17-Zoll-Motorradreifen sind die gängigste Größe auf dem Markt. Diese Felgengröße hat sich als Standard durchgesetzt, sei es bei Supersportlern, Nakedbikes oder anderen Fahrzeuggattungen, die primär für die Straße entwickelt wurden. Wer eine 17-Zoll-Felge auf seinem Motorrad hat, kann von der enorm großen Auswahl beim Kauf der Reifen profitieren. Nicht ohne Grund verwenden die meisten Motorradhersteller 17-Zoll-Reifen als Standard. So lassen sich kleinere Räder agiler fahren und die bewegten Massen werden reduziert. Trotzdem ist aber noch eine gute Optik in Kombination mit Komfort auf der Straße gegeben.
Empfehlenswerte 17-Zoll-Motorradreifen
Damit dir die Kaufentscheidung etwas leichter fällt, stellen wir dir anbei einige sehr empfehlenswerte 17-Zoll-Motorradreifen vor:
- ContiSportAttack 4: Ein Hypersport Motorradreifen von Continental. Bereits der Vorgänger überzeugte im Test, hatte jedoch einige Nachteile. Laut Hersteller hat sich beim SportAttack 4 einiges verbessert.
- Pirelli Diablo Rosso 4: Einer der besten Reifen für Supersportler und Nakedbikes. Der komplett neu entwickelte Rosso IV vereint modernste Technologien bei Laufflächenmischung, Karkasse und Kontur.
- Metzeler Sportec M9 RR: Der Supersport-Reifen für die tägliche Dosis Schräglage. Der Reifen funktioniert einfach immer, egal bei welchen Asphalt- und Wetterbedingungen.
- Pirelli Diablo Supercorsa SP: Der Grip des Pirelli Diablo Supercorsa SP ist schlichtweg unschlagbar. Ist der Reifen erstmals auf Temperatur, so frisst er sich richtig in den Asphalt.
- Pirelli Angel GT II: Einer der besten Tourensportreifen auf dem Markt. Aus unserer Sicht ist Pirelli mit dem GT II ein Quantensprung gelungen.
- ContiAttack SM Evo: Einer der besten Supermoto-Reifen und gehört zu den Bestsellern in unserem Shop.
Adventure Reifen im Test
Das Reiseenduro-Segment wächst und wächst, also ziehen auch die Reifenhersteller nach. Adventure Reifen fürs Motorrad sind die idealen Begleiter für alle Abenteurer und Motorradreisenden, die auch gerne abseits befestigter Wege unterwegs sind. Abhängig vom Vorhaben können Adventure-Bike-Fahrer also den passenden Reifen für ihre Tour wählen. Adventure Reifen zeichnen sich durch ein gewisses Maß an Offroadfähigkeit aus. Je nach Modell und Auslegung können so auch Offroad-Passagen in Angriff genommen werden. Adventure Reifen sind dabei aber auch für die Straße geeignet. Besonders das Reisen ist mit Adventure-Reifen empfehlenswert, da so alle Bedingungen abgedeckt werden können und der Reifen allen Anforderungen entspricht.
Einige Beispiele für Adventure Reifen sind:
- Metzeler Karoo 4
- Pirelli Scorpion Rally
- Heidenau K60
- Michelin Anakee Wild
- Mitas E-09
- Conti TKC 80
Alles grobe Reifen für mittelernstes Gelände, die aber dennoch auch auf dem Asphalt gut performen wollen.
Dunlop Trailmax Raid: Ein neuer Stern am Adventure-Reifen-Himmel
Der brandneue Dunlop Trailmax Raid ist ein aufregender Neuzugang in der Welt der Reifen für Adventure-Motorräder. Mit seinem robusten Design und seinen vielseitigen Eigenschaften bietet er Motorradfahrern ein hervorragendes Fahrerlebnis sowohl auf befestigten Straßen als auch abseits der ausgetretenen Pfade. Der Trailmax Raid wurde speziell für den Einsatz auf Adventure-Bikes entwickelt, die sowohl auf der Straße als auch im Gelände eine gute Performance erfordern. Mit seinem tiefen Profil und den breiten Rillen bietet er eine hervorragende Traktion auf verschiedenen Oberflächen, einschließlich Schotter, Schlamm und Sand.
Ein weiterer Vorteil des Dunlop Trailmax Raid ist seine Haltbarkeit und Beständigkeit gegenüber Abnutzung. Die robuste Konstruktion des Reifens sorgt dafür, dass er den Herausforderungen des Geländes standhält und gleichzeitig eine lange Lebensdauer auf der Straße bietet. Trotz der soliden Laufleistung ist der neue Trailmax Raid aber deutlich weicher als zum Beispiel der Dunlop Mission, was ihm mehr Straßenperformance verleiht.
