Gebet für Motorradfahrer Schutz

Herr und Gott, wir stehen vor deinem Angesicht und rufen zu dir: Segne diese Motorräder, ihre Fahrer und Fahrerinnen und beschütze sie vor Unglück und Schaden. Lass’ sie Freude finden am Fahren und erhalte Ihnen die nötige Übersicht. Bewahre sie vor der Unachtsamkeit von LKW-und Autofahrern und schenke ihnen Geistesgegenwart, Coolness sowie das nötige Geschick, in gefährlichen Verkehrssituation richtig zu reagieren. Lass’ sie immer wieder wohlbehalten zuhause ankommen. Das gewähre uns durch Christus, unseren Herrn.

Ich will Dich loben, Du Gott des Himmels und der Erde, der Du die Welt geschaffen hast. Ich will Dich loben, der Du die Berge und die Seen, die Wiesen und die Wälder meinem Auge zeigst. Ich will Dich loben, der Du die Straße vor mir ausbreitest, die Straße mit dem glatten Asphalt.

Gott, wenn ich den Fahrtwind im Gesicht spüre, fühle ich Deine erfrischende Gunst. Wenn ich die Bäume und die Felder an mir vorbeigleiten sehe, so freue ich mich meines Lebens. Wenn ich mein Motorrad beschleunige, so drücke ich meine Lebensfreude aus. Doch Gott, wenn ich in den Morgen fahre, so weiß ich nicht, ob ich den Abend noch sehen werde. Gott, behüte mich vor Unfall und Gefahr, vor Leichtsinn und Übermut, behüte mich auf der Straße und bewahre mein Leben vor dem Tod. Gott, ich will Dich loben auf der Straße im frischen Fahrtwind, solange ich lebe. Amen! (aus dem Mogodi am 25. September 2005)

Völklingen - Die Freude, endlich wieder Fahrtwind zu spüren und sich in die Kurven zu legen, eint Bikerinnen und Biker verschiedener Religionen ebenso wie der Glaube an den einen Gott unter dessen Schutz sie sich stellen: Muslime, evangelische und katholische Christen und Mitglieder der Bahá’ì haben unter dem Motto „Begleitet und beschützt auf den Wegen des Lebens“ am Sonntag, 21. Mai, zum zweiten Mal ein interreligiöses Bikergebet gefeiert.

Dies sei deutschlandweit einzigartig, sagen die Initiatoren vom Interreligiösen Dialogkreis Völklingen. „Die Idee zu dem interreligiösen Bikergebet hatte im letzten Jahr der evangelische Pfarrer Klaus Köhler, der selbst gern Motorrad fährt - genauso wie ich“, sagt Prädikantin Ute Decker von der evangelischen Kirche, die den erkrankten Pastor vertrat.

„Ich kenne einige bei uns, die sehr gerne Motorrad fahren, aber das sind eher die Älteren“, sagt Muhammed Bektes. Rund 40 Personen waren der Einladung gefolgt, darunter auch Andrea und Thomas aus Gersweiler. „Hierher zu kommen ist uns sehr wichtig“, sagen beide. Das Paar ist bereits zum zweiten Mal beim interreligiösen Bikergebet dabei.

„Den kleinen Schutzengel, den es vor einem Jahr gab, habe ich bis heute als Glücksbringer an meiner Weste“, sagt Thomas. Jede Religion steuerte einen Text aus ihrer Heiligen Schrift zum Gebet bei, zu dem es einen kurzen Impuls gab. Imam Bektes wählte die Sure 113 des Korans: „Die Sure heißt auch der Tagesanbruch und ist eine Schutzsure, die gesprochen wird, um sich selbst zu schützen. Wir sollen bei Gott Zuflucht suchen.“ Für die Glaubensgemeinschaft der Bahá’í zitierte Monika Schwanengel aus Gedanken von Abdu’l-Baha, dem Sohn des Religionsstifters der Bahá’í. „Aufrichtigkeit und Liebe werden den Hass besiegen. (…) Gott verlässt die Kinder, die nach ihm streben, nicht.“

Für die Christen wählte Ute Decker den Psalm 139 „Von allen Seiten umgibst Du mich und hältst deine Hand über mir“. „Fahrerinnen und Fahrer aller Konfessionen sind heute vor dem Gott zusammengekommen, der uns Freiheit gibt, Motorrad zu fahren, der in allen Situationen bei uns ist. Auch zwei alteingesessene Völklingerinnen kamen zum Gebet - statt auf Motorrädern mit ihren Rollatoren. „Ich war noch nie bei einem Bikergebet, aber man muss eben mal was Neues wagen“, sagt die Seniorin und gesteht lachend: „Ich liebe diese Musik.

Abschließend eine Geschichte, die zum Nachdenken anregen soll:

Die Geschichte vom Blumentopf und dem Bier

Wenn die Dinge in deinem Leben immer schwieriger werden, wenn 24 Stunden im Tag nicht genug sind, erinnere dich an den “Blumentopf und das Bier“. Ein Professor stand vor seiner Klasse, nahm wortlos einen sehr grossen Blumentopf und begann diesen mit Golfbällen (oder große Flusskiesel) zu füllen. Er fragte die Studenten, ob der Topf nun voll sei. Sie bejahten es.

