Das Garmin GPS Zumo XT wurde speziell für Motorradfahrer entwickelt und verspricht eine deutliche Verbesserung gegenüber der Nutzung von Navigations-Apps auf dem Smartphone.
Erster Eindruck und Installation
Beim Auspacken des Zumo XT entsteht zunächst ein gemischter Eindruck. Die beiliegende Kurzanleitung, die auf den Einbau durch einen Fachhändler hinweist, kann verwirrend sein. Die Installation verlief im Test überraschend problemlos.
Hardware und Display
Hinsichtlich der Hardware kann das Zumo XT voll überzeugen. Das 5,5 Zoll große HD-Display ist auch bei starker Sonneneinstrahlung sehr gut lesbar. Deutlich verbessert gegenüber dem Vorgänger Zumo 595 LM wurde auch das Display. Sowohl die Auflösung als auch der Kontrast und die Display-Helligkeit an sich erlauben jetzt eine gute Ablesbarkeit auch bei Sonnenschein und hellem Tageslicht.
Das Display reagiert sensorisch und ist folglich auch mit Handschuhen gut bedienbar. Die Prozessoren sind besser und mit ihnen sind Routenberechnungen ein ganzes Stück schneller als beim Vorgänger. Dazu wurde dem Navi ein Akku mitgegeben, der, natürlich je nach Nutzung des Displays, tatsächlich mehrere Stunden ohne Anschluss an eine Stromversorgung mitspielt.
Die Kombination von Topo-Karten, Straßenkarten und sogar Satellitenbildern macht auf dem hochwertigen Display eine echte Freude. Vor allem auf Reiseenduros war es nun endlich möglich auf die parallele Recherche am Handy zu verzichten.
Wasserdicht und Robust
Das äußerst robuste und wasserdichte Motorrad-Navi (IPX7) ist auch den harten Touren gewachsen. Das Gerät ist wasserdicht nach Schutzklasse IPX 7. Das bedeutet, es sollte außer Spritz- und Strahlwasser sogar ein kurzes Untertauchen in Wasser aushalten - ohne dass man das unbedingt ausprobieren sollte.
Akkulaufzeit
Bei einer Beleuchtungshelligkeit von 100% hält der Akku bis zu 3,5 Stunden. Maximal sind 6 Stunden möglich, wenn du die Standardeinstellung wählst.
Navigation und Software
Direkt auf dem Gerät lässt sich unkompliziert ein Ziel eingeben und die Tour dorthin wird schnell berechnet. Das Garmin Zumo XT kommt mit Tripadvisor und Foursquare.
Garmin’s zūmo XT 2 kommt mit vorinstallierten Karten für Europa, die lebenslange Updates ermöglichen. Karten für andere Regionen, wie Nordamerika, können ebenfalls hinzugefügt werden. Für Abenteurer stehen topografische Karten und BirdsEye-Satellitenbilder ohne Abonnement zur Verfügung.
Dank Bluetooth- und WLAN-Konnektivität lässt sich das Garmin zūmo XT 2 problemlos mit Smartphones koppeln. Auf diese Weise können Anrufe sicher per Freisprechfunktion entgegengenommen und weitere Funktionen genutzt werden. Besonders praktisch ist die Integration mit der Garmin Tread-App, die vielfältige Möglichkeiten bietet.
Echtzeit-Updates zu Wetter- und Verkehrslage helfen bei der Planung unterwegs, während Tankstellen, Werkstätten und Motorradattraktionen entlang der Route angezeigt werden.
Mit einer individuell anpassbaren Benutzeroberfläche lässt sich das Motorrad- Navi perfekt auf die Bedürfnisse des Fahrers abstimmen. Die praktische Split-Screen-Ansicht ermöglicht es, gleichzeitig Karten und zusätzliche Informationen wie POIs oder Höhenprofile anzuzeigen.
