Nähte sind versiegelt und somit wasserdicht. Auf der Rückseite des Trikots befinden sich zwei Belüftungsöffnungen und zwei verdeckte Rückentaschen.
Castelli Gabba 2 im Test: Das Maß aller Dinge
Um es vorweg zu nehmen, das Gabba 2 Trikot von Castelli ist nachwievor das Maß aller Dinge für diejenigen, die ein Trikot suchen, das in Sachen Wetter jede Widrikeit ohne Murren mitmacht. Die Gore Windstopper X-Lite Plus Membrane leistet hervorragende Dienste. Sie zeigt sich als derart wasserdicht, dass sogar die drei Trikottaschen einer Drainage aus Mesh-Material bedürfen, um das Wasser abzuleiten, das oben in die offenen Taschen fließt.
Die Passform ist sehr gut, der Schnitt deutlich rennorientiert. Der Reißverschluss ist durchgehend und lässt sich auch mit einer Hand schön bedienen - dass er nun mit einer überlappenden Windleiste versehen ist, ist übrigens die wichtigste Neuerung bei der Gabba 2, die sich ansonsten kaum vom Vorgängermodell unterscheidet. Der Kragen ist recht hoch geschnitten. Der Rücken ist sehr lang; wobei der unterste Teil als Spritzschutz fungiert und im Bedarfsfall eingeklappt werden kann. Durch ein zusätzliches Silikonband innen hält dieser Spritzschutz zuverlässig.
Castelli Gabba-R: Neuartige Stofftechnologie
Aufbauend auf der legendären Gabba-Serie, die für ihre Leistung unter schwierigen Bedingungen bekannt sei, führe das Gabba R eine brandneue Stofftechnologie ein, die exklusiv für Castelli vom Innovationsführer für Hochleistungsstoffe, ITTTAI®, entwickelt wurde und Stretch-Fit-Funktionalität mit beispielloser Wasserbeständigkeit und Atmungsaktivität kombiniere.
Das mit einer neuartigen Außenmembran gefertigte Gabba R halte Regen ab und sorge gleichzeitig für eine außergewöhnliche Luftzirkulation, sodass Komfort und Leistung bei allen Wetterbedingungen gewährleistet seien. Das Gabba R sei für die Anforderungen des Profirennsports entwickelt worden und biete körpernahe Passform und Aerodynamik wie ein Speedsuit sowie den Wetterschutz wie ein Regencape.
Mit dem R für "Race" im Namen sei klar, dass man bei der Entwicklung der Aerodynamik große Bedeutung zugemessen habe. Windkanaltests haben laut Castelli bemerkenswerte aerodynamische Fortschritte gezeigt.
Das neue, kurzärmelige Gabba R sei zudem um 2,5 % schneller als das alte Gabba RoS 2, was bedeute, dass man bei 40 km/h 2 bis 2,5 Sekunden pro Kilometer einspare. Das langärmlige Gabba R übertreffe die Perfetto RoS 2 Jacket um 3,5 % und die Slicker Pro Regenjacke um 4,5 %. Die Tests wurden bei Geschwindigkeiten von 40 km/h und 50 km/h durchgeführt, da diese Jacken speziell für die Aerodynamik bei Spitzengeschwindigkeiten im Rennsport entwickelt wurden.
Das neue Gabba R sei ein Game-Changer in der Rennbekleidung für schlechtes Wetter, genau wie sein Vorgänger, sagte Steve Smith, Markenmanager von Castelli. "Mit seiner beispiellosen Kombination aus Aerodynamik, Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität ermöglicht der Gabba R Radfahrern, an ihre Grenzen zu gehen, egal, was Mutter Natur zu bieten hat."
Das Gabba R ist für Herren wie Damen erhältlich. Das neue Gabba R ist sowohl als Kurzarm- wie auch als Langarm-Version für Männer und Frauen erhältlich.
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