Garmin VIRB: Action-Cam für Motorradfahrer im Test

Action-Cams sind heutzutage weit verbreitet und erfreuen sich großer Beliebtheit bei allen, die ihre Aktivitäten aufzeichnen möchten. Insbesondere Motorradfahrer nutzen diese Kameras schon lange, um ihre Fahrten in Bild und Ton festzuhalten. Die Onboard-Kameras werden immer besser.

Die Garmin VIRB ist eine solche Action-Cam, die vom Navigationsspezialisten Garmin entwickelt wurde. Garmin hat mir im Rahmen ihrer Test the VIRB-Aktion eine dieser feinen Action Cams zum Testen überlassen. In gut sechs Monaten hat die VIRB nun während einigen Einsätzen auf diversen Motorradtouren ihr Können gezeigt.

Design und Ausstattung

Die VIRB ist klein und gut tragbar und hat auf der Oberseite ein LCD-Display, was die Justierung vereinfacht, sowie einen besonders großen Schalter. Der kleine Bruder des VIRB Elite kommt mit schmalerer Ausrüstung, ohne Höhen- und Beschleunigungsmesser und ohne WLAN oder GPS-Modul. Dafür ist der Action-Camcorder auch um rund 100 EUR günstiger als das Geschwister-Modell.

Im Gegensatz zu anderen Actioncams hat der VIRB trotz seiner kompakten Maße ein 1,4 Zoll großes Chroma-Display, mit dem eine Bildkontrolle möglich ist. Zudem lassen sich darüber Einstellungen vornehmen, ohne dass die Kamera aus der Halterung herausgenommen werden muss.

Bild- und Tonqualität

Die Aufnahmen haben eine gute Qualität, da das Licht immerhin auf einen 1/ 2,3 Zoll großen CMOS-Sensor trifft. Mit diesem hat er den 1/ 2,3 Zoll großen CMOS-Sensor, der mit 16 Megapixel auflöst, gemeinsam. Daher sind auch die Fotos mit einer Auflösung von 16 Megapixel ausgestattet und annehmbar.

Allerdings verfügt der Garmin-Camcorder nur über einen digitalen Bildstabilisator, der Wackler etwas mindert. Gute Bildstabilisierung. Ton nur mäßig: Bässe und Höhen beschnitten. Mit Hilfe der Verzerrungskorrektur LDC werden Bilder ebenfalls optimiert.

Die Verzerrung bei Weitwinkeleinstellung ist stark und die Blende reagiert bei Änderung von Lichtverhältnissen eher langsam. Jedoch wird der Motorsound echt wiedergegeben, Fahrtwindgeräusche sind sehr dominant.

Bedienung

Die VIRB lässt sich dank integriertem Farbdisplay, über das alle Menüeinstellungen vorgenommen werden, leicht und schnell bedienen. Mit dem großen und griffigen Schieberegler, der seitlich angebracht und auch in extremeren Situationen gut erreichbar ist, kann jederzeit die Direktaufnahme gestartet werden.

Wer noch mehr Bedienkomfort will, kann die VIRB dank ANT+ mit anderen Garmin Geräten koppeln und dann über diese bedienen. 2) Habe auch ein Garmin Navi ( geht sowohl mit Navigator5 als auch mit Zumo 390 ), und man kann dieses als Fernbedienung nutzen.

Es gibt die Möglichkeit, die Kamera mit dem Smartphone zu koppeln und dann über die VIRB Mobile App zu steuern. Ebenfalls an Bord sind GPS, Kompass und barometrischer Höhenmesser. So können Höhen- und Positionsdaten direkt in Videos eingebettet werden.

Ein weiterer Vorteil ist die einfache Bedienung, selbst mit Handschuhen. Ein W-Lan sorgt für eine komfortable Kommunikation mit dem Tablet oder Smartphone um das Aufnahmebild zu kontrollieren und die Kamera zu bedienen.

Alternativen im Vergleich

Im Vergleich zu anderen Action-Cams wie der GoPro Hero 3+ zeigt die VIRB sowohl Vor- als auch Nachteile. Die GoPro bietet eine super Videoqualität und bewegt sich auf Profiniveau. Allerdings ist sinnvolles Zubehör für Motorradfahrer teuer.

Die Midland XTC-280 bietet eine ausgezeichnete Bildqualität und einen guten Ton. Die HD PRO 2 macht einen sehr soliden Eindruck und lässt sich einfach bedienen, liefert aber nur vergleichsweise bescheidene Video- und Tonqualität.

Die Contour +2 bietet eine solide Verarbeitung, die Ausstattung ist aber eher bescheiden. Die Verarbeitung ist solide, die Ausstattung aber eher bescheiden. Insgesamt eine wertige Kamera, die aber ihren Preis hat.

Vor- und Nachteile

Vorteile:
  • Einfache Bedienung
  • Gute Bildqualität
  • Robustes und wasserdichtes Gehäuse
  • ANT+ Konnektivität
  • Lange Akkulaufzeit
Nachteile:
  • Dominante Fahrtwindgeräusche
  • Teures Zubehör
  • Kein WLAN oder GPS-Modul in der Basisversion

Zusätzliche Aspekte

Es ist möglich, die Virb während der Fahrt zu laden, ohne dass größere Gehäuseklappen offenstehen und Wind und Wetter ausgesetzt sind. Die neue wasserdichte Garmin VIRB Ultra 30 brilliert mit gestochen scharfen Aufnahmen in 4K/30fps, klarem Sound, auch unter Wasser, Sprachsteuerung und Sensordateneinblendung in den Videos, die sich in Echtzeit teilen lassen.

Viele Action-Sportler besitzen heute schon Garmin GPS-Geräte. Gerade für diese ist die Möglichkeit der Fernbedienung ein enormer Mehrwert und macht das Filmen sehr komfortabel", so Peter Weirether, Produktmanager Outdoor bei Garmin Deutschland.

360-Grad-Kameras im Test (2018)

Im Jahr 2018 wurden auch 360-Grad-Kameras getestet, die eine Rundumsicht ermöglichen. Einige der getesteten Modelle waren die GoPro Fusion, die Garmin Virb 360 und die YI Technology 360 VR.

Kamera Videoauflösung und FPS Max. Fotoauflösung Besonderheiten
GoPro Fusion 5.2K (4.992 x 2.496) 30p, 3K (2.880 x 1.620) 60p 18 MP Schärfstes Bild, satte Farben, digitale Bildstabilisierung
Garmin Virb 360 5.7K/30 FPS, 5K/30 FPS, 4K/30 FPS, 3K/60 FPS 15 MP Gute Bildqualität, neutrale Farbwiedergabe, robuste Bauweise
YI Technology 360 VR 5.7K (5.760 x 2.880) 30p, 1.920 x 960, 120p 16.6 MP Anständige Foto- und Videoqualität, gute Bildstabilisierung

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