Gazelle E-Bike Test: Umfassender Überblick und Testberichte

Die E-Bike-Branche erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Insgesamt hat der Fachhandel in Deutschland im vergangenen Jahr 3,85 Millionen Fahrräder und Elektrofahrräder verkauft - das waren nach Angaben des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V.) 2,53 Prozent weniger als 2023. Der Markt für E-Bikes ist entsprechend groß und unübersichtlich, das Produktportfolio ist riesig. Unterschiedliche Modelle konkurrieren mit unterschiedlichen Antriebskonzepten.

Wir haben bislang insgesamt 36 E-Bikes für Sie getestet.

Was ist ein E-Bike?

Pedelec steht als Abkürzung für Pedal Electric Cycle. Dabei handelt es sich um ein Fahrrad mit Elektromotor, der erst dann seine unterstützende Wirkung entfaltet, wenn man in die Pedale tritt. Ohne eigene Kraftanstrengung bewegt sich ein E-Bike bzw. Pedelec also nicht vorwärts. Der Gesetzgeber legt den rechtlichen Rahmen für ein E-Bike fest. Die Motorunterstützung darf nur bis 25 Stundenkilometer aktiv sein, bei höheren Geschwindigkeiten muss sich diese abschalten. Eine Anfahr- bzw. Ein Pedelec darf jeder fahren, es erfordert weder Zulassung oder Versicherung noch einen Führerschein und auch eine Helmpflicht besteht nicht (wir raten dennoch dringend zu einem Fahrradhelm).

S-Pedelecs sind die schnellen E-Bike-Varianten - das »S« steht schließlich für »Speed«. Maximal 45 Stundenkilometer sind erlaubt, der Motor leistet im Gegensatz zum Pedelec mehr als 250 Watt. Da es sich rechtlich nicht mehr um ein Fahrrad handelt, werden Zulassung, Führerschein (ab Klasse AM, bis 2013 Klasse M), Versicherungsschutz und Nummernschild benötigt. Zudem besteht eine Helmpflicht.

E-Bike Typen

Nahezu jede Gattung, die es für klassische Fahrräder gibt, ist inzwischen auch als E-Bike erhältlich. Citybikes sind, wie es der Name schon verrät, primär für den Stadtverkehr konzipiert. Das fängt an bei der Bereifung und macht sich in einer komfortablen Sitzhaltung mit guter Umsicht im Verkehr und einem einfachen Einstieg bemerkbar. Wer ständig an roten Ampeln anhalten muss, will schließlich schneller vom Rad runter als ein Sportler, der lange Strecken am Stück zurücklegen kann.

Trekkingräder erweitern das Arbeitsumfeld eines Citybikes. Sie sind prinzipiell auch sehr komfortabel, erlauben jedoch durch ihre robuste Bauweise und kräftigere Reifen mit Profil auch problemlos einen Abstecher über einen Feld- oder Waldweg.

Mountainbikes sind ebenfalls als E-Bikes zu haben. Sie sind für wilde Ausritte über Stock und Stein konzipiert und haben kraftvolle Motoren, um auch starke Anstiege zu bewältigen. Als Hardtails bezeichnet man Mountainbikes, die über keine hintere Federung verfügen, sondern lediglich mit einem gefederten Vorderrad ausgestattet sind.

Natürlich sind auch Rennräder als E-Bike erhältlich.

Motorvarianten bei E-Bikes

Bei E-Bikes unterscheidet man Mittelmotor, Hinterrad- und Vorderradnabenmotor. In der Regel ist der Mittelmotor am ehesten zu empfehlen. Er sorgt für einen tiefen Schwerpunkt und eine gleichmäßige Gewichtsverteilung durch eine tiefe Position mittig am Tretlager. Ein Mittelmotor ermöglicht sehr sportliches Fahren. Kurze Kabelwege erweisen sich als Vorteil, weil so die Störanfälligkeit auf ein Minimum reduziert wird.

E-Bikes mit Mittelmotor sind meistens etwas teurer, weil eine spezielle Rahmenkonstruktion erforderlich ist. Kette, Kettenblatt und Ritzel sind höheren Belastungen ausgesetzt.