Dann nahm der Professor ein Behältnis mit Kieselsteinen und schüttete diese in den Topf. Er bewegte den Topf sachte und die Kieselsteine rollten in die Leerräume zwischen den Golfbällen (Steinen). Dann fragte er die Studenten wiederum, ob der Topf nun voll sei. Sie stimmten zu.

Der Professor nahm als nächstes eine Dose mit Sand und schüttete diesen in den Topf. Natürlich füllte der Sand den kleinsten verbliebenen Freiraum. Er fragte wiederum, ob der Topf nun voll sei. Die Studenten antworteten einstimmig “ja“.

Der Professor holte zwei Dosen Bier unter dem Tisch hervor und schüttete den ganzen Inhalt in den Topf und füllte somit den letzten Raum zwischen den Sandkörnern aus. Die Studenten lachten.

“Nun“, sagte der Professor, als das Lachen langsam nachliess, “Ich möchte, dass Sie diesen Topf als die Repräsentation Ihres Lebens ansehen. Die Golfbälle (großen Steine) sind die wichtigen Dinge in Ihrem Leben: Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre Gesundheit, Ihre Freunde, die bevorzugten, ja leidenschaftlichen Aspekte Ihres Lebens. Die Kieselsteine symbolisieren die anderen Dinge im Leben wie Ihre Arbeit, Ihr Haus, Ihr Auto. Der Sand ist alles andere, die Kleinigkeiten. Falls Sie den Sand zuerst in den Topf geben“, fuhr der Professor fort, “hat es weder Platz für die Kieselsteine noch für die Golfbälle. Dasselbe gilt für Ihr Leben. Wenn Sie all Ihre Zeit und Energie in Kleinigkeiten investieren, werden Sie nie Platz haben für die wichtigen Dinge. Spielen Sie mit den Kindern. Nehmen Sie sich Zeit für eine medizinische Untersuchung. Führen Sie Ihren Partner zum Essen aus. Es wird immer noch Zeit bleiben um das Haus zu reinigen oder Pflichten zu erledigen. Achten Sie zuerst auf die Golfbälle, die Dinge, die wirklich wichtig sind. Setzen Sie Ihre Prioritäten. Der Rest ist nur Sand.“

Einer der Studenten erhob die Hand und wollte wissen, was denn das Bier repräsentieren soll. Der Professor schmunzelte: “Ich bin froh, dass Sie das fragen.

Biker Kohelet 3:1

(aus: Motorradgottesdienst in Wiesloch am 13. Mai 2001) Thema: „Den Motor (meines Lebens) rund laufen lassen"

Prophet Kohelet (Altes Testament)

Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit:

  • 3:1 Mal ist das, mal was anderes angesagt, je nach dem:
  • 3:2 eine Zeit zum Gebären und eine Zeit zum Sterben, eine Zeit zum Pflanzen und eine Zeit zum Abernten der Pflanzen,
  • 3:2 eine Zeit zum Moped anmelden und eine Zeit zum Moped abmelden, eine Zeit zum Pflegen und eine Zeit zum Fahren,
  • 3:3 eine Zeit zum Töten und eine Zeit zum Heilen, eine Zeit zum Niederreißen und eine Zeit zum Bauen,
  • 3:3 eine Zeit zum Töten und eine Zeit zum Heilen, eine Zeit zum Niederreißen und eine Zeit zum Bauen,
  • 3:4 eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen, eine Zeit für die Klage und eine Zeit für den Tanz;
  • 3:4 eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen, eine Zeit fürs Auskurieren von Sturzfolgen und eine Zeit für den erneuten Kurventanz;
  • 3:5 eine Zeit zum Steine werfen und eine Zeit zum Steine sammeln, eine Zeit zum Umarmen und eine Zeit, die Umarmung zu lösen,
  • 3:5 eine Zeit zum Steine werfen und eine Zeit zum Steine sammeln, eine Zeit zum Umarmen und eine Zeit, die Umarmung zu lösen,
  • 3:6 eine Zeit zum Suchen und eine Zeit zum Verlieren, eine Zeit zum Behalten und eine Zeit zum Wegwerfen,
  • 3:6 eine Zeit zum Mopedkauf und eine Zeit zum Verkaufen, eine Zeit zum Behalten und eine Zeit zum Wegwerfen,
  • 3:7 eine Zeit zum Zerreißen und eine Zeit zum Zusammennähen, eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden,
  • 3:7 eine Zeit zum Zerreißen und eine Zeit zum Zusammennähen, eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden,
  • 3:8 eine Zeit zum Lieben und eine Zeit zum Hassen, eine Zeit für den Krieg und eine Zeit für den Frieden.
  • 3:8 eine Zeit zum Lieben und eine Zeit zum Hassen, eine Zeit für den Krieg und eine Zeit für den Frieden.
  • 3:9 Wenn jemand etwas tut - welchen Vorteil hat er davon, dass er sich anstrengt?
  • 3:9 Wenn jemand etwas tut - welchen Vorteil hat er davon, dass er sich anstrengt?

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