Die Garmin Fenix 6 ist seit Ende August 2019 auf dem Markt und besticht mit tollen Funktionen. Die Pro-Varianten beinhalten zusätzliche Features wie Karten, WLAN und das Speichern von Musik. Bei der Größe gibt es drei Modellvarianten: die “normale” und die Pro.
- Fenix 6s (klein)
- Fenix 6 (mittel)
- Fenix 6x (groß)
Wie sich das in Größe und Gewicht bemerkbar macht, zeigt folgende Tabelle:
| 42 mm | 47 mm | 51 mm | |
|---|---|---|---|
| Physische Größe | 42 x 42 x 13,80 mm | 47 x 47 x 14,70 mm | 51 x 51 x 14,90 mm |
| Anzeigegröße | 30,40 mm (1,20 Zoll) Durchmesser | 33,02 mm (1,30 Zoll) Durchmesser | 35,56 mm (1,40 Zoll) Durchmesser |
| Anzeigeauflösung | 240 x 240 Pixel | 260 x 260 Pixel | 280 x 280 Pixel |
| Gewicht | 61 g | 83 g | 93 g |
Die Fenix 6s Pro hat in Sachen Navigation gegenüber der Fenix 3 nochmal deutlich zugelegt. Dank der vorinstallierten Karten geht die Navigation deutlich einfacher und dank der ClimbPro Funktion wird das Höhenprofil in einzelne Anstiege zerlegt, was einen deutlich genaueren Einblick in die zu fahrenden Anstiege ermöglicht.
Die Maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) gab es bereits bei den Vorgängermodellen. Sie gibt Auskunft über die Leistungsfähigkeit bei Ausdauersportlern. Um die VO2max beim Radfahren/Mountainbiken zu ermitteln ist jedoch ein Powermeter nötig.
Es stellt sich die Frage: Wie genau ist die VO2max-Berechnung der Garmin Fenix 6 beim Radfahren und welchen Nutzen hat dieser Wert?
Wie berechnet Garmin die VO2max?
Die VO2max wird in der Trainingswissenschaft als Bruttokriterium der aeroben Ausdauerleistungsfähigkeit bezeichnet und als Messwert i.d.R. in Relation zum Körpergewicht angegeben -> Einheit: ml/min/kg. In den GARMIN Computern ist eine Software der FIRSTBEAT ANALYTICS installiert.
FIRSTBEAT ist ein finnisches Unternehmen, das sich seit zwei Jahrzehnten mit physiologischen Analysen im Sport beschäftigt. Im Fokus der Forschungsprojekte hierbei immer: Die Herzfrequenzvariabilität (HRV=Variation der zeitlichen Abstände zwischen aufeinanderfolgenden Herzschlägen). Mit Hilfe der Auswertungen von mehrere Milliarden an Herzfrequenzen wird die gemessene HRV anhand mathematischer Modelle in personalisierte Informationen zu Training, Stress und Erholung umgewandelt.
Die FIRSTBEAT ANALYTICS Software „untersucht“ dann zusätzlich während der Aktivität das Verhältnis von Bewegungsgeschwindigkeit und Intensität. Nicht nur die Berechnung der VO2max, sondern aller Leistungsstatistiken erfolgen bei GARMIN nach diesem Prinzip. Zudem wird eine, an die Analysedaten gekoppelte KI (Künstliche Intelligenz) genutzt.
Während der Trainingseinheit muss die Herzfrequenz mindestens über einen Zeitraum von 20 min bei 70% (oder höher) der max. *Die Firstbeat Analytics-Engine filtert eingehende Signale automatisch, um sicherzustellen, dass nur repräsentative Daten für die Erkennung des VO2max-Fitnessniveaus der Benutzer verwendet werden.
Auf Garmin Radcomputern und Multisport Uhren werden tendenziell höhere (ca.
Die VO2max beschreibt die Fähigkeit des Körpers, eine bestimmte Menge Sauerstoff über die Lunge in den Körper aufzunehmen und über den Blutkreislauf zu den Muskeln zu transportieren, wo er zur Energiegewinnung genutzt wird. Dabei wird ein definierter Zeitraum betrachtet, in dem der Sauerstoff aufgenommen wird (z.B. 1 Minute). Der Zusatz „max“ beschreibt, dass es sich um die größtmögliche Sauerstoffmenge und deren Verarbeitung im Körper handelt.
Einige Sportuhren und Fitnessarmbänder messen die VO2max automatisch. Für diejenigen, die mehr über die Verwendung speziell in Sportuhren wissen möchten, haben wir diesen Artikel erstellt. Er hilft, die Sportuhr besser zu verstehen und einzuschätzen, ob sie möglicherweise Unsinn erzählt.
