Garmin & K-Edge Rennrad Halterung Test: Die perfekte Position für deinen Radcomputer

Der GPS-Radcomputer soll am Fahrrad perfekt im Blickfeld liegen. Das ist der Job der Halterung, die auch noch stabil und sicher sein soll. Und schön soll es auch noch aussehen.

K-Edge Halterungen im Detail

Die edlen Halterungen aus Aluminium für GPS-Radcomputer sorgen für elegante Befestigung am Lenker oder Vorbau. Die K-Edge Halterungen gibt es für Radcomputer von Garmin, Wahoo, Sigma, Lezyne & Co. Solch eine Halterung dürfte mehrere Generationen GPS-Geräte überleben. Um flexibel auf die verschiedenen Befestigungen der Hersteller reagieren zu können, setzt K-Edge auf Kunststoff Einsätze in den ansonsten aus massivem Aluminium gefrästen Haltern.

Unterscheiden kannst du sie entweder anhand der Farbe oder an der Form. Wenn du später mal den Radcomputer wechselst, kannst du dir einfach einen neuen Einsatz für rund 5 Euro kaufen. Sollte die GPS-Marke wechseln oder ein Kunststoff Einsatz brechen gibt es das Insert einzeln als Ersatzteil.

Um zusätzlich eine Action Cam unter den GPS Computer zu montieren, bietet K-Edge Combo Modelle an oder es gibt eine GoPro Halterung als Zubehör. Es gibt mittlerweile so viele K-Edge Halterungen. Von der klassischen Out-Front Aero Halterung über Modelle für spezielle Lenker-Hersteller und Formen bis zur TT-Bike Auflieger Halterung. Hier stelle ich dir mal meine Favoriten vor.

Verschiedene K-Edge Modelle im Überblick

Out-Front Aero Halterung: Die klassische Halterung vor dem Lenker. Gibt es aktuell leider nur noch für Lenker-Durchmesser von 31,8 mm. Eine 35 mm Oversized Lenker Variante soll es bald wieder geben. Für unterschiedlich große Geräte gibt es diese Halterung in verschiedenen Längen. Die kurze Sport Mount Version für kleine Fahrradcomputer wie Sigma ROX oder Garmin Edge 840, 540, 130. Für die großen Garmin EDGE Geräte empfehle ich die lange MAX XL Version.

Adjustable Stem Mount: Verfügt dein Rad über einen Ahead Vorbau, dann finde ich den Adjustable Stem Mount perfekt geeignet. Kostet rund 39 Euro. Standard Abdeckkappe abschrauben, K-Edge Mount dazwischen (bei Bedarf noch Spacer) und Ahead-Kappe wieder drauf schrauben. Über das geschraubte Gelenk wird der Radcomputer perfekt in dein Blickfeld ausgerichtet.

Bei Rädern mit längerem Vorbau finde ich diese Variante am besten geeignet. Der GPS Fahrradcomputer sitzt schön auf dem Vorbau. Gut im Blickfeld und geschützt. Auch wenn du mal ohne GPS unterwegs bist, stört die Halterung nicht die Optik des Bikes. Wenn es am Vorbau eng wird, kannst du den Halter auch nach hinten zeigen lassen. Ich habe das mal an einem eMTB probiert wo durch kurzen Vorbau und Display wenig Platz war. Schaut auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig aus, funktioniert in der Praxis aber gut.

Lediglich der Blick muss deutlich weiter weg von der Straße wandern, wenn du während der Fahrt auf das Display schauen möchtest. Diese Art der Vorbau-Haltung gibt es auch in einer nicht verstellbaren Variante für rund 30 Euro. Finde ich aber nicht so praktisch, da bei den meisten Rädern an denen ich den K-Edge getestet habe eine Verstellung für Passung oder bessere Sichtbarkeit gut getan hat.

Boost Stem Mount: Gerade am Mountainbike mit seinen extrem kurzen Vorbauten und Stufen zum Lenker wird es mit der klassischen verstellbaren Ahead Halterung eng. Zusätzliche Spacer um die Halterung nach oben zu bringen sind da nicht wirklich schön. Genau dafür hat K-Edge den Boost Stem Mount entwickelt. Da ist eine Stufe direkt am Gelenk zwischen Ahead-Befestigung und GPS-Halterung integriert.