Insgesamt ist der Dunlop Trailmax Raid ein ausgezeichneter Reifen für Abenteuerlustige, die ihre Motorräder sowohl auf der Straße als auch im Gelände fahren möchten. Mit seiner Traktion, Haltbarkeit und dem hohen Fahrkomfort bietet er die perfekte Kombination für ein aufregendes und sicheres Fahrerlebnis. Egal, ob du dich auf eine lange Reise begibst oder einfach nur eine kurze Offroad-Tour machen möchtest, dieser Reifen wird dich nicht im Stich lassen.
Fahreindruck und Performance des Dunlop Trailmax Raid
Der Test startet auf den gewundenen Straßen der Toskana rund um die berühmte Stadt Siena. Auf einer Africa Twin starte ich in die ersten Kurven und bin gespannt, wie weit sich der TM Raid treiben lässt. Offroad-Reifen haben auf der befestigten Straße oft zwei Probleme. Einerseits ist oft ein ungutes, gewöhnungsbedürftiges Kippgefühl im Einlenkverhalten zu spüren, da die Kontur des Vorderrads durch grobe Stollen recht eckig ausfallen kann. Der TM Raid arbeitet hier auf zweierlei Wegen dagegen an. Einerseits sind die Stollen in der Waagrechte durch kleine, erhöhte Bereiche im Negativprofil zwischen ihnen verbunden, was die Eigenbewegung der Gummiblöcke minimiert. Zweitens werden die Querrillen im Profil zur Flanke des Reifens hin enger, wodurch bei höheren Schräglagen mehr Gummi auf der Straße aufliegt und so mehr Grip bieten kann.
In Kombination mit der recht runden Form des Vorderrads lässt sich der Trailmax Rald extrem harmonisch in die Schräglage drücken. Bei keinem Punkt der Schräglage sind Kipppunkte bemerkbar. Das Gripniveau ist auf den völlig trockenen Straßen auch kein Thema und so fräsen wir bald völlig ungehemmt mit kratzenden Fußrasten durchs italienische Winkelwerk und so wird der Marketingspruch Dunlops, dass der Reifen sich wie ein Straßenpneu anfühlen solle, zur Wahrheit. Fast! Denn mit Fingerspitzengefühl und Luchsohren ist auch der performante Reifen als Offroad-Gummi erkennbar. Bei höheren Geschwindigkeiten treten leichte Vibrationen auf und bei ca. 70 km/h ist im Sattel ein hohes Heulen zu vernehmen.
Auf feinen Schotterwegen fällt der klar spürbare Grenzbereich am Hinterrad auf. Obwohl ich echt kein Offroad-Hero und Drift-King bin, lässt sich der Moment des losbrechenden Hinterrads mit dem TM Raid sehr präzise einschätzen. Das macht das Dosieren des Gases am Kurvenausgang sehr einfach und kleine Drifts zaubern ein breites Grinsen unter den Helm.
Vor- und Nachteile des Dunlop Trailmax Raid
- Vorteile: Tolles Einlenkverhalten, guter Grip auf Asphalt, gute Performance im Gelände bis zum mittelgroben Gelände.
- Nachteile: Etwas enger stehende Stollen könnten die Selbstreinigung im Schlamm beeinträchtigen.
Preis und Verfügbarkeit
Der Dunlop Trailmax Raid wurde von Beginn an als performanter Premium-Reifen entwickelt und positioniert sich dementsprechend auch preislich so. Einen UVP gibt es bei Reifen nicht, aber nach jetzigem Stand (März 2023) kostet der Satz Trailmax Raid 300+ Euro. Die ersten Größen sind schon verfügbar, mit April und Mai folgen weitere Dimensionen. Im Mai bilden die typischen GS-Dimensionen für 19-Zoll Vorderräder und 17-Zoll Hinterräder den Abschluss. Insgesamt sind dann 3 Vorderraddimensionen und 6 Hinterraddimensionen erhältlich.
Weitere empfehlenswerte Adventure Reifen
- Pirelli Scorpion Rally STR: Bietet extrem viel Sportlichkeit, tollen Trockengrip in allen Temperaturbereichen, exzellenten Nassgrip und das gepaart mit sehr soliden Offroadeigenschaften im leichten Gelände. Mit verbundenen Augen würde man außerdem kaum glauben, dass man einen derart grobstolligen Reifen fährt, da das Fahrgefühl als tadellos zu bezeichnen ist.
- Metzeler Tourance Next 2: Ein hochwertiger Motorradreifen, der speziell für den Einsatz auf Straßen und leichtem Gelände entwickelt wurde. Der Tourance Next 2 zeichnet sich durch sein robustes Design aus, das eine optimale Traktion auf verschiedenen Oberflächen gewährleistet.