Für körperliche Aktivitäten ist eine ausreichende Sauerstoffaufnahme sehr wichtig. Je höher die Sauerstoffaufnahme VO2, desto leistungsfähiger ist der Sportler. VO2 steht für Volumen (V) und Sauerstoff (O2). Die Sauerstoffaufnahme steigt mit der Intensität der körperlichen Belastung.
Diese Relation kann gemessen und zur Ableitung verschiedener gesundheitlicher Aspekte genutzt werden. Für Sportler sind vor allem die maximal möglichen Leistungen von Bedeutung. Zu deren Messung steht die VO2max zur Verfügung, die ab einem bestimmten Trainingszeitpunkt auftritt und dann auf einem Niveau „verharrt“.
Das bedeutet, dass dann die maximale Sauerstoffaufnahme erreicht ist und nicht mehr gesteigert werden kann. Die Steigerung genau dieses Niveaus kann durch gezielte Übungen je nach vorhandenem Fitnessniveau trainiert werden, d.h. die Sauerstoffaufnahme und -verarbeitung pro Zeiteinheit erhöht werden, und mit guten Sportuhren kontrolliert und automatisch aufgezeichnet werden.
Das Ergebnis ist vor allem eine Leistungssteigerung, da mehr Energie pro Zeiteinheit umgesetzt werden kann, obwohl man sich nicht mehr anstrengen muss.
Sportuhren verwenden die so genannte relative VO2max. Diese bezieht sich auf Menge, Zeit und Körpergewicht. Dadurch ist eine vergleichbare und realistischere Einschätzung möglich. Gemessen wird die relative VO2max in der Einheit Milliliter pro Kilogramm pro Minute (ml/kg/min).
VO2max ist die Grundlage für eine der wichtigsten Beurteilungen eines Sportlers: die Leistungsfähigkeit. Das heißt, wie viel Energie der Körper für eine bestimmte Leistung maximal bereitstellen und verbrennen kann. Oder anders ausgedrückt: Wie intensiv der Körper arbeiten muss, um eine bestimmte Leistung zu erbringen.
Experten verwenden verschiedene Begriffe, wenn sie über die VO2max sprechen.
- Relativer VO2max: Milliliter pro Kilogramm pro Minute (ml/kg/min)
- Absoluter VO2max: Liter pro Minute (L/min)
Eine sehr genaue Auswertung der persönlichen Sauerstoffaufnahme erhält man in einem Labor oder Institut für Leistungsdiagnostik. Dort können Interessierte z.B. im Rahmen einer so genannten Spiroergometrie mit Hilfe eines Laufbands oder Fahrrad-/Ruderergometers sowie einer speziellen Atemmaske eine genaue, aufwendige und teure Messung u.a.
Sportuhren und Fitnessarmbänder haben diese Möglichkeiten nicht, sondern errechnen und schätzen indirekt aus mehreren Faktoren einen Näherungswert. Im Vergleich zu Labormessungen können Sportuhren eine Schätzgenauigkeit von ca. 95% erreichen, so zumindest die Angaben von Firstbeat (mehr zum VO2max-Algorithmus von Firstbeat (PDF)), dessen Algorithmus in vielen Sport- und Fitnessuhren namhafter Hersteller zu finden ist.
Dazu gehören Garmin, Suunto, Withings, Huawei und seit kurzem auch Casio mit der GBD-H1000. Die Genauigkeit hängt von mehreren Faktoren ab, wie wir weiter unten erläutern. Vor allem benötigt die Uhr Sensoren, die möglichst genau messen können, wie z.B.
Der VO2max wird z.B. von vielen Garmin Sportuhren beim Gehen und Laufen automatisch ermittelt. Während er bei Garmin einfach VO2max heißt, verwenden Polar Laufuhren den Begriff Running Index, der eng mit dem VO2max verbunden ist.
Dazu benötigt die Uhr korrekte persönliche Daten wie Alter, Geschlecht und Körpergröße. Zusammen mit diesen und den während der Aktivität gesammelten Daten errechnet die Uhr einen individuellen Wert. Die wichtigsten Daten aus den Aktivitäten sind die Herzfrequenz und die Lauf- bzw. Gehgeschwindigkeit, die zueinander in Beziehung gesetzt werden.
Kommen Daten von weiteren Sensoren hinzu, wie z.B. GPS-Daten, ist eine noch genauere Auswertung möglich. Denn mit GPS-Daten kann die Laufgeschwindigkeit wesentlich genauer bestimmt und Höhenunterschiede können berücksichtigt werden. Zum Beispiel ist es für die Berechnung relevant, ob man sich in großer Höhe mit weniger Sauerstoff befindet.
Garmin greift bei einigen Modellen zusätzlich zu den GPS-Daten auf Daten von integrierten oder koppelbaren Wettersensoren zurück. Diese erkennen z.B. besonders schwüles Wetter und können dies in Relation zu den Leistungsdaten setzen. Achten Sie deshalb beim Kauf einer Sportuhr auf einen integrierten GPS-Empfänger.