Gravity Cap: Noch kompakter wird es mit der Gravity Cap für die Ahead Vorbau Kappe. Vorhandene Kappe vom Ahead Vorbau abschrauben, K-Edge Gravity Cap mit der beiliegenden Schraube befestigen und zum Schluss mit den Mini-Schräubchen den Einsatz befestigen. Kniffelig ist dabei, die runde Kappe perfekt auszurichten, dass die Navi später gerade sitzt.

Wenn die Aero Halterung nicht ganz nahe am Vorbau sitzt, also an der dicksten Stelle vom Lenker, dann wird es nicht richtig stabil. Der Toleranzbereich ist einfach so knapp ausgelegt und es fehlen Gummieinlagen um Lücken auszugleichen. Ich hatte das Problem bei einem eBike, wo durch das E-Bike-Display kaum Platz war. Am Rand wurde der Lenker schon wieder dünner, wodurch der Klemmbereich nicht mehr reichte. Als Lösung habe ich etwas Isolierband drunter gewickelt. Wurde aber trotzdem nie so richtig stabil.

Die meisten Halter gibt es in unterschiedlichen Farben, so dass du sie passend zum Design deines Rades kombinieren kannst.

Alternativen zu K-Edge Halterungen

Neben K-Edge gibt es auch andere Hersteller, die hochwertige GPS-Halterungen anbieten:

  • Alpitude Stelvio Mount: Der im Herzen der Dolomiten gefertigte Stelvio Mount ist mit allen Garmin Edge-Modellen kompatibel und mit federleichten 15 g die leichteste Halterung, die es momentan zu kaufen gibt.
  • Tune Porteur: Die Edelschmiede Tune ist bekannt für ihre exklusiven und sehr hochwertig verarbeiteten Komponenten.
  • Quad Lock: Die Navigation mit Smartphones erfreut sich dank der einfachen Bedienung und großen Alltagstauglichkeit zunehmender Beliebtheit. Die Quad Lock-Halterung bringt 91 g auf die Waage und wird zentral auf den Vorbau montiert.
  • Raceware Direct: Die leichten und preiswerten GPS-Halterungen von Raceware Direct werden im 3D-Druckverfahren gefertigt.

Garmin QuickFit Fahrradhalterung im Test

Wenn du deine Garmin Smartwatch am Lenker deines Bikes befestigen möchtest, bietet Garmin dafür eine praktische Fahrradhalterung für Uhren mit Quickfit Verschluss an. Ich habe sie getestet.

Die Quickfit Fahrradhalterung hört auf den sperrigen Namen Quarter-Turn Bike Mount. Der Name leitet sich aus der Viertel-Umdrehung ab, die gemacht werden muss, um das Gerät von der Halterung zu lösen oder zu befestigen. Das Quarter-Turn Mount Prinzip gibt es schon länger für Garmin Fahrrad-Navigationsgeräte. Vor kurzem hat Garmin dieses Prinzip um eine Halterung für Uhren, die über einen Quickfit-Verschluss für Armbänder verfügen, erweitert.

Das funktioniert folgendermaßen: Die Uhr wird vom Armband getrennt und in die passende Halterung eingespannt. Anschließend wird beides mit einer Drehung an der Fahrradhalterung, die am Lenker mit Gummibändern befestigt ist, angebracht.

Lieferumfang und Montage

Im Lieferumfang sind Fassungen in drei verschiedenen Größen enthalten. Außer den drei Fassungen sind mehrere Gummibänder, mit denen die Halterung (die „Base“) am Lenker befestigt wird, enthalten. Nichts wirkt so als würde es schnell brechen. Auch die Gummibänder zur Befestigung machen einen stabilen Eindruck.

Die Befestigung geht in wenigen Minuten von der Hand. Die Gummibänder sitzen vor allem an einem dicken Mountainbikelenker recht straff, verleihen dem Ganzen aber einen festen Halt. Der Wechsel der Uhr vom Handgelenk an den Lenker geht ebenfalls sehr schnell. Einfach das Armband abnehmen und das Gehäuse der Uhr in die Halterung einspannen.

Quickfit Fahrradhalterung im Praxistest

Am Lenker sieht das ganze sehr clean aus. Zwar ragt die Halterung etwas in die Höhe, was mich aber nicht weiter stört. Viel wichtiger ist mir guter Halt. Der ist auch auf langen Wurzeltrails zu jeder Zeit gegeben. Auch die Lesbarkeit des Displays ist immer gut. Der größte Vorteil ist aber das einfache anbringen und abnehmen der Uhr mit einer kleinen Drehung. Auch die aufgeräumte Optik am Lenker, wenn die Uhr abgenommen ist, gefällt mir gut.