Zahlreiche Extras können unterwegs nützlich sein: Ein Trip-Recorder erfasst Fahrdaten für Analysen, während Widgets wie Wetterinfos, Kalendereinträge und Sonnenzeiten praktische Zusatzinfos liefern. Die Kartenansicht kann individuell angepasst werden, um Verkehrsdaten, Geländeprofile oder Tankstellen anzuzeigen.
Garmin BaseCamp
Die Planung einer mehrtägigen Reise oder einer größeren Tour lässt sich direkt am Gerät schwer bewerkstelligen. Das muss man dann doch am PC erledigen. Und hier gibt es für mich die nächste Schwachstelle. Ich muss mir erst das Garmin BaseCamp (Planungssoftware mit allerlei Features) herunterladen. Für mich, die sich einfache und schnelle Lösungen wünscht, eine nervige Angelegenheit.
Besondere Funktionen
Speziell für Motorradfahrer entwickelt, liefert das zūmo XT 2 zahlreiche nützliche Informationen. Sicherheitsfunktionen des zūmo XT 2 bieten ein Plus an Schutz. Warnungen vor scharfen Kurven, Bahnübergängen und Tempolimits helfen, Risiken zu vermeiden.
Adventurous Routing hilft beim Finden kurvenreicher und bergiger Strecken. Und umgekehrt lassen sich frei gefahrene Touren mit der integrierten Trackaufzeichnung speichern und später wieder nachvollziehen.
Mit Real Directions etwa kommen die Ansagen zum Abbiegen oder Ausfahrten an Hand von Straßennamen und real sichtbaren Wegepunkten aufs Ohr. Es gibt Warnungen vor Gefahrenstellen, Verkehrsmeldungen und Wetteransagen in Echtzeit. Besonders erwähnt sei an dieser Stelle auch die automatische Unfallerkennung, die an einen vorher festgelegten und eingespeicherten Kontakt eine SMS mit den genauen Standortdaten sendet.
Und bei Routenplanen punktet das Navi mit der Adventourous Routing Funktion. Hier sucht das Navi eine schöne Motorradstrecke zu einem gewählten Ziel. Im Praxistext im vertrauten Gebiet wählte das Navi zwar nicht die wirklich großartigen Geheimtipps, doch wählte mit einer sehr guten Treffsicherheit schöne Motorradstrecken. In unbekanntem Gebiet kann man so rasch und unkompliziert eine wunderbare Tour zum nächsten Tourpunkt starten.
Unterwegs im ländlichen Gebiet kann man mit der Reiseenduro nun auf Feldwege abbiegen und auf unbefestigten Straßen neue Pfade beschreiten. Dabei kann man sich vorher auf dem Navi einen Überblick über das Gelände verschaffen. Die Geländedarstellung ist detailreich und die Navigation ist einfach und läuft gut.
Sobald man die Offroadwelt wieder verlässt kann man sich wieder entspannt zurücklehnen und lässt sich vom Navi entlang der Straßenkarte zum nächsten Tourpunkt leiten. Reiseenduristen welche gerne neue Wege entdecken und beschreiten werden begeistert sein.
Halterung und Montage
Die im Lieferumfang enthaltene Halterung ist nett aber zum Beispiel für den Lenker der Honda Africatwin zu klein dimensioniert. Man muss sich dann selbst um eine passende RAM Halterung kümmern. Aus meiner Sicht das größte Minus ist jedoch die Verbindung vom Navi mit der Halterung. Wer die fetten und stabilen Halterung von den älteren Offroad-Navis von Garmin gewohnt ist wird überrascht sein. Die Halterung wirkt fummelig, klein und wenig robust. In der Praxis ist mit Handschuhen auch das Einrasten nicht 100% perfekt spürbar und etwas hakelig.