Beim Hinterrad- und Vorderradnabenmotor muss man mit Einbußen beim Fahrkomfort rechnen. Entweder ist das Rad hecklastig oder der vorne angebrachte Motor kann das Lenkverhalten negativ beeinflussen, die Gabel wird stärker belastet. Auf rutschigem Boden ist sogar ein Durchdrehen des Vorderrades möglich.

Ein Motor an der Hinterachse ist in der Regel angenehm leise und ermöglicht eine direkte Kraftübertragung für ein dynamisches Fahren.

Akkus bei E-Bikes

Bei älteren und einfachen E-Bikes befindet sich der Akku im Bereich des Gepäckträgers. Das sieht recht antiquiert aus. Optisch schöner sind Lösungen, bei denen der Akku teilweise oder sogar komplett in den Rahmen integriert ist.

In wenigen Fällen ist der Akku fest verbaut. Das hat gleich mehrere Nachteile. Das Fahrrad muss in der Garage oder an einer Außensteckdose geladen werden, da sich der Akku nicht mit ins Haus nehmen lässt. Wer gerne sehr große Strecken zurücklegt, hat mitunter einen Ersatzakku dabei. Das geht nicht, wenn dieser nicht austauschbar ist.

Je größer die Akku-Kapazität, desto besser, weil dadurch die Reichweite des E-Bikes zunimmt. Üblich sind Kapazitäten zwischen 250 und 600 Wattstunden (Wh).

Wieviele Kilometer sich mit einer Akkuladung zurücklegen lassen, hängt von ganz vielen Faktoren ab, pauschale Angaben sind deshalb schwierig und mit Vorsicht zu genießen. Entscheidend ist, in welchem Modus man fährt. Ebenfalls hängt die Reichweite vom Gewicht des Fahrers, der Beschaffenheit der Strecke und den Windverhältnissen ab.

Bosch hat im Internet einen nützlichen Reichweiten-Assistenten eingerichtet. Hier kann man ganz verschiedene Parameter wie Gewicht, Geschwindigkeit, Fahrmodus, Trittfrequenz, Fahrbahnbeschaffenheit etc. Wie weit kommt man mit dem E-Bike unter bestimmten Voraussetzungen?

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Ein E-Bike sollten Sie unbedingt persönlich Probe fahren. Neben objektiven Kaufkriterien gibt es nämlich auch subjektive. Sitzen Sie bequem? Benötigen Sie einen anderen Lenker? Ergibt ein gefederter Sattel Sinn? Fachhändler konfigurieren Ihnen Ihr Fahrrad auf ihre individuellen Vorlieben hin.

Motorkonzept und Akku haben wir bereits thematisiert. Ein wichtiges Thema ist auch, wie leistungsstark der Motor ist. Werfen Sie hierzu zur ersten Orientierung einen Blick auf die Newtonmeter-Angabe. Die Bosch-Antriebssysteme gehören zu den besten am Markt. Sie liefern je nach Motor zwischen 40 und 75 Newtonmeter.

Bei 40 Newtonmetern ist die Tretunterstützung gering. In sehr hügeliger Landschaft bringt ein E-Bike erst ab 60 Newtonmetern Spaß. Bei starken Anstiegen bleiben Sie dann ganz entspannt, im »Turbo«-Modus genießen Sie einen extremen Vorschub.

Für Arbeitnehmer, Selbstständige und Unternehmer kann sich das Leasen eines E-Bikes lohnen. Die Besteuerung des geldwerten Vorteils für die private Nutzung wurde von 1 % auf 0,5 % reduziert.

Ein anderes Thema ist die Art der Gangschaltung. Hierbei konkurrieren Naben- und Kettenschaltungen. Speziell wenn Sie sich für ein Pedelec mit dem von uns bevorzugten Mittelmotor interessieren, entscheidet die verwendete Schaltung über die effektiv nutzbare Antriebskraft. Ein E-Bike mit Nabenschaltung entfaltet bis auf wenige Ausnahmen am Berg nie die Wucht einer Tretunterstützung mit Kettenschaltung. Bauartbedingt kann erst eine Kettenschaltung das volle Leistungsvermögen des Motors freigeben.

Wichtig: Da hier große Kräfte auftreten, müssen Ritzel und Kette entsprechend stark dimensioniert sein. Im bergigen Gelände ist eine Kettenschaltung deshalb die erste Wahl, in der Stadt kann hingegen eine Nabenschaltung vollkommen genügen.