Übrigens: Je genauer es sein soll, desto mehr und genauere Sensoren sollte die Uhr haben. So kann sie den Einfluss der Umgebung auf die Leistung besser erkennen und einordnen. Auch Stopps und Starts sowie andere Störfaktoren werden von intelligenten Algorithmen erkannt und bei der Schätzung des VO2max berücksichtigt.
Die folgende Grafik des Anbieters Firstbeat Technologies Oy zeigt Beispiele für mögliche Störquellen. Das Unternehmen ist auf physiologische Analysen für Wellness und Sport spezialisiert und wandelt verschiedene Daten in personalisierte Informationen über Training, Stress und Erholung um.
Bevor die Sportuhr eine gute Schätzung abgeben kann, muss sie in den ersten Wochen ihren Träger sozusagen erst einmal kennen lernen. Vor allem seine Herzfrequenz und sein Trainingsverhalten. So kann sie mit der Zeit Messfehler besser erkennen und einordnen. Zu Messfehlern können auch verschiedene andere Störquellen beitragen.
Insgesamt sollte man mitnehmen, dass bei einem solchen Algorithmus in Sportuhren tatsächlich sehr viele Daten im Hintergrund einfließen, damit eine realistische Einschätzung herauskommen kann. Neben persönlichen, Gesundheits-, Trainings- und Sensordaten fließen auch Daten aus der Wissenschaft und Erfahrungswerte ein.
Damit die Uhr die Fortschritte besser messen, einordnen und den Träger informieren und motivieren kann, ist es wichtig, dass die Uhr mindestens mit GPS ausgestattet ist, so oft wie möglich getragen wird und regelmäßig im Freien trainiert wird. Steht kein GPS zur Verfügung, kann ein Laufsensor mit der Uhr gekoppelt werden.
Die Sauerstoffaufnahme beeinflusst unter anderem unsere Ausdauerleistung. Diese nimmt mit zunehmendem Alter ab, unabhängig davon, ob man trainiert oder nicht. Regelmäßiges Training führt jedoch zu einer langsameren Abnahme, so dass die allgemeine Fitness im Vergleich zu Gleichaltrigen in der Regel besser ist und sich auch auf die Lebenserwartung auswirkt.
Um eine Vorstellung davon zu bekommen, welche Werte bei Sportlern üblich sind, hier einige Vergleichswerte.
Die folgende Tabelle zeigt, welche Werte im jeweiligen Alter als gut und welche als weniger gut gelten.
| Anfänger | Fortgeschrittene | Profis | Weltspitze | |
|---|---|---|---|---|
| Männer | 25-33 rel. bzw. < 3,7 abs. | 40-58 rel. bzw. abs. | > 65 rel. bzw. > abs. | > 80 rel. bzw. > abs. |
| Frauen | 22-30 rel. bzw. < abs. | 36-48 rel. bzw. abs. | > 60 rel. bzw. > abs. |
Idealerweise sollte ein individuell angepasster Trainingsplan befolgt werden, um die VO2max zu steigern.
- Anfänger: Anfänger sollten nicht zu intensiv, sondern eher regelmäßig und moderat trainieren.
- Fortgeschrittene mit bereits guten Werten: Kurze, intensive Belastungen von mindestens 3 bis 15 Minuten Dauer innerhalb einer Trainingseinheit. Dies kann z. B. ein Intervalltraining oder ein HIIT-Training sein.
Die Verbesserung der VO2max dauert in der Regel mehrere Wochen bis Monate. Bei regelmäßigem Training sind Steigerungen von 10-20% innerhalb von 10 Wochen möglich, während es ohne Training bereits nach 2-4 Wochen zu einem starken Abfall der VO2max kommt, z.B.
Regelmäßiges Training mit ausreichenden Erholungspausen ist daher wichtig, um eine gute VO2max zu erhalten. Ist ein Training nicht möglich, kann jede körperliche Aktivität helfen, den Abfall der VO2max zu verlangsamen. Zum Beispiel durch viel Gehen, Treppensteigen usw.
Damit eine Sportuhr den VO2max möglichst genau berechnen kann, ist es wichtig:
- die richtigen Gesundheitsdaten in der App/Uhr zu hinterlegen.
- die Uhr sollte möglichst oft getragen werden. Suchen Sie sich daher eine Sportuhr, die zu Ihrem Handgelenk passt.
- Personen mit einer bereits guten VO2max haben es schwerer, diese weiter zu verbessern.
- ab dem 30. Lebensjahr sinkt die VO2max um ca.
Ein guter VO2max-Wert ist für die meisten Sportarten wichtig, besonders aber für Läufer, Radfahrer, Schwimmer oder auch Skilangläufer.
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