Navigation und Kartenfunktionen
Die Stärke der Garmin-Sportuhren liegt seit Jahren in der Navigation. Die Garmin Fenix 8 glänzt hier auf ganzer Linie. Sie bietet verbesserte Kartenfunktionen, einschließlich dynamischem RoundTrip Routing und bereits vorinstallierter Topokarten für Europa. Das ist von Vorteil, wenn man die Uhr auspackt und sofort loslegen kann. Die Details der Karte sind beindruckend und gut ablesbar. Wer mit dem Rad in der Stadt unterwegs ist, kann bei Vergrößerung sogar Straßennamen lesen. Im Vergleich zu Konkurrenzmodellen wie der Suunto Race sind die Karten besser. Die Frage ist höchstens, welche Detailgenauigkeit man überhaupt benötigt. Gut navigieren über die Landstraßen oder Routenfindung beim Laufen abseits befestigter Wege ist auch mit der Suunto Race möglich.
Dank der vorinstallierten topologischen Karten für ganz Europa wird die Navigation deutlich einfacher. Zusätzlich gibt es über 40.000 Golfplätze und 2.000 Karten für Skigebiete in der ganzen Welt. Anhand der Distanz, die du Laufen oder Biken möchtest macht dir die Fenix 6 Routenvorschläge. Mit dieser Funktion bin ich allerdings noch nicht richtig warm geworden, da die Berechnung der Routen sehr lange dauert und nicht immer die schönsten Strecken vorgeschlagen werden.
ClimbPro Funktion
Dank der ClimbPro Funktion wird das Höhenprofil in einzelne Anstiege zerlegt, was einen deutlich genaueren Einblick in die zu fahrenden Anstiege ermöglicht.
Trainingsfunktionen für Radfahrer
Heutzutage kannst du dein Fahrrad mit vielen Geräten verbinden, darunter ein Edge-Fahrradcomputer, ein Herzfrequenz-Brustgurt und Rally-Powermeter. Diese Produkte erfassen alle erforderlichen Daten, damit du deine Performance beim Radfahren besser verstehen und steigern kannst. Dank Firstbeat Analytics, der integrierten Garmin-Plattform für die Datenanalyse, kannst du das Fahrrad auch mit dir selbst verbinden. Du erhältst Einblicke in deine Trainingsbelastung, deinen Trainingszustand, deine Erholungszeit, deinen Fitnesslevel u. v. m.
Die Fenix bietet personalisierte Trainingsvorschläge, die auf Metriken wie Leistungszustand, Belastung in den letzten Tagen, dem VO2max Wert und weiteren basieren. Das Ziel dieser Vorschläge ist es, deine Leistung kontinuierlich zu verbssern. Mir gefällt das gut, weil ich so Trainingsanweisungen bekomme, ohne einen bestimmten Trainingsplan verfolgen zu müssen. Die Trainingsvorschläge stehen aber nur für die Sportarten Laufen udn Radfahren zur Verfügung (beim Radfaren wird ein Leistungsmesser benötigt).
Trainingspläne und Wettkampfvorbereitung
Für einen einfachen, unkomplizierten Trainingsplan, der nur noch darauf wartet, dass du loslegst, kannst du aus sechs verschiedenen Optionen in der Garmin Connect App wählen. Es wird sich hierbei auf Strecken-Ziele (einschließlich 100 Meilen und 100 Kilometer) oder auf Ziele nach Radtyp (kurze Rennen, Zeitfahren oder Mountainbiking) konzentriert. Du kannst dabei dein Leistungsniveau wählen, die Anzahl der Wochen, die du dafür zur Verfügung hast und die Anzahl der Stunden, die du in diesen Wochen für das Training investieren möchtest.
Adaptive Trainings sind genau das Richtige für dich, wenn du bis zu einem bestimmten Datum ein Ziel erreichen möchtest - egal, ob es sich dabei um ein bestimmtes Rennen oder ein Event handelt, oder um ein Ziel, das du dir selbst gesetzt hast. Diese Option des Rad-Trainingsplans in Garmin Connect passt sich an deinen individuellen Fortschritt an. Wenn du z.B. ursprünglich Schwellenintervalle absolvieren solltest, aber deine kompatible Garmin-Smartwatch in der Nacht aufgezeichnet hat, dass du schlecht geschlafen hast, kann der Plan am nächsten Morgen geändert werden.