Wichtig ist nicht nur die Beschleunigung, sondern auch das Bremsverhalten. Unterziehen Sie die Bremsen deshalb einem Test. Sind sie ausreichend dimensioniert?

Nützlich ist ein im Dunkeln beleuchtetes Display, auf dem man nicht nur den gewählten Fahrmodus sieht, sondern auch die verbleibende Restkapazität des Akkus (in Prozent oder als Restangabe in Kilometern), gefahrene Gesamtkilometer und Tageskilometer. Bei vielen E-Bikes lässt sich das Licht auch über die Display-Einheit einschalten.

Mittlerweile sparen sich erste Hersteller eigene Bordcomputer ein. Stattdessen muss man sich eine App auf seinem Smartphone installieren und kann das per Halterung am Lenkrad als Bordcomputer einsetzen, um die eben aufgeführten Parameter abzurufen. Wir halten nicht viel von dieser Lösung. Schließlich ist man darauf angewiesen, immer das Smartphone dabei zu haben.

Testberichte: Gazelle E-Bikes im Fokus

Gazelle Ultimate C5 HMB

Um viele Kilometer für das “Stadtradeln” in Pulheim zu sammeln, hat Patrick sich das Gazelle Ultimate C5 HMB in der High-Step Variante geschnappt. Das Gazelle Ultimate C5 HMB ist ein e-Bike, das sich sowohl für das tägliche Pendeln als auch für längere Touren eignet und dabei Fahrspaß und Komfort vereint.

„Das Gazelle Ultimate C5 ist optisch sehr ansprechend gestaltet”, findet unser Testfahrer Patrick. „Auf den ersten Blick wirkt das e-Bike erst einmal recht groß und setzt sich damit klar vom Trend zu den super schlanken e-Bike Designs ab. Doch besonders die cleane Optik des e-Bikes hat mir direkt gut gefallen. Der schlichte und gleichzeitig doch moderne Rahmen kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Durch den Diamant-Rahmen bekommt das e-Bike sogar einen leicht sportlichen Touch, was mir gut gefällt”, erklärt er bei der ersten Betrachtung des e-Bikes.

Das Gazelle Ultimate C5 HMB High-Step ist ein Allrounder, der für den täglichen Gebrauch konzipiert wurde. Mit seinem Komfort und seiner Ausstattung, wie einem stabilen Gepäckträger, erfüllt es alle Anforderungen an ein praktisches Trekking e-Bike.

Das Gazelle Ultimate C5 HMB High-Step ist mit dem leistungsstarken Bosch Performance Line Mittelmotor ausgestattet, der ein maximales Drehmoment von 75 Nm liefert. Der Motor bietet eine maximale Unterstützung bis zu 25 km/h und performt mit einer kraftvollen und gleichmäßigen Motorunterstützung. Der integrierte Bosch-Akku, der je nach Modellvariante eine Kapazität von 500 oder 625 Wattstunden bietet, ermöglicht eine Reichweite von bis zu 155 Kilometern im Eco-Modus.

Unser Testfahrer Patrick war von der Leistung des Gazelle Ultimate C5 HMB High-Step begeistert. Er lobte insbesondere die kraftvolle Motorunterstützung des Bosch Performance Line Motors sowie den hohen Komfort des e-Bikes: „Auch auf längeren Strecken hat es viel Spaß gemacht, mit dem Gazelle Ultimate C5 unterwegs zu sein. Das Bike fährt sich total angenehm und ist gleichzeitig super bequem. Auch die Motorleistung hat mich wirklich beeindruckt, selbst bei größeren Steigungen hatte ich immer genügend Power mit dem e-Bike.”

Mit einem Gewicht von 25,2 Kilogramm ist das Gazelle Ultimate C5 HMB High-Step zwar kein Leichtgewicht, aber dennoch gut handhabbar. Die robuste Konstruktion und die hochwertigen Materialien gewährleisten eine solide und langlebige Bauweise.

„Natürlich habe ich das e-Bike auch mal ein bisschen ohne Motorunterstützung ausprobiert.

Wer ein solides Trekking bzw. Fachhändler findenFahrräder AnzeigenScrollScrollen für mehrDas ultimative Gefühl von FreiheitMit diesem Fahrrad können Sie Ihre Freizeit voll und ganz auskosten. Und das Fahrerlebnis ist genauso komfortabel und sportlich wie der Look. Das Ultimate zeichnet sich durch sein innovatives und dynamisches Design aus und ist eine echte Augenweide. Machen Sie sich Ihr eigenes Bild davon.