Alternativen zur Quickfit Fahrradhalterung

In der Vergangenheit hatte ich meine Fenix immer an einer Gummihalterung am Lenker montiert. Das hat zwar auch funktioniert, das anbringen und abnehmen der Fenix war aber deutlich aufwändiger, weil das Armband um die Halterung geführt und festgezurrt werden muss. Kein Vergleich zur Quickfit Fahrradhalterung. Auch die Optik der Gummihalterung ist weniger aufgeräumt, weil sie auch am Lenker bleibt, wenn die Uhr abgenommen wird.

Garmin Varia RTL Halterung von 4Frames

Als leidenschaftlicher Radfahrer setzte ich schon seit geraumer Zeit auf das Garmin Varia RTL Fahrrad-Radar und Rücklicht, jedoch war ich mit der mitgelieferten Halterung nie wirklich zufrieden. Zwar ließ sich das Licht mühelos anbringen und die Halterung war schnell an einem anderen Fahrrad montiert, doch die Verwendung von Gummibändern führte stets dazu, dass ich das Licht während meiner Touren permanent nachjustieren musste, da es sich nach außen drehte.

Mit dem Wechsel auf das Canyon Aeroroad stellte sich heraus, dass die Halterung nicht mehr wirklich passend war. Ich machte mich auf die Suche nach Alternativen und stieß im Internet auf eine Halterung von 4Frames, die aus dem 3D-Drucker stammt und damit ein äußerst interessantes Projekt darstellt.

4Frames ist ein Projekt, das von drei begeisterten Fahrradfahrern aus Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen wurde. Die Jungs teilen nicht nur die Leidenschaft fürs Radfahren, sondern haben auch eine ausgeprägte Vorliebe für die Konstruktion von Fahrradteilen. Ihre Produkte zeichnen sich durch eine bemerkenswerte Nachhaltigkeit aus, da sie zu 99% aus recycelbaren Materialien bestehen. Zudem sind sie in Eigenregie entworfen und werden mittels 3D-Drucktechnologie hergestellt.

Die Halterung kostet inklusive Versand 41,80 € und wurde innerhalb weniger Tage geliefert. Ausgepackt macht die Halterung einen hochwertigen Eindruck. Die Verarbeitung ist gut, weist lediglich die typischen „3D-Druck“-Merkmale auf. Mit einem Gewicht von 43g ist die Halterung 10g schwerer als die originale Garmin-Halterung.

Für die Montage muss lediglich eine Schraube gelöst, die Halterung am Fahrrad befestigt und die Schraube wieder festgedreht werden. Die 4Frames-Halterung hat sich auf zahlreichen Radtouren als zuverlässig erwiesen. Obwohl der Preis sicherlich gerechtfertigt ist, empfinde ich ihn für eine „reine Halterung“ als etwas hoch. Dennoch erfüllt die Halterung ihre Versprechen und überzeugt durch ihre Robustheit, wobei die zusätzlichen 10 Gramm kaum ins Gewicht fallen.

Fazit

Extrem hochwertig und funktional. So habe ich die Halterungen von K-Edge im Test erlebt. Insbesondere die Modelle für den Ahead-Vorbau sind super praktisch. Das einzige, was gegen einen Kauf spricht ist der Preis. Mit 25 bis 70 Euro ist so eine K-Edge Halterung kein Schnäppchen. Sollte aber mehrere Generationen GPS-Radcomputer aushalten und sich im Falle eines Systemwechsels per Zubehör-Inlays auf andere Bike-Computer-Marken umrüsten lassen.

Sehr elegante Lenkerhalterungen aus leichtem und stabilem Aluminium - toll. Besonders gut haben mir die Modelle für den Ahead Vorbau gefallen. Die GPS-Navigation findet dort ihren perfekten Platz.

Die Quickfit Fahrradhalterung ist ein teurer Spaß, aber auch sehr praktisch. Wenn du deine Uhr häufig am Lenker an- und abnimmst und auf einen cleanen Look am Bike stehst, kann ich dir die Quickfit Fahrradhalterung empfehlen.

Vorteile Nachteile
Sehr praktisch Preis
Hält die Uhr gut am Lenker Zu viel im Lieferumfang
Gute Verarbeitung

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