Mit dem neuen Wettkampf-Widget kannst du Informationen für die Vorbereitung auf den Wettkampf anzeigen, darunter eine speziell für den Wettkampftag geltende Leistungsprognose, das Wetter am Wettkampftag und einen Countdown.
Trainingsbereitschaft
Auf dem Forerunner 955 gibt es eine coole neue Funktion: die bahnbrechende Trainingsbereitschaftsfunktion. Damit erfährst du, wie dein Körper an diesem Tag auf ein Training reagieren wird.
Einfach gesagt: Deinem Fahrradcomputer fehlen zwei wichtige Komponenten für die Berechnung: 24/7 aufgezeichnete Erholungsdaten (sogar die leidenschaftlichsten Fahrerinnen und Fahrer nehmen ihren Fahrradcomputer nicht mit ins Bett) und Daten zur Schlafqualität. Außerdem bezieht der Forerunner 955 Stressdaten der letzten Tage, den HFV-Status und Schlafdaten der vorherigen zwei Nächte ein. Auch diese Informationen liefert nur ein Wearable.
HFV-Status
Die neue1 HFV-Statusfunktion ist gerade in aller Munde. Was aber ist die HFV (Herzfrequenzvariabilität) eigentlich? Es sieht folgendermaßen aus. Dein Herz schlägt nicht ständig im gleichen Takt. Der Abstand zwischen zwei Herzschlägen ist immer etwas unterschiedlich. Diese Abweichung im Hinblick auf die Länge kann eine Reaktion auf die Atmung sein, kann aber auch mit Stress, Sport, Krankheit, Alkohol usw. im Zusammenhang stehen. Wenn deine HFV also nicht mit deinem eigenen HFV-Grundwert übereinstimmt, macht dein Körper evtl.
Zum Reduzieren externer Einflüsse wird die HFV beim Forerunner 955 nachts gemessen, während du schläfst. Dadurch ergeben sich im Vergleich zu Daten anderer Marken deutliche Vorteile bezüglich der Bereitstellung zuverlässiger Einblicke. Auf diese Weise kannst du deine allgemeine Gesundheit, deine Erholung und deine Trainingsleistung besser verstehen. Bei der oben erwähnten Trainingsbereitschaftsfunktion wird nicht nur die aktuelle HFV berücksichtigt. Vielmehr wird die HFV der letzten 7 Tage mit deinen persönlichen Grundwerten verglichen.
Gesundheitsüberwachung und Smartwatch-Funktionen
Die Garmin Fenix 8 ist zudem mit Funktionen zur Gesundheitsüberwachung ausgestattet, darunter PulseOX5 am Handgelenk, Body Battery, Jetlag Ratgeber, Schlafcoach und Nickerchen-Erkennung. Nach dem Aufwachen erstellt die Smartwatch einen individuellen Morgenreport, der einen Überblick über die Schlafqualität der letzten Nacht inklusive Herzfrequenzvariabilitätsstatus (HRV) bietet. Funktionieren kann das nur, wenn die Pulsmessung über das Handgelenk zuverlässig funktioniert.
Die Messung der Herzfrequenz über das Handgelenk ist eine Funktion, die Garmin über die Jahre stetig verbessert hat. Gegenüber der Fenix 7 wurden keine Unterschiede festgestellt. Die Werte erscheinen meistens realistisch - es gab im Testzeitraum aber auch Fehlmessungen. In einem Fall zeigte die Garmin Fenix 8 kurz nach dem Start Leistung im Maximalpuls-Bereich an - der mit dem Pulsgurt gemessene Wert auf einer anderen Uhr zeigte realistische, niedrigere Werte an.
Body Battery
Anhand von Puls und Sauerstoffsättigung im Blut ermittelt die Fenix 6 deine “Body Battery”, die dir helfen soll den richtigen Zeitpunkt für dein nächstes Training zu finden.