Das Ultimate ist mit hochwertigen Teilen ausgestattet. Die Federgabel und die breiten Reifen sorgen für optimalen Komfort beim Radfahren. Mit den kraftvollen hydraulischen Scheibenbremsen stehen Sie sofort still. Auch das ist mit dem kraftvollen Bosch-Mittelmotor erlaubt.

Gazelle Grenoble C5

Das Gazelle Grenoble C5 ist ein hochwertiges City-E-Bike, das mit seinem starken Bosch-Antrieb, dem außergewöhnlichen Fahrkomfort und der edlen Optik überzeugt. Wir haben das E-Bike im Alltag getestet. Bereits nach der ersten Fahrt ist klar: Das Gazelle Grenoble C5 steckt kaum halb so teuren City-E-Bikes aus China locker in die Tasche. Die Verarbeitung ist tadellos, alle Komponenten sind gut aufeinander abgestimmt und fügen sich zu einem stimmigen Gesamtbild.

Unser Testrad ist die Version mit tiefem 40-cm-Einstieg, ideal für kleinere Fahrer, ältere Personen, Damen und alle, die Wert auf müheloses Auf- und Absteigen legen. Wem der klassische Look lieber ist, für den bietet Gazelle auch eine Variante mit Mittelstange an. Der edle Eindruck setzt sich beim großen Alurahmen fort. Das matte Weiß unseres Test-E-Bikes wirkt zeitlos, der dezente Gazelle-Schriftzug auf der Seite wirkt modern. An der Front prangt das Logo auf einer Metallplakette. Mit rund 25 kg Gewicht ist das Grenoble C5 kein Fliegengewicht, liegt aber im üblichen Rahmen für diese Klasse. Dafür ist es bis zu 130 kg belastbar und auch für schwerere Fahrer freigegeben.

Das Kabelmanagement ist vorbildlich: Nahezu alle Leitungen sind im Rahmen verlegt.

Gazelle hat das Grenoble C5 mit allem ausgestattet, was ein Premium-E-Bike für den Alltag braucht. Der stabile Gepäckträger ist für bis zu 27 kg Zuladung ausgelegt. Ein solider Ständer, der sich sauber ins Gesamtbild einfügt, ist ebenso an Bord wie vorbildliche Schutzbleche. Diese sind nicht nur breit dimensioniert, sondern verfügen im hinteren Bereich zusätzlich über einen transparenten Schutz, damit sich der Mantel oder flatternde Rock nicht in den Speichen verfängt.

Praktisch ist auch das integrierte Axa-Imenso-Rahmenschloss. Auch der Akku ist per Schlüssel gesichert und lässt sich zum Laden entnehmen. Sehr schön: Schloss und Akku nutzen den gleichen Schlüssel.

Insgesamt hinterlässt das Gazelle einen wertigen und durchdachten Eindruck. Hier wackelt und knarzt nichts, alles wirkt aus einem Guss.

Der Lenker ist Gazelle-typisch geschwungen und ermöglicht eine natürliche Handposition. Dabei lässt sich der Vorbau dank eines Schnellspanners werkzeuglos in Höhe und Winkel verstellen - perfekt, um die Ergonomie an individuelle Vorlieben anzupassen. Dieses smarte Detail haben wir so noch bei keinem anderen E-Bike in unseren Tests gesehen. Die Griffe sind weich gepolstert und angenehm zu halten.

Links am Lenker ist formschön eine Drehklingel integriert. Auf der rechten Seite übernimmt ein ausreichend leichtgängiger Drehgriff die Ansteuerung der 5-Gang-Nabenschaltung. Mittig thront das farbige Bosch-Kiox-300-Display, das alle wichtigen Fahrdaten übersichtlich darstellt. Es lässt sich abnehmen und so vor Diebstahl schützen. Die separate Bosch-Bedieneinheit für den Motor sitzt links am Lenker und liegt gut erreichbar unter dem Daumen. Das System kann sich außerdem mit einer App verbinden und sammelt so Statistiken und kann über Updates auf dem neuesten Stand gehalten werden.