- Michelin Anakee Adventure: Ein hochwertiger Motorradreifen, der speziell für Abenteuer- und Tourenfahrten entwickelt wurde. Der Anakee Adventure zeichnet sich durch sein robustes und strapazierfähiges Design aus, das ihn für lange Strecken und anspruchsvolle Bedingungen geeignet macht.
- Heidenau K60 Ranger: Ein beliebter Reifen für Motorräder im Bereich Adventure, der für seine hervorragende Performance auf verschiedenen Untergründen bekannt ist. Mit seinem robusten und strapazierfähigen Aufbau bietet der Heidenau K60 Ranger eine ausgezeichnete Traktion und Stabilität auf unterschiedlichem Terrain.
- Continental TKC70: Ein vielseitiger Motorradreifen, der sowohl auf der Straße als auch im Gelände exzellente Leistung bietet. Der TKC70 verfügt über ein spezielles Profildesign, das sowohl auf Asphalt als auch auf unbefestigtem Untergrund optimalen Grip bietet.
- Maxxis Dualsport: Ein vielseitiger Motorradreifen, der speziell für den Einsatz sowohl auf der Straße als auch im Gelände entwickelt wurde. Der Dualsport-Reifen von Maxxis verfügt über eine spezielle Gummimischung, die eine ausgezeichnete Traktion auf verschiedenen Oberflächen gewährleistet.
Tourenreifen Test (120/70 ZR 17 und 180/55 ZR 17)
Im Tourenreifen-Test 2018 wurden Reifen in den Kategorien Nässetest, Verschleiß und Landstraße/Alltag getestet. Die Ergebnisse basieren auf 3.600 Kilometern und sechs BMW R 1200 RS.
Testergebnisse
Die ersten und letzten im großen Tourenreifen-Test trennen nur magere zwölf Punkte. Bei 500 möglichen Punkten! Da passt kaum ein Blatt dazwischen. Fakt ist, das Niveau ist extrem hoch. So hoch, dass man gar nicht von Verlierern sprechen kann. Zumal jeder Reifen ob seiner Charakteristik seine Liebhaber finden wird.
Platz 1: Dunlop Roadsmart III
Sportliche Landstraßenfahrer aufgepasst! Mit dem wunderbar handlich konzipierten Roadsmart III ist man in kurvigem Geläuf bestens aufgestellt - und das sogar über lange Zeit. Eines mag er aber nicht so recht: Schlechtwetter!
Platz 1: Pirelli Angel GT
Als dienstältester Reifen in diesem Vergleich lässt sich der Italiener „made in Germany“ noch lange nicht in Rente schicken. Ganz im Gegenteil: Der Mix aus Stabilität, Sportlichkeit und Sicherheit bei Regen bringt ihn auf Platz eins.
Platz 3: Continental Road Attack 3 GT
Mit seiner glänzenden Vorstellung im Regen, vor allem aber mit seiner Eins-a-Laufleistung beendet der Road Attack 3 GT den 2018er-Reifentest. Kurvenjünger sollten aber eher die agilere Standardversion des Contis aufziehen.
Platz 4: Michelin Road 5
In Summe betrachtet ist der neue Road 5 die Empfehlung für kurvenräubernde Allwetterfahrer, die Wert auf ein glasklares Feedback bei Nässe legen. Dafür kann man auch getrost den höheren Verschleiß in Kauf nehmen.
Platz 5: Bridgestone T 31
Der Newcomer des Jahres kann sich bei flotten Kilometerjunkies top in Szene setzen. Vollgas auf der Autobahn, Qualität auch bei abnehmender Laufleistung. Das bringt Punkte für den Alltag. Sein Manko: der hohe Verschleiß.
Platz 5: Metzeler Roadtec 01
Wer den Roadtec 01 neu aufzieht, wird beim flotten Landstraßenkurven zunächst zufrieden sein. Auf Dauer lassen die insgesamt guten Fahreigenschaften aber deutlich nach. Eine echte Bank ist der Metzeler dagegen im Regen.
Detaillierte Testergebnisse im Überblick
| Reifen | Landstraße/Alltag (Neu) | Landstraße/Alltag (Nach 3.600 km) | Nässetest | Verschleiß | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Dunlop Roadsmart III | 136 | 135 | 85 | 83 | 439 |
| Pirelli Angel GT | 137 | 132 | 93 | 77 | 439 |
| Continental Road Attack 3 GT | 134 | 127 | 90 | 86 | 437 |
| Michelin Road 5 | 134 | 130 | 93 | 74 | 431 |
| Bridgestone T 31 | 136 | 132 | 87 | 72 | 427 |
| Metzeler Roadtec 01 | 134 | 123 | 90 | 80 | 427 |
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