Auf den ersten Blick scheint die Halterung eines Motorradnavigationsgerätes vergleichsweise nebensächlich, schließlich wird sie nur einmal montiert und verbleibt dann in der Regel dauerhaft an ihrem Platz. Da ist es besonders wichtig, dass im Lieferumfang der Halterung nicht nur eine gewisse Auswahl an Befestigungsmaterial vorhanden ist, auch die Einstellmöglichkeiten sollten vielfältig sein. Je mehr Gelenke und Verstellebenen in die Haltearme integriert sind, desto besser und störungsfreier lassen sich die Navis positionieren.
Praktisch ist die schnelle und werkzeuglose Änderung der Formatansicht des Displays: Nach Lösen einer Knebelmutter ist das Gerät schnell um 90 Grad gedreht, so lässt es sich auch schnell an den Sonnenstand anpassen.
Auch die Verbindung des Navigationsgerätes mit der Halterung ist nicht optimal konstruiert. Ein klar spür- und hörbarer Einrastpunkt fehlt, ein Kontrollrütteln ist unerlässlich.
Konnektivität
Wer mit Freunden immer wieder mal GPX Daten austauscht kann dies z.B sehr einfach via WhattsApp machen. Die Datei aus Whatts App einfach mit Hilfe der Drive App ins Garmin Explore spielen und dort wieder via Drive App ins Navi holen. Somit muss man nicht den Umweg über das eher mühsame Garmin BaseCamp nehmen. Auch das klappte im Test überraschend schnell und einfach.
Alternativen
Zwei grundverschiedene Systeme haben wir in diesem Test unter die Lupe genommen und getestet: Autarke Navigationsgeräte mit GPS-Empfänger und integriertem Kartenmaterial, die ohne Zusatzgerät oder -verbindung den vorgegebenen Weg finden, und solche, die wie das Beeline Moto II oder das Carabc D501 ein Smartphone als Stütze benötigen.
Preis und Fazit
Das Garmin Zumo wird um rund 500 Euro verkauft. Hier aktueller Preis von POLO und bei AMAZON. Damit ist das Navi in Sachen Preis an der Spitze der Motorradnavis angesiedelt. Wer die Funktionsvielfalt schätzt und nutzt wird zufrieden sein. Wer bei all den genannten Features nur verwundert die Nase rümpft und diese ohnehin nicht nutzt, der ist mit einer günstigeren Option auch gut bedient.
Insgesamt werden sich alle Interessenten außer über eine zeitgemäße Hardware, gute Karten und eine durchweg gute Ausstattung sicher auch über den im Vergleich zu den Vorgängern deutlich niedrigeren Preis freuen.
Das neue Garmin Zumo XT überflügelt das Vorgängermodell tatsächlich in jeder Hinsicht. Das größere Display ist heller und schärfer, die Routenberechnung erfolgt schneller. Die drei unterschiedlichen Kartendarstellungsmodi stellen jeden zufrieden und die Geräte-Ausstattung ist umfangreich.
Plus: 5,5 Zoll großes HD-Display, Track-Recorder, Karten-Updates inklusive, Live Traffic & -Wetter.
Hinsichtlich der Hardware kann das Zumo XT voll überzeugen, Schwachpunkte gibt es bei der Software.
Zusammenfassend
Das Garmin Zumo XT bietet eine Vielzahl von Funktionen und eine robuste Bauweise, die es zu einem idealen Begleiter für Motorradfahrer macht. Trotz einiger Schwächen in der Software und der Halterung überwiegen die Vorteile, insbesondere das helle Display und die vielseitigen Navigationsmöglichkeiten.
Das Garmin Zumo XT2 ist gegenüber seinem Vorgänger dem Garmin Zumo XT keine Weltneuheit, aber ein absolutes Top- Gerät unter der Motorrad Navis. Alle Änderungen sind gleichzeitig auch Verbesserungen. Besonders die Routenplanung am Gerät wird jetzt deutlich vereinfacht. Die Verbindung zur Tread App bietete im Test einige neue Möglichkeiten und Vereinfachungen.
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