Das Licht ist ein weiteres Highlight. Der helle Frontscheinwerfer wurde elegant ins Schutzblech integriert und ist dank transparenter Aussparungen auch seitlich zu sehen - top für die Sichtbarkeit im Straßenverkehr. Dank Lichtsensor schaltet sich die Lichtanlage automatisch ein und aus. Das Rücklicht ist ebenfalls ausreichend hell, eine Bremslichtfunktion gibt es aber nicht.

Sitzt man erstmals auf dem Gazelle Grenoble C5, fühlt man sich sofort wohl. Der tiefe Durchstieg erleichtert den Einstieg, der weich gepolsterte Selle-Royal-Sattel Lena schluckt zusammen mit der Sattelstützenfederung Stöße ab und die aufrechte, variable Sitzposition schont den Rücken. Selbst nach längeren Touren steigt man entspannt ab.

Dazu trägt auch die hochwertige Federgabel bei. Sie glättet Unebenheiten und sorgt zusammen mit den breiten Schwalbe-Reifen für ein sänftenartiges Fahrgefühl. Pflastersteine, Kopfsteinpflaster oder Feldwege sind für das Grenoble C5 kein Problem. Das ist Fahrkomfort auf ganz hohem Niveau. Wir sind selten ein E-Bike mit besserer Ergonomie gefahren.

Für den Vortrieb sorgt der starke Motor Bosch Smart System Performance Line. Mit 75 Nm Drehmoment beschleunigt er kraftvoll auf 25 km/h - und das nahezu lautlos. Der Antrieb ist perfekt auf das E-Bike abgestimmt. Über einen Gates-Riemenantrieb wird die Kraft an die 5-Gang-Shimano-Nabenschaltung im Hinterrad weitergegeben. Der Riemen läuft dabei völlig geräuschlos und ist - im Gegensatz zu einer klassischen Kette - nahezu wartungsfrei.

Die Shimano Nabenschaltung deckt einen guten Übersetzungsbereich ab. Im ersten Gang kommt man auch steile Hügel entspannt hoch, der fünfte Gang erlaubt entspanntes Dahinrollen mit Motorunterstützung. Die Gangwechsel erfolgen knackig und präzise.

Die hydraulischen Scheibenbremsen stammen von Tektro und bieten viel Bremskraft. Die Scheiben sind mit 180/160 mm üppig dimensioniert und verzögern das E-Bike jederzeit souverän.

Mit 600 Wattstunden Kapazität ist der Akku üppig dimensioniert. Er ist komplett im Unterrohr integriert und fällt so kaum auf. Zum Laden lässt er sich mit dem Schlüssel entriegeln und entnehmen - so kann das Rad im Keller bleiben, während der Akku in der Wohnung lädt.

Der mitgelieferte Bosch Standard Charger mit 4 Ampere Ladestrom benötigt rund 4 Stunden, um den großen Akku vollzutanken. Eine Ladeanzeige informiert über den Ladestand. Die Reichweite hängt stark vom Fahrstil, Gewicht, Umgebung, Temperatur, der gewählten Unterstützungsstufe und mehr ab. Wir gehen von 50 bis 100 km aus.

Mit einer UVP von 4200 Euro liegt das Gazelle Grenoble C5 preislich auf dem Niveau von Premiummodellen. Dafür bekommt man aber auch ein E-Bike der Luxusklasse mit feinsten Komponenten und einer Ausstattung, die keine Wünsche offen lässt. Das Gazelle Grenoble C5 HMB gibt es in einer aufgefrischten Smart-Wave-2025er-Version für 3300 Euro.

Das Gazelle Grenoble C5 ist ein E-Bike der Superlative. Selten haben wir ein so komfortables und mit Liebe zum Detail gebautes Elektrorad gefahren. Egal, ob der kraftvolle und leise Bosch-Antrieb, die hochwertige Lichtanlage oder das üppige Zubehör - hier stimmt alles. Vor allem der enorme Fahrkomfort hebt das Grenoble C5 von der Masse ab. Tiefeinsteiger, zwei Federungen, gute Reifen und der leicht verstellbare Ergonomie-Lenker machen den Unterschied.