Musik und kontaktloses Bezahlen
Auf dem Forerunner 955 kannst du bis zu 2.000 Songs von bestimmten Streaming-Services wie Spotify und Amazon Music offline speichern. Verbinde das Gerät mit deinen drahtlosen Kopfhörern und folge dem Takt. Garmin Pay ist eine andere super Funktion. Bezahle damit kontaktlos direkt über die Uhr.
Vergleich mit anderen Modellen
Vergleicht man sie mit Konkurrenzprodukten bietet sie mehr Funktionen und bessere Karten. Wer Smartwatch-Funktionen oder die Bezahlfunktion will, muss zur Garmin Fenix 8 greifen - es gibt außerhalb der Garmin-Welt keine vergleichbares Konkurrenzprodukt. Anders sieht es aus, wenn man eine reine Multisportuhr sucht. In einem Punkt ist die Suunto Race überlegen: die Bedienung über eine digitale “Krone”. Bei mechanischen Uhren diente dieses Rädchen zum Einstellen der Uhrzeit. Das kleine Rädchen der Suunto Race steuert durchs Menü und lässt sich auch mit Handschuhen gut bedienen. Besonders praktisch unterwegs: man kann per Rädchen in die Karte rein- und rauszoomen. Bei der Garmin Fenix 8 erfolgt das über Tastendruck, was während der Fahrt oder beim Laufen deutlich komplizierter ist.
Wer aber nicht so viel Geld ausgeben will, kann zwischen der Garmin Fenix 7 und der Suunto Race wählen. Die Garmin 7 bietet mehr (Smartwatch)-Funktionen und die Suunto Race das bessere Display. Beide Uhren bieten hohe Genauigkeit bei der GPS-Positionsbestimmung und lassen sich gut über die Apps steuern und mit Diensten wie Strava verbinden. Größter Unterschied: die Suunto setzt auf Open Source Karten.
Technische Daten und Modellvergleich
Garmin hat die Produktpalette der Fenix mit dem letzten Release deutlich erweitert. Den Kunden stehen damit zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten zur Verfügung.
Grundsätzlich gibt es die Fenix 6 in zwei Varianten: die “normale” und die Pro. Die Pro-Varianten beinhalten zusätzliche Features wie Karten, WLAN und das Speichern von Musik.
Bei der Größe gibt es drei Modellvarianten:
- Fenix 6s (klein)
- Fenix 6 (mittel)
- Fenix 6x (groß)
Wie sich das in Größe und Gewicht bemerkbar macht, zeigt dir folgende Tabelle:
| 42 mm | 47 mm | 51 mm | |
|---|---|---|---|
| Physische Größe | 42 x 42 x 13,80 mm | 47 x 47 x 14,70 mm | 51 x 51 x 14,90 mm |
| Anzeigegröße | 30,40 mm (1,20 Zoll) Durchmesser | 33,02 mm (1,30 Zoll) Durchmesser | 35,56 mm (1,40 Zoll) Durchmesser |
| Anzeigeauflösung | 240 x 240 Pixel | 260 x 260 Pixel | 280 x 280 Pixel |
| Gewicht | 61 g | 83 g | 93 g |
Technische Daten: Fenix 6s Pro
- Größe: 42 x 42 x 13,80 mm
- Displaydurchmesser: 30,40 mm
- Auflösung des Displays: 240 x 240 px
- Gewicht: 61 g (mit Armband)
- Wasserdichtigkeit: 10 ATM
- Farbdisplay: Ja
- Speicher: 32 Gb
- Speicher erweiterbar: Nein
- Touchdisplay: Nein
Verwandte Beiträge:
- Garmin Navi Motorrad wasserdicht: Test & Kaufberatung
- Garmin Coach Radfahren: Dein persönlicher Trainingsplan für optimale Leistung
- Shimano Powermeter mit Garmin verbinden: Anleitung & Tipps
- Garmin Motorrad Navi 595 Test & Vergleich: Beste Navigation für Biker
- Die ultimativen Schottland Mountainbike Routen: Dein umfassender Guide für Abenteuer auf zwei Rädern!
- E-Bike-Akku richtig laden: Ultimative Tipps für maximale Lebensdauer und Leistung
Kommentar schreiben