Gazelle Arroyo C5 HMB Elite

Zwei Mitarbeitende der e-motion Zentrale hatten die Möglichkeit, e-Bikes von Gazelle auf Herz und Nieren zu testen. Als ich das Gazelle e-Bike nach der Testphase wieder abgeben musste, vermisste ich allerdings schnell das angenehme Fahrgefühl des City e-Bikes.

Auf den ersten Blick macht das Arroyo C5 mit der anthrazitfarbenen Lackierung und den lederbezogenen Lenkergriffe einen sehr hochwertigen Eindruck. Auch der leicht verstellbare Lenker, ein klassisches Gazelle-Merkmal, sowie der gefederte Gel-Sattel halten das Versprechen vom Komfort. So kann man das e-Bike nach Belieben einstellen und hat eine angenehme Sitzposition.

Angetrieben wird das e-Bike durch einen Bosch Performance Line Smart System Motor mit 75 Nm, der mich selbst am Berg nie im Stich gelassen hat. Es gibt vier Unterstützungsstufen. Hinzu kommt ein 500 Wh Akku, mit dem lange Fahrten locker möglich sind. Der Hersteller gibt eine maximale Reichweite von 130 Kilometern an. Der Akku lässt sich ganz einfach per Schlüssel entnehmen und an einer herkömmlichen Steckdose laden.

Außerdem ist das Gazelle e-Bike mit einem Riemenantrieb und hydraulischen Scheibenbremsen ausgestattet.

In der dreiwöchigen Testphase bin ich etwas mehr als 100 Kilometer im linksrheinischen Raum Köln gefahren. Hierbei legte ich die meisten Kilometer auf asphaltierten Fahrradwegen zurück. Hinzu kamen mal mehr mal weniger holprige und matschige Feld- und Waldwege.

Auf der Straße fährt das Arroyo C5 äußerst stabil und zuverlässig. Die breiten Reifen und das Leder an den Griffen bieten Grip auf dem Asphalt und an den Händen. Die Rücktrittbremse in Kombination mit zwei hydraulischen Scheibenbremsen, die per Hand aktiviert werden können, machten das Bremsen äußerst komfortabel. Es war dadurch vor allem auf Asphalt möglich, kontrolliert und mit kurzem Bremsweg zum Stehen zu kommen.

Der weiche, gefederte Sattel bietet in Kombination mit dem einstellbaren Lenker eine aufrechte Sitzposition bei gleichbleibend angenehmem Fahrgefühl, auch auf der 25 Kilometer Strecke. So lassen sich längere Strecken in der Stadt und im Umland gut meistern. Das stabile Fahrgefühl begeisterte mich selbst bei hohen Geschwindigkeiten über 25 km/h.

Das Gazelle Arroyo C5 ist ein Allzweck City e-Bike. Es überzeugt mit einem stabilen Fahrgefühl sowohl auf Asphalt als auch auf Waldwegen. Breite Reifen, ein massiver Rahmen und exzellente Bremsen geben einem auf jedem Untergrund und vor allem im Stadtverkehr das nötige Sicherheitsgefühl.

Weitere Gazelle Modelle im Überblick

  • Easyflow: Bietet viel Komfort und ermöglicht es, im Sattel sitzend bequem mit den Füßen den Boden zu erreichen.
  • Miss Grace: Robustes Modell mit Gepäckträgern vorne und hinten, ideal für den Transport von Gepäck und Taschen.
  • Makki Load: Lasten-E-Bike mit hoher Transportbox, in der Kinder sicher und geborgen mitfahren können.

Hinweise zu E-Bike Tests

Die Stiftung Warentest hat zuletzt im Mai 2024 neue E-Bikes getestet. In einer Umfrage der Stiftung gaben 84 Prozent der E-Bike-Besitzer an, mehr Rad zu fahren, seitdem sie ein Pedelec nutzen. 54 Prozent waren sicher, dass das Radfahren so mehr Spaß mache.

Im Test schneiden Räder mit leicht sportlicher Haltung, breitem Lenker, geringem Vorlauf des Vorderrades und nur minimaler Überhöhung des Lenkers sicher gut ab. Lässt man das Rad später mit einem schmaleren Lenker und höherem Vorbau individuell anpassen, haben die Fahreigenschaften nichts mehr mit dem getesteten Rad gemein.

Vor einem Kauf sollte man das Rad immer auf der steilsten Strecke testen, die man fahren will, sonst wird man trotz Motor am Berg schieben müssen.

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